Interview mit Conrad Albert: Warum engagiert sich ProSiebenSat.1 für die Blutspende?

Ein Beitrag von Christian Kohl vom 10.10.2013
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Conrad Albert (rechts) nimmt die Auszeichnung "Helfende Hände" entgegen.

ProSiebenSat.1 hat für das tolle Engagement GEGEN GLEICHGÜLTIGKEIT und für die Blutspende in Bayern die Auszeichnung "Helfende Hände" erhalten.
Blutspende-Schirmherr und ProSiebenSat.1 Vorstandsmitglied Conrad Albert hat uns bei dieser Gelegenheit erzählt, warum sich das Unternehmen eigentlich für die Blutspende engagiert.

Können Sie sich bitte kurz vorstellen?

Ich bin seit 2011 Mitglied des Vorstandes der ProSiebenSat.1 Media AG und verantworte die Bereiche Legal, Distribution & Regulatory Affairs sowie unsere TV- und Radiosender in Ungarn und Rumänien. Aus voller Überzeugung bin ich seit dem Bestehen der Kooperation mit dem Blutspendedienst des BRK Schirmherr für das gemeinsame CSR-Projekt der Blutspendeaktionen bei ProSiebenSat.1.

Warum hat sich ProSiebenSat.1 für die Unterstützung der Blutspende entschieden? Es gibt ja auch zahlreiche andere Felder.

In der Tat engagiert sich ProSiebenSat.1 in zahlreichen sozialen Feldern. Neben unserem permanenten Einsatz für RED NOSE DAY trägt seit 2012 auch die Blutspende-Initiative dazu bei, dass wir als Deutschlands größtes Medienhaus im Bereich Corporate Social Responsibility Flagge zeigen. Denn Blutspenden ist eine der wichtigsten Formen des direkten sozialen Engagements. Es geht darum, Menschenleben zu retten – gerade nicht mit Geld, sondern persönlichem Einsatz. Dahinter steht ein Gemeinschaftsgedanke, den wir auch in vielen unserer anderen Sozialprojekte verfolgen. Wir wollen unseren Mitarbeitern einen Rahmen bieten, gemeinsam soziale Verantwortung zu leben. Bei allen sozialen Projekten zeigt sich immer wieder, was für ein einsatzstarkes Kollegium wir haben, das sich über den Job hinaus gesellschaftlich sehr vorbildwirkend engagiert. Auch im Rahmen unserer Blutspende-Aktionen wollen wir mit gutem Beispiel vorangehen  und dazu beitragen, dass die Spenderzahl in Deutschland zunimmt und gleichzeitig darauf aufmerksam machen, dass jede Blutspende das Leben eines anderen Menschen retten kann.

Welche Bedeutung hat für Sie und Ihr Unternehmen die Auszeichnung „Helfende Hände“? 

In erster Linie bin ich als Schirmherr der Blutspende-Initiative stolz darauf, dass die Kolleginnen und Kollegen dem Spendenaufruf immer wieder aufs Neue so zahlreich folgen. Wir freuen uns, dass wir mit der Etablierung unseres Spenden-Engagements einen Beitrag für die Gesellschaft leisten können. Dass wir nun die Auszeichnung „Helfende Hände“ dafür erhalten, ehrt uns sehr. Aus Überzeugung werden wir den Gedanken „Spende Blut – rette Leben“ weiterhin durch unseren gemeinschaftlichen Charity-Einsatz unterstützen und hoffen, damit auch anderen Unternehmen unseres (Branchen-) Umfelds ein Vorbild zu sein, ebenso für die gute Sache einzutreten.

Wie fördert Ihr Unternehmen ehrenamtliches Mitarbeiterengagement?

ProSiebenSat.1 kommt dem Wunsch seiner Mitarbeiter, sich gesellschaftlich zu engagieren, bei vielen Gelegenheiten entgegen. Das zeigt neben unseren Initiativen zur Blutspende aktuell auch der „P7S1 Social Day“, den wir 2013 ins Leben gerufen haben und den wir nicht zuletzt aufgrund der großen Nachfrage aus Mitarbeiterkreisen noch in diesem Jahr wiederholen. Bei diesem Projekt krempeln die Mitarbeiter im Rahmen freiwilliger Arbeitseinsätze in verschiedenen sozialen Einrichtungen, die sie frei wählen dürfen – darunter u.a. die ARCHE – gemeinsam die Ärmel hoch und haben dabei auch Gelegenheit, Kollegen aus anderen Teilen des Unternehmens zu treffen. Die Einsätze finden während der Arbeitszeit statt. Für diese und andere freiwillige Aktionen wie die Blutspende stellt das Unternehmen die Mitarbeiter stets frei. Dies gehört zu unserer gelebten Unternehmenskultur. Der P7S1-Vorstand schätzt das ehrenamtliche Engagement der Mitarbeiter – es ist uns ein großes Anliegen, Corporate Volunteering zu fördern.

Waren Sie selbst oder jemand aus Ihrem Familien- oder Freundeskreis schon mal auf Blutspenden angewiesen?

Nein, bisher nicht. Aber es ist gut zu wissen, dass es im Falle eines Falles viele Menschen gibt, die bereit sind zu helfen. Denn jeder kann in diese Situation kommen, auf eine Blutspende angewiesen zu sein.

Wo begegnet Ihnen das Thema Gleichgültigkeit in der Gesellschaft?

Ich denke, täglich begegnen jedem von uns Situationen, in denen sich Menschen ihrem Umfeld gegenüber gleichgültig verhalten, die Augen vor Problemen ihrer Mitmenschen verschließen und damit ein Selbstaktivwerden für die Gesellschaft regelrecht umgehen. Dabei ist freiwilliges Engagement für den Nächsten, unabhängig von Ausmaß und Kontext, heutzutage ein Leichtes. Möglichkeiten bieten sich genug. Die Voraussetzung ist allerdings, mit offenen Augen durch die Straßen zu gehen, Interesse für allgemeine Themen zu zeigen, die mehr als nur einen selbst angehen, sich eine Meinung zu bilden und infolge aus Überzeugung aktiv zu werden. Gleichgültigkeit bedeutet für mich, sich vor jeglicher sozialen Verantwortung zu verschließen. Es stimmt mich zuversichtlich, dass Unternehmen wie P7S1 dem mit Initiative begegnen  und seinen Mitarbeitern Gelegenheiten bietet, freiwillig zu helfen und damit mitmenschlich zu handeln. So setzen wir ein deutliches Zeichen gegen Gleichgültigkeit!

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Christian Kohl

Seit 2012 beim BSD. Liebt Bayern, liebt die Berge und bloggt hier GEGEN GLEICHGÜLTIGKEIT.

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