Personalausweis, Reisepass oder Führerschein verpflichtend für Blutspende

Ein Beitrag von Lisa Rudolph vom 10.08.2017
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Aufgepasst, liebe Blutspender! Die Richtlinien der Bundesärztekammer zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten wurden überarbeitet.

Die Blutspende ist künftig nur noch nach Vorlage des Blutspendeausweises und eines amtlichen Lichtbildausweises (Personalausweis, Reisepass oder Führerschein) möglich.
Dabei muss der amtliche Lichtbildausweis im Original vorgelegt werden – ein Foto, eine Kopie oder Scan auf dem Smartphone reicht leider nicht aus.

Der Führerschein ist zwar kein amtliches Dokument, dient aber der amtlichen Identitätsfeststellung und reicht damit aus. Sozialversicherungsausweis, Krankenversicherungskarte, Firmenausweis, Schüler- oder Studentenausweise hingegen dürfen nicht akzeptiert werden.

Bitte bringen Sie künftig Blutspendeausweis UND amtlichen Lichtbildausweis mit zur Blutspende! Erstspender sind von der Verpflichtung, einen Blutspendeausweis vorzulegen, selbstverständlich ausgenommen, der Blutspendeausweis wird nach der ersten Spende automatisch per Post zugestellt.

Wir freuen uns auf Sie!

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Lisa Rudolph

Marketing & Kommunikation

Seit 2015 beim BSD. Macht am liebsten Marketing für eine richtig gute Sache und bloggt hier GEGEN GLEICHGÜLTIGKEIT!

Kommentare

Franz Hutzler 30.08.2017, 12:59 Uhr
Betrifft Blutspenden. Dürfen wir die Hinweise zum Blutspenden aus Facebook übernehmen für unsre Orstzeitung? VG Hutzler

Lisa Rudolph 30.08.2017, 13:41 Uhr
Hallo Franz,
sehr gerne - wir freuen uns, wenn Sie die Information zur neuen Richtlinie auch über Ihre Kanäle verbreiten.
Danke & viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

Mantel 30.08.2017, 16:21 Uhr
Wo bekomme ich den Blutspendenausweis

Lisa Rudolph 30.08.2017, 16:48 Uhr
Hallo Mantel,
meinst Du den bundeseinheitlichen Blutspendeausweis im Scheckkartenformat? Den bekommst Du bei Deiner nächsten Blutspende - bitte gib den Kollegen vor Ort Bescheid, dass Du einen bundeseinheitlichen Blutspendeausweis im Scheckkartenformat möchtest, sie geben Dir dann die entsprechende Einverständniserklärung zum Unterschreiben.
Die Blutspende ist aber weiterhin auch mit dem alten gelben Blutspendeausweis möglich.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

Mantel -Gierke Berthold 30.08.2017, 16:24 Uhr
Wo bekomme ich den Blutspenden ausweis

Lisa Rudolph 30.08.2017, 16:48 Uhr
Hallo Mantel,
meinst Du den bundeseinheitlichen Blutspendeausweis im Scheckkartenformat? Den bekommst Du bei Deiner nächsten Blutspende - bitte gib den Kollegen vor Ort Bescheid, dass Du einen bundeseinheitlichen Blutspendeausweis im Scheckkartenformat möchtest, sie geben Dir dann die entsprechende Einverständniserklärung zum Unterschreiben.
Die Blutspende ist aber weiterhin auch mit dem alten gelben Blutspendeausweis möglich.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

Dirk K. 30.08.2017, 17:29 Uhr
kommt irgendwann ein blutspendeausweis mit bild? wäre sehr vorteilhaft um einen missbrauch zu vermeiden.

Lisa Rudolph 31.08.2017, 08:56 Uhr
Hallo Dirk,
stimmt! Soweit wir informiert sind, ist das bisher nicht geplant. Sobald es einen neuen Blutspendeausweis gibt, informieren wir Euch natürlich!
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Daniel 24.04.2018, 09:01 Uhr
"Der Führerschein ist zwar kein amtliches Dokument ..." ... nicht?!? :-) ... Ich wusste gar nicht, dass das Landratsamt die Fahrerlaubnis ohne rechtliche Grundlage ausgeben, also bewilligen (nach bestandener Prüfung) oder ablehnen (nach durchgefallener Prüfung) kann. Wenn das mal Schule macht ... :-) Wenn ich mir die Diskussion so durchlese, dann wird ja wohl dem Blutspendedienst früher oder später nix anderes übrig bleiben, als Blutspendekarten mit Bildern auszugeben. Ob das allerdings dann amtliche Dokumente sind .... :-)

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Simon 12.10.2017, 02:45 Uhr
Welchen Sinn hat die Personalausweispflicht ? Ich hätte ja Verständnis, wenn dies einmalig zur Registrierung erforderlich ist. Es wird oft argumentiert mit, Dient dem Schutz von Spender und Empfänger ... wie soll sich das darstellen ? Der Name sagt nichts darüber aus, ob die Spende mit Krankheiten "versucht" ist oder nicht. Man jammert, dass es nicht genug Spender gibt, aber erschwert gleichzeitig die Spende. Was glauben Sie wie viele Leute noch einmal zur Spende erscheinen, wenn diese den Ausweis nicht mit dabei haben ... die wenigsten werden am gleichen Tag noch einmal erscheinen. Leider war der Blutspendedienst auch nicht so schlau VORHER darüber zu informieren - z.B. in der Erinnerungsmail zu den nächsten Terminen. Nicht jeder durchsucht vor dem Blutspende-Termin Seiten wie diese oder hat überhaupt Internetzugang. Es wird daher nicht jeder den Ausweis dabei gehabt haben und dementsprechend mager wird die Spende wohl ausfallen. Kostet ja nur Menschenleben ...

Fabienne Dechert - BSD 12.10.2017, 12:51 Uhr

Hallo Simon, vielen Dank für Ihren Kommentar! Wir weisen seit dem Frühjahr in den Einladungen auf eine anstehende Änderung zur Vorlage des Personalausweises hin und haben direkt nach der Umsetzung über alle unsere Kanäle informiert. Natürlich ist es unglücklich, dass diese Information trotzdem nicht alle erreicht hat.

Die Vorlage eines gültigen Lichtbildausweises und dem Blutspendeausweis dient der eindeutigen Identitätsfeststellung und beruht auf einer Änderung der Hämotherapie-Richtlinien und dienen dem Schutz der Blutspendeempfänger.

Nachfolgend ein Auszug aus dieser Richtlinie:

„2.2.4.1Spenderidentität
Anlässlich jeder Spende bzw. jeder spendebezogenen Untersuchung ist die Identität des Spenders ohne die Gefahr einer Verwechslung
festzustellen (gültiges amtliches Personaldokument mit Lichtbild). Name, Vorname, Geburtsdatum, Geschlecht und Adresse des Spenders sind zu erfassen.
Alle Spenderdaten unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht und den Bestimmungen des Datenschutzes“

Mit diesem Vorgehen halten wir uns als Arzneimittelhersteller an die durch die Bundesärztekammer und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) vorgegebenen gesetzlichen Richtlinien. Natürlich ist es nicht in unserem Interesse Sie damit zu verärgern!

