"Blutspenden passt zur Unternehmenskultur" - Interview mit Stefanie Sklarzik von ProSiebenSat.1

Ein Beitrag von Fabienne Dechert vom 02.05.2013
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Seit mittlerweile zwei Jahren hat sich ProSiebenSat.1 das Thema Blutspende „auf die Fahne“ geschrieben und setzt sich mit uns für die Gute Sache ein. Herausgekommen sind tolle Aktionen, zuletzt mit Unterstützung der Frauenmannschaft des FC Bayern München.

Wir haben Stefanie Sklarzik, Referentin Interne Kommunikation, zu den Beweggründen eines Engagements im Bereich Blutspende und den Mitarbeiter-Reaktionen befragt:

Wie kam ProSiebenSat.1 auf das Thema Blutspende als soziales Engagement für die Mitarbeiter?

Die Idee, gemeinschaftlich Blut zu spenden, kam aus den Mitarbeiterreihen selbst. Eine Kollegin, die bereits Spenderin war, hatte den Vorschlag an uns herangetragen und wir waren sofort begeistert. Daraufhin haben wir das Thema im Intranet vorgestellt und die Spendenbereitschaft der Mitarbeiter abgefragt. Wir waren erstaunt, wie positiv die Reaktionen ausfielen. Also haben wir uns mit dem Bayerischen Roten Kreuz einen professionellen Partner gesucht und zwei Monate später den ersten Blutspendetag organisiert.

Gibt es andere Aktivitäten im Bereich Corporate Volunteering?


Ja, das größte CSR-Projekt bei ProSiebenSat.1 (P7S1) ist der RED NOSE DAY, mit dem sich die Unternehmensgruppe seit Jahren weltweit für Kinder in Not einsetzt. Der Sender ProSieben hat ihn 2003 initiiert, seither fordern jedes Jahr prominente TV-Stars der ganzen Senderfamilie die Öffentlichkeit dazu auf, für ausgewählte Kinderhilfsprojekte zu spenden. Seit dem Start kamen dadurch bereits mehr als 11 Millionen Euro für Kinder in Not zusammen. Alle Spenden des deutschen RED NOSE DAY gehen eins zu eins an Kinderhilfsorganisationen, die jedes Jahr wieder neu vom Gremium des RED NOSE DAY e.V. ausgewählt werden. Ein spezielles Projekt betrifft, in Kooperation mit RED NOSE DAY, die Benefiz-Aktion „ran hilft Haiti“, von SAT.1 ins Leben gerufen. Mehr als 500.000 Euro sammelte der Sender beispielsweise 2011 bei einem Benefizspiel zwischen der haitianischen Fußballnationalmannschaft und den ran-Allstars. Mithilfe der Spenden bauten die Initiatoren das „Camp Nous“, ein Internatskomplex für die von der Erdbebenkatastrophe betroffenen Kinder und Jugendlichen in Haiti. Zum Angebot zählt neben der schulischen Ausbildung der haitianischen Jungen und Mädchen auch das Training in einer regionalen Fußballförderung des haitianischen Fußballverbandes. Darüber hinaus gibt es in jedem Jahr auf ProSieben den TOLERANCE DAY, ein weiteres Projekt im Bereich Corporate Social Responsibility. Hier steht das TV-Programm eine ganze Woche im Zeichen der Aufklärung zum Miteinander verschiedener Menschen, Völker und Kulturen. Es wird der Frage nachgegangen, wie wir in Deutschland mit Menschen umgehen, die „anders“ sind. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Projekte, bei denen sich ProSiebenSat.1-Mitarbeiter privat sozial engagieren, ihr privates Engagement aber auch ins Unternehmen hineintragen. Beispielsweise finden eine Menge Kantinen-Spendenaktionen unterjährig statt, durch die Humanitätsprojekte finanziell unterstützt werden

Wie kam die Idee „Blutspende im Unternehmen“ beim Management  an?

Erwartungsgemäß gut. Mit Conrad Albert stellte sich sofort ein Vorstandsmitglied als Schirmherr zur Verfügung. Auch prominente Paten waren schnell gefunden – darunter “Germany’s next Topmodel“-Gewinnerin Barbara Maier und die Moderatorinnen Tina Kaiser und Funda Vanroy. Man hat einfach sofort gespürt – die Idee passt zur Unternehmenskultur bei ProSiebenSat.1.

Welche Bedeutung hat die Initiative für ProSiebenSat.1?

Blutspenden ist eine wichtige Form des direkten sozialen Engagements. Es geht darum, Menschenleben zu retten – gerade nicht mit Geld, sondern persönlichem Einsatz. Dahinter steht ein Gemeinschaftsgedanke, den wir auch in vielen unserer anderen Sozialprojekte verfolgen. Ich denke, als Medienunternehmen tragen wir hier ohnehin eine besondere Verantwortung.

Wie wurde der Blutspendetag intern beworben?

Wir haben ein eigenes Blutspende-Portal im Intranet eingerichtet und vier Wochen lang nahezu täglich neue Informationen und Berichte eingestellt – von Interviews mit dem Vorstand über persönliche Blutspende-Geschichten der Paten bis zu kurzen Demo-Filmen. Darüber hinaus haben wir eine unterhaltsame Plakatkampagne mit unseren Promis realisiert, mit der unsere Mitarbeiter gezielt auf die Aktion aufmerksam gemacht worden sind.

Wie war das Feedback der Mitarbeiter am Aktionstag selbst?

Mehr als 50 Liter Spenderblut - und viele Bitten, das Projekt weiterzuführen.

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Fabienne Dechert

Seit 2013 beim BSD. Radelt gerne durch München, geht gerne auf Reisen und bloggt hier GEGEN GLEICHGÜLTIGKEIT.

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