Neuer Fragebogen ab dem 01. Dezember 2018

Ein Beitrag von Lisa Rudolph vom 25.10.2018
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Ab dem 01. Dezember 2018 wird ein neuer Fragebogen durch die Anamnese im Vorfeld der Blutspende führen.

Die Bundesärztekammer und das Paul-Ehrlich-Institut haben eine neue Version der „Richtlinie zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten“ verabschiedet, gemäß derer verschiedene Anpassungen des Fragebogens erfolgt sind.

Im Einzelnen betrifft dies neben der Aktualisierung verschiedener Angaben zur Verwendung einzelner Medikamente oder des allgemeinen Gesundheitszustandes auch das Thema sexuelle Übertragungsrisiken.
Der generelle Spendeablauf ist davon nicht betroffen.

Infektionskrankheiten wie Hepatitis oder AIDS werden vor allem durch Sexualkontakte übertragen und auch Blutspender können sich auf diesem Wege angesteckt haben. Natürlich werden alle Blutkonserven getestet. Da jedoch nicht auszuschließen ist, dass im Laufe der Zeit ein neuer unbekannter Erreger auftreten könnte und um hier die größtmögliche Sicherheit bieten zu können, hat sich der Richtliniengeber mit Blick auf die Patientensicherheit dazu entschieden, in einigen Fällen eines Risikokontaktes die Wartezeit für die Blutspende auf 12 Monate festzulegen.

Sämtliche Regelungen sind im Transfusionsgesetz vorgegeben, welches durch die Bundesärztekammer in Abstimmung mit dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) verankert- und für uns als Blutspendedienst bindend ist. Sollte der Gesetzgeber aufgrund wissenschaftlich fundierter Erkenntnisse eine Verkürzung dieses Zeitraums vorschreiben, können wir das nur befürworten. Es ist allerdings nicht Aufgabe des Blutspendedienstes oder des BRK, diese Studien zu erheben, zu beurteilen und in Gesetzmäßigkeiten umzusetzen.

Für uns haben die Sicherheit der Blutprodukte und des Spenders sowie der Schutz eines meist schwerkranken Blutempfängers höchste Priorität. Sobald diese garantiert sind, begrüßen wir sämtliche Regelungen, die es mehr Menschen ermöglichen, Blut zu spenden.

Den neuen Fragebogen sowie den neuen freiwilligen Selbstausschluss können Sie bei Interesse hier einsehen. Das Ausfüllen von Fragebogen bzw. Selbstausschluss im Vorfeld der Spende ist nicht möglich, sondern muss vor Ort am Tag Ihres Spendetermins geschehen.

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Lisa Rudolph

Marketing & Kommunikation

Seit 2015 beim BSD. Macht am liebsten Marketing für eine richtig gute Sache und bloggt hier GEGEN GLEICHGÜLTIGKEIT!

Kommentare

Sepp 25.10.2018, 16:16 Uhr
Hallo Lisa, bei den Fragen in Nr. 56, wie - Einreise aus einem Land, in dem Sie sich kontinuierlich mehr als 6 Monate aufgehalten haben, das eine erhöhter [sic!] Infektionsrate für Hepatitis B oder C, HTLV-1/-2 oder HIV aufweist? - habe ich doch erhebliche Zweifel, ob ein "Durchschnittsblutspender" jeweils wissen kann, um welche Länder es sich hierbei handelt. Es müsste hier schon eine aktuelle Liste mit den betroffenen Ländern beigefügt werden.

Lisa Rudolph 25.10.2018, 17:09 Uhr
Hallo Sepp,
der Fragebogen wird im Rahmen des vertraulichen Arztgesprächs mit dem diensthabenden Arzt besprochen. Unseren Ärzten liegen detaillierte Länderlisten und -karten vor.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Klaus 18.11.2018, 11:03 Uhr
Hallo Es stimmt natürlich, die Liste liegt den Ärzten vor. jedoch wie bei meiner Spende dieser Woche, ist nach entsprechend hohem Spenderaufkommen und vieler Neuspender, bis zum Arzt die erste Stunde Wartezeit schon vergangen, so dass man dann vielleicht erfährt, wegen der Gardasee Urlaubs nicht Spenden zu können. Die verärgert bestimmt manchen Spender.

Fabienne Dechert - BSD 21.11.2018, 09:41 Uhr
Guten Morgen Klaus, vielen Dank für Ihren Kommentar! Das kann ich gut nachvollziehen, dass hier der Wunsch nach frühzeitiger Information aufkommt. Um unnötige Wartezeit beim Spendetermin zu vermeiden, haben wir auf unserer Website www.blutspendedienst.com/wartezeiten die Länderliste mit entsprechenden Wartezeiten aufgeführt. Auf dieser Website können Sie sich immer vor dem Spendetermin informieren und bei eventuellen Rückfragen unter der 0800 11 949 11 (kostenfrei) an uns wenden. Ich hoffe, dass wir Sie bei einem der nächsten Blutspendetermine wieder begrüßen dürfen! Vielen Dank & Beste Grüße, Fabienne vom BSD

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Friedolf Lappen 26.10.2018, 09:22 Uhr
Hallo Lisa, ich finde nach wie vor die Fragen aus der Liste "hatten sie jemals" in Teilen seltsam. Denn ich kann mir kaum denken, dass es Erwachsene gibt, die noch nie in ihrem Leben einen kräftigen Schnupfen / Husten und dabei geschwollene Lymphknoten hatten. Ich zumindest führe so beständig dasselbe Gespräch mit unterschiedlichen Ärzten und liebäugle damit, hier einfach NEIN anzukreuzen. Ähnliches gilt für den Punkt "unklarer Husten" - hatte ich auch schon, ging wieder weg und wurde nie ärztlich begutachtet. Könnte ich als Kuriosum sehen - aber es verleitet doch dazu, vorschnell NEIN anzukreuzen, weil man sich beim JA so blöd vorkommt.

Lisa Rudolph 26.10.2018, 13:53 Uhr
Hallo Friedolf,
vielen Dank für Dein Feedback. Wir sind natürlich bei der Erstellung des Fragebogens an Vorgaben des Richtliniengebers gebunden, nehmen Deine Anregung aber sehr gerne auf und passen die Formulierung nach Möglichkeit in der nächsten Version an.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

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Andrea Sattler 27.10.2018, 21:32 Uhr
Hallo Lisa, was sind bitte "Transsexuelle mit Risikoverhalten"? Was hat Transsexualität mit sexuellem Verhalten zu tun ? Wer so etwas in einen Fragebogen schreibt hat leider keine Ahnung über Transsexualität und sollte sich lieber zurückhalten und nicht Menschen die sowieso naturgemäß schon leidgeprüft sind noch in die Ecke mit sexuellem Schmuddelverhalten stellen. Wenn sich die Herausgeber mit dem Thema befasst hätten dann würden sie wissen dass gerade transsexuelle Menschen bedingt durch die Hormontherapie am wenigsten Interesse an einem "Risikoverhalten" haben. Man könnte in dem Fragebogen genauso gut nach BRK-Managern mit Risikoverhalten fragen. Es ist wirklich kränkend wie die Schöpfer des Fragebogens mit harmlosen Minderheiten umgehen, beschämend für das BRK! Liebe Grüße Andrea

Lisa Rudolph 29.10.2018, 11:12 Uhr

Hallo Andrea,
die Formulierung im Fragebogen wird durch die Hämotherapie-Richtlinien, die von Bundesärztekammer im Einvernehmen mit dem Paul-Ehrlich-Institut vorgegeben werden, festgeletzt. Die Differenzierung wird im Abschnitt 2.2.4.3.2.2 (http://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/pdf-Ordner/MuE/Richtlinie_Haemotherapie_2017.pdf, Seite 19f) vorgenommen.
Wir gehen davon aus, dass der Richtliniengeber gerade deshalb Transsexuelle separat aufführt, um das individuelle Sexualverhalten grundsätzlich nicht zu bewerten, sondern lediglich auf das Risikoverhalten abzustellen.
Viele Grüße, Lisa vom BSD


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Doris G. 01.11.2018, 12:08 Uhr
Im April 2017 habe ich mich einer Radiojodtherapie wegen einer erneuten Kropfbildung unterzogen. Kann ich trotzdem wieder Blutspenden?

Lisa Rudolph 02.11.2018, 12:10 Uhr
Hallo Doris,
leider kannst Du aufgrund der Radiojodtherapie derzeit kein Blut spenden. Ob eine erneute Zulassung möglich ist, kann mit einem aktuellen Befund abgeklärt werden. Bitte wende Dich hierfür direkt an meine Kollegen aus dem Ärzte-Team: 0800 11 949 11 (kostenfrei aus Fest- und Mobilfunknetz) oder info@blutspendedienst.com.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

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Ranalder Erwin 01.11.2018, 19:08 Uhr
Am 10.07.18 hatte ich eine Bandscheibenoperation. Kann ich jetzt im November wieder zur Blutspende ?

