Blutspendetermine in der Ferienzeit wahrnehmen

Ein Beitrag von Patric Nohe vom 28.07.2021
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Die Lage im Rahmen der Blutversorgung in Bayern bleibt weiterhin angespannt. Ein Absinken der hohen, aus den Kliniken gemeldeten Bedarfe ist noch nicht in Sicht.

Im Schnitt werden beim Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes (BSD) aktuell pro Termin rund 15% der verfügbaren Plätze nicht reserviert. Um den hohen Bedarf an Blut decken zu können ist es dringend notwendig, dass sämtliche Termine über die nächsten Tage und Wochen komplett ausgelastet sind.

Der BSD bittet daher spendefähige Menschen die restlichen Angebote im Juli sowie die für August beigefügten Termine nach Möglichkeit wahrzunehmen.

Sollten Termine bereits ausgebucht sein, ist dies ein wichtiges und gutes Zeichen. In diesem Fall werden Lebensretter gebeten, auf den nächstmöglichen Termin zu gehen, um eine  kontinuierliche Versorgungssicherheit während der Ferienzeit und darüber hinaus zu gewährleisten.

Ein bisher durch das beeindruckende Engagement der Spenderinnen und Spender über die ganze Pandemie hinweg verhinderter Notstand mit verheerenden Folgen muss auch weiterhin unter allen Umständen abgewendet werden. Dies kann nur gemeinsam erfolgen.

Die geplanten Blutspende-Termine für August sind beigefügt und im Falle einer erforderlichen Online-Reservierung entsprechend gekennzeichnet.

Alle Termine sowie eventuelle Änderungen, aktuelle Maßnahmen und Informationen rund um das Thema Blutspende in Zeiten von Corona sind unter 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com tagesaktuell abrufbar. Facebook & Instagram: @blutspendebayern.

Es wird aufgrund der aktuellen Situation dringend empfohlen, kurz vor dem Blutspendetermin nochmals mittels genannter Möglichkeiten zu prüfen, ob und wann der Termin stattfindet.

Hintergrundinformationen über die Blutspende in Bayern:

Wer Blut spenden kann:

Blut spenden kann jeder gesunde Mensch ab dem 18. Geburtstag bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag. Erstspender können bis zum Alter von 64 Jahren Blut spenden. Das maximale Spenderalter für Mehrfachspender ist ein Alter von 72 Jahren (d.h. bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag). Bei Mehrfachspendern über 68 Jahren und bei Erstspendern über 60 Jahren erfolgt die Zulassung nach individueller ärztlicher Beurteilung. Frauen können viermal, Männer sechsmal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden muss ein Mindestabstand von 56 Tagen liegen. Zur Blutspende mitzubringen ist unbedingt ein amtlicher Lichtbildausweis wie Personalausweis, Reisepass oder Führerschein (jeweils das Original) und der Blutspendeausweis. Bei Erstspendern genügt ein amtlicher Lichtbildausweis. Spendewillige mit grippalen oder Erkältungs-Symptomen und Menschen mit direktem Kontakt zu Coronavirus(SARS-CoV-2)-Erkrankten werden nicht zur Spende zugelassen. Auf allen angebotenen Terminen besteht eine unumgängliche Maskenpflicht.

Darum ist Blutspenden beim BRK so wichtig:

Allein in Bayern werden täglich etwa 2.000 Blutkonserven benötigt. Mit einer Blutspende kann bis zu drei kranken oder verletzten Menschen geholfen werden. Eine Blutspende ist Hilfe, die ankommt und schwerstkranken Patienten eine Überlebenschance gibt.

Der Blutspendedienst des BRK (BSD):

Der BSD wurde 1953 vom Bayerischen Roten Kreuz mit dem Auftrag gegründet, die Versorgung mit Blutprodukten in Bayern sicherzustellen. Er trägt die Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH. Als modernes pharmazeutisches Unternehmen ist der BSD heute ein aktiver Partner im bayerischen Gesundheitswesen. Mit seinen ca. 670 engagierten Mitarbeitern sowie zusätzlich mehr als 230 freiberuflich tätigen Untersuchungsärzten und fast 11.000 ehrenamtlichen Helfern aus den 73 Kreisverbänden des BRK organisiert der BSD jährlich ungefähr 4.000 mobile und 1.100 stationäre Blutspendetermine.

