Neuer Fragebogen ab dem 01. Dezember 2018

Ein Beitrag von Lisa Rudolph vom 25.10.2018
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Ab dem 01. Dezember 2018 wird ein neuer Fragebogen durch die Anamnese im Vorfeld der Blutspende führen.

Die Bundesärztekammer und das Paul-Ehrlich-Institut haben eine neue Version der „Richtlinie zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten“ verabschiedet, gemäß derer verschiedene Anpassungen des Fragebogens erfolgt sind.

Im Einzelnen betrifft dies neben der Aktualisierung verschiedener Angaben zur Verwendung einzelner Medikamente oder des allgemeinen Gesundheitszustandes auch das Thema sexuelle Übertragungsrisiken.
Der generelle Spendeablauf ist davon nicht betroffen.

Infektionskrankheiten wie Hepatitis oder AIDS werden vor allem durch Sexualkontakte übertragen und auch Blutspender können sich auf diesem Wege angesteckt haben. Natürlich werden alle Blutkonserven getestet. Da jedoch nicht auszuschließen ist, dass im Laufe der Zeit ein neuer unbekannter Erreger auftreten könnte und um hier die größtmögliche Sicherheit bieten zu können, hat sich der Richtliniengeber mit Blick auf die Patientensicherheit dazu entschieden, in einigen Fällen eines Risikokontaktes die Wartezeit für die Blutspende auf 12 Monate festzulegen.

Sämtliche Regelungen sind im Transfusionsgesetz vorgegeben, welches durch die Bundesärztekammer in Abstimmung mit dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) verankert- und für uns als Blutspendedienst bindend ist. Sollte der Gesetzgeber aufgrund wissenschaftlich fundierter Erkenntnisse eine Verkürzung dieses Zeitraums vorschreiben, können wir das nur befürworten. Es ist allerdings nicht Aufgabe des Blutspendedienstes oder des BRK, diese Studien zu erheben, zu beurteilen und in Gesetzmäßigkeiten umzusetzen.

Für uns haben die Sicherheit der Blutprodukte und des Spenders sowie der Schutz eines meist schwerkranken Blutempfängers höchste Priorität. Sobald diese garantiert sind, begrüßen wir sämtliche Regelungen, die es mehr Menschen ermöglichen, Blut zu spenden.

Den neuen Fragebogen sowie den neuen freiwilligen Selbstausschluss können Sie bei Interesse hier einsehen. Das Ausfüllen von Fragebogen bzw. Selbstausschluss im Vorfeld der Spende ist nicht möglich, sondern muss vor Ort am Tag Ihres Spendetermins geschehen.

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Lisa Rudolph

Marketing & Kommunikation

Seit 2015 beim BSD. Macht am liebsten Marketing für eine richtig gute Sache und bloggt hier GEGEN GLEICHGÜLTIGKEIT!

Kommentare

Sepp 25.10.2018, 16:16 Uhr
Hallo Lisa, bei den Fragen in Nr. 56, wie - Einreise aus einem Land, in dem Sie sich kontinuierlich mehr als 6 Monate aufgehalten haben, das eine erhöhter [sic!] Infektionsrate für Hepatitis B oder C, HTLV-1/-2 oder HIV aufweist? - habe ich doch erhebliche Zweifel, ob ein "Durchschnittsblutspender" jeweils wissen kann, um welche Länder es sich hierbei handelt. Es müsste hier schon eine aktuelle Liste mit den betroffenen Ländern beigefügt werden.

Lisa Rudolph 25.10.2018, 17:09 Uhr
Hallo Sepp,
der Fragebogen wird im Rahmen des vertraulichen Arztgesprächs mit dem diensthabenden Arzt besprochen. Unseren Ärzten liegen detaillierte Länderlisten und -karten vor.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Klaus 18.11.2018, 11:03 Uhr
Hallo Es stimmt natürlich, die Liste liegt den Ärzten vor. jedoch wie bei meiner Spende dieser Woche, ist nach entsprechend hohem Spenderaufkommen und vieler Neuspender, bis zum Arzt die erste Stunde Wartezeit schon vergangen, so dass man dann vielleicht erfährt, wegen der Gardasee Urlaubs nicht Spenden zu können. Die verärgert bestimmt manchen Spender.

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Friedolf Lappen 26.10.2018, 09:22 Uhr
Hallo Lisa, ich finde nach wie vor die Fragen aus der Liste "hatten sie jemals" in Teilen seltsam. Denn ich kann mir kaum denken, dass es Erwachsene gibt, die noch nie in ihrem Leben einen kräftigen Schnupfen / Husten und dabei geschwollene Lymphknoten hatten. Ich zumindest führe so beständig dasselbe Gespräch mit unterschiedlichen Ärzten und liebäugle damit, hier einfach NEIN anzukreuzen. Ähnliches gilt für den Punkt "unklarer Husten" - hatte ich auch schon, ging wieder weg und wurde nie ärztlich begutachtet. Könnte ich als Kuriosum sehen - aber es verleitet doch dazu, vorschnell NEIN anzukreuzen, weil man sich beim JA so blöd vorkommt.

