75.400 Blutspenden – das ist mittelfränkische Nächstenliebe

Ein Beitrag von Lisa Rudolph vom 18.11.2015
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Wer meint, Franken seien zurückhaltend, liegt völlig daneben! Zumindest beweisen knapp 800 Mittelfranken das Gegenteil: Denn jeder von ihnen rettet leidenschaftlich gern Leben, seit vielen Jahren, immer wieder aufs Neue. Der Blutspendedienst des BRK (BSD) hatte gestern die treuesten Blutspender zu einem Gala-Abend in die Heinrich-Lades-Halle nach Erlangen eingeladen, um sie für ihren 75-, 100-, 125-, 150-, 175- oder sogar 200-fachen Einsatz als Vollblutspender zu ehren. Mit insgesamt 75.400 abgegebenen Blutspenden haben die Gäste bereits unzähligen kranken und verletzten Menschen Leben geschenkt.

„Sie sind damit die größten Geschenke für den Blutspendedienst. Wir danken Ihnen für Ihr unermüdliches, selbstloses Engagement im Namen aller Patienten in Bayern“, betonte  der kaufmännische BSD-Geschäftsführer Georg Götz. Den Blutspendern aus  den Kreisverbänden Ansbach, Erlangen-Höchstadt, Fürth, Neustadt/Aisch-Bad Windsheim, Nürnberg-Land, Nürnberg-Stadt, Roth-Schwabach und Weißenburg-Gunzenhausen gehörte in Erlangen die große Bühne samt Riesen-Leinwand. Jeder kam in den Genuss seines persönlichen Augenblicks – ganz oben zu stehen und vom eigenen Namen mit der Anzahl seiner Blutspenden flankiert zu werden. Drei Spender allein beeindrucken mit jeweils 200 Blutspenden in ihrer Laufbahn: Gerhard Friedrich aus dem KV Neustadt/Aisch-Bad Windsheim, Hans Rubenwolf aus dem KV Nürnberg-Land sowie Horst Krauss aus dem KV Nürnberg-Stadt.

Stolz dürfen diese Spender sein, wenn sie die Bühne betreten! Dennoch kommen sie schüchtern nach vorn, nehmen zaghaft ihre Ehrennadel entgegen, für die sie sich noch dazu ehrfürchtig bedanken. Das ist sie dann doch – die fränkische Zurückhaltung! Die imponierte, unter anderem auch Michael Sporer vom Bayerischen Rundfunk: „Allein Ihnen gebührt unser Herzensdank“, betonte der Moderator des Abends.  Gemeinsam mit Kabarettist Chris Boettcher sorgte Sporer dafür, dass sich die Spender nach dem offiziellen Teil zurücklehnen konnten, um in den wohlverdienten Genuss des Dinners wie auch Rahmenprogramms zu kommen. Beide bescherten glanzvolle und humorvolle Momente gleichermaßen. Für den Gänsehaut-Moment war ein anderer gekommen: Der 26-jährige Felix Brunner, der nach einem schweren Unfall in den Bergen im Jahr 2009 rund 800 Blutkonserven erhielt und seither im Rollstuhl sitzt, bedankte sich herzlich bei den Blutspendern: „Sie waren meine Lebensretter, ohne die ich jetzt nicht hier wäre!“ Im Interview mit Michael Sporer erzählte der junge Allgäuer dann, wie er sein jetziges Leben als Behindertensportler und BSD-Botschafter meistert. „Der Abend war für mich ein besonderes Erlebnis und hinterlässt eindrucksvolle Erinnerungen“, mit diesem Resümee ging nicht nur ein geehrter Gast von der Veranstaltung nach Hause.

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Lisa Rudolph

Marketing & Kommunikation

Seit 2015 beim BSD. Macht am liebsten Marketing für eine richtig gute Sache und bloggt hier GEGEN GLEICHGÜLTIGKEIT!

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