Lisa Rudolph 02.11.2018, 12:09 Uhr

Hallo Erwin,
nach einer Bandscheibenoperation, die ohne Komplikationen verlaufen ist, reicht ein Abstand von 4 Monaten, um Blut spenden zu können, wenn man auch beschwerdefrei ist, keine weiteren Eingriffe anstehen und man auch schon wieder arbeitsfähig ist. Unter diesen Voraussetzungen kannst Du ab 11.11.18 Blut spenden.
Viele Grüße, Lisa vom BSD


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Marco Sertl 08.11.2018, 21:47 Uhr
Hallo Lisa Ich hatte heute 08.11.18 eine Wurzelspitzresektion und mir wurde ein zahn gezogen beim Kieferchirurgen. Darf ich am 29.11.18 bei mir im Ort wieder zur Blutspende gehen? Viele Grüsse Marco

Simon Feiler - BSD 09.11.2018, 13:08 Uhr
Hallo Marco, vielen Dank für Deine Bereitschaft Blut zu spenden! Nach einer Wurzelspitzenresektion, sowie nach dem ziehen eines Zahnes ist eine Pause von einer Woche vorgeschrieben, insofern alles gut verheilt und man kein Antibiotikum zu sich nehmen muss. Falls man ein Antibiotikum nehmen muss, ist eine Wartezeit von 4 Wochen erforderlich. Viele Grüße, Simon vom BSD

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Sylke Hauptmann 09.11.2018, 09:26 Uhr
Hallo Lisa, ich fände es hilfreich, wenn man sich vor einer Spende informieren könnte, welche feststehenden Ausschlußkriterien bestehen; z.B. (1) keine Spende, wenn in den letzten 4 (nicht 12) Monaten eine Spiegelung durchgeführt wurde; (2) Auflistung der Länder/Regionen, die kritisch eingestuft sind. Wenn ich diese Informationen im Vorfeld verfügbar wären (z.B. auf dieser WebSeite), könnte ich mir Zeit (Anreise, Wartezeit) sparen; im Moment erhalte ich diese Informationen nur vor Ort durch den Arzt. Lieber Gruß Sylke

Simon Feiler - BSD 09.11.2018, 10:40 Uhr
Hallo Sylke, vielen Dank für Ihre Hinweise. Viele Kriterien, die zum Auschluß von der Blutspende führen, haben wir bereits auf unserer Website zusammengefasst. Sie finden die Informationen unter https://www.blutspendedienst.com/blutspende/spendeinfos. Unter https://www.blutspendedienst.com/blog/blutspende-nach-auslandsaufenthalt haben wir die beliebtesten Reiseorte und die dazugehörigen Wartezeiten nach der Rückkehr zusammengefasst. Diese Liste wird kontinuierlich überarbeitet, damit Sie immer auf dem aktuellen Stand sind. Generell finden Sie im Blog viele nützliche Hinweise und aktuelle Entwicklungen rund um die Blutspende. Sollten dennoch mal Fragen bzw. Unsicherheiten, ob Sie spenden dürfen, auftreten, können Sie gerne mit uns auf Facebook (Blutspendedienst des BRK) oder unter der 0800 11 949 11 in Kontakt treten und im Vorfeld bereits rausfinden ob Sie Blut spenden dürfen oder nicht. Viele Grüße, Simon vom BSD

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Andreas Taschka 10.11.2018, 12:42 Uhr
Hallo Lisa, ich hatte einen schweren Bandscheibenvorfall, der mittlerweile ohne Operation so gut wie abgeklungen ist. Am 25.10.18 bekam ich eine minimal-invasive PDA, außerdem bin ich aktuell wöchentlich zur Akupunktur (Einwegspritzen!). Kann ich am 14.11.18 zum Blutspenden gehen?

Simon Feiler - BSD 12.11.2018, 11:20 Uhr
Hallo Andreas, vielen Dank für Ihre Bereitschaft Blut zu spenden. Ob Sie am 14.11.2018 Blut spenden dürfen hängt von verschiedenen Faktoren ab, zu denen ich noch weitere Informationen benötige.
1. Wie wurden Sie im Rahmen Ihrer PDA behandelt? Wurden Ihnen Medikamente injiziert? Wenn Ja, welche?
2. Sind Sie momentan noch krank geschrieben?
3. Welche Beschwerden bestehen momentan noch bei Ihnen und nehmen Sie momentan Medikamente ein?

Nachdem ich diese Informationen erhalten habe frage ich gerne bei unserem Ärzteteam nach.

VIele Grüße,

Simon vom BSD

Andreas Taschka 12.11.2018, 14:15 Uhr
Hallo Simon, danke für die Info. Zu 1. Kortison und Ibuprofen 2. Nein 3. Keine Beschwerden, keine Medikamente Danke, Gruß, Andreas

Simon Feiler 12.11.2018, 14:44 Uhr
Hallo Andreas,

vielen Dank für Ihre Antwort. Nach einer intensiven Schmerztherapie wie Ihrer, kommt der Blutspendetermin am 14.112018 noch etwas zu früh. Unser Ärzteteam empfiehlt, erst ab dem 24.11.2018 wieder Blut zu spenden.

Viele Grüße, Simon vom BSD

Andreas Taschka 12.11.2018, 21:49 Uhr
Danke vielmals. Schade.... denn ich fühle mich sehr gesund Gruß Andreas

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Daniela Cartier 15.11.2018, 10:51 Uhr
Hallo, Ich habe zur Zeit einen Herpes an der Lippe und wollte fragen, ob ich damit trotzdem Blut spenden darf? Des Weiteren hatte ich Bronchitis mit Atemnot und musste Salbutamol Spray nehmen. Darf ich deswegen jetzt trotzdem spenden? Vielen lieben Dank für eine Antwort . Ach ja, Termin zur Blutspende ist der 20.11.18

Tobias Weinbuch 19.11.2018, 14:26 Uhr
Hallo Daniela, nach vollständiger  Ausheilung der Bronchitis musst du noch 4 Wochen abwarten, bis eine Spende wieder möglich ist.

Der Herpes labialis muss komplett abgeheilt sein, wenn man spenden möchte.

Es hängt also, davon ab, ob der Herpes am 20.11. abgeheilt ist und ob die Bronchitis zu diesem Zeitpunkt dann bereits 4 Wochen lang vollständig ausgeheilt war, ob du Blutspenden gehen kannst. Gute Besserung und viele Grüße, Tobi vom BSD

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Sepp 15.11.2018, 23:46 Uhr
Hallo Lisa, am Ende des Fragebogens steht: "Durch meine Unterschrift erkläre ich mich einverstanden mit [...] der Durchführung aller notwendigen Untersuchungen, einschließlich solcher die der Förderung von wissenschaftlichen Erkenntnissen auf dem Gebiet des Gesundheitswesens dienen" Hierzu 2 Fragen: 1. Was genau wird hier an meinem Blut zur "Förderung von wissenschaftlichen Erkenntnissen" untersucht? 2. Stimme ich hier mit meiner Unterschrift der Verwendung meiner Blutproben für die sog. "BIOBANK DER BLUTSPENDER" zu?

Fabienne Dechert - BSD 21.11.2018, 09:33 Uhr
Guten Morgen Sepp, zunächst entschuldigen Sie bitte die späte Antwort! Mit dem Einverständnis auf dem Fragebogen wird lediglich der Verwendung von Restmaterial zur Forschung zugestimmt. Dieses Material wird häufig für die Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Zelltherapie oder zur Entwicklung/Validierung neuer diagnostischer Tests verwendet. Wichtig ist dabei, dass es nicht um das individuelle Blut eines Spenders geht, sondern dass die Blutproben anonymisiert einen Querschnitt der gesunden Bevölkerung repräsentieren.

