Frühling - auch Allergiker dürfen zur Blutspende

Ein Beitrag von Luisa Gärtner vom 06.03.2020
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Jetzt kommt (hoffentlich ;) ) bald der Frühling. Das freut allerdings nicht alle von uns. Allergiker fürchten den Frühling aufgrund der wie wild fliegenden Pollen.
Um den Schutz des Spenders zu gewährleisten, ist eine Spende bei akuten allergischen Symptomen nicht möglich.

Während eines solchen Schubs ist die Gesundheit des Spenders stark beeinträchtigt, man ist somit nicht fit genug für eine Spende. Bei Allergien werden im Blut sogenannte Entzündungsmediatoren - wie zum Beispiel Histamin - freigesetzt. Diese Stoffe könnten eine Unverträglichkeit beim Blutspendeempfänger auslösen.
Folglich darf bei Beschwerdefreiheit Blut gespendet werden - auch in der akuten Phase.

Dies ist auch der Fall bei Einnahme von Antihistaminika (in Form von Nasenspray, Augentropfen oder auch Tabletten), wie beispielsweise Cetirizin, und cortisonhaltigen Nasensprays (z.B. Nasonex).

Achtung: Es gibt eine Ausnahme! Bei Einnahme von cortisonhaltigen Tabletten ist leider keine Blutspende möglich. Erst 4 Wochen nach dem Absetzen des Medikaments darf wieder gespendet werden.

Einige Menschen leiden leider unter sehr starken Allergien. Bei diesen starken Allergikern kommt eine sogenannte Desensibilisierung in Frage. Das ist eine Immuntherapie, bei der der Körper langsam an die krankheitsauslösende Allergie-Substanz (Pollen, Milben, Insektengift o.ä.) gewöhnt wird. Möglich ist diese Therapie bei Allergien gegen Insektengift, Pollen, Hausstaubmilbe, Schimmelpilzsporen und Tierhaaren. Das geschieht meist durch eine Injektion von langsam ansteigenden Dosen. Ist diese Injektionsstelle reizlos und fühlt man sich gleichzeitig fit genug, kann man am Tag nach der Desensibilisierung (mit Allergenen pflanzlichen Ursprungs sowie Tierhaaren und Milben) wieder Blut spenden.

Aber auch hier gibt es eine Ausnahme: nach einer Desensibilisierung mit Bienen- oder Wespengift ist eine Spende erst eine Woche nach der Injektion wieder möglich.

Luisa Gärtner

Managerin Social Media

Kommentare

Inge 02.02.2021, 19:55 Uhr
Ich habe gerade den Gesubdheitscheck durchgeführt. Und eine der ersten Fragen versehentlich falsch beantwortet. Aber erst nach der Beantwortung aller 30 Fragen kam die Info, dass ich nicht spenden darf. Das habe ich vor ca. 2 Jahren schon mal reklamiert. Warum kann das System nicht bei einem eindeutigen Ausschlußkriterium gleich darauf aufmerksam machen?

Michaela Wittwer 03.02.2021, 09:06 Uhr
Hallo Inge,

das kann ich so jetzt nicht beantworten, manchmal ist das ja auch die Kombination aus verschiedenen Antworten, die über die Spendefähigkeit entscheiden.
Genauere Hilfe kann da bestimmt die Hotline geben, da Sie dort die Fragen noch einmal besprechen könnten: 0800 11 949 11 (Mo-Fr, 8.00-17.00 Uhr, kostenfrei aus Mobilfunk- und Festnetz) 

Vielen Dank und liebe Grüße
Michaela vom BSD

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Inge 02.02.2021, 19:58 Uhr
Warum gibt es nicht bei allen Spendeterminen die Möglichkeit zur Terminanmeldung? Bei der letzten Spende waren wir gesamt ca. 2 Stunden in der Spendeeinrichtung bzw. davor beim Warten angestanden. Eine Bekannte war an einem Ort, wo es eine Termin-Reservierung gab: super!

Michaela Wittwer 03.02.2021, 09:04 Uhr
Hallo Inge,

vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihr Interesse am Thema Blutspende.
Das Terminreservierungssystem wird nach und nach in den verschiedenen Orten eingeführt, damit längere Wartezeiten vermieden werden.
Unter der Terminsuche ist dann bei dem jeweiligen Ort vermerkt, ob man schon einen Termin reservieren kann.

Viele Grüße und noch einen schönen Tag
Michaela vom BSD

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Bea 01.03.2021, 10:43 Uhr
Hallo! Wie sieht es aus, wenn man unter Dymista (Kombipräparat mit Azelastinhydrochlorid und Fluticasonproprionat) beschwerdefrei ist? Oder Cromoglicinsäure? Sind Nasensprays generell immer in Ordnung oder gibt es welche, nach denen man nicht spenden darf?

Michaela Wittwer 01.03.2021, 14:27 Uhr
Hallo Bea,
vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihre Bereitschaft, Blut zu spenden.

Wenn man unter den genannten Medikamenten, auch als Kombipräparat, beschwerdefrei ist und man auch unter Belastung keinerlei Beschwerden hat, dann darf man Blut spenden.
Dies gilt auch für Präparate wie Lorano mit dem Wirkstoff Cromoglicinsäure und andere Nasensprays, auch wenn diese Cortison enthalten.
Bitte geben Sie das genommene Medikament bei der Blutspende mit an.

Viele Grüße
Michaela vom BSD



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