Wir hoffen, Ihnen mit unserer Nachricht, das Vorgehen verständlich gemacht zu haben und dass, Sie der Blutspende trotzdem treu bleiben. Denn am Ende stehen die Blutspendeempfänger, die nicht nur auf Menschen, die Blut spenden, angewiesen sind, sondern auch auf die Sicherheit der Blutprodukte. Beste Grüße, Fabienne vom BSD


Simon 12.10.2017, 17:28 Uhr
Das dahinter irgendwelche Vorschriften / Gesetze stecken, ist wohl jedem klar. Mir ging es um die Sinnhaftigkeit, was soll das bringen - wovor soll das schützen ? Das Blut eines jeden, ob namentlich bekannt oder nicht, muss deshalb trotzdem auf Krankheiten geprüft werden. Man erreicht dann nur, sollte z.B. bei jemandem HIV oder sonstiges ggf. nur vorübergehendes festgestellt werden, dass aufgrund des Namens dies dann 100 Leute wissen, die das dann rumtraschen - auch wenn Sie das offiziell nicht dürfen. Das muss auch nicht bewusst sein, sondern weil einfach zu laut geredet wird und die Leute drum herum alles hören können. Es steht ja dann alles dem Namen zugeordnet im System und man ist der gläserne Spender. Den Empfänger interessiert das nicht, wer der Name des Spenders ist und den erfährt er sowieso nicht. Wie gesagt, nur weil man weiß wer das Blut spendet - Name bekannt - schützt es deswegen vor rein gar nichts - das Blut kann sauber sein oder verseucht. Deshalb bringt es weder dem Spender noch dem Empfänger etwas. Es ist reine Datensammlung und Bürokratie.

Fabienne Dechert - BSD 16.10.2017, 11:45 Uhr
Hallo Simon, es werden keine zusätzlichen Daten durch die neue Richtlinie gesammelt. Es geht lediglich um eine eindeutige Identitätsfeststellung. Diese Richtlinien, die durch die Bundesärztekammer und das Paul-Ehrlich-Institut aufgestellt werden, sind für den Blutspendedienst bindend. Wir haben hier keinerlei Handlungsspielraum. Beste Grüße, Fabienne vom BSD

Axel Theißen 15.05.2018, 08:55 Uhr
Natürlich kann ich mir denken dass hinter der "Hürde Ausweispflicht" nicht unbedingt das DRK steht. Das ist ja auch nicht neu das man sich ausweisen muss. In Städten mit vielen unbekannten Menschen kann das ja auch sinnvoll sein. Aber ich leben in/auf dem Dorf wo man beinahe jeden persönlich kennt. Bei diesen Personen werde ich niemals den Ausweis vor der Spende verlangen. Ich muss auch meinem "Vorkommentator" zustimmen: Blut wird immer vor einer Verwendung untersucht. Da spielt es keine Rolle wem das Blut gehört. Will ein Spender aber Untersuchungsergebnisse haben kann er sich ja freiwillig legitimieren (ausweisen). Alles andere empfinde ich auch als reine Datensammlung. Das passt wohl in die heutige Zeit wo jeder alles über jeden wissen muss. Nun denn: es ist wie es ist. Ich werde trotzdem weiter spenden. ;-)

Fabienne Dechert - BSD 15.05.2018, 09:17 Uhr
Hallo Herr Theißen, zunächst einmal herzlichen Dank für Ihren Einsatz als Blutspender! Durch die neue Richtlinie werden keine zusätzlichen Daten gesammelt. Es geht lediglich um eine eindeutige Identitätsfeststellung - dazu wird der Lichtbildausweis lediglich vorgezeigt und mit den Daten auf dem Blutspendeausweis verglichen. Mit diesem Vorgehen halten wir uns als Arzneimittelhersteller an die durch die Bundesärztekammer und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) vorgegebenen gesetzlichen Richtlinien.
Es freut uns sehr zu lesen, dass Sie auch weiterhin Blut spenden werden! Viele Grüße, Fabienne vom BSD

Ihre Antwort

Lena 17.10.2017, 10:38 Uhr
Sinn hin oder her, über solche Änderungen sollte viel besser informiert werden. Ich persönlich lese die Blutspendetermine immer aus meiner Lokalzeitung und hier war folgendes geschrieben: "Spender sollen Ihren Blutspendepass oder zumindest einen Lichtbildausweis (...) mitbringen.“ – Ausgabe der Donau-Post vom 16.10.2017 – Ich bin daraufhin mit gutem Gewissen, nur mit meinen Blutspendeausweis, zum Blutspenden und kann mir dann in einen unfreundlichen Ton mitteilen lassen, dass auf diese Änderung hingewiesen wurde und ich doch nach Hause fahren und mir meinen Ausweis holen soll. Als regelmäßiger Spender ärgern mich solche Aussagen sehr, immerhin passiert hier alles auf ehrenamtlicher Basis. Viele „opfern“ ihre Freizeit um Gutes zu tun. Es kann schließlich nicht im Interesse des BRK sein, wenn freiwillige Spender vor Ort wegen fehlender Papiere abgewiesen werden, weil die Informationswege nicht ausgeschöpft wurden. Auch ich habe den erneuten Weg nicht mehr auf mich genommen. Immerhin ist es Ihnen über die verschiedensten Medien auch möglich auf die Knappheit der Blutkonserven in ganz Deutschland hinzuweisen, dies erfolgte sogar im Artikel. Aber solch wichtige Informationen zur Änderung der gesetzlichen Richtlinien werden hier nicht einmal erwähnt (siehe oben).

Lisa Rudolph 18.10.2017, 14:11 Uhr

Hallo Lena,
danke für Deinen Beitrag und Deine Bereitschaft, Blut zu spenden!
Es tut mir leid, dass Du aufgrund des fehlenden Lichtbildausweises beim letzten Mal kein Blut spenden durftest - umso mehr, weil Dir das nicht in einem angemessenen Ton mitgeteilt wurde. Dafür möchte ich mich entschuldigen.
Selbstverständlich nutzen wir sämtliche Kommunikationskanäle, um über diese Änderung zu informieren. Auf unseren eigenen Kanälen können wir Art und Umfang der Information natürlich beeinflussen, ob und in welcher Ausdrücklichkeit Medien unsere Informationen aufgreifen, können wir leider nur begrenzt steuern. Ich werde meine Kollegin aus dem Presse-Team bitten, gezielt bei der Donau-Post auf die geänderten Richtlinien hinzuweisen.
Viele Grüße, Lisa vom BSD


Ihre Antwort

Rosemarie Köppel 18.10.2017, 20:40 Uhr
Ich war heute mit meiner Schwester und meiner Tochter zum Blutspenden in Spalt. Wir sind alle "Wiederholungstäter" und hatten zum Teil unseren Ausweis nicht dabei, da wir bei früheren Spenden gesagt bekamen, dass der neue Ausweis alleine gilt und der Personalausweis nicht nötig ist. Diesesmal hatten wir keine postalische Einladung bekommen, die andere extra darauf hingewiesen hat, den Personalausweis mitzubringen. Auch in unserem Amtsblatt wurde nur auf die Spende aufmerksam gemacht, aber nicht auf diese "neu" einführte Ausweispflicht. Dies war anscheinend auch der hiesigen BRK-Stelle nicht bekannt. Wir sind ein kleines Dorf mit immer den gleichen Blutspendern, die mehr oder weniger alle sich gegenzeitig kennen. Da wirkt es schon verwunderlich, wenn man von diesen abgelehnt wird. Sogar bei allen Wahlen in der Politik kann man wählen, wenn man "persönlich bekannt" ist. Irgendwie ist dies in meinen Augen mehr Schikane denn ein Sicherheitsaspekt. Ich werde weiterhin Blut spenden, aber einige, die heute wieder nach Hause geschickt wurden, werden dies nicht mehr tun. Die Veröffentlichung der neuen Regelung hätte besser gemacht werden müssen. Rundfunksender haben auf nötige Blutkonserven hingewiesen, hier wäre der richtige Weg gewesen, auf die Neuerung hinzuweisen. Die freiwilligen Spender fühlen sich mit dieser Einführung ohne Kompromisse und einer "einmaligen" Ausnahme vor den Kopf gestoßen. Manche werden ausbleiben, ob das im Sinne des Erfinders ist bleibt dahingestellt.