Mit Ihrer Unterschrift stimmen Sie NICHT der Teilnahme an der BIOBANK der Blutspender zu - die Teilnahme an der BIOBANK erfordert neben einer deutlich ausführlicheren Information auch eine separate Einverständniserklärung. Weitere Infos dazu finden Sie auch unter www.biobank.de. Viele Grüße, Fabienne vom BSD

Sepp 22.11.2018, 22:33 Uhr
Hallo Fabienne, ich habe hier doch ein Problem mit der Verwendung meiner (auch anonymisierten) Blutprobe für Forschungszwecke. Es ist bekannt, dass der Angriff auf IT-Systeme und der Missbrauch von personenbezogenen Daten in den meisten Fällen von innerhalb der jeweiligen Firma oder Organisation erfolgt. Niemand kann ausschließen, dass es jetzt oder in Zukunft auch innerhalb des BSD ein schwarzes Schaf geben könnte, das kriminell, bestechlich oder erpressbar ist und kritische, personenbezogene Daten VOR deren Anonymisierung nach außen transportiert. Auch lässt sich heute nicht mit Gewissheit ausschließen ob künftige Verfahren (wie z.B. Big Data Analysen) eine rückwirkende Deanonymisierung ermöglichen könnten. Es ist evident, dass es z.B. für Krankenkassen höchst interessant wäre zu erfahren, ob Versicherte (bzw. deren Verwandte) bestimmte genetische Merkmale (z.B. im HLA-System) besitzen, welche sie um ein Vielfaches anfälliger machen für in der Behandlung sehr teure Krankheiten (MS, M. Bechterew, SLE, ...). Zudem bergen die erwähnten, neu zu erforschenden "diagnostischen Tests" grundsätzlich die Gefahr, dass das Vorliegen einer schlimmen, nicht behandelbaren Krankheit (wie z.B. Alzheimer) im Frühstadium erkannt werden kann und der Blutspender das Ergebnis erfährt obwohl er es vermutlich gar nicht wissen will (und auch nicht will, dass jemand anderes es weiß). Auch wenn es im Moment noch sehr übertrieben klingen mag: Wir können heute nicht ausschließen, dass es in Zukunft auch bei uns mal wieder ein totalitäres politisches System geben kann, welches eine Organisation wie das BRK dazu zwingen könnte, gesundheitsrelevante, hochsensible Daten auch personenbezogen herauszugeben, mit welchem Vorwand auch immer. Und ich will hoffen, dass bei uns nie wieder ein System an die Macht kommt, bei dem der Wert eines Menschen durch "Blutmerkmale" definiert wird. Vor diesem Hintergrund würde ich es sehr begrüßen, wenn es eine getrennte Zustimmungsmöglichkeit einerseits für die gesetzlich bzw. von BÄK/RKI vorgeschriebenen Untersuchungen zum Schutz der Empfänger der Blutprodukte gäbe, welche Voraussetzung für die Zulassung zur Blutspende wäre, und andererseits eine freiwillige Unterschrift zur Erlaubnis der Verwendung des Bluts für die beschriebenen Untersuchungen für medizinische Forschungszwecke. Dies würde die weitestgehende Einhaltung der informationellen Selbstbestimmung des Blutspenders ermöglichen. Schöne Grüße, Sepp

Tobias Weinbuch - BSD 23.11.2018, 13:16 Uhr
Hallo Sepp,
ich frage gerne bei der zuständigen Stelle nach und melde mich, sobald ich Feedback bekommen habe.
Viele Grüße, Tobi vom BSD

Lisa Rudolph 04.12.2018, 12:58 Uhr
Hallo Sepp,
gerne teile ich Dir in Bezug auf eine Nutzung oder Weitergabe Deiner personenbezogenen Daten Folgendes mit: Weder erhält der Blutspendedienst Daten, die an anderer Stelle erhoben werden, noch könnte er diese Zuordnen. Auch kann das externe Forschungsinstitut nicht im Nachgang die personenbezogenen Daten des betreffenden Spenders abfragen. Auch eine IT gestützte Zusammenführung der Daten ist nicht möglich.
Das Risiko, dass nicht berechtigte Personen oder Unternehmen auf personenbezogene Daten zugreifen können, minimieren wir, indem wir eine Reihe an technischen und organisatorischen Maßnahmen ergriffen haben, um unsere sensiblen Daten bestmöglich zu schützen (z.B. Firewall, 2-Faktor-Authentifizierung von extern, sichere Kennwörter, restriktive Zugriffsregelungen auf Datenbanken).
Mit der Einführung der Digitalen Anamnese im Jahr 2019 wird die von Dir gewünschte Trennung der Zustimmungsmöglichkeit für die von BÄK/RKI vorgeschriebenen Untersuchungen einerseits und die Erlaubnis der Verwendung des Blutes für medizinische Forschungszwecke andererseits übrigens umgesetzt.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Sepp 16.12.2018, 00:24 Uhr
Hallo Lisa, vielen Dank für die ausführliche Antwort. Jetzt bin ich aber schon auf diese "Digitale Anamnese" gespannt. Wie kann ich mir diese vorstellen? Werden da in den Spendelokalen Notebooks aufgestellt bzw. Tablets ausgegeben auf denen der Fragebogen ausgefüllt wird? Oder bekommen wir eine App mit dem Fragebogen auf das Smartphone und übertragen diesen dann per BT auf einen Rechner vor Ort? Oder fülle ich ihn am Tag der Spende zu Hause am PC aus und schicke ihn an eine bestimmte Adresse? So oder so, ich werde dann sicher wieder eine kritische Frage bzgl. Datenschutz stellen ;-)

Lisa Rudolph 17.12.2018, 16:29 Uhr

Hallo Sepp,
der Fragebogen wird weiterhin vor Ort direkt vor der Blutspende ausgefüllt und anschließend mit dem diensthabenden Arzt besprochen.
Im Rahmen der Anmeldung zum Spendetermin erhalten die Spender ein Armband mit individuellem QR-Code, der - in Verbindung mit Eingabe des Geburtsdatums - für die Identifikation an den einzelnen Spendestationen eingesetzt wird. Es wird Tablets geben, sowohl für Spender, als auch für die diensthabenden Ärzte.
Wir sind bestens vorbereitet für diesen wichtigen Schritt im Rahmen unserer Digitalstrategie - und freuen uns auf Dein Feedback zu gegebener Zeit.
Alle weiteren Infos zur DIA folgen im Vorfeld des Rollouts über sämtliche Kommunikationskanäle.
Viele Grüße, Lisa vom BSD


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Jürgen 23.11.2018, 16:51 Uhr
Hallo Lisa, Meine Frage gehört zwar nicht zu dem neuen Fragebogen aber ich stell sie trotzdem mal. Die Bestimmung das Eisenwerts im Blut wurde früher immer am Ohr durchgeführt. Seit neuem am Finger. Ich persönlich finde es sehr unangenehm am Finger auch Tage später noch. Warum muss das so sein. Am ihr war es nie ein Problem. Grüße Jürgen

Sepp 23.11.2018, 17:12 Uhr
Hallo Jürgen, diese Frage habe ich auch schon gestellt und sie wurde beantwortet. Siehe https://www.blutspendedienst.com/blog/neu-hb-wert-messung-vor-arztgespraech

Tobias Weinbuch 29.11.2018, 09:36 Uhr
Hallo Jürgen, die Messung am Ohr war zu ungenau, daher müssen wir jetzt in den Finger stechen. Wenn jemand immer sehr große Schmerzen im Finger hat, darf er auch ins Ohrläppchen gestochen werden in Ausnahmefällen. Am besten Sie melden sich bei uns, dann können wir evtl. ein Freigabeschreiben für die andere Messung im Einzelfall ausstellen. Viele Grüße, Tobi vom BSD

Ihre Antwort

Traudl 25.11.2018, 21:30 Uhr
Gibt es immer noch ein Mindestgewicht von 50 kg? Da ich lediglich 1,52 groß bin, waren für mich 50 kg zuviel Gewicht. Deshalb habe ich es reduziert. Kann ich deshalb nicht mehr spenden?

Sepp 25.11.2018, 22:39 Uhr
Hallo Traudl, soweit ich weiß darf man mit unter 50 kg nicht Blut spenden. Ich vermute dass es daran liegt, dass bei sehr zierlichen Menschen die im Körper vorhandene Blutmenge auch deutlich niedriger ist als bei Menschen mit durchschnittlichem Körperbau. Da aus technischen Gründen immer fast genau 500ml Blut abgezapft werden müssen, würdest Du relativ gesehen zu viel Blut verlieren bei einer Blutspende. Gilt übrigens auch für Thrombozyten- und Plasmaspenden.

Tobias Weinbuch - BSD 26.11.2018, 12:20 Uhr
Hallo Traudl,
diesbezüglich hab ich leider keine guten Nachrichten für Sie. Das Mindestgewicht von 50 kg gilt unabhängig von der Körpergröße, so dass Sie leider nicht mehr spenden dürfen. Viele Grüße, Tobi vom BSD

Traudl 26.11.2018, 15:00 Uhr
Vielen Dank für die Antworten.

