Die „Geburt“ der Blutspende am 8. Juli im Josefinum

Ein Beitrag von Stefanie Sklarzik vom 01.07.2016
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Augsburger Fachklinik zeigt viel Herz und will Leben schenken

Leben zu schenken ist das Anliegen des BRK-Blutspendedienstes (BSD) und des Josefinum in Augsburg. Die Fachklinik bietet unter einem Dach für Kinder, Jugendliche und Frauen eine hochqualifizierte medizinische Versorgung. Ein Schwerpunkt liegt dabei auch auf Frühgeborenen und kranken Neugeborenen. Beispielsweise um Frühchen behandeln zu können, werden nicht selten Blutkonserven benötigt.

Die wiederum stellt der Blutspendedienst des BRK zur Verfügung. Beide Unternehmen zeigen nun, wie man als Partner noch aktiver das Geben und Nehmen lebt:  

Am Freitag, 8. Juli 2016, findet von 14 bis 18 Uhr die erste Blutspende-Aktion im Josefinum statt.

Die Türen in der Kapellenstraße 30 stehen allen Interessierten offen. Willkommen ist jeder, der helfen und mit seiner Spende von 500 ml Blut das Leben anderer Menschen retten will. Mit gutem Beispiel voran gehen die Beschäftigten der Fachklinik. In ihren Reihen ist auch die Idee für die Blutspende-Aktion vor kurzem „geboren“. Pflegedirektorin Dr. Sabine Berninger betont: „Es macht mich stolz, dass wir so engagierte Mitarbeiter bei uns haben, die sich über ihren beruflichen Aufgabenbereich hinaus mit viel Herz für andere einsetzen.“

Eine von ihnen ist Margit Kaeuffer. Die Stationsleiterin der Frühchenstation hat die Blutspende-Aktion initiiert. Ihre persönliche Motivation, sich fürs Blutspenden im Josefinum stark zu machen, erzählt sie im Interview.

INTERVIEW mit Margit Kaeuffer, Leiterin der Frühchenstation im Josefinum:

Frau Kaeuffer, warum ist Blutspenden für Sie ein wichtiges Thema?

Ich spende selber regelmäßig Blut, schaffe es aber leider nur zweimal im Jahr zu den Terminen in der Nähe meines Heimatortes zu gehen. Ich weiß, dass in Bayern täglich 2000 Blutkonserven für Patienten in den Krankenhäusern gebraucht werden und auch dass die Mithilfe in der deutschen Bevölkerung mit knapp 4 Prozent erschreckend gering ist. Meine Familie konnte ich bereits vor längerer Zeit für das Thema sensibilisieren, so dass mein Mann und meine Kinder bereits Blut spenden. Irgendwann hat mich interessiert, wie viele meiner Kollegen das eigentlich machen. Auch hier ließ die Resonanz zu wünschen übrig. Dagegen wollte ich unbedingt etwas tun. So entstand die Idee der Blutspende am Arbeitsplatz.

Wie schnell fanden Sie Befürworter, die Blutspende am Arbeitsplatz zu organisieren?

Ich bekam sofort Unterstützung für meine Idee von Frau Dr. Berninger, die meine Pflegedirektorin im Josefinum ist. Schnell konnten wir  auch die anderen Mitglieder der Klinikleitung dafür begeistern. Anschließend schrieb ich den für Augsburg zuständigen Ansprechpartner vom Blutspendedienst an und schon steckten wir gemeinsam mittendrin in der Organisation der Blutspende-Aktion bei uns im Josefinum.

Mit welcher Resonanz rechnen Sie beim Blutspendetag?

Ich wünsche mir natürlich, dass möglichst viele der Kollegen mitmachen. In meinem unmittelbaren Umfeld – im Pflegedienst – haben wir 450 Mitarbeiter und zusammen sogar rund 1.000 Beschäftigte im Josefinum. Wir bewerben den Blutspendetag intern zum Beispiel in unserem Mitarbeiterportal sowie auch extern mit Plakaten und Flyern. Denn der Termin ist öffentlich – jeder kann mithelfen und durch seine Blutspende Leben retten. Besonders erhoffe ich mir, dass viele jüngere Menschen, die noch eine längere Blutspender-Karriere vor sich haben, auf unsere Aktion aufmerksam werden. Hoffentlich unterstützen uns die lokalen Augsburger Medien bei unserem Aufruf!

Frau Kaeuffer, herzlichen Dank für Ihren Einsatz!

 

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Stefanie Sklarzik

Seit 2015 beim BSD. Liebt Sport, besonders outdoor, am besten jeden Tag, und engagiert sich GEGEN GLEICHGÜLTIGKEIT!

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