Fabienne Dechert - BSD 19.10.2017, 09:17 Uhr
Guten Morgen Frau Köppel, erstmal herzlichen Dank, dass Sie sich so für die Blutspende und damit für Ihre Mitmenschen einsetzten! Ihren Unmut darüber können wir verstehen und Sie können sich sicherlich vorstellen, dass es nicht in unserem Interesse ist, dass wir durch die neue Regelung Spender verärgern oder gar verlieren.
Mit diesem Vorgehen halten wir uns jedoch als Arzneimittelhersteller an die durch die Bundesärztekammer und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) vorgegebenen gesetzlichen Richtlinien, die dem Schutz der Blutspendeempfänger dienen.

Selbstverständlich haben wir versucht die Information so breit wie möglich zu streuen, so weisen wir z.B. seit dem Frühjahr auf die anstehende Änderung mit dem Personalausweis hin. Auf unseren eigenen Kanälen können wir Art und Umfang der Information natürlich beeinflussen, ob und in welcher Ausdrücklichkeit Medien unsere Informationen aufgreifen, können wir leider nur begrenzt steuern. Gerade in Bezug auf die Presse werden wir die Redaktionen aber nun nochmal mehr auf die Wichtigkeit dieses Punktes hinweisen. Ich hoffe, dass Sie der Blutspende trotzdem treu bleiben. Denn am Ende stehen die Blutspendeempfänger, die nicht nur auf Menschen, die Blut spenden, angewiesen sind, sondern auch auf die Sicherheit der Blutprodukte. Beste Grüße, Fabienne vom BSD

Johann Eckert 22.10.2017, 14:11 Uhr
Ausweis Kontrolle versteh ich ja noch. Aber wer hat sich den Schwachsinn ausgedacht den Ausweis gleich dreimal vorlegen zu müssen. Überleg mir auch ob ich mir das nochmal antun muß. So kann man die treuen Spender auch dazu bringen nicht mehr zu kommen.

Lisa Rudolph 25.10.2017, 09:55 Uhr
Hallo Herr Eckert,
die durch die Bundesärztekammer und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) vorgegebenen Richtlinien zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten wurden überarbeitet. Diese gesetzlichen Vorgaben sind für alle Blutspendedienste in Deutschland bindend.

Nachfolgend ein Auszug aus dieser Richtlinie:

„2.2.4.1Spenderidentität
Anlässlich jeder Spende bzw. jeder spendebezogenen Untersuchung ist die Identität des Spenders ohne die Gefahr einer Verwechslung festzustellen (gültiges amtliches Personaldokument mit Lichtbild). Name, Vorname, Geburtsdatum, Geschlecht und Adresse des Spenders sind zu erfassen.
Alle Spenderdaten unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht und den Bestimmungen des Datenschutzes“

Mit diesem Vorgehen halten wir uns als Arzneimittelhersteller an die durch die Bundesärztekammer und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) vorgegebenen gesetzlichen Richtlinien.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Hofer 27.10.2017, 07:37 Uhr
Wenn der Blutspendeausweiß nicht ausreicht warum wird er dann erstellt? Die Spender wollen helfen und haben weniger Sinn für euch Bürokraten und Wichtigtuer! Wie aus allen Kommentaren ersichtlich ist geht das zu weit . Soll ich als nächstes den Notar mitbringen? Für mich ist das jetzt zu lästig, keine Spenden mehr!

Lisa Rudolph 27.11.2017, 15:35 Uhr
Hallo Hofer,
wir bedauern es sehr, dass Sie aufgrund der neuen Richtlinien und der damit verbundenen Verpflichtung, zusätzlich zum Blutspendeausweis auch ein amtliches Ausweisdokument inklusive Lichtbild vorzulegen, nicht mehr zur Blutspende kommen möchten.
Mit der Einhaltung der Richtlinie nehemen wir schlichtweg unsere gesetzliche Verpflichtung als Arzneimittelhersteller wahr und müssen diese in diesem Fall leider auch auf unsere Spender ausweiten.
Bitte glauben Sie uns, dass auch uns daran gelegen ist, die Abläufe und Vorschriften so unkompliziert und serviceorientiert zu halten, wie es im gesetzlichen Rahmen möglich ist. Und bitte denken Sie vorallem an Kranke und Verletzte, die auf überlebenswichtige Blutspenden angewiesen sind und für die wir hier tätig sind. Und ja, bringen Sie gerne einen Notar mit - wir freuen uns immer, neue Lebensretter in unserem Kreis willkommen heißen zu dürfen!
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Riedinger 04.12.2017, 18:11 Uhr
Was ist wichtiger Paragrafen oder Blut ?? Wenn ich schon 24 x mit meinem goldenen Spenderausweis ( 144 Spenden)gespendet habe,und jetzt zusätzlich noch ein Ausweisdokumet vorzeigen muss, welchen Hindergrund bringt dieser zusätzliche Ausweiss. Dann muss ich sagen das der Blutspendedienst nur noch bürokratisch vollzogen wird.

Riedinger 04.12.2017, 18:22 Uhr
Es möchten Menschen anderen Menschen helfen, dann wirst du durch die Bürokratie ganz gläsern gemacht. Ich denke sie möchten mit dieser Art und Weise noch mehr fangen, die nicht Mann und Frau sind !!! Darum habe ich mich entschlossen nach 144 Spenden ( verzichte auf die 150 Ehrung, so viel Stolz muss sein) dem BRK kein Blut mehr zu spenden, was sehr benötigt wird.

Fabienne Dechert - BSD 05.12.2017, 08:53 Uhr

Guten Morgen Herr Riedinger, Ihre Entscheidung bedauern wir sehr! Es ist selbstverständlich nicht in unserem Sinne, Sie und andere Blutspender mit diesen Richtlinien so zu verärgern oder gar als Spender zu verlieren. Es werden durch das Vorzeigen des Personalausweises auch keine weiteren Daten von uns erhoben. Mit der Einhaltung der Richtlinie der Bundesärztekammer und des Paul-Ehrlich-Institutes (PEI) nehmen wir schlichtweg unsere gesetzliche Verpflichtung als Arzneimittelhersteller wahr. 

Fakt ist und bleibt: Um kranke und verletzte Menschen rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr mit lebensnotwendigen Blutprodukten versorgen zu können, benötigen wir allein in Bayern 2.000 Blutspenden pro Tag. Und dieser Bedarf ist nach wie vor da. Sie sind ein langjähriger Spender, der sich der Bedeutung von Blutspenden offentsichtlich bewusst ist. Indem Sie nun wegen der Ausweispflicht nicht mehr spenden kommen, treffen Sie nicht den Blutspendedienst, sondern die Patienten, die oftmals nur dank der geleisteten Blutspenden eine Überlebenschance haben. Wir hoffen daher, dass Sie Ihre Entscheidung vielleicht doch noch einmal überdenken! Beste Grüße, Fabienne Dechert vom BSD


Weber 19.12.2017, 20:17 Uhr
Liebe Fabienne Dechert, Ihre stereotypen Antworten öden mich nur an. Ich muß mich meinen Vorschreibern anschließen und sagen, daß ich mir auch sehr überlege, ob ich weiterhin Blut spenden will (bisher 111 Spenden). Wenn diese Vorschrift besteht, so muß sie eben GEÄNDERT werden !!!!! Bisher ist's ja auch ohne gegangen. Nur irgendwelche Bürokraten müssen sich da wieder wichtig machen. Wie in Amerika, wo in den Betriebsanleitungen auch jeder Blödsinn drinn stehen muß; z.B. "die Mikrowelle ist nicht geeignet, darin nasse Katzen zu trocknen" . . .