Ihre Antwort

Lisa 26.11.2018, 19:48 Uhr
Hallo, seit vielen Jahren ärgere ich mich besonders über die Fragen zu sexuellem Risikoverhalten in dem Fragebogen, der diesbezüglich mit jeder Änderung keine Verbesserung, sondern teilweise eher Verschlechterung mit sich bringt. Wenn ich die Frage nach der Zugehörigkeit zu "Risikogruppen" lese, springen mich große Vorurteile und Klischeedenken an, die den einige Spender vor den Kopf stoßen können. Hier einige meiner Gedanken und Kritikpunkte: "Männer, die Sexualverkehr mit Männern haben oder hatten"... hier wird überhaupt nicht differenziert, sondern alle in einen Topf geworfen. Sind Zugehörige dieser Risikogruppe generell von der Spende ausgeschlossen? Was ist mit denen, die in einer langjährigen, monogamen Partnerschaft leben? Was ist, wenn ausschließlich geschützter Verkehr praktiziert wird? Und warum ist es riskanter, wenn ein Mann einem Mann einen bläst, als wenn eine Frau dies tut? Entschuldigen Sie diese direkte Formulierung, aber irgendwie muss man ja mal Klarheit bekommen, und die erreicht man nunmal nicht mit Wischi-Waschi-Formulierungen oder Verallgemeinerungen wie im Fragebogen. Ich empfinde diese Fragen als ganz klare Diskriminierung, auch wenn ich eine Frau bin. Außerdem sind die Fragen so ungenau formuliert, dass sie widerum wenig hilfreich sind. "Heterosexuelle Personen mit häufig wechselnden Partnern"... ab wievielen Partnern pro Jahr/Monat/Woche gilt denn jemand als "Person mit häufig wechselnden Partnern"? Solange dies nicht konkretisiert ist, ist diese Risikogruppeneinteilung völlig sinnlos. Die Selbsteinschätzung in dieser Hinsicht ist aus völlig verständlichen Gründen absolut unterschiedlich. Beispiel: Jemand, der zig Jahre lang seiner ersten Liebe treu war und nach der Trennung innerhalb von einem Jahr 2 neue Partner hatte, wird hier vielleicht schon "ja" ankreuzen, während ein "Partylöwe" es noch wenig findet, wenn er die Partnerin jedes Wochenende wechselt und hier ganz selbstverständlich "nein" ankreuzt. Viele werden sich allein auf Grund der unpräzisen Fragestellung unsicher sein und lieber mal "nein" ankreuzen, bevor sie dieses intime Thema mit einem wildfremden Arzt besprechen müssen. Auch eine schnelle Suche auf der Seite des DRK-Blutspendedienstes ergab keine konkreteren Informationen. Und auch hier wieder die Frage: Wenn jemand nun in das Raster "häufig wechselnde Partner" fällt, ist er dann generell von der Spende ausgeschlossen? Unabhängig davon, ob ausschließlich geschützter Verkehr praktiziert wurde? "Transsexuelle mit Risikoverhalten"... diese Eingruppierung finde ich genau wie Andrea Sattler völlig daneben. Diskriminierung. Mit freundlichen Grüßen, Lisa Jaszkowski

Lisa Rudolph 27.11.2018, 12:48 Uhr
Hallo Lisa,

danke für Dein Engagement für die Blutspende und Deinen differenzierten Kommentar!
Gerne geben wir Dir Hintergrundinformationen zu den von Dir angesprochenen Punkten:

Ich kann nachvollziehen, dass Formulierungen wie bspw. „Risikogruppe“ zunächst negativ konnotiert wirken, möchte aber klarstellen, dass die Begrifflichkeiten aus einem medizinisch-wissenschaftlichen Kontext stammen und sich ausschließlich darauf beziehen. Wir wenden uns gegen jegliche Diskriminierung aufgrund von Herkunft, Hautfarbe, Religion, sexueller Neigung oder anderer Gründe. Auch beispielsweise ein Aufenthalt in einer Destination mit bestätigten, autochthonen Malaria-Fällen stellt aus transfusionsmedizinsicher Sicht ein „Risikoverhalten“ dar, das im Rahmen der Anamnese im Vorfeld einer Blutspende geprüft werden muss.

Die Bundesärztekammer hat im Einvernehmen mit dem Paul Ehrlich Institut am 7. August 2017 eine Änderung der Richtlinie zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten (Richtlinie Hämotherapie, Gesamtnovelle 2017) veröffentlicht (http://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/pdf-Ordner/MuE/Richtlinie_Haemotherapie_2017.pdf), diese setzen wir mit dem neuen Fragebogen zum 01.12.2018 um.
Eine zentrale Änderung der Hämotherapierichtlinien besteht in der Lockerung des Blutspendeverbots für Männer, die Sex mit Männern haben (MSM): Künftig sollen Männer, die Sex mit Männern, haben für eine Blutspende zugelassen werden, wenn sie zwölf Monate keinen Geschlechtsverkehr mehr hatten. Entsprechend dem wissenschaftlichen Fortschritt in der Treffsicherheit bei der Testung/Spenderdiagnostik des Spenderblutes sind Fachkreise weltweit zu der Konsequenz gelangt, dass eine dauerhafte Rückstellung von Personen mit sexuellem Risikoverhalten nicht mehr zwingend notwendig ist. Insofern ermöglicht es dieser wissenschaftliche Fortschritt, die lebenslange Rückstellung solcher Personenkreise von der Blutspende auf eine befristete zu reduzieren, ohne dass zumindest nach derzeitigem Wissensstand ein signifikantes Zusatzrisiko entstünde. Diesem Fortschritt trägt die neue Richtlinie Rechnung.

Ich stimme Dir zu, dass die Formulierungen teilweise einen gewissen Interpretationsspielraum in Bezug auf die Beantwortung lassen. Gleichzeitig müssen wir, um unseren bayernweiten Versorgungsauftrag  mit überlebenswichtigen Blutpräparaten erfüllen zu können, mit Regelungen arbeiten, die sich entsprechend skalieren lassen. Eine individuelle Einzelfallprüfung ist schlichtweg nicht möglich. Aus diesem Grund ist die Überprüfung von etwaigen Infektionsrisiken mehrstufig aufgebaut: Im ersten Schritt werden über den medizinischen Fragebogen mögliche Risiken bewusst und transparent gemacht. Im zweiten Schritt werden diese Risiken im Rahmen des vertraulichen Arztgesprächs im Detail besprochen. Spender, die sich in Bezug auf die Beantwortung einer Frage unsicher sind, können hier zunächst Rücksprache mit dem diensthabenden Arzt halten. In dritter Schritt ist der freiwillige Selbstausschluss am Ende des Spendevorgangs, bei dem Spender uns diskret über ein bestehendes Infektionsrisiko informieren können.
Du hast sehr konkrete Beispiele für die von Dir wahrgenommenen unkonkreten Formulierungen genannt, auf die wir gerne auch konkret antworten möchten. Da die Vorgaben für die Spenderauswahlkriterien und damit auch die verwendeten Formulierungen durch die Bundesärztekammer in Abstimmung mit dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) erstellt werden, werden wir hier zunächst Rücksprache mit den dort für unsere Belange zuständigen Kollegen halten. Sobald wir Feedback dazu haben, melden wir uns hier wieder bei Dir.

Für (potenzielle) Spender, die sich vorab zu ihrer individuellen Spendefähigkeit informieren und / oder medizinische Fragen abklären möchten, bieten wir mit unseren Kollegen aus dem Ärzte-Team Kontakt per E-Mail (info@blutspendedienst.com) bzw. telefonisch (0800 11 949 11, kostenfrei aus Fest- und Mobilfunknetz) an. Auch hier im Blog und natürlich auch bei Facebook sind wir gerne für Euch da!

Viele Grüße, Lisa vom BSD

Lisa Rudolph 06.12.2018, 17:25 Uhr
Hallo Lisa,
wie angekündigt haben wir uns bezüglich Deines Feedbacks zu den Formulierungen zu individuellem Risikoverhalten mit den Kollegen des Paul-Ehrlich-Instituts abgestimmt.
Auch von Seiten des Richtliniengebers werden künftig ungenaue Fragen, die dem Spender die Interpretation überlassen, wurde bei der Formulierung des bundesweit einheitlichen Spenderfragebogens vermieden. Stattdessen wurden die z.T. vagen Auswahlkriterien der Hämotherapie-Richtlinie in konkrete Fragen umgesetzt. Also der Richtlinientext „Zeitlich begrenzt von der Spende zurückzustellen sind … heterosexuelle Personen mit sexuellem Risikoverhalten, z. B. Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Partnern, …“ in „Hatten Sie in den letzten 12 Monaten Sexualverkehr  mit mehr als 3 Partnern?“ geändert. 
Wir werden die hier zitierte Formulierung der Fragen im kommenden Jahr im Rahmen unserer neuen, sogenannten "Digitalen Anamnese", umsetzen. Mit der digitalen Anamnese wird künftig die Beantwortung und Erfassung des Fragebogens in digitaler Form angeboten, die Einführung wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2019 beginnen und sukzessive bayernweit umgesetzt.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Mike 26.05.2019, 23:27 Uhr
Ich kann der Lisa nur recht geben ... also ist diese Art Fragebogen nun auch bei Euch angekommen, wir hatten es schon mal davon, vllt. erinnerst du dich?! Aber wie realistisch ist es denn bitte, als gesunder Homosexueller 12 Monate keinerlei sex. Kontakte gehabt zu haben - wem wollt ihr das abkaufen? Ich möchte unbedingt nochmal wegen meines hohen Blutdrucks Blut spenden, da dies diesem sehr gut bekommt, wieso kann ich dann nicht einfach den FSA-Aufkleber benutzen, so besteht doch für niemanden ein Risiko oder wozu gibt es den? Dadurch wird man quasi dazu eingeladen, im Fragebogen nicht 100 % ehrlich zu sein, da man sich ja immer noch selbst ausschließen kann ...

