Blutspende in Bayern - Aktuelle Informationen und Termine

Ein Beitrag von Patric Nohe vom 04.05.2020
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Die Blutspende erfreut sich in Bayern aktuell enorm großer Solidarität. Dies war auch dringend notwendig, da sich das Aufkommen zu Beginn der Krise am unteren Rand im Grenzbereich bewegt hat. Dank der erfolgten Appelle durch den Blutspendedienst, die Medien sowie die Politik und des daraus resultierenden, herausragenden Engagements der Menschen, kann die Versorgung im Moment wieder problemlos gewährleistet werden. Dafür gebührt schon jetzt allen Beteiligten im Namen der vielen Patientinnen und Patienten, die nach wie vor auf überlebenswichtige Blutpräpate angewiesen sind, großer Dank. Ein sehr starkes, positives Signal in diesen schwierigen Zeiten.

Hinzu kommt ein besonders hoher Anteil junger Menschen und Erstspender, den wir derzeit verzeichnen können. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der damit einhergehenden, großen Herausforderung für die Blutspende, ist dies ein überaus erfreulicher Trend, der sich hoffentlich über die Krise hinweg fortsetzen wird.

Aufgrund der geringen Haltbarkeit ist es nun elementar wichtig, kontinuierlich und dabei verteilt auf die kommenden Wochen und Monate weiterzuspenden. Augenblicklich sind unsere angebotenen Termine sehr gut besucht. Wer jetzt also keine Zeit oder keinen passenden Termin findet, um Blut zu spenden, rettet auch Mitte Mai sowie in den folgenden Sommer-Monaten mit einer Spende noch bis zu drei Menschenleben.

Gerade im Hochsommer geht die Bereitschaft Blut zu spenden erfahrungsgemäß immer etwas zurück. Es wäre wünschenswert, den aktuellen Schwung auch in diese Zeit mitnehmen zu können.

Da die Situation noch immer sehr dynamisch ist, müssen wir äußerst flexibel reagieren - mitunter kommt es sehr kurzfristig zu Terminlokaländerungen oder -verschiebungen.

Aus diesem Grund verweisen wir hinsichtlich der angebotenen Termine auf unsere Homepage oder auf die kostenfreie Hotline.

Es wird empfohlen, kurz vor dem Blutspendetermin nochmals auf www.blutspendedienst.com/termine oder kostenfrei unter 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr zu prüfen, ob und wann der Termin stattfindet.

 

Hintergrundinformationen über die Blutspende in Bayern:

Wer Blut spenden kann:

Blut spenden kann jeder gesunde Mensch ab dem 18. Geburtstag bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag. Erstspender können bis zum Alter von 64 Jahren Blut spenden. Das maximale Spenderalter für Mehrfachspender ist ein Alter von 72 Jahren (d.h. bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag). Bei Mehrfachspendern über 68 Jahren und bei Erstspendern über 60 Jahren erfolgt die Zulassung nach individueller ärztlicher Beurteilung. Frauen können viermal, Männer sechsmal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden muss ein Mindestabstand von 56 Tagen liegen. Zur Blutspende mitzubringen ist unbedingt ein amtlicher Lichtbildausweis wie Personalausweis, Reisepass oder Führerschein (jeweils das Original) und der Blutspendeausweis. Bei Erstspendern genügt ein amtlicher Lichtbildausweis. Spendewillige mit grippalen oder Erkältungs-Symptomen und Menschen mit direktem Kontakt zu Coronavirus (SARS-CoV-2)-Erkrankten werden nicht zur Spende zulassen.

Darum ist Blutspenden beim BRK so wichtig:

Allein in Bayern werden täglich etwa 2.000 Blutkonserven benötigt. Mit einer Blutspende kann bis zu drei kranken oder verletzten Menschen geholfen werden. Eine Blutspende ist Hilfe, die ankommt und schwerstkranken Patienten eine Überlebenschance gibt.

Der Blutspendedienst des BRK (BSD):

Der BSD wurde 1953 vom Bayerischen Roten Kreuz mit dem Auftrag gegründet, die Versorgung mit Blutprodukten in Bayern sicherzustellen. Er trägt die Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH. Als modernes pharmazeutisches Unternehmen ist der BSD heute ein aktiver Partner im bayerischen Gesundheitswesen. Mit seinen ca. 670 engagierten Mitarbeitern sowie zusätzlich mehr als 240 freiberuflich tätigen Untersuchungsärzten und rund 12.500 ehrenamtlichen Helfern aus den 73 Kreisverbänden des BRK organisiert der BSD jährlich ungefähr 4.400 mobile und 1.100 stationäre Blutspendetermine.

Spenderservice:

Alle Blutspendetermine und weiterführende Informationen für Spender und an der Blutspende Interessierte, beispielsweise zum kostenlosen Gesundheitscheck, sind unter der kostenlosen Hotline des Blutspendedienstes 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com im Internet abrufbar.