Lisa Rudolph 23.12.2017, 20:09 Uhr
Guten Tag Weber,
bitte glauben Sie uns - auch in unserem beruflichen Alltag gibt es abwechslungsreichere Aufgaben, als immer wieder die gleiche Antwort geben zu können. Inhaltlich gibt es den Ausführungen meiner Kollegin nichts hinzuzufügen. Nachdem Bundesärztekammer und Paul-Ehrlich-Institut die Richtlinie erst in diesem Jahr dahingehend geändert haben, ist nicht davon auszugehen, dass die Pflicht, ein amtliches Ausweisdokument inkl. Lichtbild vorzulegen, wieder geändert wird. Was sich in absehbarer Zeit ändern wird ist, dass das Ausweisdokument nur noch einmal statt dreimal vorgezeigt werden muss. Sobald es soweit ist, informieren wir selbstverständlich an dieser und anderer Stelle darüber.
Im Namen der Kranken und Verletzten, die auf überlebenswichtige Blutspenden angwiesen sind, kann ich nur hoffen, dass wir Sie trotz Ihrer Verstimmung weiterhin im Kreis unserer Lebensretter wissen dürfen!
Es wäre schön, wenn wir Sie beim nächstmöglichen Spendetermin wieder begrüßen dürfen!
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

Wolfgang 21.10.2017, 08:28 Uhr
Hallo, mich würde interessieren, was der Personalausweis mit der Sicherheit der Blutspender zu tun hat. Seit Jahren spende ich jetzt Blut, die Bürokratie im Vorfeld hat immer mehr zugenommen. Bis zu einem gewissen Punkt kann man die empfundenen Schikanen schon mitmachen - aber man sollte es nicht überreizen! Die Ausstellung des Blutspendepasses wurde mit meiner Ansicht nach genügend Sicherheitsaspekten abgesichert, so dass es nicht noch überbordender werden muss. Man kann es auch übertreiben!

Fabienne Dechert - BSD 23.10.2017, 11:06 Uhr
Hallo Wolfgang, erstmal vielen Dank für Ihren Einsatz als Blutspender!
Die Vorlage eines gültigen Lichtbildausweises und dem Blutspendeausweis dient der eindeutigen Identitätsfeststellung und beruht auf einer Änderung der Hämotherapie-Richtlinien und dienen dem Schutz der Blutspendeempfänger.  

Nachfolgend ein Auszug aus dieser Richtlinie:
„2.2.4.1Spenderidentität

Anlässlich jeder Spende bzw. jeder spendebezogenen Untersuchung ist die Identität des Spenders ohne die Gefahr einer Verwechslung
festzustellen (gültiges amtliches Personaldokument mit Lichtbild). Name, Vorname, Geburtsdatum, Geschlecht und Adresse des Spenders sind zu erfassen.
Alle Spenderdaten unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht und den Bestimmungen des Datenschutzes“

Mit diesem Vorgehen halten wir uns als Arzneimittelhersteller an die durch die Bundesärztekammer und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) vorgegebenen gesetzlichen Richtlinien. Natürlich ist es nicht in unserem Interesse Sie und andere Spender damit zu verärgern! 

Viele Grüße, Fabienne vom BSD

Georg 17.11.2017, 20:51 Uhr
Bürokratie! Ich Spende nicht mehr

Lisa Rudolph 27.11.2017, 15:36 Uhr
Hallo Georg,
wir bedauern es sehr, dass Sie aufgrund der neuen Richtlinien und der damit verbundenen Verpflichtung, zusätzlich zum Blutspendeausweis auch ein amtliches Ausweisdokument inklusive Lichtbild vorzulegen, nicht mehr zur Blutspende kommen möchten.
Mit der Einhaltung der Richtlinie nehemen wir schlichtweg unsere gesetzliche Verpflichtung als Arzneimittelhersteller wahr und müssen diese in diesem Fall leider auch auf unsere Spender ausweiten.
Bitte glauben Sie uns, dass auch uns daran gelegen ist, die Abläufe und Vorschriften so unkompliziert und serviceorientiert zu halten, wie es im gesetzlichen Rahmen möglich ist. Und bitte denken Sie vorallem an Kranke und Verletzte, die auf überlebenswichtige Blutspenden angewiesen sind und für die wir hier tätig sind.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

Hilde 23.10.2017, 15:06 Uhr
Auch ich war sehr überrascht, dass bei meiner letzten Spende am 1.9.2017 (die 99.!) der Personalausweis verlangt wurde. Gott sei Dank hatte ich den dabei, war aber Zufall, denn eigentlich lasse ich meist diesen im Geldbeutel und der bleibt daheim in der anderen Handtasche. (Brauche ja kein Geld bei der Blutspende.) Es wäre wirklich sehr hilfreich, wenn auf der Einladung in der nächsten Zeit - ob brieflich oder online - darauf hingewiesen würde, dass ein Ausweispapier ab sofort verlangt wird. Viele Spender kommen ja nur unregelmäßig und sind nicht akutell informiert. Besten Dank für das Verständnis.

Lisa Rudolph 24.10.2017, 16:58 Uhr

Hallo Hilde,
vielen Dank für Ihr Engagement für die Blutspende und Ihr Feedback!
Super, dass Sie Ihren Geldbeutel mit dabei hatten und Blut spenden durften.

Selbstverständlich nutzen wir sämtliche Kommunikationskanäle, um über diese Änderung zu informieren. Auf unseren eigenen Kanälen können wir Art und Umfang der Information natürlich beeinflussen, ob und in welcher Ausdrücklichkeit Medien unsere Informationen aufgreifen, können wir leider nur begrenzt steuern.Wir werden hierzu in den kommenden Wochen weitere Kommunikationskanäle nutzen und freuen uns, wenn Sie Freunde und Bekannte bei Gelegenheit über die neue Richtlinie informieren.

Wir freuen uns, Sie beim nächstmöglichen Spendetermin wieder begrüfen zu dürfen!
Viele Grüße, Lisa vom BSD


Ihre Antwort

Markus 26.10.2017, 22:02 Uhr
Ich hätte heute in diesem Jahr das dritte Mal in Schmidgaden Blut gespendet. Das dieses Mal etwas anders ist,habe ich an einem Bekannten gemerkt, welcher kopfschüttelnd und verärgert aus dem Arztzimmer gekommen ist. Er wurde aufgrund eines fehlenden Personalausweises als Spender vom Arzt abgelehnt. Selbst die Bestätigung eines Verwandten, dass er diese Person ist, wurde nicht akzeptiert. Mit dieser Vorinformation ging ich zum Spenderarzt und wurde aufgrund des selben Grundes abgelehnt. Meine Spenderformulare wurden zerrissen und landeten im Papierkorb. Ein Blick in den halb gefüllten Papierkorb zeigte mir, dass es heute Mehreren so erging. Eine Blutspende als freiwillige und gerne erbrachte Hilfe mit solch einer Bürokratie zu versehen, gibt es wahrscheinlich wieder nur in Deutschland. Ich und einige andere Vielfachspender werden nicht mehr spenden. Ob die Bundesärztekammer bzw. das PEI mit dieser Richtlinie die Qualität von Spenderblut verbessert, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Ein kleiner Tip: Eine Richtlinie wird als „Soll“ und nicht als „Muss“ oder Pficht definiert...