Ihre Antwort

Walter Adler 05.12.2018, 10:06 Uhr
Ich hatte im Nov. 17 eine Lungenembolie und habe danach bis Ende Mai 17 Blutverdünnungsmittel genommen. Laut Auskunft des Arztes beim vorletzten Spendentermin in Großhabersdorf kann ich erst nach Ablauf eines Jahres wieder spenden. Stimmt das? wenn ja kann ich dann am Jan. wieder spenden. Gruß Walter Adler

Tobias Weinbuch 05.12.2018, 10:51 Uhr
Hallo Herr Adler, Sie erreichen uns unter 0800 11 949 11 (kostenfrei, nur aus dem deutschen Festnetz erreichbar) oder 09383-2011222 (zum Ortstarif auch aus dem Mobilfunknetz erreichbar). Alternativ können Sie uns auch IhreTelefonnummer schicken, dann rufen wir gerne zurück. Viele Grüße, Tobi vom BSD

Ihre Antwort

Otto 09.12.2018, 16:02 Uhr
Hallo Lisa, Frage 1: War am 7.12. beim Zahnarzt, wegen einer Brücke die raus mußte. Habe eine Spritze bekommen. Darf ich am 14.12. spenden? Frage 2: Wenn ich jetzt einen Urlaub in England/Nordirland mache, darf ich dann weiter Blutspenden? LG Otto

Tobias Weinbuch 10.12.2018, 13:06 Uhr
Hallo Otto, die Zahnbehandlung ist lange genug her, Sie dürfen spenden. Nach einem Urlaub in GB ist man nicht gesperrt. Viele Grüße, Tobi vom BSD

Ihre Antwort

Johann Wimmer 14.12.2018, 16:12 Uhr
Hallo Lisa Ich bin 72Jahre alt wie lange darf ich noch Blut spenden? Habe 95 mal Blut gespendet und hätte gerne die 100 erzte Spende noch gemacht.Danke im voraus

Fabienne Dechert - BSD 17.12.2018, 11:36 Uhr
Hallo Johann, vielen Dank für Ihr beachtliches Engagement! Sie können bis zu einen Tag vor Ihrem 73. Geburtstag spenden. Sobald Sie 73. sind, leider nicht mehr. Wir freuen uns, wenn Sie bald wieder auf einem unserer Temrine dabei sind! Viele Grüße, Fabienne vom BSD

Ihre Antwort

Johann Wimmer 14.12.2018, 16:16 Uhr
Hallo Lisa.Ich bin72Jahre wie lange kann ich noch Blut spenden? Ich habe 95 mal Blut gespendet und hätte gerne die 100voll gemacht.

Sepp 16.12.2018, 00:08 Uhr
Am Tag vor Deinem 73. Geburtstag darfst Du noch Blut spenden.

Fabienne Dechert - BSD 17.12.2018, 11:34 Uhr
Hallo Johann, vielen Dank für Ihr beachtliches Engagement! Wie Sepp schon richtig schreibt: Sie können bis zu einen Tag vor Ihrem 73. Geburtstag spenden. Sobald Sie 73. sind, leider nicht mehr. Wir freuen uns, wenn Sie bald wieder auf einem unserer Termine dabei sind! Viele Grüße, Fabienne vom BSD

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Johannes Kröner 14.12.2018, 17:23 Uhr
Hallo, ich wurde am 29.11. geimpft, wie lange sollte ich wartrn bis ich wieder spenden darf?

Sepp 16.12.2018, 00:12 Uhr
Das hängt davon ab, gegen was Du geimpft wurdest: "Bei einer Impfung mit abgetöteten Erregern kann man bereits nach einem Tag wieder spenden, wenn man sich fit und gesund fühlt. Dies betrifft folgende Impfungen: Grippe, HPV (Humanes Papillomavirus), Poliomyelitis parenteral (Salk), Tetanus, die FSME-Impfung (Zeckenimpfung), Hepatitis-A-Impfung. Impfungen mit lebenden / abgeschwächten Viren (z. B. Mumps, Masern, Röteln) oder Impfungen gegen Hepatitis B führen zu einer Wartezeit von 4 Wochen. Nach Verabreichung von abgetöteten oder gentechnisch hergestellten Impfstoffen (z. B. FSME, Grippeschutz) ist eine Spende möglich. Bei Impfungen nach bestimmten Ereignissen, wie z.B., nach einer Verletzung oder nach einer Impfung gegen Tollwut bei Verdacht auf Kontakt mit einem erkrankten Tier kann erst zwölf Monate später gespendet werden. Bei hier nicht erwähnten Impfungen wenden Sie sich bitte zur genauen Abklärung an unsere kostenlose Spender-Hotline 0800 11 949 11." Quelle: https://www.blutspendedienst.com/blutspende/spendeinfos/fragen-antworten

Fabienne Dechert - BSD 17.12.2018, 11:14 Uhr
Hallo Johannes, vielen Dank für Ihre Frage! Wie Sepp schon schreibt: das hängt ganz von der Art der Impfung ab. Wenn Sie uns weitere Infos dazu schicken, können wir Ihnen gerne eine konkrete Rückmeldung zu Ihrer Spendefähigkeit geben. Sie können uns hierzu auch gerne eine E-Mail an socialmedia@blutspendedienst.com schicken. Viele Grüße, Fabienne vom BSD

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Tina 23.12.2018, 23:53 Uhr
Muss man sich im Vorfeld wiegen um anzugeben wieviel man wiegt, wird es vor Ort gemessen oder reicht es zu wissen dass man die vorgegebenen 50 kg überschreitet?

Simon Feiler - BSD 03.01.2019, 14:42 Uhr
Hallo Tina, Ihr Körpergewicht wird nicht vor Ort gemessen. Es genügt eine ungefähre Gewichtsangabe. Entscheidend ist, wie Sie bereits angemerkt haben, dass die erforderlichen 50kg überschritten werden. Das Beutelsystem für das gespendete Blut und alle folgenden Test- und Verarbeitungsschritte sind auf eine Blutmenge von ca. 450 ml ausgelegt. Bei einem Gewicht und einer entsprechenden Körpergröße unter 50 kg hat man leider medizinisch gesehen nicht ausreichend Blut, um welches abzugeben. Es ist daher, zu Ihrer eigenen Sicherheit, unbedingt notwendig, dass Sie bei der Frage ehrlich antworten. Viele Grüße, Simon vom BSD

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Claudia 28.12.2018, 22:16 Uhr
Hallo, meine letzte Geburt ist nun 22 Monate her. Kann ich trotzdem Blut spenden (im Fragebogen wird in der Nr. 23 danach gefragt...). Vielen Dank und viele Grüße Claudia

Simon Feiler - BSD 03.01.2019, 14:23 Uhr
Hallo Claudia, schön, dass Sie wieder zur Blutspende kommen wollen. Zwischen natürlicher Geburt bzw. Kaiserschnitt und erster Blutspende müssen sechs Monate liegen und Sie müssen abgestillt haben. Alle Infos zur Blutspende nach Schwangerschaft und Stillzeit finden Sie hier: https://www.blutspendedienst.com/blog/frage-des-monats-blutspenden-nach-der-schwangerschaft. Viele Grüße, Simon vom BSD

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Moritz 12.01.2019, 14:02 Uhr
Hallo, ich war am 6. November 1Woche auf Fuerteventura , kann ich jetzt am21.1.2019 Blutspenden?

Simon Feiler - BSD 14.01.2019, 12:21 Uhr
Hallo Moritz,

einer Blutspende am 21.01.2019 steht, insofern Sie während und nach der Reise fit und gesund geblieben sind, nicht im Wege.

