Den Ärmel hochgekrempelt

Ein Beitrag von Stefanie Sklarzik vom 19.12.2016
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Thomas Lurz spendet Plasma

Zum Helfen immer bereit. Thomas Lurz liegt das in seiner Heimatstadt besonders am Herzen. Er will Würzburg und den Menschen hier etwas zurückgeben. Denn auch sie haben ihn viele Jahre bei seinem Sport unterstützt. Nun kam das ehemalige Schwimm-Ass ins neu eröffnete Plasmazentrum Würzburg. Dort spendete er Blutplasma, damit andere Menschen überleben können.

Thomas Lurz spendet Blutplasma und wird es wieder tun

Thomas Lurz gewann zahlreiche internationale Medaillen bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften. National war der gebürtige Würzburger ein Aushängeschild im Langstreckenschwimmen. Auch nach seiner Profikarriere geht er nun einen Erfolgsweg. Seit 2016 amtiert er als Präsident des Schwimmvereins SV Würzburg 05, außerdem ist er im Personalbereich eines großen Unternehmens als Sportbotschafter im Einsatz. Persönlich zeigt Thomas Lurz bei vielfältigen sozialen Themen Flagge: Beispielsweise unterhält er eine eigene Stiftung, die den Inklusionsgedanken im Behindertensport fördert. Indem er nun Blutplasma spendet, übernimmt er eine weitere Vorbildrolle: als aktiver Lebensretter.

„Das ist ein Typ, der nie vergisst, wo er herkommt“, schwärmt Manfred Albert, der im Plasmazentrum Würzburg in der Organisation tätig ist. Er hatte Thomas Lurz vor ein paar Monaten angesprochen, doch mal Plasma zu spenden. „Ich musste ihn nicht lang bitten“, erinnert sich Manfred Albert. „Jetzt krempelt er schon den Ärmel hoch und liegt bei uns auf der Spenderliege“, freut sich die gute Seele des Plasmazentrums. „Nah dran sein – an den Menschen in meiner Heimat – das ist mir wichtig“, sagt Thomas Lurz. „Ich möchte ihnen etwas Persönliches zurückgeben!“ Das ist mit seiner ersten Plasmaspende mehr als gelungen. Damit gab er das Kostbarste überhaupt: sein Herzblut.

Jährlich werden 2,7 Millionen Plasmaspenden in Deutschland benötigt

Da weder Blut noch Blutplasma künstlich hergestellt werden können, sind viele kranke Menschen auf engagierte Spender wie Thomas Lurz angewiesen. „Allein in Deutschland werden für die Versorgung von Blutern, Kindern mit Abwehrschwächen und Patienten mit schweren Verbrennungen jährlich ca. 2,7 Millionen Plasmaspenden benötigt. Über 16.000 Menschen können nur mittels Medikamenten aus Plasma überleben. Darunter sind Krebspatienten, Unfallopfer, Bluter und Menschen mit Immundefekten“, erklärt Dr. Helene Butsch, Ärztin und Herstellungsleiterin im Plasmazentrum. 

Mehr als genug Gründe für Thomas Lurz, wiederzukommen. „Ab jetzt mehrfach im Jahr“, kündigt er an. Und auch andere Kollegen, Freunde und alle, die er über verschiedene Kommunikationskanäle erreicht, will er ermutigen, mitzumachen. Thomas Lurz ist und bleibt einer von nebenan: bescheiden, ohne Allüren, nahbar. Ob als Profisportler, als Funktionär eines Traditionsclubs oder neu als Plasmaspender, sein Auftreten macht das ehemalige Schwimm-Ass zum Idol vieler Würzburger. Das war auch bei seinem Besuch im Plasmazentrum deutlich spürbar.

Dr. Helene Butsch untersucht Thomas Lurz

Thomas Lurz mit Manfred Albert

Thomas Lurz animiert zur Plasmaspende

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Stefanie Sklarzik

Seit 2015 beim BSD. Liebt Sport, besonders outdoor, am besten jeden Tag, und engagiert sich GEGEN GLEICHGÜLTIGKEIT!

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