Medizinische Neuentdeckung: Gespendetes Herz wird durch Blut außerhalb des Körpers am Leben erhalten

Ein Beitrag von Lisa Rudolph vom 06.03.2014
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Das Team des Victor Chang Cardiac Research Institute in Sydney sagt über ihre Methode: Das Leben des Organs kann vor der Transplantation durch das Simulieren eines Kreislaufsystems mit dem Blut des Organspenders außerhalb des Körpers verlängert werden.

Dies ist die Lösung für eines der größten Probleme in der Zeit zwischen der Organspende und -transplantation, insbesondere beim Herz: Denn es stoppt das Sterben der Organzellen.

Bisher kommen nur wenige, die einer Organspende überhaupt zustimmen, auch als Spender in Betracht, denn bei den meisten Sterbefällen tritt der Herzstillstand vor dem Hirntod ein. Die Neuentdeckung ist daher bedeutend, um Organe nach dem Tod für die Transplantation zu erhalten.

In Deutschland sterben jährlich rund 400.000 Menschen in Krankenhäusern. Lediglich bei etwa einem Prozent der Verstorbenen tritt der Hirntod vor dem Herzstillstand ein.

Professor Peter Macdonald, stellvertretender Leiter des Herztransplantations-Labors, sagte, dass die Technik, die Menge an verfügbaren Organen um 15 bis 20 Prozent steigern könnte. Das wäre ein großer Erfolg für die Patienten.

Bisher ist es so, dass man Patienten nach dem Hirntod maschinell weiter beatmet, so kann der Stillstand des Herzens und Kreislaufs hinausgezögert werden. Macht man das nicht führt der eintretende Sauerstoffmangel zum Herzstillstand und Absterben der Organzellen.

Das Team aus Australien hat nun eine spezielle Lösung entwickelt, die das Absterben der Spenderzellen verhindert. Das Herz wird dazu an einer Maschine angeschlossen, die das eigene Blut des Spenders in das Herz pumpt. Dadurch wird ermöglicht, dass das Organ beginnt außerhalb des Körpers zu arbeiten bevor es dem Empfänger implantiert wird.

Dr. Arjun Iyer, Forschungsstipendiat an dem Projekt, berichtete, dass die neue Technik bereits erfolgreich bei der Reanimation zweier menschlicher Herzen angewendet wurde.

Diese neue Technik wird jedoch in absehbarer Zukunft nicht dazu führen, dass weniger Blutspenden benötigt werden. Deswegen komm zu einem unserer nächsten Blutspendetermine: www.blutspendedienst.com/termine

 

Quellen:

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung - Organspende-Info

Australian Red Cross Blood Service

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Lisa Rudolph

Marketing & Kommunikation

Seit 2015 beim BSD. Macht am liebsten Marketing für eine richtig gute Sache und bloggt hier GEGEN GLEICHGÜLTIGKEIT!

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