Viele Grüße, Simon vom BSD

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Dominik 17.01.2019, 11:20 Uhr
Hallo, ich hatte im November eine Spiegelung und wollte im März, nach 4 Monaten Pause, wieder Blutspenden gehen. Bisher war die Pausenzeit hierfür nämlich 4 Monate, ich hatte beim letzten Blutspenden extra nachgeschaut. Nun hat sich die entsprechende Frage 9 mit dem neuen Fragebogen aber dahingehend geändert/ erweitert, dass Operationen, Verletzungen etc. mit aufgenommen wurden und die Pausezeit auf 12 Monate erhöht wurde. Betrifft das nur die neuen Punkte oder ist die Pause für Spiegelungen nun auch auf 12 Monate erhöht? Ich weiß ja nicht inwiefern hier nun doch differenziert wird. Viele Grüße, Dominik

Fabienne Dechert - BSD 17.01.2019, 13:01 Uhr
Hallo Dominik, vielen Dank für Ihre Frage und Ihren Einsatz als Blutspender!

Hier wird natürlich im Arztgespräch genau besprochen, um was für einen Eingriff es sich genau handelt und ob es Beschwerden gibt bzw. ob man Medikamente nimmt. Bei Spiegelungen zur Untersuchung oder zur Operation bei unkompliziertem Verlauf, Beschwerdefreiheit und unauffälligem Befund sind 4 Monate Abstand ausreichend. Unter diesen Voraussetzungen dürfen Sie im März nach Ablauf der 4 Monate Blut spenden. Wenn Sie noch Rückfragen dazu haben, können Sie sich auch gerne direkt an unser Ärzte-Team unter 0800 11 949 11 (kostenfrei) wenden. 

Viele Grüße, Fabienne vom BSD

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klaus hense 27.01.2019, 11:35 Uhr
Spende seit 1965 ,gehe morgen zur 175. Spende in Traunstein,das ist meine letzte Spende. Info: Veränderungen der Fragebögen muss sein.ich wünsche allen Spendern,das sie weiterhin dem BRK treu bleiben.

Fabienne Dechert - BSD 28.01.2019, 09:22 Uhr
Guten Morgen Klaus, vielen vielen Dank für Ihren langjährigen Einsatz als Blutspender - 175. Blutspenden sind wirklich eine stolze Leistung!!! Alles Gute für Sie & herzliche Grüße, Fabienne vom BSD

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Klaus hense 28.01.2019, 09:58 Uhr
Danke

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Anja 28.01.2019, 15:29 Uhr
Ich dachte mit der Neueinführung eines geänderten Anamnesebogens nimmt die Diskriminierung von Homosexuellen endlich ab, aber sie ist ja noch deutlicher geworden. Ein Mann, der seit 10 Jahren in einer monogamen Beziehung mit einem Mann lebt, wird abgelehnt. Absolut absurd, Leute wie sie grundsätzlich auszuschließen. Andere Junge Leute saufen sich jedes Wochenende die Birne weg und wissen gar nicht mehr mit wem sie wann verkehrt haben, das ist egal...aber jetzt werden homosexuelle Männer auch noch Vorverurteilung, "zum Schutz vor eventuell unbekannten oder neuen Erreger wird ausgeschlossen". Absolut lächerlich, was passiert wenn ich oder viele andere sich mit solch einem unbekannten Erreger infizieren... Ihr wisst gar nicht, was für ein Statement ihr da abgebt. Da schäme ich mich fast, ein Teil der Organisation zu sein...

Fabienne Dechert - BSD 29.01.2019, 10:07 Uhr
Hallo Anja, vielen Dank für Ihren Kommentar! Diese Gesetzgebung basiert nicht auf reiner Willkür in Form stereotypischer Wertvorstellungen, sondern auf medizinisch-wissenschaftlichen Studien und den daraus resultierenden Fakten. Sämtliche Regelungen sind im Transfusionsgesetz (Richtlinie zur Gewinnung von Blut und Blutprodukten Hämotherapie) vorgegeben, welches durch die Bundesärztekammer in Abstimmung mit dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) verankert- und für uns als Blutspendedienst bindend ist. An dieser Stelle empfehlen wir Ihnen, sich an das Paul-Ehrlich-Institut sowie das Robert-Koch-Institut zu wenden.

Für uns haben die Sicherheit der Blutprodukte und des Spenders sowie der Schutz eines meist schwerkranken Blutempfängers allerhöchste Priorität. Sobald diese garantiert sind, begrüßen wir generell sämtliche Regelungen, die es mehr Menschen ermöglichen, Blut zu spenden. Viele Grüße, Fabienne vom BSD

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K 28.01.2019, 15:55 Uhr
Hallo, ich habe eine Frage zu der Frage Nummer 19 Haben/ hatten sie psychatrische Krankheiten Ich verstehe den Zusammenhang zwischen dem Körperlichen Zustand und der psyche nicht. Wird jmd der in psychischer Behandlung ist vom spenden ausgeschlossen? Egal ob dies mit oder ohne Medikamente behandelt wird?

Fabienne Dechert - BSD 29.01.2019, 09:21 Uhr
Guten Morgen K, die Zulassung bei psychiatrischen Krankheiten ist eine Einzelfallentscheidung. Wenn man krankgeschrieben ist, darf man auf jeden Fall nicht spenden (versicherungsrechtliche Gründe). Die meisten psychiatrischen Erkrankungen werden mit Medikamenten behandelt, hier muss man je nach Wirkstoff im Einzelfall entscheiden. Bei leichten Depressionen kann man meistens spenden, wenn man arbeitsfähig ist und nur ein gering dosiertes Medikament zur Stabilisierung einnimmt. Schwere psychische Erkrankungen wie Schizophrenie und Psychosen führen zum Ausschluss, meist auch wegen der Medikamente. Wir prüfen aber gerne jeden Einzelfall! Bei Rückfragen melden Sie sich bitte bei unserer kostenlosen Spender-Hotline 0800 11 949 11. Viele Grüße, Fabienne vom BSD

K 29.01.2019, 15:02 Uhr
Hallo, danke für die Antwort Darf ein psychisch erkrankter, spendewilliger spenden, wenn keine Medikamente eingenommen werden? Kann man dies so sagen, oder muss man sich diesbezüglich trotzdem Gedanken machen ausgeschlossen zu werden?

Fabienne Dechert - BSD 30.01.2019, 10:12 Uhr
Hallo K, das kann man so pauschal leider nicht sagen! Unser Ärzte-Team würde das gerne direkt mit Ihnen besprechen, daher wäre es toll, wenn Sie sich über die 0800 11 949 11 (kostenfrei) melden könnten. Vielen Dank für Ihre Mithilfe & viele Grüße, Fabienne vom BSD

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Wolfgang Maxa 14.02.2019, 19:11 Uhr
Zu Frage Nummer 18, wenn jemand Hautkrebs hatte, der vollständig entfernt wurde und laut Ärzte wieder gesund ist wird derjenige dann vom Blutspenden ausgeschlossen?

Quirin Kreitmaier 15.02.2019, 10:05 Uhr
Hallo Wolfgang,
es kommt darauf an, welcher Tumor es genau war. Nur bei einem Basaliom, das komplett entfernt wurde oder einem Plattenepithelkarzinom im Stadium pT in situ wäre eine Spende wieder möglich.
Wenn Sie genauere Informationen über die Spendetauglichkeit nach Hautkrebs erhalten wollen, erreichen Sie meine Kollegen bei der Spenderhotline unter der Telefonnummer: 0800 11 949 11, montags bis freitags von 07:30 Uhr bis 18:00 Uhr.
Viele Grüße, Quirin vom BSD

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Cathrin Schlerf Thermo Fisher Scientific 01.03.2019, 11:28 Uhr
Hallo, wir sind ein Unternehmen in Regensburg mit knapp 300 Mitarbeitern. Gibt es die Möglichkeit einen Blutspende Tag bei uns in der Firma über den BRK zu organisieren. Was wäre die Mindestteilnahme an Mitarbeitern? Was würde diese Aktion vor Ort unsere Firma kosten? Über eine genaue Informationen wäre ich sehr dankbar. Mit Grüßen, Cathrin Schlerf

Quirin Kreitmaier 04.03.2019, 09:00 Uhr
Hallo Frau Schlerf,
vielen Dank für Ihre Anfrage bezüglich eines Blutspendetermins in Ihrem Unternehmen. Zur Abklärung der genaueren Details bitte ich Sie unseren zentralen Ansprechpartner für die Firmenblutspende in Bayern:
Christian Kohl, Leiter Marketing & Kommunikation unter der Telefonnummer +49895399-4050 oder seiner E-Mail-Adresse: c.kohl@blutspendedienst.com, zu kontaktieren. Viele Grüße, Quirin vom BSD

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Theresa W. 04.03.2019, 18:15 Uhr
Kann man mit Verdacht auf Reizdarmsyndrom aufgrund einer Glutenunverträglichkeit Blut spenden? Beeinflussen Allergien im Allgemeinen das Blutspenden?