Lisa Rudolph 27.11.2017, 15:51 Uhr
Hallo Markus,
danke für Ihre Bereitschaft, Blut zu spenden und auch dafür, dass Sie Ihren kritischen Erfahrungsbericht hier mit uns teilen.
Es mag sein, dass die Hämotherapie-Richtlinien einen gewissen Interpretationsspielraum zulassen. Faktisch, nicht zuletzt durch die regelmäßige Kontrolle durch Oberbehörden und deren kritische Prüfung der Einhaltung dieser Richtlinien, besteht hier jedoch kein Spielraum in der Umsetzung. Als Arzneimittelhersteller sind wir zur Einhaltung dieser Richtlinien verpflichtet - um unseren bayernweiten Versorgungsauftrag weiterhin zuverlässig ausüben zu können, ist uns daran gelegen, diese Vorgaben entsprechend umzusetzen.
Dass wir hierbei auf die Unterstützung und das Mitwirken unserer freiwilligen Spender angewiesen sind, ist nicht vermeidbar. Sicherlich hätten wir früher, umfassender, ausführlicher über die neue Richtlinie informieren müssen, um zu vermeiden, dass treue Spender wie Sie zurecht enttäuscht und verärgert unverrichteter Dinge wieder nach Hause gehen mussten. Hierfür möchte ich mich entschuldigen! Es tut mir leid, dass wir nicht besser auf die neue Richtlinie hingewiesen haben und dass Sie nicht mit der Wertschätzung und Serviceorientierung begrüßt wurden, die Ihnen als freiwilligem Spender zweifelsfrei zusteht.
Bitte denken Sie - bei allem nachvollziehbaren Ärger über die neue Richtlinie - an die Patienten in Bayern, für die Sie sich mit Ihrer Blutspende letztlich engagieren. Es wäre schön, wenn wir Sie wieder einmal bei einem unserer Spendetermine begrüßen dürften.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

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Hofer 27.10.2017, 07:29 Uhr
Mann geht wie gewohnt zur Blutspende und wird abgelehnt, kann wieder heimfahren. Weil man den Personalausweis nicht dabei hat! Mittlerweile war ich 128 mal Spenden, aber jetzt mag ich auch nicht mehr. Anscheinend verstehen die"Bürokraten und Wichtigtuer" nicht den Sinn des Ehrenamtlichen Helfen und machen den Sinn des Spenders mit allen Sinnlosen Vorschriften zunichte. Weder der Arzt noch das Blutspendeteam konnte die Frage nach den Warum beantworten. Zu den verantwortlichen will ich nur sagen "Herr Schmeiß Hirn vom Himmel"

Christian Kohl - Blutspendedienst des BRK 30.10.2017, 08:53 Uhr
Hallo Hofer, Ihre Reaktion finde ich nachvollziehbar. Nachdem die Richtlinienänderung in Kraft getreten ist, hat der Blutspendedienst über sämtliche Kanäle informiert. Leider konnten offensichtlich nicht alle Spender erreicht werden. Jetzt ist sie also da, die Ausweispflicht. Und die ehrenamtlichen Helfer, die Mitarbeiter des Blutspendedienstes und natürlich Sie als Spender müssen damit leben. Das ist umständlicher als vorher, klar. Was aber bleibt, ist der Bedarf von 2.000 Blutkonserven, die täglich in Bayern benötigt werden. Was bleibt, ist die Tatsache, dass es bisher keine künstliche Alternative für gespendetes Blut gibt und zahlreiche Menschen ohne Spenderblut nicht überleben können! Was bleibt, ist ein täglicher Kampf um die Sicherung der Versorgung der Patienten, den der Blutspendedienst nur Dank des großartigen Engagements der Spender gewinnen kann. Ich finde es absolut nachvollziehbar, dass Sie verärgert sind. Wäre ich auch, wenn ich umsonst zur Blutspende gekommen wäre. Bitte vergessen Sie aber nicht, worum es eigentlich geht. Bitte helfen Sie uns weiterhin das dringend benötigte Blut sammeln und aufbereiten zu können. Ich würde mich freuen, wenn dieses Vorkommnis Sie nicht davon abhält weiter zu helfen. Beste Grüße Christian Kohl vom Blutspendedienst

Hofer 30.10.2017, 11:42 Uhr
Es besteht Bedarf, aber diesen durch unverständliche Hürden zu erschweren liegt nicht im Sinne der Spender. Die Spender bezahlen Ihren Stich in den Arm mit Schmerz und viel Bürokratie. Wenn schon so viel Misstrauen besteht, dass man sich bei einer Spende mit Seitenweisen Fragebögen und zwei Ausweisen Legitimieren muss läuft irgendwas schief. Spender sein ist OK. Gesundheitsfragen sind auch OK. Aber eine zweifache Ausweiskontrolle hinterlässt ein Gefühl des Misstrauens, keine Gegenseitige Achtung, dass brauche ich nicht. Alles Gute

Christian Kohl - BSD 30.10.2017, 12:08 Uhr
Hallo Hofer, es geht nicht um Misstrauen oder um willkürliche Hürden für die Spender. Es geht um die Sicherheit der Blutspendeempfänger. Hier möchte die Bundesärztekammer einfach jegliche theoretische Sicherheitslücke schließen. Ihre Verärgerung halte ich für nachvollziehbar. Nicht mehr Blut zu spenden, trifft jedoch nicht die Verantwortlichen, sondern die Patienten in Bayern. Viele Grüße, Christian Kohl vom BSD

Hofer 30.10.2017, 14:33 Uhr
Bis jetzt war ich der Meinung, dass mein Spenderblut ausreichend medizinisch getestet wird um für den Spendenempfänger kein Risiko entstehen zu lassen. Wie sollen da zwei Ausweiße helfen?! Aber was heist jetzt "jegliche theoretische Sicherheitslücke schließen"? Wie soll ein Spender mit guten Gefühl hingehen wenn er eine theoretische Sicherheitslücke sein könnte! Was ist und wie manifestiert sich eine theoretische Sicherheitslücke? Sie und die Bundesärztekammer sollten mehr beim Mensch und Spender sein und nicht Theorien entwickeln die ein "NormaloBürger" nicht mal im Ansatz nachvollziehen kann

Lisa Rudolph 29.11.2017, 12:30 Uhr

Hallo Hofer,
eine theoretische Sicherheitslücke könnte ein Spender sein, der mit einem falschen Blutspendeausweis Blut spendet. Um dies auszuschließen, findet nun die zusätzliche Identitätsfeststellung mittels amtlichem Ausweisdokument inkl. Lichtbild statt.
Wir sind sowohl gegenüber dem Spender, als auch gegenüber dem Transfusionsempfänger verpflichtet, das gewonnene Blutpräparat eindeutig auf einen Spender zurückführen zu können, diese Daten werden über mehrere Jahrzehnte gespeichert.
Selbstverständlich wird das gespendete Blut mit modernsten Verfahren getestet. Ganz frische Infektionen können aber selbst damit nicht zu 100% nachgewiesen werden - es gibt ein sogenanntes diagnostisches Fenster, in welchem die Infektion bereits vorliegt, die Viren jedoch noch nicht nachweisbar sind.. Alle Infos zu den Blutuntersuchungen nach der Blutspende: https://www.blutspendedienst.com/blog/wissenswertes-auf-welche-krankheiten-wird-das-blut-nach-der-spende-untersucht-teil-2--2?.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

 

 


Frank May 07.12.2017, 20:02 Uhr
So ich wurde auch Abgelehnt Grund Ausweiss nicht dabei. Ich erwarte vom BRK das Besandsspender von der Regel ausgenommen werden. Hatte alles dabei Krankenkarte usw eizig der Perso und wurde abgeleht ich muste 20 Km fahren vondaher hätte ne Ausnahme maachbarsein müssen. Auch ich glaube Blutspenden macht Sinn, und halte nichts vom Wegbleiben und nicht Spenden da ich 0- habe geh ich halt vom BRK weg. Ich finde es unglaublich das wir alles gefragt werden Urlaub, Krankheiten,Medikamente dies sind Daten die ich akzeptiere und dem Empfänger und dem BRK gerne Preisgebe. Aber mein Personalausweis bekommt Ihr nicht da sind Daten drauf die für euch wichtig sind, und Erpressen lass ich mich nicht Ausweiss her dann Spenden so nicht. Ich geh dann Lieber bei einem Mitbewerber Spenden geb einmal meinen Perso ab und gut ist es ein schönes we

Fabienne Dechert - BSD 18.12.2017, 11:24 Uhr
Hallo Herr May, vielen Dank für Ihr Engagement als Blutspender! Ihr Einsatz für Ihre Mitmenschen ist keine Selbstverständlichkeit!

Wir können Ihre Verärgerung über die neu eingeführten Ausweiskontrollen verstehen. Wir haben seit Frühjahr 2017 viele Wege beschritten, um dies allen Spender bekannt zu machen. Ich möchte mich dafür entschuldigen, dass uns das offensichtlich nicht umfassend genug gelungen ist. Natürlich ist es nicht in unserem Interesse Sie und andere Spender damit zu verärgern!

