Blutspendetermine heute:

Blutbestandteile

Was ist Blut eigentlich?

Blut gehört zum Wertvollsten, das Menschen zu geben in der Lage sind. Es ist bis heute noch nicht gelungen, einen dem Blut ebenbürtigen Ersatz, eine Art künstliches Blut, zu schaffen. Blut ist ein Organ, das aus vielen lebenden Zellen und vielen kleinen Teilchen besteht. Jede Zelle und jedes Teilchen hat für sich eine notwendige Funktion, wie zum Beispiel den Transport von Sauerstoff und Nährstoffen, die Abwehr von Krankheitserregern, die Blutstillung und den Wärmetransport innerhalb des Körpers.

Das lebenswichtige Blut mit seinen vielfältigen Funktionen kann nur der Körper selbst bilden. Es ist deshalb durch nichts zu ersetzen. Deswegen ist es so wichtig, dass es Menschen gibt, die ihr Blut für Kranke und Verletzte spenden. Der Blutkreislauf und die verschiedenen Bestandteile von Blut werden nun kurz erklärt:

Blutkreislauf

Computersimulation Blutkreislauf

Das Blutkreislaufsystem versorgt alle Organe unseres Körpers mit den benötigten Aufbaustoffen, Sauerstoff, Energieträgern, Mineralien, Hormonen, Enzymen, Vitaminen usw. Das Blut schützt uns vor Infektionen und Krankheiten, indem es in den Körper eingedrungene Viren, Bakterien oder sonstige Fremdstoffe erkennt und unschädlich macht. Diese vielfältigen Aufgaben werden einerseits durch die Zellen im Blut und andererseits durch im Blutplasma gelöste Stoffe erfüllt.

Blutzellen

Verpacktes Blutplasma

Schon Hippokrates beobachtete im 4. Jh. v. Chr., dass sich Blut, wenn man es im Messkolben stehen lässt, durch Senkung in drei Schichten trennt: Die unterste und schwerste Schicht macht etwa 45 Prozent des Gesamtvolumens aus. Sie enthält die roten Blutkörperchen, die auch Erythrozyten genannt werden. Darauf folgt eine dünne Mittelschicht, die aus den weißen Blutzellen (Leukozyten) und den Blutplättchen (Thrombozyten) besteht und zu guter Letzt die klare wässrige, blassgelbe Oberschicht, das so genannte Blutplasma. Rote Blutzellen (rote Blutkörperchen oder Erythrozyten, die dem Blut die rote Farbe geben) enthalten den roten Blutfarbstoff Hämoglobin, mit dessen Hilfe sie Sauerstoff von der Lunge zu allen Körpergeweben (z. B. den Muskeln oder den Organen) transportieren. Der Sauerstoff wird in den Körpergeweben zur Energiegewinnung verbraucht. Dabei entsteht Kohlendioxid als Abfallprodukt, welches von den roten Blutkörperchen wieder zurück zur Lunge transportiert und abgeatmet wird. Die weiße Blutkörperchen haben als ein Teil unseres Immunsystems die Aufgabe, fremdes Gewebe und Krankheitserreger zu erkennen und zu beseitigen. Blutplättchen (Thrombozyten) sind dafür zuständig, eine entstandene Blutung zu stoppen und spielen eine bedeutende Rolle bei der Blutgerinnung. Wenn eine Verletzung an Blutgefäßen entsteht, verschließen die Blutplättchen dieses Blutgefäß und verhindern damit einen größeren Blutverlust.

Blutplasma

Computersimulation Blutzellen

Das Blutplasma, das mehr als die Hälfte des Blutvolumens ausmacht, besteht zu über 90 Prozent aus Wasser. Darin gelöst sind eine Vielzahl weiterer Substanzen wie z. B. Salze, Eiweißstoffe, Hormone, Fette, Zucker, Mineralstoffe und Vitamine, die allesamt lebenswichtige Aufgaben haben. Albumin ist das mengenmäßig wichtigste Protein (Eiweißverbindung) im Blutplasma. Seine beiden Hauptaufgaben sind der Transport verschiedenster Stoffe und die Aufrechterhaltung des Blutvolumens durch Binden von Wassermolekülen.

Im Zusammenwirken mit den weißen Blutkörperchen sind Immunglobuline unersetzlich für eine funktionierende Abwehr von Krankheitserregern. Gerinnungsfaktoren (ebenfalls Eiweißverbindungen) des Blutplasmas sind ebenso wie die Blutplättchen notwendig, um Blutungen zu stillen. Albumin, Immunglobuline und Gerinnungsfaktoren können heute aus Blutplasma durch chemische und physikalische Trennmethoden isoliert werden. Sie stehen als stabile und lang lagerbare Blutbestandteile zur Verfügung.