Lisa Rudolph 26.10.2018, 13:53 Uhr
Hallo Friedolf,
vielen Dank für Dein Feedback. Wir sind natürlich bei der Erstellung des Fragebogens an Vorgaben des Richtliniengebers gebunden, nehmen Deine Anregung aber sehr gerne auf und passen die Formulierung nach Möglichkeit in der nächsten Version an.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

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Andrea Sattler 27.10.2018, 21:32 Uhr
Hallo Lisa, was sind bitte "Transsexuelle mit Risikoverhalten"? Was hat Transsexualität mit sexuellem Verhalten zu tun ? Wer so etwas in einen Fragebogen schreibt hat leider keine Ahnung über Transsexualität und sollte sich lieber zurückhalten und nicht Menschen die sowieso naturgemäß schon leidgeprüft sind noch in die Ecke mit sexuellem Schmuddelverhalten stellen. Wenn sich die Herausgeber mit dem Thema befasst hätten dann würden sie wissen dass gerade transsexuelle Menschen bedingt durch die Hormontherapie am wenigsten Interesse an einem "Risikoverhalten" haben. Man könnte in dem Fragebogen genauso gut nach BRK-Managern mit Risikoverhalten fragen. Es ist wirklich kränkend wie die Schöpfer des Fragebogens mit harmlosen Minderheiten umgehen, beschämend für das BRK! Liebe Grüße Andrea

Lisa Rudolph 29.10.2018, 11:12 Uhr

Hallo Andrea,
die Formulierung im Fragebogen wird durch die Hämotherapie-Richtlinien, die von Bundesärztekammer im Einvernehmen mit dem Paul-Ehrlich-Institut vorgegeben werden, festgeletzt. Die Differenzierung wird im Abschnitt 2.2.4.3.2.2 (http://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/pdf-Ordner/MuE/Richtlinie_Haemotherapie_2017.pdf, Seite 19f) vorgenommen.
Wir gehen davon aus, dass der Richtliniengeber gerade deshalb Transsexuelle separat aufführt, um das individuelle Sexualverhalten grundsätzlich nicht zu bewerten, sondern lediglich auf das Risikoverhalten abzustellen.
Viele Grüße, Lisa vom BSD


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Doris G. 01.11.2018, 12:08 Uhr
Im April 2017 habe ich mich einer Radiojodtherapie wegen einer erneuten Kropfbildung unterzogen. Kann ich trotzdem wieder Blutspenden?

Lisa Rudolph 02.11.2018, 12:10 Uhr
Hallo Doris,
leider kannst Du aufgrund der Radiojodtherapie derzeit kein Blut spenden. Ob eine erneute Zulassung möglich ist, kann mit einem aktuellen Befund abgeklärt werden. Bitte wende Dich hierfür direkt an meine Kollegen aus dem Ärzte-Team: 0800 11 949 11 (kostenfrei aus Fest- und Mobilfunknetz) oder info@blutspendedienst.com.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

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Ranalder Erwin 01.11.2018, 19:08 Uhr
Am 10.07.18 hatte ich eine Bandscheibenoperation. Kann ich jetzt im November wieder zur Blutspende ?

Lisa Rudolph 02.11.2018, 12:09 Uhr

Hallo Erwin,
nach einer Bandscheibenoperation, die ohne Komplikationen verlaufen ist, reicht ein Abstand von 4 Monaten, um Blut spenden zu können, wenn man auch beschwerdefrei ist, keine weiteren Eingriffe anstehen und man auch schon wieder arbeitsfähig ist. Unter diesen Voraussetzungen kannst Du ab 11.11.18 Blut spenden.
Viele Grüße, Lisa vom BSD


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Marco Sertl 08.11.2018, 21:47 Uhr
Hallo Lisa Ich hatte heute 08.11.18 eine Wurzelspitzresektion und mir wurde ein zahn gezogen beim Kieferchirurgen. Darf ich am 29.11.18 bei mir im Ort wieder zur Blutspende gehen? Viele Grüsse Marco

Simon Feiler - BSD 09.11.2018, 13:08 Uhr
Hallo Marco, vielen Dank für Deine Bereitschaft Blut zu spenden! Nach einer Wurzelspitzenresektion, sowie nach dem ziehen eines Zahnes ist eine Pause von einer Woche vorgeschrieben, insofern alles gut verheilt und man kein Antibiotikum zu sich nehmen muss. Falls man ein Antibiotikum nehmen muss, ist eine Wartezeit von 4 Wochen erforderlich. Viele Grüße, Simon vom BSD

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Sylke Hauptmann 09.11.2018, 09:26 Uhr
Hallo Lisa, ich fände es hilfreich, wenn man sich vor einer Spende informieren könnte, welche feststehenden Ausschlußkriterien bestehen; z.B. (1) keine Spende, wenn in den letzten 4 (nicht 12) Monaten eine Spiegelung durchgeführt wurde; (2) Auflistung der Länder/Regionen, die kritisch eingestuft sind. Wenn ich diese Informationen im Vorfeld verfügbar wären (z.B. auf dieser WebSeite), könnte ich mir Zeit (Anreise, Wartezeit) sparen; im Moment erhalte ich diese Informationen nur vor Ort durch den Arzt. Lieber Gruß Sylke

