Junge Helden braucht das BRK!

Ein Beitrag von Stefanie Sklarzik vom 20.09.2016
Linker Linker

Nachwuchs wird immer gebraucht – unter den Blutspendern, aber auch in der Helfer-Riege. Zugegeben, man muss ein wenig nach ihnen suchen. Zum Glück findet man auch die „young generation“ im Ehrenamt. Vincent, Benedikt, Katharina, Regina und Ramona heißen einige der jungen Mitglieder in der Rotkreuz-Bereitschaft Aubing bei München im Alter von 9 bis 34 Jahren. Wie und warum sie sich freiwillig und in ihrer Freizeit für die gute Sache einsetzen und andere dabei motivieren, erzählen sie uns …


Magazin - Junges Ehrenamt Aubing

Die "young generation" der Bereitschaft Aubing. Von links nach rechts: Katharina Bayer, Vincent Königer, Benedikt Vogel, Regina Mayer und Ramona Gesche.

Vincent Königer
10 Jahre, aktives Mitglied der Bereitschaftsjugend Aubing-West 3 seit September 2012
Tätigkeit im „richtigen Leben“: Schüler

Wer Blut spendet, rettet Leben. Aber wenn es keine ehrenamtlichen Helfer gibt, die Blutspenden sammeln, wird kein Leben gerettet. Spenden darf ich leider noch nicht, aber ich helfe bei der Kinderbetreuung mit und spiele auch mit den Jüngsten, die ihre Eltern zum Blutspenden begleiten. So können die Mamas und Papas beruhigt Blut spenden und wissen aber, dass ihre Kinder in guten Händen sind und eine schöne Zeit mit Basteln, Spielen und Malen haben. Am Liebsten machen wir mit den Kindern Buttons, die sie selbst gestalten und mit nach Hause nehmen dürfen … und zwar meistens nicht nur einen. So trage auch ich dazu bei, dass in Aubing die Menschen gerne zur Blutspende gehen. Wenn ich groß bin, möchte ich auch selbst Blut spenden – am liebsten in Aubing.“

 

Regina Mayer
32 Jahre, beim BRK ehrenamtlich engagiert seit 2008, Qualifikation: Sanitäterin
Tätigkeit im „richtigen Leben“: Informatikerin

„Beim BRK habe ich angefangen, um einen ‘menschlichen’ Ausgleich zu meinem technischen Beruf zu bekommen. Neben den Sanitätsdiensten bin ich auch als stellvertretende Bereitschaftsleitung, mit allerlei organisatorischen Aufgaben, tätig. Als die Idee aufkam, einen Aubinger Blutspendetag zu machen, war ich natürlich sofort mit dabei! Daher ist es für mich selbstverständlich, dass ich an dem Tag zur Verfügung stehe und mithelfe, dass alles reibungslos klappt!“

 

Katharina Bayer
29 Jahre, beim BRK ehrenamtlich engagiert seit 2007, Qualifikation: Rettungsassistentin
Tätigkeit im „richtigen Leben“: Sportwissenschaftlerin/ Sporttherapeutin

„Nach dem Abitur nahm mich ein Freund, der ebenfalls Mitglied in der Bereitschaft ist, mit zum Bereitschaftsabend. Es dauerte nur wenige Minuten, und schon war ich inmitten der vielen motivierten Helfer aufgenommen und einer von ihnen. Das war ein tolles Gefühl. Ich selbst spendete beim letzten Aubinger Blutspendetag das neunte Mal mein Blut. Während des Studiums war Blutspenden für uns immer ein Event: meine Kommilitonen und ich trafen uns zum Mittagessen und gingen anschließend zum Blutspenden. Zu neunt belagerten wir die Liegen im Spenderaum. So haben wir das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden: mit Spaß und Freude am Helfen. Heute genieße ich die Möglichkeit, in einer einzigartigen Gemeinschaft beim Blutspendetag zu helfen sowie auch zu spenden.“

 

Benedikt Vogel
21 Jahre, beim BRK seit 2013, zunächst als THW-Gasthelfer beim „Helfer vor Ort“, Qualifikation: Rettungssanitäter
Tätigkeit im „richtigen Leben“: Studium „Security & Safety Engineering“ an der Hochschule Furtwangen (Schwarzwald), nebenbei Rettungsdienst in München, außerdem seit 2007 im THW

„Zum Blutspenden kam ich durch eine Bekannte, die mir davon erzählte. Ich finde es wichtig, auf diese Weise beispielsweise Unfallopfern zu helfen – solange wir Blut nicht synthetisch herstellen können, hängen davon Menschenleben ab. So habe ich dieses Jahr zum zehnten Mal gespendet und war sofort auch als Helfer dabei, als der Blutspendedienst in meine Bereitschaft nach Aubing kam. Auch wenn es zwischendurch mal anstrengend wird, macht die Arbeit in diesem tollen Team einfach Spaß.

 

Ramona Gesche
34 Jahre, beim BRK ehrenamtlich engagiert seit 2013, Qualifikation: Sanitäterin
Tätigkeit im „richtigen Leben“: Marketingleiterin

Ich organisiere die Blutspendetage in Aubing und spende selbst Blut, weil es mir eine Herzensangelegenheit ist. Als Kind habe ich selbst nach einem schweren Unfall lebensrettende Blutkonserven erhalten. Meine eigenen Kinder (3, 8) sind bei den Blutspendetagen voller Freude dabei, genießen die freudige Stimmung und lernen so nebenbei, dass man auf viele Arten Leben retten kann. Besonders in Aubing kommen von vielen Helfern Familienmitglieder und Freunde als Spender, weil sie schon jemanden kennen und dadurch die Hemmschwelle geringer ist.

 

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Stefanie Sklarzik

Seit 2015 beim BSD. Liebt Sport, besonders outdoor, am besten jeden Tag, und engagiert sich GEGEN GLEICHGÜLTIGKEIT!

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