Blutspende in Bayern - Jetzt nur nicht nachlassen

Ein Beitrag von Patric Nohe vom 29.05.2020
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Die Aufkommenssituation im Rahmen der Blutspende ist derzeit bundesweit von starken, regionalen Unterschieden geprägt. Während bedingt durch den raschen Anstieg der aus den Kliniken gemeldeten Bedarfe in einigen Teilen der Republik akute Knappheit an Blutkonserven herrscht, ist die Lage in Bayern am unteren Rand stabil.

Die Versorgung mit überlebenswichtigen Blutpräparaten ist aktuell gesichert. Darüber sind wir als Blutspendedienst sowie viele Patientinnen und Patienten in den Krankenhäusern sehr froh und dankbar. Gleichzeitig darf diese Momentaufnahme mit Blick auf die bevorstehende Sommerzeit und weiteren Lockerungen der Corona-Auflagen kein falsches Signal sein. Vor allem vor dem Hintergrund ansteigender Bedarfe aus den Klinken, welche die Ferienzeit nutzen, um Corona-bedingt verschobene Operationen nun nachzuholen.

Aufgrund der begrenzten Haltbarkeiten von Blutpräparaten ist und bleibt ein kontinuierliches Engagement der Menschen im Freistaat unabdingbar. Jetzt nur nicht nachlassen lautet daher die Devise, um weiterhin sicher durch die anstehenden Sommermonate zu gelangen.

Da die Situation noch immer sehr dynamisch ist, müssen wir äußerst flexibel reagieren - mitunter kommt es sehr kurzfristig zu Terminlokaländerungen oder -verschiebungen.

Aus diesem Grund verweisen wir hinsichtlich der angebotenen Termine auf unsere Homepage oder auf die kostenfreie Hotline.

Es wird empfohlen, kurz vor dem Blutspendetermin nochmals auf www.blutspendedienst.com/termine oder kostenfrei unter 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr zu prüfen, ob und wann der Termin stattfindet.

 

Hintergrundinformationen über die Blutspende in Bayern:

Wer Blut spenden kann:

Blut spenden kann jeder gesunde Mensch ab dem 18. Geburtstag bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag. Erstspender können bis zum Alter von 64 Jahren Blut spenden. Das maximale Spenderalter für Mehrfachspender ist ein Alter von 72 Jahren (d.h. bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag). Bei Mehrfachspendern über 68 Jahren und bei Erstspendern über 60 Jahren erfolgt die Zulassung nach individueller ärztlicher Beurteilung. Frauen können viermal, Männer sechsmal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden muss ein Mindestabstand von 56 Tagen liegen. Zur Blutspende mitzubringen ist unbedingt ein amtlicher Lichtbildausweis wie Personalausweis, Reisepass oder Führerschein (jeweils das Original) und der Blutspendeausweis. Bei Erstspendern genügt ein amtlicher Lichtbildausweis. Spendewillige mit grippalen oder Erkältungs-Symptomen und Menschen mit direktem Kontakt zu Coronavirus (SARS-CoV-2)-Erkrankten werden nicht zur Spende zugelassen

Darum ist Blutspenden beim BRK so wichtig:

Allein in Bayern werden täglich etwa 2.000 Blutkonserven benötigt. Mit einer Blutspende kann bis zu drei kranken oder verletzten Menschen geholfen werden. Eine Blutspende ist Hilfe, die ankommt und schwerstkranken Patienten eine Überlebenschance gibt.

Der Blutspendedienst des BRK (BSD):

Der BSD wurde 1953 vom Bayerischen Roten Kreuz mit dem Auftrag gegründet, die Versorgung mit Blutprodukten in Bayern sicherzustellen. Er trägt die Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH. Als modernes pharmazeutisches Unternehmen ist der BSD heute ein aktiver Partner im bayerischen Gesundheitswesen. Mit seinen ca. 670 engagierten Mitarbeitern sowie zusätzlich mehr als 240 freiberuflich tätigen Untersuchungsärzten und rund 12.500 ehrenamtlichen Helfern aus den 73 Kreisverbänden des BRK organisiert der BSD jährlich ungefähr 4.400 mobile und 1.100 stationäre Blutspendetermine.

Spenderservice:

Alle Blutspendetermine und weiterführende Informationen für Spender und an der Blutspende Interessierte, beispielsweise zum kostenlosen Gesundheitscheck, sind unter der kostenlosen Hotline des Blutspendedienstes 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com im Internet abrufbar.