Spenderservice:

Alle Blutspendetermine und weiterführende Informationen für Spender und an der Blutspende Interessierte, beispielsweise zum kostenlosen Gesundheitscheck, sind unter der kostenlosen Hotline des Blutspendedienstes 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com im Internet abrufbar. Wir empfehlen unsere Blutspende-App für iOS und Android (www.spenderservice.net): Individuelle Spendeinfos, Terminerinnerungen und Blutspende-Forum.

 
Medienkontakt:

Für Rückfragen zu allen Pressemitteilungen sowie für weitere Informationen und Materialanfragen kontaktieren Sie unsere Pressestelle: Patric Nohe, p.nohe@blutspendedienst.com; Tel.: 089 / 5399 4014. Oder besuchen Sie die Presseseite auf unserer Website

 

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Patric Nohe

Presse & Unternehmenskommunikation

Kommentare

Judith B. 30.07.2021, 12:57 Uhr
Ich bin regelmäßige Blutspenderin, bin sehr stolz darauf. Bisher habe ich 54-mal gespendet. Könnte es nicht kommen, dass gesunde Frauen auch 6-mal im Jahr spenden können? Ich wäre bereit. Frauen über 50, die mit der Periode nichts mehr oder nur sehr wenig zu tun haben könnten mit Männer gleich gestellt werden. Wäre der Not an Blut vllt gar nicht mehr so groß. Und eventuell wenn die Presents etwas attraktiver wären hätten mehr Menschen Luft auf Spende. Ich weiß, man spendet nicht wegen Geschenke, aber man hört und ließt überall, dass Blut unbezahlbar ist und kann künstlich nicht hergestellt werden. Aber wenn ich beim Einkaufen es sehe, dass die Packung Mehl, was ich nach meiner Spende erhalten habe 1,79 kostet, dann denke ich darüber nach wieviel Wert doch mein Blut hat.... MfG. Judith B.

Verena Hundemer 02.08.2021, 11:27 Uhr
Hallo Judith,
vielen Dank für Ihren Kommentar und Ihr Engagement für die Blutspende!
Ihr Gedanke ist an sich gut, es ist jedoch so, dass, abgesehen vom monatlichen Blutverlust, Frauen generell einen niedrigeren Hämoglobinwert haben. Außerdem haben Frauen eine leicht geringere Erythrozytenzahl und vor allen Dingen einen niedrigeren Eisenwert, insbesondere einen deutlich niedrigeren Ferritinwert. Da man durch die Spende relativ viel Eisen verliert, das wieder ersetzt werden muss und man durch den von vornherein niedrigeren Wert leichter in einen Eisenmangel rutscht, sind häufigere spenden leider nicht möglich. Durch diese Begrenzung wird das Entstehen einer Eisenmangelanämie verhindert.
Für die kleinen Presente nach der Blutspende sind die jeweiligen BRK-Kreisverbände zuständig, daher können diese von Spendelokal zu Spendelokal variieren.
Einen guten Tag in die Woche wünscht Verena vom BSD

Judith B. 02.08.2021, 16:58 Uhr
Hallo Verena, vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort. :)

Ihre Antwort

Andreas L. 31.07.2021, 03:10 Uhr
Ich würde ja gerne Blut spenden, es ist seit September letzten Jahres für mich nicht möglich zu Spenden. Da die Wartezeit mir zu lange ist. Ich habe ein Zeitfenster von einer Stunde am Nachmittag zum Spenden zu gehen. Einen Termin kann ich nicht machen da ich nicht weiß wann ich von der Arbeit zurückkomme. Und nach 17:30 Uhr muss ich mich für die Nachtruhe fertig machen, ich stehe jeden Tag um 03:30 Uhr auf. Wie soll ich da noch Blut spenden?