Simon Feiler - BSD 05.03.2019, 09:41 Uhr
Hallo Theresa, vielen Dank für Dein Interesse an der Blutspende. Eine Glutenunverträglichkeit ist kein Hinderungsgrund für eine Blutspende, allerdings sollte man beschwerdefrei sein. Gleiches gilt für das Reizdarmsyndrom, wenn es nicht durch eine Glutenunverträglichkeit ausgelöst wurde.
Wenn eine Allergie besteht, z. B. eine Pollenallergie, ist eine Blutspende, insofern Sie beschwerdefrei sind, möglich, auch wenn Antihistaminika eingenommen werden. Für spezielle Fragen wenden Sie sich bitte direkt an unsere Hotline unter 0800 11 949 11.
Viele Grüße, Simon vom BSD

Theresa W. 07.03.2019, 21:57 Uhr
Noch eine Frage. Wenn folgende Frage mit "Ja" zu beantworten ist, ist die Spende dann noch möglich? (Hatten Sie in der letzten Woche einen unkomplizierten Infekt (z.B. Schnupfen, Erkältung, Harnwegsinfekt) ohne Fieber?)

Quirin Kreitmaier 08.03.2019, 08:27 Uhr
Hallo Theresa,
nein, dann ist eine Spende leider nicht mehr möglich. Denn Sie müssen eine Wartezeit von einer Woche nach Abklingen der Symptome von einer Erkältung bzw. grippalem Infekt ohne Fieber mit leichten Symptomen oder Schnupfen einhalten.
Viele Grüße, Quirin vom BSD

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Melissa 14.03.2019, 18:04 Uhr
Ich benötige einen Fragebogen für ein Referat (Schule) Wäre es möglich mir diesen an meine E-Mail-Adresse zu schicken? Vielen Dank im voraus! Melissa

Quirin Kreitmaier 15.03.2019, 09:14 Uhr
Hallo Melissa,
sehr gerne senden wir Ihnen den Fragebogen per E-Mail zu. Wenn Sie noch Bilder oder weitere Informationen bezüglich der Blutspende oder dem Blutspendedienst benötigen, helfen wir Ihnen gerne weiter.
Viele Grüße, Quirin vom BSD

Ihre Antwort

Tilman Röhricht 13.05.2019, 14:49 Uhr
Ich war im Februar 2019 für 14 Tage in Indien. Kann ich am 21.05.19 wieder Blutspenden? Mit freundlichem Gruß T. Röhricht

Quirin Kreitmaier 14.05.2019, 08:24 Uhr
Hallo Tilman,
nach einem Aufenthalt in Indien ist man 6 Monate nach Rückkehr von der Reise von der Blutspende ausgeschlossen, da dort ein erhöhtes Malariarisiko besteht.
Viele Grüße, Quirin vom BSD

Ihre Antwort

weber 11.06.2019, 23:48 Uhr
Hallo, mich würde interessieren, ob ich zwischenzeitlich als MS-ler (keine Medikamente außer im Rahmen der Erstdiagnose seinerzeit Cortison, was ich nicht vertragen habe) wieder spenden darf (im neuen Fragebogen sehe ich keine diesbezügliche Frage mehr). Schubförmige MS wurde aufgrund Anamnese seinerzeit rückdatiert auf Zeitraum der ersten Spende und über nahezu ein Jahrzehnt wurde daher mein Blut dankend genommen, bis die Diagnose gestellt wurde. Die Spenden habe ich immer bestens vertragen (mit der Begründung wurde ich zunächst daraufhingewiesen, dass ich als Spender nicht mehr in Frage käme) und für mich positiv empfunden, nicht nur zum Wohl der anderen. Oder gilt noch immer der Ausschluß aufgrund des potentiellen Risikos der Übertragung auf bisher unbekanntem Weg?

Lisa Rudolph 12.06.2019, 10:37 Uhr
Hallo Weber,
leider muss bei MS ein Dauerausschluss erfolgen, auch wenn man symptomfrei ist und keine Medikamente benötigt.
Sobald der Spender die Diagnose erhält und die Erkrankung auf dem Fragebogen angibt, muss er aufgrund gesetzlicher Vorschriften ausgeschlossen werden, da Ursache und Verlauf der Erkrankung nicht bekannt sind.
Es tut mir leid, dass ich keine besseren Neuigkeiten für Dich habe! Vielen Dank an dieser Stelle für Dein Engagement und alles Gute!
Viele Grüße, Lisa vom BSD

weber 14.06.2019, 02:32 Uhr
Die Antwort finde ich sehr bedauerlich, zumal nach einer Quelle, deren Zuverlässigkeit ich noch zu überprüfen versuche, in anderen Ländern (und speziell der äußerst klagefreudigen USA!!) MS-Betroffene Blut spenden dürfen. Und gibt es nicht ein - sicherlich fragwürdiges - Urteil des EuGH, nach dem demjenigen aufgrund nach Hepatitis-B-Impfung aufgetretener MS Schadensersatz zugesprochen wurde? Der Fragebogen erfasst Impfungen max. 12 Monate zurück... Gleichfalls vermisse ich in Zeiten globaler Erwärmung (der letzte "richtige" Winter, als dass ein Teil der übertragenden Insekten i.w.S. vernichtet wurde, ist zumindest in meiner Region etwas länger her) eine Frage bzgl. zurückliegender Zeckenbissen (Rückfallfieber lt. Frage 13 muss ja nicht zwangsläufig bereits ausgebrochen sein und die FSME-Risikogebieten weiten sich immer weiter aus), klinische Symptome - auch der Borreliose - treten ja nicht zwangsläufig unmittelbar nach dem Biss auf und die Zecken sind teils so winzig, dass sie selbst vollgesogen kaum zu erkennen sind, die Diagose "Neuroborreliose" im späteren Leben hört sich auch keiner gern. Seinerzeit bei der Vogelgrippe wurde explizit nach Kontakt mit (Hühner)Vögeln gefragt ... Und für das West-Nil-Virus ist der Mensch schließlich auch ein Fehlwirt mit nicht zu unterschätzenden - bis hin zu tödlichen - Krankheitsfolgen: heißt die Frage, dass Urlauber, die diesen innerhalb der letzten vier Wochen vor Spende z.B. im Osten Deutschlands verbracht haben, ebenfalls generell von Spenden ausgeschlossen werden? Mit Sicherheit kann man sich nicht an jeden einzelnen Mückenstich innerhalb eines solchen Zeitraums erinnern! Wie man sieht, ich bin noch immer ein wenig angefressen, da ich am Hinweis für Blutspendetermin vorbeigefahren bin und noch auf die Auswertung der 24h-Blutdruckmessung warte - zu Blutspendezeiten war der nahezu stets in Ordnung, aber dummerweise gibt es keine Heilpraktiker mit Aderlassangebot in der näheren Umgebung und zu Blutegeln konnte ich mich noch nicht durchringen. Die Organspendekritereien (Stellungnahme ärztlicher Beirat DGMS aus 2012:"Auch weiß man, dass die in jedem transplantierten Organ enthaltenen „Passenger-Lymphozyten“ Autoimmunerkrankungen auf den Empfänger übertragen können"), sind ja auch mittlerweile hinsichtlich der absoluten Ausschlusskriterien auf maligne Tumor- bzw. HIV-Erkrankung reduziert worden. Die eklatante Zunahme von MS-Erstdiagnosen der letzten Jahre ist sicher nicht auf erhaltene Blutspenden, sondern veränderter Diagnosemöglichkeiten/Umweltbedingungen etc. zurückzuführen

Lisa Rudolph 14.06.2019, 15:47 Uhr
Hallo Weber,
die für uns verbindliche Hämotherapie-Richtlinie schließt Spender mit schweren neurologischen Erkrankungen leider kategorisch von der Blutspende aus. Zweifelsohne ist die MS eine schwere neurologische Erkrankung, die häufig in Schüben verläuft und die Einnahme von Medikamenten mit schweren Nebenwirkungen notwendig macht. Zudem ist eine Autoimmunerkrankung als Ursache zu vermuten und möglicherweise befinden sich spezifische Antikörper oder sonstige Entzündungsmediatoren im Blut.
Auch in Bezug auf mögliche Infektionsrisiken ist in erster Linie die Expertise der Aufsichtsbehörden und internationalen Fachinstitutionen gefragt. Sobald Infektionsrisiken als relevant eingestuft werden, reagieren wir selbstverständlich auch in Bezug auf die Zulassungskriterien darauf.
Was FSME betrifft, so wird – entsprechend der aktuellen Leitlinien – gemäß Fragebogen eine akute Infektion abgeklärt, darüber hinaus werden Spender nach einem Zeckenbiss für 4 Wochen (bzw. für 4 Wochen nach Absetzen des dadurch notwendigen Antibiotikums) von der Blutspende zurückgestellt.
Spender, die aus Risikogebieten für eine Infektion mit dem West-Nil-Virus kommen, werden – abhängig von der Art der Spende – entweder für 4 Wochen von der Spende zurückgestellt oder auf West-Nil-Virus getestet. Das European Centre for Prevention and Disease Control informiert zeitnah über Risikogebiete bestätigter Fälle autochthoner Infektionen. Entsprechend dieser Vorgaben wird dann die vierwöchige Rückstellung bzw. die Testung auf West-Nil-Virus veranlasst.
Herzlichen Dank an dieser Stelle für Dein Engagement und alles Gute!
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

