Leben retten in der heißen Jahreszeit - Was Blutspender jetzt beachten sollten

Ein Beitrag von Patric Nohe vom 26.06.2019
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Für den Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes (BSD) können freie Liegen im Sommer schnell zum Risiko werden.

Rückläufiges Spende-Aufkommen infolge hoher Temperaturen kann im Extremfall die Versorgung der Patientinnen und Patienten im Freistaat gefährden.

Um dies zu vermeiden, sind die Lebensretter aus Bayern gerade jetzt gefragt.

Besonders wichtig ist es, im Vorfeld der Spende ausreichend zu essen und (natürlich alkoholfrei) zu trinken.

Nach Auslandsaufenthalten gibt es nicht selten Sperrfristen bis zur nächsten Blutspende. Abhängig von Destination, Aufenthaltsdauer und Reisezeit reichen diese Wartezeiten von vier Wochen bis zu sechs Monaten ab der Rückkehr. Nicht nur Fernreiseziele, sondern mitunter auch kurze Aufenthalte im direkt benachbarten europäischen Ausland können zu einer Sperrzeit führen. Während der Sommermonate ändern sich die betroffenen Regionen monatlich, manchmal sogar wöchentlich.

Der BSD bietet mit dem ReiseCheck auf der Homepage einen neuen digitalen Service für Vollblutspender an: Basierend auf Angabe von Reiseziel und Reisezeitraum werden das nächstmögliche Spendedatum ermittelt und Informationen zu möglichen Sperrfristen angezeigt.

Alle Termine, aktuelle Informationen sowie eventuelle Änderungen sind unter der kostenlosen Hotline des Blutspendedienstes 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com im Internet aktuell abrufbar.

 

Hintergrundinformationen Über die Blutspende in Bayern:

Wer Blut spenden kann:

Blut spenden kann jeder gesunde Mensch ab dem 18. Geburtstag bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag. Erstspender können bis zum Alter von 64 Jahren Blut spenden. Das maximale Spenderalter für Mehrfachspender ist ein Alter von 72 Jahren (d.h. bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag). Bei Mehrfachspendern über 68 Jahren und bei Erstspendern über 60 Jahren erfolgt die Zulassung nach individueller ärztlicher Beurteilung. Frauen können viermal, Männer sechsmal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden muss ein Mindestabstand von 55 spendefreien Tagen liegen. Zur Blutspende mitzubringen ist unbedingt ein amtlicher Lichtbildausweis wie Personalausweis, Reisepass oder Führerschein (jeweils das Original) und der Blutspendeausweis. Bei Erstspendern genügt ein amtlicher Lichtbildausweis.

 

Darum ist Blutspenden beim BRK so wichtig:

Allein in Bayern werden täglich etwa 2.000 Blutkonserven benötigt. Mit einer Blutspende kann bis zu drei kranken oder verletzten Menschen geholfen werden. Eine Blutspende ist Hilfe, die ankommt und schwerstkranken Patienten eine Überlebenschance gibt.

 

Der Blutspendedienst des BRK (BSD):

Der BSD wurde 1953 vom Bayerischen Roten Kreuz mit dem Auftrag gegründet, die Versorgung mit Blutprodukten in Bayern sicherzustellen. Er trägt die Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH. Als modernes pharmazeutisches Unternehmen ist der BSD heute ein aktiver Partner im bayerischen Gesundheitswesen. Mit seinen ca. 670 engagierten Mitarbeitern sowie zusätzlich mehr als 240 freiberuflich tätigen Untersuchungsärzten und rund 12.500 ehrenamtlichen Helfern aus den 73 Kreisverbänden des BRK organisiert der BSD jährlich ungefähr 4.400 mobile und 1.100 stationäre Blutspendetermine.

 

Spenderservice:

Alle Blutspendetermine und weiterführende Informationen für Spender und an der Blutspende Interessierte, beispielsweise zum kostenlosen Gesundheitscheck, sind unter der kostenlosen Hotline des Blutspendedienstes 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com im Internet abrufbar.

 
Medienkontakt:

Für Rückfragen zu allen Pressemitteilungen sowie für weitere Informationen und Materialanfragen kontaktieren Sie unsere Pressestelle: Patric Nohe, p.nohe@blutspendedienst.com; Tel.: 089 / 5399 4014. Oder besuchen Sie die Presseseite auf unserer Website.

 

 

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Patric Nohe

Presse & Unternehmenskommunikation

Kommentare

Walter Steinbach 13.08.2019, 20:45 Uhr
Hallo, wollte heute nach der Arbeit in Bayreuth Blut spenden. Wurde freundlich, aber bestimmt abgewiesen. Da anscheinend mehr Blutspender kamen, als erwartet, war nicht mehr genügend Material vorhanden. Finde ich nicht besonders professionell, vor allem jetzt in der Sommerzeit wo doch mehr Blutspender gebraucht werden. Habe ich so noch nicht erlebt, aber man lernt ja nie aus...

Quirin Kreitmaier 14.08.2019, 15:22 Uhr
Hallo Herr Steinbach,
Es ist toll, dass Sie sich mit Ihren Blutspenden so für Ihre Mitmenschen einsetzen – Ihre Leistung als Blutspender ist keine Selbstverständlichkeit und dafür möchten wir Ihnen danken!

Es ist großartig, dass Sie unserem Aufruf folgen und zur Blutspende kommen! Da wir auf das freiwillige Engagement unserer Spender angewiesen sind, sollten wir Ihnen mit der Serviceorientierung und Wertschätzung begegnen, die Ihnen als freiwilligem Spender zweifelsfrei zusteht. Umso mehr tut es mir leid, dass Sie bei Ihrer letzten Spendetermin in Bayreuth abgelehnt wurden, da zu wenig Material vorhanden war. Da die eigentliche Teamleitung an diesem Termin vertreten wurde, wurden versehentlich zu wenig Küvetten zur Bestimmung des HB-Werts auf den Termin mitgenommen.
Wir bedauern diese unglückliche Situation und hoffen, Sie dennoch am nächsten Termin wieder als Spender anzutreffen.
Viele Grüße, Quirin vom BSD

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