Die durch die Bundesärztekammer und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) vorgegebenen Richtlinien sind für alle Blutspendedienste in Deutschland bindend und dienen dem Schutz der Blutspendeempfänger und -spender. Es werden keine zusätzlichen Daten durch die neue Richtlinie gesammelt. Es geht lediglich um eine eindeutige Identitätsfeststellung. 

Nachfolgend ein Auszug aus dieser Richtlinie:
„2.2.4.1Spenderidentität

Anlässlich jeder Spende bzw. jeder spendebezogenen Untersuchung ist die Identität des Spenders ohne die Gefahr einer Verwechslung
festzustellen (gültiges amtliches Personaldokument mit Lichtbild). Name, Vorname, Geburtsdatum, Geschlecht und Adresse des Spenders sind zu erfassen.
Alle Spenderdaten unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht und den Bestimmungen des Datenschutzes“

Zum Thema Krankenkassen-Karte: Es ist korrekt, dass viele Krankenkassen mittlerweile ein Foto des Versicherten abbilden. Das Foto - diese Erfahrung hast Du sicherlich auch schon persönlich gemacht - wird allerdings ohne vergleichenden Identitätsvergleich von der Versicherung angenommen und aufgedruckt - ein solches Vorgehen wäre für unsere Zwecke nicht ausreichend abgesichert.
Nach interner Rücksprache kann ich mitteilen, dass es - nicht zuletzt aufgrund der neuen Richtlinien - Bestrebungen gibt, den Blutspendeausweis zusätzlich mit einem Lichtbild des Spenders zu versehen. Bei der Ausstellung des Blutspendeausweises müsste dann der Vergleich mit einem amtlichen Ausweisdokument inkl. Lichtbild erfolgen, ein erneutes Vorlegen des amtlichen Ausweisdokuments inkl. Lichtbild wäre dann nicht für jede Spende erforderlich. Bis es soweit ist, können wir leider nur unserer Pflicht nachkommen und uns als Arzneimittelhersteller an die neuen Richtlinien halten, zu denen wir verpflichtet sind.

Es ist toll, dass Sie trotz der Verärgerung weiterhin spenden werden - wo Sie das tun ist am Ende egal, denn Hauptsache ist, dass kranke und verletzte Menschen mit den für sie lebensnotwendigen Blutprodukten versorgt werden können. Beste Grüße & alles Gute für Sie, Fabienne vom BSD

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David 07.11.2017, 16:03 Uhr
Hallo, bin gerade erst aus BW zugezogen und wollte jetzt bei der nächsten Blutspende mitmachen, habe allerdings nur einen Blutspendeausweis vom DRK BW-Hessen. Ist der dann ausreichend?

Lisa Rudolph 07.11.2017, 16:29 Uhr
Hallo David,
danke für Deine Bereitschaft, Blut zu spenden!
Mit dem bundeseinheitlichen Blutspendeausweis können Sie bei allen DRK-Blutspendediensten Blut spenden!
Da die DRK-Blutspendedienste jeweils eigenständige Spenderdateien führen, werden Sie bei Ihrer ersten Spende bei einem anderen Blutspendedienst als Erstspender aufgenommen. Ab der zweiten Spende beim anderen Blutspendedienst können Sie wie gewohnt mit Ihrem bundeseinheitlichen Blutspendeausweis spenden.
Die Spende bei einem anderen DRK-Blutspendedienst wird selbstverständlich angerechnet. Bitte weisen Sie die Kollegen vor Ort darauf hin, dass ein entsprechender Vermerk auf Ihrem Fragebogen gemacht wird.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

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thomas rehmet 17.11.2017, 17:26 Uhr
liebe nachfolger des blutspendediensts des klinikum münchens, ich habe in vielen letzten jahren über 25x blut gespendet. das hat immer hervorragend geklappt in der grundschule am kirchplatz in oberhaching. ich bekam eine mail und konnte meine berufliche und private planung "drumherum"planen. seit dem übergang auf das brk gibt es jedoch seit ca. 2 jahren (!!!) keinerlei blutspendetermine mehr dort. nach mehreren langwierigen versuchen bin ich dann mit diversen personen telefonisch in kontakt gekommen. aussage: ja, es sei sehr schwierig, die gesamte "hardware" wie lkw's, liegen, pc's, sogar der datenbestand aller spender incl. emailadressen würde NICHT verwendet. ich kenne viele andere blutspende hier in meiner gemeinde, in der ich gut vernetzt bin (ehrenamtliche arbeit in diversen vereinen, kirche etc.). überall herrscht blankes unverständnis darüber. und wenn wir dann lesen, dass akute knappheit an blutspendern herrscht, haben wir dafür keinerlei verständnis. wie ist denn sowas möglich? es ist eigentlich nicht zu fassen. bezüglich der spenderdaten hiess es, eine weitergabe sei wegen datenschutz nicht möglich. wie um himmels willen konnten dann tausende von firmen an neue eigentümer oder nachfolger übergeben werden??? ich habe dies von unserem obersten firmendatendatenschützer prüfen lassen - es stimmt definitv nicht. da ich endlich wieder spenden möchte, bin ich in eine weiter weg liegende andere gemeinde gefahren. einige zeit später nun wurde ich zu meiner 1. blutspende willkommen geheissen!!! hm, wie bitte??? um kein weiteres image zu verspielen kann man nur raten, schnellstens die spender aus dem bestand des klinikums münchen anzuschreiben, über die wahren hintergründe und umstände zu informierenund um geduld zu bitten. sonst verliert ihr zu viel an vertrauen, image etc.etc. und verlorene "kunden" in diesem fall spender wieder zu gewinnen, ist bekanntlich 10x so schwer wie ihn zu verlieren. sehr schade das alles. wer ist nur dafür verantwortlich? da wir nicht darum betteln wollen, endlich wieder spenden zu dürfen, kommt schnellstens nach oberhaching in die grundschule am kirchplatz. was das klinikum geschafft hat, sollte auch das brk schaffen. zumal ist ein größeres dienstgebäude des brk gerade mal 500 m entfernt in unserer gemeinde ansässig im sinne von anerkannt! alles gute - thomas rehmet mobil 0170 - 89 89 877

Lisa Rudolph 21.11.2017, 11:27 Uhr
Guten Tag Herr Rehmet,
vielen Dank für Ihren Beitrag und Ihr Engagement für die Blutspende! Schön, dass wir Sie im Kreis unserer Lebensretter begrüßen dürfen!
Da Sie bereits Kontakt mit meinen Kollegen hatten, kann ich Ihnen leider wenig neue Informationen geben.
Es ist korrekt, dass die Spenderdateien des ehemaligen Blutspendedienst des Städtischen Klinikums München aus Datenschutzgründen nicht übernommen werden durften, als der Blutspendedienst des BRK nach der Schließung des des ehemaligen Blutspendedienst des Städtischen Klinikums München im Raum Oberbayern tätig geworden ist. Womöglich gehen freiwirtschaftliche Unternehmen weniger vertraulich mit Kundendaten um - wir als Arzneimittelhersteller haben sensible, medizinische Daten unserer Spender und ehrlich gesagt finde ich es beruhigend, dass Daten dieser Art nicht einfach weitergegeben werden dürfen.
Da Sie also bisher nicht als Blutspender in der Datenbank des Blutspendedienst des BRK geführt wurden, haben Sie nach Ihrer ersten Blutspende bei uns als Erstspender willkommen geheißen. Ihre bisherigen, beim ehemaligen Blutspendedienst des Städtischen Klinikums München geleisteten Blutspenden rechnen wir selbstverständlich gerne an, wenn Sie bei Ihrer nächsten Spende Ihren Blutspendeausweis vom ehemaligen Blutspendedienst des Städtischen Klinikums München vorlegen.
Seit April 2016 bauen wir unser Angebot an mobilen Spendeterminen im Bereich Oberbayern schrittweise aus. Gerne erkundige ich mich bei meinem zuständigen Kollegen, ob Spendetermine in Oberhaching geplant sind und melde mich bei Ihnen, sobald ich Feedback habe.
Es wäre schön, wenn Sie diese Informationen an Spender des ehemaligen Blutspendedienst des Städtischen Klinikums München aus Ihrem Bekanntenkreis weitergeben - nur gemeinsam schaffen wir es bestimmt, die bayernweite Versorgung mit überlebenswichtigen Blutpräparaten weiterhin zu sichern!
Viele Grüße, Lisa vom BSD