Nadine 14.06.2019, 08:01 Uhr
Hallo, bei mir wurde Faktor-V-Leiden festgestellt. Darf ich trotzdem Blut spenden? Vielen Dank. Nadine

Lisa Rudolph 14.06.2019, 10:45 Uhr

Hallo Nadine,
vielen Dank für Deine Nachricht und Deine Bereitschaft, Blut zu spenden!
Wenn die Faktor-5-Leiden Mutation homozygot vorliegt, darf man nicht spenden. Wenn die Mutation heterozygot vorliegt, darf man spenden, wenn man noch keine Thrombose erlitten hat. Falls man bereits eine Thrombose hatte, darf man leider nicht mehr zugelassen werden.
Viele Grüße, Lisa vom BSD


Ihre Antwort

Bernhard 19.06.2019, 09:10 Uhr
Hallo, ich bin an RLS erkrankt und nehme Medikamente mit den Wirkstoffen Pregabalin und Rotigotin. Darf ich Blut spenden? Viele Grüße Bernhard

Simon Feiler - BSD 19.06.2019, 09:49 Uhr
Hallo Bernhard, vielen Dank für Deine Bereitschaft Blut zu spenden. Bei der Einnahme von Medikamente mit den Wirkstoffen Pregabalin und Rotigotin darf Blut gespendet werden. Die Medikamente müssen aber auf dem Fragebogen mit angegeben werden. Viele Grüße, Simon vom BSD

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Rupert 08.07.2019, 16:11 Uhr
Hallo, ich habe in den letzten 2 Monaten Geschlechtsverkehr mit 3 unterschiedlichen Frauen gehabt. Unverhütet. Ist das ein Ausschlusskriterium um Blut zu spenden?

Simon Feiler - BSD 09.07.2019, 10:23 Uhr
Hallo Rupert,

bei 3 unterschiedlichen Sexualpartnerinnen innerhalb der letzten 2 Monate muss eine Pause von 4 Monaten bis zur nächsten Blutspende eingehalten werden.

Viele Grüße, Simon vom BSD

Adam 01.10.2019, 19:36 Uhr
Das Problem hatte ich heute auch. Ich hatte in den letzten 10 Monaten mit 3 unterschiedlichen Personen Sex, verhütet. Den letzten Sex hatte ich Juli 2019, somit muss ich bis nächstes Jahr Juli warten, keine vier sonder noch 10 Monate. Somit komm ich insgesamt auf 12 Monate. Ich bin jetzt verwirrt, die 4 Monate konnte mir der Arzt aus medizinischer Sicht erklären, die 12 nicht. Ich muss trotzdem jetzt noch 10 Monate warten. Ich verstehe jetzt nicht mehr, was ist jetzt richtig?

Lisa Rudolph 02.10.2019, 13:38 Uhr
Hallo Adam,
ob geschützt oder nicht – da macht die Hämotherapie-Richtlinie und das Paul-Ehrlich-Institut keinen Unterschied.
Es besteht eine Rückstellpflicht von 12 Monaten bei Personen mit sexuellem Risikoverhalten, z.B. häufig wechselnde Geschlechtspartner (Paul-Ehrlich-Definition gemäß seinem bundeseinheitlichen Fragebogen: mehr als drei Partner innerhalb von 12 Monaten) oder Männer mit Sexualverkehr mit Männern (MSM).
Diese Vorgaben sind für uns als Blutspendedienst bindend.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

Lisa 17.08.2019, 11:37 Uhr
Hallo, Habe zurzeit einen Lippenherpes, kann ich Blutspenden oder muss ich eine bestimmt Zeit abwarten um das Ansteckungsriskio zu senken?

Quirin Kreitmaier 19.08.2019, 10:31 Uhr
Hallo Lisa,
wenn der Lippenherpes nicht im Zusammenhang mit einer Erkältung aufgetreten ist, dann kann man sobald der Herpes abgeheilt ist wieder zum Blutspenden kommen.
Viele Grüße, Quirn vom BSD

Ihre Antwort

Andrea Porzel 09.09.2019, 10:36 Uhr
Nach einer Krampfader-Op hatte ich eine oberflächliche Beinvenentrombose und musste 7 Wochen Arixtra (Fondaparinux) spritzen. Ab wann darf ich wieder Vollblut spenden?

Quirin Kreitmaier 09.09.2019, 13:30 Uhr
Hallo Andrea,
nach einer Krampfader-Op ist ohnehin eine Rückstellung von 4 Monaten von der Blutspende erforderlich. Wir müssten wissen wann und ob die oberflächliche Beinvenenthrombose inzwischen komplett abgeklungen ist. Bitte melden Sie sich für ein persönliches Gespräch bei unserer kostenfreien Hotline unter: 0800 11 949 11
Viele Grüße, Quirin vom BSD

Ihre Antwort

Stin 24.10.2019, 22:07 Uhr
Hallo Lisa, darf man 6 Tage nach einer Konisation Blut spenden gehen? Viele Grüße

Lisa Rudolph 25.10.2019, 12:42 Uhr
Hallo Stin,
danke für Ihre Nachricht und Ihr Engagement für die Blutspende!
Nach einer Konisation darf kein Blut gespendet werden, die Spendefähigkeit muss je nach Befund im Einzelfall entschieden werden.
Da es sich hier um ein personenbezogenes medizinisches Anliegen handelt, möchte ich Sie aus Datenschutzgründen bitten, das individuell mit meinen Kollegen der Ärzte-Hotline abzuklären: 0800 11 949 11 (Mo-Fr, 8.00-17.00 Uhr, kostenfrei aus Mobilfunk- und Festnetz) oder info@blutspendedienst.com.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

Peter T. 28.10.2019, 18:36 Uhr
Hallo, kann ich mit COPD Blut spenden. Medikamente nehme ich nicht. Gruß, Peter.

Lisa Rudolph 29.10.2019, 09:16 Uhr
Hallo Peter,
eine COPD ist nicht grundsätzlich ein Ausschlussgrund für das Blutspenden. Wenn die Lungenfunktion eingeschränkt ist oder man systemische Medikamente hat, darf man kein Blut spenden. Auch ohne Einnahme von Medikamenten könnte die Lungenfunktion beeinträchtigt sein.
In diesem Fall sollte die Spendefähigkeit individuelle abgeklärt werden. Da es sich hier um ein personenbezogenes medizinisches Anliegen handelt, möchte ich Sie aus Datenschutzgründen bitten, das individuell mit meinen Kollegen der Ärzte-Hotline abzuklären: 0800 11 949 11 (Mo-Fr, 8.00-17.00 Uhr, kostenfrei aus Mobilfunk- und Festnetz) oder info@blutspendedienst.com.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

Alex 30.10.2019, 14:47 Uhr
Als Dauerallergiker dürfte ich also nie Blutspenden, weil ich IMMER Beschwerden habe. Bin auch jede Woche beim Zahnarzt. Kann man diese Tests nicht lieber nur grundsätzlich mit einem Arzt des Vertrauens ausfüllen lassen? Auch psychische Erkrankungen sind schwierig... Schizophrenie erschließt sich mir noch, aber was ist bei leichter Depression oder SVV ohne Hintergrund zB einer Schizophrenie, ohne Medikamente einhergehend, Mensch ist Herr seiner Sinne?

Lisa Rudolph 30.10.2019, 15:32 Uhr
Hallo Alex,
aufgrund der Komplexität der Anfrage können wir keine pauschalen oder allgemeingültigen Antworten geben. Da es sich hier um ein personenbezogenes medizinisches Anliegen handelt, möchte ich Sie aus Datenschutzgründen bitten, das individuell mit meinen Kollegen der Ärzte-Hotline abzuklären: 0800 11 949 11 (Mo-Fr, 8.00-17.00 Uhr, kostenfrei aus Mobilfunk- und Festnetz) oder info@blutspendedienst.com.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

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