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Erst Ausweis zeigen, dann Leben retten

Ein Beitrag von Stefanie Sklarzik vom 22.11.2017
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Gut für die Blutspende gewappnet ist derjenige, der seinen Personalausweis nebst Blutspenderausweis bei der Anmeldung vorlegt. Der Personalausweis ist seit Kurzem Pflicht, um zugelassen zu werden.  (Bilder: BSD)

 

Beim Blutspenden muss der „Perso“ jetzt immer mit! Doch im Alltagsgepäck ist ein Lichtbildausweis wie eben der Personalausweis, der Führerschein oder der Reisepass, nie fehl am Platz. Seit Kurzem werden auch Blutspender gebeten, bei der Anmeldung zur guten Tat einen amtlichen Lichtbildausweis im Original vorzulegen – zusätzlich zum Blutspenderausweis, sofern man diesen bereits besitzt. Erst dann dürfen sie zur Blutspende zugelassen werden.

Die Bundesärztekammer hat die Richtlinien zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten vor einiger Zeit überarbeitet. Darunter fiel auch die Neuregelung der Ausweispflicht. Infolge des Erlasses hat der Blutspendedienst des BRK (BSD) den Blutspendeablauf angepasst: Auf den Blutspendeterminen bitten die BSD-Mitarbeiter bei der Anmeldung jeden Spender neben dem Blutspenderausweis nun auch darum, einen amtlichen Lichtbildausweis vorzuzeigen. Das Verständnis und direkte Entgegenkommen der Spender werden gleichermaßen sehr geschätzt.  

„Der Blutspendedienst muss dafür Sorge tragen, dass alle vorgegebenen Richtlinien stets eingehalten werden“, erklärt Dr. Franz Weinauer, der ärztliche BSD-Geschäftsführer. Sicherheit sei beim Blutspenden oberstes Gebot. Dazu trage auch der Nachweis der Identität durch den Blutspender bei. Dieser könne durch den Personalausweis, Führerschein oder Reisepass erbracht werden. Sozialversicherungsausweis, Krankenversicherungskarte, Firmenausweis, Schüler- oder Studentenausweise u.ä. dürften hingegen nicht akzeptiert werden.

Nach dem Identitätscheck durch den Ausweis kann es sofort losgehen mit der guten Tat. Und nach der Blutentnahme geht es weiterhin darum, die Sicherheit der Blutspenden für die Patienten, die sie empfangen, zu gewährleisten. Dazu wird jede Blutkonserve innerhalb von 24 Stunden nach der Spende auf Krankheitserreger und Auffälligkeiten im Labor getestet.  

Der Dezember bietet viele Chancen, noch im laufenden Jahr durch die eigene Blutspende anderen Menschen das  Leben zu retten. Über die Terminsuche auf der BSD-Website oder bei der Spenderhotline unter der Telefonnummer 0800 /  11 949 11 (8.00 Uhr bis 17.00 Uhr kostenfrei aus Fest- und Mobilfunknetz) erfährt jeder Interessierte, wo er  Blut spenden kann.

 


Ein „bunter Strauß“ voll Identität und Sicherheit: durch Blutspenderausweis und Personalausweis oder Führerschein oder Reisepass . Der BSD weist kontinuierlich auf die Ausweispflicht hin – beispielsweise über die eigene Website, die sozialen Medien wie auch direkt auf allen Blutspendeterminen.

 

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Stefanie Sklarzik

Seit 2015 beim BSD. Liebt Sport, besonders outdoor, am besten jeden Tag, und engagiert sich GEGEN GLEICHGÜLTIGKEIT!

Kommentare

Stefan Eisert 03.12.2017, 03:42 Uhr
Hallo, was bekommt man derzeit im Raum Erding für eine Blutspende oder eine Plasmaspende?

Fabienne Dechert - BSD 04.12.2017, 12:32 Uhr
Hallo Herr Eisert, vielen Dank für Ihr Interesse an der Blut- und Plasmaspende! Eine Blutspende bei uns erfolgt nach dem sogenannten ethischen Kodex: Die Spende soll freiwillig, uneigennützig und unentgeltlich erfolgen. Nach der Spende gibt es für jeden Spender einen Imbiss, der von unseren ehrenamtlichen Helfern zur Verfügung gestellt wird. Und oftmals gibt’s sogar noch eine Kleinigkeit als Präsent dazu! Ich finde, das sind schon viele Gründe für eine Blutspende – und Sie retten damit Leben! Eine Plasmaspende ist bei uns nur in Würzburg im Plasmzentrum möglich. In unserem Institut in München (Herzog-Heinrich-Str. 4) haben Sie die Möglichkeit Thrombozyten zu spenden: https://thrombozytenspende.blutspendedienst.com/ Viele Grüße, Fabienne vom BSD

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