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Ulrike 17.11.2017, 20:08 Uhr
Mein Mann und ich kommen soeben unverrichteter Dinge von einem Blutspendetermine, bei dem für uns überraschend neben dem Blutspendeausweis auch ein Personalausweis gefordert wurde. Diesen hatten wir ,wie auch bei den mehr als 70!! Spenden vorher, nicht dabei. Dementsprechend konnten wir nicht spenden, wieder nach Hause zu laufen um den Ausweis zu holen, war uns zu blöd. Wir stellen uns die Frage, warum diese Änderung, wenn sie schon im Frühjahr bekannt war, uns bei der letzten Spende im August !! Nicht explizit mitgeteilt wurde, dass ab sofort zusätzlich ein Personalausweis erforderlich ist. Natürlich würde es wohl im Einladungsbrief geschrieben, aber ganz ehrlich, wer liest diese Briefe eigentlich noch komplett durch, wenn man schon so viele Jahre Blut spendet? Was ist eigentlich der Grund für diesen Bürokratiewahnsinn? Was ist in den letzten 20 Jahren passiert, als man ohne Ausweis gespendet hat? Das brk bittet immer um unser Blut, welches sie höchst billig von uns bekommen, spricht davon, es spenden zu wenig Bürger - wundert mich nicht mehr. Es ist auch schwach vom BRK, sich bei dieser Thematik hinter dem Paul-Ehrlicher-Institut zu verstecken. Ein Blutspendeausweis mit allen Daten einschließlich Lichtbild wäre hier wohl die bessere Lösung. So wie wir heute aber als Stammspender abgewimmelt wurden, ohne eine Möglichkeit der Ausnahme, wenn man schon mal da ist, war dies für mich heute das Ende meiner Blutspendelaufbahn, Schade eigentlich, aber ich muss mein Blut ja nicht geben.

Lisa Rudolph 21.11.2017, 11:32 Uhr
Hallo Ulrike,
vielen Dank für Ihren Beitrag und Ihr Engagement für die Blutspende!
Ich freue mich, dass Sie sich mit Ihrem Anliegen an uns wenden und uns so die Möglichkeit geben, Stellung zu nehmen.
Eines vorweg, es ist toll, dass Sie sich mit Ihren Blutspenden so für Ihre Mitmenschen einsetzen! Ihre Leistung als Blutspender ist keine Selbstverständlichkeit und dafür möchten wir Ihnen danken!
Die Vorlage eines gültigen Lichtbildausweises und dem Blutspendeausweis dient der eindeutigen Identitätsfeststellung und beruht auf einer Änderung der Hämotherapie-Richtlinien und dienen dem Schutz der Blutspendeempfänger.
Mit diesem Vorgehen halten wir uns als Arzneimittelhersteller an die durch die Bundesärztekammer und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) vorgegebenen gesetzlichen Richtlinien.
Wir können Ihre Verärgerung über die neu eingeführten  Ausweiskontrollen verstehen. Insbesondere, da Sie bei Ihren bisher geleisteten Spenden ein amtliches Personaldokument nur bei der ersten Spende vorzeigen mussten.
Wir haben seit Frühjahr 2017 viele Wege beschritten, um dies allen Spender bekannt zu machen. Ich möchte mich dafür entschuldigen, dass uns das offensichtlich nicht umfassend genug gelungen ist und Sie vergangene Woche unverrichteter Dinge wieder nach Hause gehen mussten.
Wir möchten uns bei Ihnen in aller Form für Ihre damit verbundenen Unannehmlichkeiten entschuldigen und würden uns sehr freuen, wenn wir Sie trotz Ihres Ärgers zu weiteren Blutspendeterminen begrüßen dürften.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

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Sepp 18.11.2017, 16:25 Uhr
Also ich wurde nach dem ich 125 Mal in den letzten Jahren ohne Personalausweis spenden konnte auch abgewiesen, obwohl ich einen mit Lichtbild versehenen Polizeidienstausweis dabei hatte, welcher mich genauso identifieziert hätte wie ein Führerschein (welcher übrigens wegen fehlender Adresse nicht als Ausweisersatz in Deutschland dient). Weiter zur Kenntnis ist es zwar Pflicht für einen deutschen Staatsbürger einen Ausweis zu besitzen; eine Mitführpflicht gibt es aber nicht. Ich habe deswegen, meinen Blutspenderausweis am Spenderort zurück gegeben und werde vermutlich nicht mehr spenden. Warum ist der Blutspendedienst eigentlich nicht in der Lage, wie zum Beispiel die Krankenkassen, den Ausweis mit einem Lichtbild und der erforderlichen Daten zu versehen. Würde somit reichen, einmal Personalausweis und Lichtbild abgeben und der Blutspendeausweis alleine würde wieder reichen. Sollte doch möglich sein. PS: Als langjähriger Spender weiß man von den Plakatständern, dass wieder Blutspende ist - darauf steht aber nichts vom Ausweis.

Lisa Rudolph 23.11.2017, 15:55 Uhr
Hallo Sepp,
danke für Ihren Kommentar und Ihr Engagement für die Blutspende!
Ich freue mich, dass Sie sich mit Ihrem kritischen Feedback direkt an uns wenden, danke auch dafür.
Zunächst möchte ich mich aufrichtig dafür entschuldigen, dass Sie mit Ihrem Polizeidienstausweis nicht zur Blutspende zugelassen wurden. Ein Polizeidienstausweis gehört zu den Dokumenten, die laut Richtliniengeber als Identitätsnachweis gültig sind. Leider waren unsere Mitarbeiter vor Ort offensichtlich nicht ausreichend informiert - das möchten wir selbstverständlich umgehend nachholen. Ich habe hierzu mit unserem Koordinator für die Kollegen aus der Mobilen Blutspende Rücksprache gehalten und es wäre sehr hilfreich, wenn Sie uns wissen lassen könnten, wann und wo Sie Blut spenden wollten, damit wir die Kollegen gezielt darauf ansprechen können.
Es ist korrekt, dass viele Krankenkassen mittlerweile ein Foto des Versicherten abbilden. Das Foto - diese Erfahrung haben Sie sicherlich auch schon persönlich gemacht - wird allerdings ohne vergleichenden Identitätsvergleich von der Versicherung angenommen und aufgedruckt - ein solches Vorgehen wäre für unsere Zwecke nicht ausreichend abgesichert.
Nach interner Rücksprache kann ich Ihnen mitteilen, dass es - nicht zuletzt aufgrund der neuen Richtlinien - Bestrebungen gibt, den Blutspendeausweis zusätzlich mit einem Lichtbild des Spenders zu versehen. Bei der Ausstellung des Blutspendeausweises müsste dann der Vergleich mit einem amtlichen Ausweisdokument inkl. Lichtbild erfolgen, ein erneutes Vorlegen des amtlichen Ausweisdokuments inkl. Lichtbild wäre dann nicht für jede Spende erforderlich. Bis es soweit ist, können wir leider nur unserer Pflicht nachkommen und uns an die neuen Richtlinien halten, zu denen wir verpflichtet sind.
Dass unsere Mitarbeiter vor Ort, unsere ehrenamtlichen Helfer und natürlich nicht zuletzt unsere Spender umfassend und korrekt über sämtliche Details der neuen Richtlinie aufgeklärt sein müssen, ist selbstverständlich!
Es wäre schön, wenn wir hierzu in Austausch bleiben könnten und es uns vielleicht sogar gelingt, Sie wieder im Kreis unserer Lebensretter begrüßen zu dürfen.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