 
Medienkontakt:

Für Rückfragen zu allen Pressemitteilungen sowie für weitere Informationen und Materialanfragen kontaktieren Sie unsere Pressestelle: Patric Nohe, p.nohe@blutspendedienst.com; Tel.: 089 / 5399 4014. Oder besuchen Sie die Presseseite auf unserer Website

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Patric Nohe

Presse & Unternehmenskommunikation

Kommentare

Ute Reithmann 10.06.2020, 17:11 Uhr
Blutspenden kostet Zeit. Deshalb wäre es schön, vorher kurz checken zu können, ob im Moment Kapazität vorhanden ist, Wenn ich mich um 18:00 aufmache (der Termin geht bis20 Uhr), einen Parkplatz suche und zahle und dann um 18;30 gesagt kriege :heute nicht mehr, überlege ich mir schon, ob ich das noch einmal versuche. Übrigens auch, wenn ich 2 Stunden warten müsste, um etwas verschenken zu dürfen. Natürlich wissen Sie nicht, wie viele Spender in der nächsten halben Stunde erscheinen, aber eine Info, wie lange die gewartet haben, die gerade dran sind, wäre schon mal ein Hinweis, was alles denkbar ist, führen diverse Routenplaner mit Stau-Erkennung vor. Mit freundlichen Grüßen Ute Reithmann

Lisa Rudolph 10.06.2020, 18:35 Uhr
Hallo Ute,
vielen Dank für Ihren Kommentar und Ihr Engagement für die Blutspende!
Blutspendetermine unterliegen generell äußerst strengen, hygienischen Regularien. Zum Schutz für Spender sowie haupt- und ehrenamtliche Helfer werden bei den Blutspendeterminen umfangreiche zusätzliche infektionseindämmende Maßnahmen umgesetzt, was zu Wartezeiten führen kann. Wir sind von der hohen Spendenbereitschaft in der Bevölkerung begeistert! Unter den Spendern sind – erfreulicherweise – zahlreiche Erstspender, bei denen sowohl Registrierung als auch Hb-Wert-Bestimmung, als auch Aufklärung jeweils mehr Zeit in Anspruch nehmen, als bei langjährigen, routinierten Spendern.
Wir bitten vor diesem Hintergrund um Verständnis, dass es regional einzelne Blutspendetermine dadurch überdurchschnittlich gut besucht sind. Indem Sie Wartezeiten in Kauf nehmen, helfen Sie uns, einen anderorts womöglich weniger stark besuchten Blutspendetermin auszugleichen und somit in Summe den bayernweiten Bedarf an Blutpräparaten zu sichern.
Wir prüfen aktuell verschiedene Möglichkeiten, um die Kapazitätsplanung, flächendeckend zu optimieren. Die Abfrage von Vergleichsdaten, basierend auf Ortungsdiensten mobiler Endgeräte ist für den Einsatz im Bereich der mobilen Blutspende nicht geeignet, da wir beispielsweise Schulen, Gemeindezentren und Stadthallen nutzen, deren Frequentierung zu unterschiedlichen Tageszeiten bzw. Wochentagen sehr unterschiedlich ausfällt. Der Einsatz eines Terminreservierungssystems für mobile Blutspendetermine wird derzeit geplant. 
Ich möchte Ihnen versichern, dass alle verfügbaren Kollegen und Ressourcen derzeit im Einsatz sind, um unseren bayernweiten Versorgungsauftrag sowie den Schutz unserer Spender, ehren- wie hauptamtlichen Helfer und Mitarbeiter zu gewährleisten.
In Bayern ist das Aufkommen aktuell am unteren Rand stabil, sodass die Versorgung mit überlebenswichtigen Blutpräparaten derzeit gesichert ist. Darüber sind wir sehr froh und dankbar. Gleichzeitig darf diese Momentaufnahme mit Blick auf die bevorstehende Sommerzeit und weiteren Lockerungen der Corona-Auflagen kein falsches Signal sein. Aufgrund der begrenzten Haltbarkeiten von Blutpräparaten ist und bleibt kontinuierliches Engagement essenziell.
In diesem Sinne hoffen wir, dass Sie uns und der Blutspende treu bleibt und dass wir Sie bei nächster Gelegenheit wieder im Kreis unserer Lebensretter begrüßen dürfen!
Viele Grüße, Lisa vom BSD

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