 
Medienkontakt:

Für Rückfragen zu allen Pressemitteilungen sowie für weitere Informationen und Materialanfragen kontaktieren Sie unsere Pressestelle: Patric Nohe, p.nohe@blutspendedienst.com; Tel.: 089 / 5399 4014. Oder besuchen Sie die Presseseite auf unserer Website

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Patric Nohe

Presse & Unternehmenskommunikation

Kommentare

RW 20.05.2020, 08:51 Uhr
Ich frag mich halt warum immer noch "analog" gearbeitet wird. Man könnte den Ablauf um einiges beschleunigen, wenn man den Fragebogen z.B. vorher digital erstellen&ausfüllen könnte. Als Vorschlag: 5Stunden bevor der Spendetermin beginnt wird hier auf der Webseite der Fragebogen dazu online freigeschaltet. Man identifiziert sich mit seiner Spendernummer und trägt dann alle Antworten ein. Der Fragebogen ist interaktiv, d.h. wenn man bei einer der Fragen z.B. ankreuzt „war außer Landes“ kommt gleichdrauf die Fragen „wo? wann? wie lang?“ und wenn man dann ein Land&Zeitspanne angibt das zum Ausschluss von der Spende führt, dann brauch man garnicht erst weiter machen. Der Fragebogen wird abgespeichert und wenn man dann zum Spendetermin erscheint wird vor Ort nur noch ausgedruckt, nochmal drübergelesen, unterschrieben, der Arzt guckt nochmal schnell drüber&misst Blutdruck und man kann gleich durch zur Hämo-Messung und Spende. 1.) Das würde diese ewige Warterei endlich mal unterbinden. Letztes Mal war ich um 15:00 da als die Türen aufgingen und stand als ca.30te vor der Tür. Es hat 1h40 Minuten gedauert bis ich endlich dazu kam zu spenden. Nicht weil so ein Rückstau war, oh nein! Die Hälfte der Liegen (die sowieso schon wegen Corona reduziert waren) stand leer WEIL DIE ÄRZTE SO GETRÖDELT HABEN. 2.) Man fährt nicht mehr umsonst hin, nur um dann zu erfahren „wegen DER Impfung müssen sie jetzt aber 2Wochen zusätzlich warten“ oder sowas. Es ist schlimm genug wenn der Hämoglobin-Wert nicht reicht, aber den kann man halt vorher nicht erraten. Wenn man jedoch wegen sowas das man vorher hätte wissen können abgewiesen wird, das ist ätzend. Dieser handausgefüllte Papierkram ist keine Lösung für unser digitales Zeitalter.

Lisa Rudolph 20.05.2020, 11:38 Uhr
Hallo RW,
vielen Dank für Ihren Beitrag und Ihr Engagement für die Blutspende!
Wir freuen uns, dass Sie sich mit Ihrem Feedback direkt an uns wenden und uns so die Möglichkeit geben Stellung zu nehmen und entsprechende Hintergrundinformationen mit Ihnen zu teilen.

Grundsätzlich teilen wir Ihre Ansicht, dass es praktisch und zeitgemäß wäre, den Anamnesebogen bereits im Vorfeld des Blutspendetermins online ausfüllen zu können. Dies ist jedoch seitens der zuständigen Aufsichtsbehörden derzeit nicht genehmigt. Ein Teil Ihres Vorschlags wird jedoch im Rahmen unseres Projekts „Digitale Anamnese“ umgesetzt: Anmeldung, Ausfüllen des Fragebogens, Arztgespräch und freiwilliger Selbstausschluss werden dann in digitaler Form abgebildet und erfasst, sodass Fragen konsekutiv oder geschlechterspezifisch gestellt werden und im Rahmen des Arztgesprächs nur offene oder kritische Punkte geklärt werden müssen.
Um Ihre Spendefähigkeit bereits im Vorfeld eines Blutspendetermins zu überprüfen, empfehlen wir unseren Spende-Check: www.blutspendedienst.com/spendecheck. Dieser bildet die Fragen des Anamnesebogens ab und stellt fest, ob Sie derzeit spendefähig sind oder ob Ihre Spendefähigkeit individuell im Einzelfall überprüft werden muss. Unsere Kollegen aus dem Ärzte-Team sind gerne für die individuelle Feststellung Ihrer Spendefähigkeit da: 0800 11 949 11 (Mo-Fr, 8.00-17.00 Uhr, kostenfrei aus Mobilfunk- und Festnetz) oder info@blutspendedienst.com, sodass letztlich nur ungünstige Vitalwerte oder ein zu niedriger Hb-Wert vor Ort zu einer temporären Rückstellung führen könnten.  

Blutspendetermine unterliegen generell äußerst strengen, hygienischen Regularien. Zum Schutz für Spender sowie haupt- und ehrenamtliche Helfer werden bei den Blutspendeterminen umfangreiche zusätzliche infektionseindämmende Maßnahmen umgesetzt, was zu Wartezeiten führen kann. Wir sind von der hohen solidarischen Spendenbereitschaft in der Bevölkerung begeistert. Unter den Spendern sind derzeit – erfreulicherweise – zahlreiche Erstspender, bei denen sowohl Registrierung als auch Hb-Wert-Bestimmung und Aufklärung beim Spendearzt jeweils mehr Zeit in Anspruch nehmen, als bei langjährigen, routinierten Spendern, was ebenfalls zu längeren Wartezeiten führt.
Wir bitten vor diesem Hintergrund um Verständnis, dass es regional einzelne Blutspendetermine dadurch überdurchschnittlich gut besucht sind. Indem Sie Wartezeiten in Kauf nehmen, helfen Sie uns, einen anderorts womöglich weniger stark besuchten Blutspendetermin auszugleichen und somit in Summe den bayernweiten Bedarf an Blutpräparaten zu sichern.

Wir hoffen, Ihnen hiermit eine für Sie stimmige Perspektive zu bieten und freuen uns, Sie bei nächster Gelegenheit wieder im Kreis unserer Lebensretter begrüßen zu dürfen!
Viele Grüße, Lisa vom BSD

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