Simon Feiler - BSD 09.11.2018, 10:40 Uhr
Hallo Sylke, vielen Dank für Ihre Hinweise. Viele Kriterien, die zum Auschluß von der Blutspende führen, haben wir bereits auf unserer Website zusammengefasst. Sie finden die Informationen unter https://www.blutspendedienst.com/blutspende/spendeinfos. Unter https://www.blutspendedienst.com/blog/blutspende-nach-auslandsaufenthalt haben wir die beliebtesten Reiseorte und die dazugehörigen Wartezeiten nach der Rückkehr zusammengefasst. Diese Liste wird kontinuierlich überarbeitet, damit Sie immer auf dem aktuellen Stand sind. Generell finden Sie im Blog viele nützliche Hinweise und aktuelle Entwicklungen rund um die Blutspende. Sollten dennoch mal Fragen bzw. Unsicherheiten, ob Sie spenden dürfen, auftreten, können Sie gerne mit uns auf Facebook (Blutspendedienst des BRK) oder unter der 0800 11 949 11 in Kontakt treten und im Vorfeld bereits rausfinden ob Sie Blut spenden dürfen oder nicht. Viele Grüße, Simon vom BSD

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Andreas Taschka 10.11.2018, 12:42 Uhr
Hallo Lisa, ich hatte einen schweren Bandscheibenvorfall, der mittlerweile ohne Operation so gut wie abgeklungen ist. Am 25.10.18 bekam ich eine minimal-invasive PDA, außerdem bin ich aktuell wöchentlich zur Akupunktur (Einwegspritzen!). Kann ich am 14.11.18 zum Blutspenden gehen?

Simon Feiler - BSD 12.11.2018, 11:20 Uhr
Hallo Andreas, vielen Dank für Ihre Bereitschaft Blut zu spenden. Ob Sie am 14.11.2018 Blut spenden dürfen hängt von verschiedenen Faktoren ab, zu denen ich noch weitere Informationen benötige.
1. Wie wurden Sie im Rahmen Ihrer PDA behandelt? Wurden Ihnen Medikamente injiziert? Wenn Ja, welche?
2. Sind Sie momentan noch krank geschrieben?
3. Welche Beschwerden bestehen momentan noch bei Ihnen und nehmen Sie momentan Medikamente ein?

Nachdem ich diese Informationen erhalten habe frage ich gerne bei unserem Ärzteteam nach.

VIele Grüße,

Simon vom BSD

Andreas Taschka 12.11.2018, 14:15 Uhr
Hallo Simon, danke für die Info. Zu 1. Kortison und Ibuprofen 2. Nein 3. Keine Beschwerden, keine Medikamente Danke, Gruß, Andreas

Simon Feiler 12.11.2018, 14:44 Uhr
Hallo Andreas,

vielen Dank für Ihre Antwort. Nach einer intensiven Schmerztherapie wie Ihrer, kommt der Blutspendetermin am 14.112018 noch etwas zu früh. Unser Ärzteteam empfiehlt, erst ab dem 24.11.2018 wieder Blut zu spenden.

Viele Grüße, Simon vom BSD

Andreas Taschka 12.11.2018, 21:49 Uhr
Danke vielmals. Schade.... denn ich fühle mich sehr gesund Gruß Andreas

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Daniela Cartier 15.11.2018, 10:51 Uhr
Hallo, Ich habe zur Zeit einen Herpes an der Lippe und wollte fragen, ob ich damit trotzdem Blut spenden darf? Des Weiteren hatte ich Bronchitis mit Atemnot und musste Salbutamol Spray nehmen. Darf ich deswegen jetzt trotzdem spenden? Vielen lieben Dank für eine Antwort . Ach ja, Termin zur Blutspende ist der 20.11.18

Tobias Weinbuch 19.11.2018, 14:26 Uhr
Hallo Daniela, nach vollständiger  Ausheilung der Bronchitis musst du noch 4 Wochen abwarten, bis eine Spende wieder möglich ist.

Der Herpes labialis muss komplett abgeheilt sein, wenn man spenden möchte.

Es hängt also, davon ab, ob der Herpes am 20.11. abgeheilt ist und ob die Bronchitis zu diesem Zeitpunkt dann bereits 4 Wochen lang vollständig ausgeheilt war, ob du Blutspenden gehen kannst. Gute Besserung und viele Grüße, Tobi vom BSD

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Sepp 15.11.2018, 23:46 Uhr
Hallo Lisa, am Ende des Fragebogens steht: "Durch meine Unterschrift erkläre ich mich einverstanden mit [...] der Durchführung aller notwendigen Untersuchungen, einschließlich solcher die der Förderung von wissenschaftlichen Erkenntnissen auf dem Gebiet des Gesundheitswesens dienen" Hierzu 2 Fragen: 1. Was genau wird hier an meinem Blut zur "Förderung von wissenschaftlichen Erkenntnissen" untersucht? 2. Stimme ich hier mit meiner Unterschrift der Verwendung meiner Blutproben für die sog. "BIOBANK DER BLUTSPENDER" zu?

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