Ist eine gute Tat aus eigennützigem Motiv weniger wert, auch wenn sie jemand anderem hilft?

Ein Beitrag von Fabienne Dechert vom 06.11.2014
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Ist eine gute Tat aus eigennützigem Motiv weniger wert, auch wenn sie jemand anderem hilft?

Die Welt ein bisschen besser machen...das wollen viele von uns. Aber warum? Blutspender haben zum Beispiel die verschiedensten Gründe für ihre gute Tat. Die einen wollen einfach etwas für ihre Mitmenschen tun, manche berichten darüber wie gut ihnen die Blutspende tut und wieder andere wollen gerne in regelmäßigen Abständen einen kleinen Check-up und nutzen die ärztliche Untersuchung beim Blutspendetermin dafür. Viele gehen auch von sich aus und geben als Motiv an, dass sie, wenn sie auf Blutkonserven angewiesen wären, auch froh sind, wenn ihnen geholfen werden kann. 

Alle Motive sind okay, denn sie führen dazu, dass Menschen Blut spenden und so kranke und verletzte Menschen mit Blutpräparaten versorgt werden können. Doch woran liegt es, dass manche Motive positiver bei anderen Menschen ankommen und andere weniger?

Der Journalist Sebastian Herrmann ist dieser Frage auf den Grund gegangen und kommt zu folgender Erkenntnis: „Wer aus Eigennutz Hilfe leistet, aktiviere bei Beobachtern die Frage, ob er auch ohne persönliche Motive geholfen hätte.“ Daran glauben leider scheinbar die wenigsten von uns. An solchen Motiven zweifeln wir und stellen diese eher infrage. Dabei hilft oftmals jegliche Hilfe und es ist nichts Verwerfliches daran, wenn man auch eigennützige Motive hat. Das gute Gefühl gehört schließlich auch irgendwie dazu, oder?

Quelle: Süddeutsche Zeitung Nr 11, Mittwoch, 15. Januar 2014, „Die Scheinheiligen – Wer aus Eigennutz anderen hilft, erntet Empörung“ von Sebastian Herrmann

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Fabienne Dechert

Seit 2013 beim BSD. Radelt gerne durch München, geht gerne auf Reisen und bloggt hier GEGEN GLEICHGÜLTIGKEIT.

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