Als Urlaubsrückkehrer Blut spenden – so ist` s richtig!

Ein Beitrag von Lisa Rudolph vom 28.08.2015
Linker Linker


Wieder daheim! In Bayern enden die Ferien, einige Urlaubsheimkehrer hat der Alltag bereits eingeholt. Unter ihnen sind auch viele Blutspender, die in der Heimat wieder zur guten Tat schreiten wollen. Aber dürfen sie auch? Für den Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes (BSD) sind Auslandsrückkehrer einerseits ein Geschenk, da damit ein erhöhtes Spenderpotenzial einhergeht. Andererseits stehen nun beim Blutspenden ein paar „Spendenregeln“ im Fokus, über die der BSD verstärkt aufklärt. 

So darf nicht jeder nach einem längeren Auslandsaufenthalt in bestimmten Ländern oder Regionen sofort wieder Blut spenden. Für bestimmte Gebiete gibt es eine so genannte Wartefrist. „Diese Vorsichtsmaßnahme der Spendenpause geschieht zum Schutz der Blutspendeempfänger“, erklärt Dr. Franz Weinauer, Ärztlicher BSD-Geschäftsführer. „Dem Spender geht es oftmals selbst gut und doch besteht ein Risiko, dass man ein Virus oder Bakterien ohne Anzeichen jeglicher Symptome in sich trägt. Auch wenn das Risiko noch so gering erscheinen mag, Patienten, die auf eine Blutkonserve angewiesen sind, müssen in ihrem geschwächten Zustand unbedingt vor weiteren Krankheiten und Infektionen geschützt werden.“

Spendewillige werden gebeten, zunächst eine gewisse Zeit zu pausieren, wenn sie beispielsweise aus Thailand, aus einigen Regionen Griechenlands (z.B. Westgriechenland rund um Patras und Atika rund um Athen), Österreichs (hier Großraum Wien) und Oberitaliens (u.a. das Gebiet um den Gardasee), außerdem aus den Vereinigten Arabischen Emiraten oder Nordamerika heimkehren. Keine Rückstellung erwartet die Blutspender derzeit für andere beliebte Urlaubsregionen der Deutschen, wie Ägypten, Kroatien, Marokko, Spanien, Frankreich, Schweden, Tunesien, Türkei (bis auf eine Pause bei einem Aufenthalt in Südost-Anatolien), Italien (außer Oberitalien), Schweiz, Österreich (außer Großraum Wien). Grundsätzlich gilt für Länder ohne Wartezeit, dass der Aufenthalt ohne gesundheitliche Probleme wie Erbrechen, Durchfall, fieberhafte Erkrankungen und infizierte Insektenstiche verlaufen sein muss und die hygienischen Bedingungen am Urlaubsort einwandfrei gewesen sein müssen. Dazu werden die Spender beim Blutspendertermin vor Ort vom Arzt befragt. Um ihnen nach dem Urlaub eine eventuelle Ablehnung zu ersparen, weist der BSD vorbeugend auf die potenziellen Gefahrengebiete für die Blutspende hin.

 

Im Detail kann sich jeder auch selber informieren – über die Spender-Hotline 0800/11 949 11 (kostenlos aus dem dt. Festnetz) von Montag bis Freitag zwischen 7:30 Uhr und 18 Uhr oder die BSD-Website.

Perfect file

Lisa Rudolph

Marketing & Kommunikation

Seit 2015 beim BSD. Macht am liebsten Marketing für eine richtig gute Sache und bloggt hier GEGEN GLEICHGÜLTIGKEIT!

Kommentare

Momentan sind noch keine Kommentare vorhanden.
Schreiben Sie einen Kommentar

Durch Anklicken des „Senden“-Buttons akzeptieren Sie die Kommentarregeln. Ihr Kommentar wird unter dem entsprechenden Blogbeitrag zusammen mit Ihrem Namen sowie dem Zeitpunkt der Veröffentlichung auf unserer Website veröffentlicht.

Es gilt unsere Datenschutzerklärung.

Mehr zum Thema