Verena Hundemer 02.08.2021, 08:36 Uhr
Hallo Andreas,
danke für Ihren Beitrag und Ihr bisheriges Engagement für die Blutspende!
Es tut uns leid, dass es Ihnen aufgrund Ihrer Arbeit nicht mehr möglich ist Blut zu spenden. Wir sind auf das Terminreservierungssystem angewiesen, da wir so die optimale Belegung der Liegen auf den Spendeterminen erreichen und dadurch unseren Versorgungsauftrag in Bayern sicherstellen können. Vielleicht ist es ja möglich mit Ihrem Arbeitgeber eine Regelung für die Tage zu finden, an denen Sie zur Blutspende gehen möchten, sodass Sie die Möglichkeit haben im Voraus einen Termin zu buchen? Falls das nicht der Fall ist, können Sie uns auch gerne dabei unterstützen die Wichtigkeit von Blutspenden als lebensrettende Maßnahmen in Ihrem Freundes- und Familienkreis zu verbreiten. Damit ist uns auch schon sehr geholfen!
Alles Gute und hoffentlich bis bald! Verena vom BSD

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Bianca B. 07.08.2021, 18:23 Uhr
Ich bin in der äußerst glücklichen Lage seit Januar ein großes Blutspendezentrum direkt bei mir um die Ecke zu haben, wo man auch stets Termine bekommt. Doch dort wird einem ganz schön was abverlangt an Geduld und Toleranz. So wurde ich beim ersten Mal wieder weggeschickt, weil ich zu wenig getrunken habe. Beim zweiten Mal war leider mein Eisenwert zu niedrig „nicht schlimm sagte der Arzt, kann aber auch ein Tumor sein“ Sie können sich ungefähr vorstellen wie beunruhigt ich seitdem bin? Danach wurde ich für 4 Monate gesperrt. Ich dachte wegen des Eisenwertes. Doch dann stellt sich heraus, dass die Sperre aufgrund des Fragebogens zu Stande kam. Ich hätte dort Frage 56 (Sex mit nicht Europäern als Bezahlung und Haft etc) mit Ja und Nein beantwortet. Da ich beim Ausfüllen alle sechs Sinne dabei hatte weiß ich genau, dass ich nur Frage 8 wegen meiner Corona Impfung mit Ja beantwortet habe, alle anderen Fragen mit NEIN. Da ich stark protestiert habe hat man mir ein Foto von der Frage schickt, mein „Nein“ Kreuz, das ich mit der linken Hand geschrieben habe, und daneben das „Ja“ Kreuz das jemand mit der rechten Hand, nachdem ich den Fragebogen mit meiner Unterschrift abgegeben habe, dazugeschrieben hat. Der Arzt der mir u.a. den Tumor attestiert hat, hat nicht unterschrieben, beim Anschauen des Fragebogens auch keine zwei Kreuze bemerkt, sonst hätte er mich ja darauf angesprochen. Nur aufgrund meines Protestes wurde die Blockade zurückgenommen und man hat sich entschuldigt. Zurück bleibe ich, verwundert, stark verunsichert, und mit erhöhtem Puls als ich letzte Woche wieder hingegangen bin. Ich schütze meine Antworten nun indem ich den Fragebogen mit einem andersfarbigen Stift ausfülle, nicht blau oder schwarz, schreibe noch darunter dass ich außer Frage 8 (Impfung) alle Fragen mit NEIN beantwortet habe, und fotografiere zur Sicherheit auch noch den Bogen nach dem Ausfüllen. Ich gehe trotzdem zum Blutspenden, weil 0+ eine Blutgruppe ist die vielen Menschen helfen kann, aber mein Vertrauen zu diesem Zentrum ist nachhaltig gestört.

Verena Hundemer 09.08.2021, 09:53 Uhr
Hallo Bianca,
danke für Ihren Kommentar und Ihr Engagement für die Blutspende!
Es tut uns leid, dass Sie aufgrund der Aussage des Arztes so verunsichert sind. Das sollte natürlich nicht so sein! Da es sich hier um ein personenbezogenes Anliegen handelt, möchte ich Sie aus Datenschutzgründen bitten, das individuell mit meinen Kollegen der Spender-Hotline abzuklären: 0800 11 949 11 (Mo-Fr, 8.00-17.00 Uhr, kostenfrei aus Mobilfunk- und Festnetz).
Wir finden es toll, dass Sie trotzdem dabei bleiben!
Alles Gute für die Zukunft! Verena vom BSD

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