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Nach ihrem Sturz in die Tiefe wieder voll im Leben - Gela Allmann

Ein Beitrag von Fabienne Dechert vom 30.07.2018
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Frühlingsbeginn 2014 in Island. Gela Allmann - Model, Bergsportlerin und Fernsehjournalistin – wird in traumhafter Kulisse im Rahmen eines Fotoshootings abgelichtet. Sie steht bei strahlendem Sonnenschein auf einem wunderschönen Gipfel und ist auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Eine kleine Unachtsamkeit, ein falscher Schritt verändert innerhalb von Sekunden jedoch alles.

Gela rutscht aus, verliert den Halt und stürzt einen 800 Meter langen vereisten Hang hinab. Sie rutscht über Schnee, prallt gegen Felsen und Eisplatten, bis sie sich mit letzter Kraft 100 Meter vor dem Fjord im Tal abbremsen kann.

Mit einem Funkgrät gelingt es einen Hubschrauberpiloten zu erreichen. Der Pilot erkennt den Ernst der Lage, setzt seine Heli-Ski-Gäste ab und sammelt Ärzte für die Bergung von Gela ein. An der Unfallstelle muss Gela bei vollem Bewusstsein ausharren. Etliche Muskeln, Sehnen und Bänder sind gerissen, das rechte Knie, sowie die linke Schulter gebrochen und sie hat großflächige Hautabschürfungen erlitten. Lebensgefährlich ist der Abriss ihrer Oberschenkelarterie im rechten Bein. Durch die fingerdicke Arterie verliert Gela schnell sehr viel Blut.

Erstversorgung am Berg

Nach der Erstversorgung am Unfallort wird Gela in ein Klinikum nach Akureyri geflogen. Für die Versorgung der durchtrennten Arterie waren jedoch Spezialisten aus der Hauptstadt Islands, Reykjavík notwendig. Ein Ambulanzflugzeug fliegt sie nach Reykjavík. Neun Stunden kämpfen die Ärzte in einer Not-OP um Gelas Leben. Aufgrund der durchtrennten Hauptarterie im rechten Bein, das bereits acht Stunden lang ohne Blutversorgung war, befürchteten die Spezialisten, das Bein amputieren zu müssen - doch dazu kam es glücklicherweise nicht.

Zurück ins Leben

Gela kämpft. Ihr Zustand stabilisiert sich. Eine Woche später wird sie in das Münchner Klinikum rechts der Isar verlegt. Zwei Wochen nach dem Unfall und ganze sechs Operationen später beginnt ihre Reha. Für Gela war aufgeben nie eine Option – sie kämpfte immer weiter, sodass ihr nach nur drei Monaten voller Kampf, Leiden und einigen Tränen die ersten Schritte in der Klinik gelangen.


Gela hat überlebt, weil sie immer an sich geglaubt hat, weil ihr damaliger Partner, ihre Familie und ihre Freunde sie nie aufgegeben haben…und weil es Menschen gibt, die Blut spenden.

Mittlerweile sind vier Jahre seit dem Unfall vergangen. Gela steht wieder erfolgreich und mit beiden Beinen im Leben. Sie macht aktiv Sport und wird für Shootings, Moderationen und Motivationsvorträge engagiert. Durch das Geschehene lebt Gela heute jeden Moment viel intensiver als vor ihrem Unfall. Sie teilt ihre Erfahrungen, in ihrem Buch ,,Sturz in die Tiefe‘‘, und auf ihrer Website www.angelikaallmann.de unter dem Motto ,,Fight Smile Love‘‘. Da sie ohne gespendetes Blut nicht überlebt hätte, ist sie mit Herzblut als Botschafterin für den Blutspendedienst des BRK im Einsatz.

Ihren nächsten Termim finden Sie unter: www.blutspendedienst.com/termine

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Fabienne Dechert

Seit 2013 beim BSD. Radelt gerne durch München, geht gerne auf Reisen und bloggt hier GEGEN GLEICHGÜLTIGKEIT.

Kommentare

Herbert Kratzer 25.10.2018, 11:31 Uhr
Guten Tag, mit Interesse habe ich die Nachricht von Frau Allmann gelesen. Gleichzeitig bin ich sehr irritiert. War ich doch gestern, 24.10.2018, an meinem Wohnort Blut spenden. und mir fiel hierbei auf, dass ganz offensichtlich die exakte Information an die Blutspender bzgl. des nächst möglichen Spendetermins hinten und vorne nicht funktioniert. Bitte sichten Sie mal in Ihrem System, zu welchen Terminen ich Blut spendete !! Wenn Sie das prüfen werden Sie meinen, das Rote Kreuz hat genug Blutreserven. Mir ist unerklärlich, nach welchem System hier die Spender angeschrieben werden. "Erst wenn's fehlt, fällt's auf !!" Dieser Slogan passt wie die Faust aufs Auge. Herzliche Grüße Herbert Kratzer

Lisa Rudolph 25.10.2018, 13:08 Uhr
Guten Tag Herr Kratzer,
vielen Dank für Ihr Engagement für die Blutspende und Ihr Feedback.
Was genau meinen Sie mit "die exakte Information an die Blutspender bzgl. des nächst möglichen Spendetermins hinten und vorne nicht funktioniert. Bitte sichten Sie mal in Ihrem System, zu welchen Terminen ich Blut spendete !!"?
Lassen Sie mir gerne Ihren Vor- und Nachnamen, Ihre Anschrift und Ihr Geburtsdatum für den Datenabgleich zukommen, dann können wir das gerne für Sie nachvollziehen.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

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Roland Kroiss 31.07.2019, 18:08 Uhr
Interessant geschrieben! Eine Frage an Fabienne Dechert: Sie beschrieben sich damit, dass Sie "gerne durch München radeln". Dazu hätte ich eine Frage, denn man hat mir berichtet, dass Radfahren in München teilweise lebensgefährlich ist bzw. dass Radfahrer sehr aggressiv sind, sowohl mit dem Rad als auch verbal. Stimmt das bzw. wie geht man damit um? Auch mit der Unfallgefahr, wenn man selbst fährt. Danke, Ihr Roland Kroiss

Fabienne Dechert - BSD 01.08.2019, 09:30 Uhr
Guten Morgen Herr Krois, vielen Dank für Ihre Frage! Ich sag mal so, es gibt - wie in vielen Bereichen - solche und solche. Ich fahre stets mit Helm und bestehe nicht auf mein Recht, wenn es mich oder auch andere gefährden könnte. Generell bin ich für ein rücksichtsvolles Miteinader!

In München tut sich gerade viel für Radfahrer. Gerade in den letzten Wochen werden hier die Radwege immer besser ausgebaut und markiert, sodass man als Radfahrer einen besseren Schutz hat. Auf den nachfolgenden Seiten finden Sie weitere Informationen zum Radln in München:
https://radlhauptstadt.muenchen.de/
https://www.radentscheidmuenchen.de/ 
https://www.greencity.de/projekt/radentscheid-muenchen/

Viele Grüße, Fabienne vom BSD

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