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D.Päthe 19.11.2017, 09:54 Uhr
Liebe BSD-ler, warum beantworten Sie nicht einfach die Frage von "Simon, 12.10.17", die auch später wiederholt wurde: Welchen Sinn hat die Ausweispflicht? Wieso kann dies die Sicherheit der Patienten verbessern, was wird den Spendern unterstellt? Ich unterstelle der Bundesärztekammer und dem Paul-Ehrlich-Institut immer noch, dass man sich dabei was gedacht hat. Dietmar Päthe

Lisa Rudolph 21.11.2017, 11:37 Uhr
Hallo D.Päthe,
wir haben Simons Kommentare bereits beantwortet, ich kopiere Ihnen hier nochmal den kompletten Kommentarverlauf ein:

Simon 12.10.2017, 02:45 Uhr
Welchen Sinn hat die Personalausweispflicht ? Ich hätte ja Verständnis, wenn dies einmalig zur Registrierung erforderlich ist. Es wird oft argumentiert mit, Dient dem Schutz von Spender und Empfänger ... wie soll sich das darstellen ? Der Name sagt nichts darüber aus, ob die Spende mit Krankheiten "versucht" ist oder nicht. Man jammert, dass es nicht genug Spender gibt, aber erschwert gleichzeitig die Spende. Was glauben Sie wie viele Leute noch einmal zur Spende erscheinen, wenn diese den Ausweis nicht mit dabei haben ... die wenigsten werden am gleichen Tag noch einmal erscheinen. Leider war der Blutspendedienst auch nicht so schlau VORHER darüber zu informieren - z.B. in der Erinnerungsmail zu den nächsten Terminen. Nicht jeder durchsucht vor dem Blutspende-Termin Seiten wie diese oder hat überhaupt Internetzugang. Es wird daher nicht jeder den Ausweis dabei gehabt haben und dementsprechend mager wird die Spende wohl ausfallen. Kostet ja nur Menschenleben ...

Fabienne Dechert - BSD 12.10.2017, 12:51 Uhr
Hallo Simon, vielen Dank für Ihren Kommentar! Wir weisen seit dem Frühjahr in den Einladungen auf eine anstehende Änderung zur Vorlage des Personalausweises hin und haben direkt nach der Umsetzung über alle unsere Kanäle informiert. Natürlich ist es unglücklich, dass diese Information trotzdem nicht alle erreicht hat.
Die Vorlage eines gültigen Lichtbildausweises und dem Blutspendeausweis dient der eindeutigen Identitätsfeststellung und beruht auf einer Änderung der Hämotherapie-Richtlinien und dienen dem Schutz der Blutspendeempfänger.
Nachfolgend ein Auszug aus dieser Richtlinie:
„2.2.4.1Spenderidentität
Anlässlich jeder Spende bzw. jeder spendebezogenen Untersuchung ist die Identität des Spenders ohne die Gefahr einer Verwechslung
festzustellen (gültiges amtliches Personaldokument mit Lichtbild). Name, Vorname, Geburtsdatum, Geschlecht und Adresse des Spenders sind zu erfassen.
Alle Spenderdaten unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht und den Bestimmungen des Datenschutzes“
Mit diesem Vorgehen halten wir uns als Arzneimittelhersteller an die durch die Bundesärztekammer und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) vorgegebenen gesetzlichen Richtlinien. Natürlich ist es nicht in unserem Interesse Sie damit zu verärgern!
Wir hoffen, Ihnen mit unserer Nachricht, das Vorgehen verständlich gemacht zu haben und dass, Sie der Blutspende trotzdem treu bleiben. Denn am Ende stehen die Blutspendeempfänger, die nicht nur auf Menschen, die Blut spenden, angewiesen sind, sondern auch auf die Sicherheit der Blutprodukte. Beste Grüße, Fabienne vom BSD

Simon 12.10.2017, 17:28 Uhr
Das dahinter irgendwelche Vorschriften / Gesetze stecken, ist wohl jedem klar. Mir ging es um die Sinnhaftigkeit, was soll das bringen - wovor soll das schützen ? Das Blut eines jeden, ob namentlich bekannt oder nicht, muss deshalb trotzdem auf Krankheiten geprüft werden. Man erreicht dann nur, sollte z.B. bei jemandem HIV oder sonstiges ggf. nur vorübergehendes festgestellt werden, dass aufgrund des Namens dies dann 100 Leute wissen, die das dann rumtraschen - auch wenn Sie das offiziell nicht dürfen. Das muss auch nicht bewusst sein, sondern weil einfach zu laut geredet wird und die Leute drum herum alles hören können. Es steht ja dann alles dem Namen zugeordnet im System und man ist der gläserne Spender. Den Empfänger interessiert das nicht, wer der Name des Spenders ist und den erfährt er sowieso nicht. Wie gesagt, nur weil man weiß wer das Blut spendet - Name bekannt - schützt es deswegen vor rein gar nichts - das Blut kann sauber sein oder verseucht. Deshalb bringt es weder dem Spender noch dem Empfänger etwas. Es ist reine Datensammlung und Bürokratie.

Fabienne Dechert - BSD 16.10.2017, 11:45 Uhr
Hallo Simon, es werden keine zusätzlichen Daten durch die neue Richtlinie gesammelt. Es geht lediglich um eine eindeutige Identitätsfeststellung. Diese Richtlinien, die durch die Bundesärztekammer und das Paul-Ehrlich-Institut aufgestellt werden, sind für den Blutspendedienst bindend. Wir haben hier keinerlei Handlungsspielraum. Beste Grüße, Fabienne vom BSD

Falls Sie weitere Fragen haben, lassen Sie es uns gerne wissen.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

D.Päthe 21.11.2017, 15:24 Uhr
.... und Sie sind ernsthaft der Meinung, die Frage beantwortet zu haben? Gruß D.Päthe

Lisa Rudolph 23.11.2017, 15:47 Uhr
Hallo D.Päthe,
wir haben Ihnen und Simon sämtliche Informationen zur Verfügung gestellt, die uns vorliegen.
Eine weitere Begrünung als die zitierte Passage "[...] Anlässlich jeder Spende bzw. jeder spendebezogenen Untersuchung ist die Identität des Spenders ohne die Gefahr einer Verwechslung festzustellen (gültiges amtliches Personaldokument mit Lichtbild). Name, Vorname, Geburtsdatum, Geschlecht und Adresse des Spenders sind zu erfassen.[...]" gibt es auch seitens BÄK und PEI nicht.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

Sepp (2) 23.11.2017, 23:25 Uhr
Mir sind die z.T. sehr heftigen Reaktionen einiger Blutspender hier nicht ganz nachvollziehbar. Sicher wäre ich auch, wenn ich wegen eines fehlenden Ausweises abgewiesen worden wäre, mit einem Grummeln wieder nach Hause gefahren. Aber dann auch zum nächstmöglichen Termin wieder zur Blutspende angetreten. Soweit ich das sehe, kann ja der BSD nichts für diese neue gesetzliche Regelung - und ich finde es richtig, dass er sie konsequent und ausnahmslos einhält, auch wenn sich ihre Notwendigkeit für uns Spender nicht erschließt. Mag sein, dass der BSD nicht für jeden konsequent genug auf die Ausweispflicht hingewiesen hat - aber das doch noch lange kein Grund dass man alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BSD bzw. BRK nun damit "bestrafen" will dass man sich schmollend aus seiner (bei einigen sehr langjährigen) Spendebereitschaft für immer verabschiedet. Damit lässt man doch v.a. diejenigen, die auf unser Blut angewiesen sind, im Stich. Und die können doch am wenigsten was dafür für diese Problematik!

Lisa Rudolph 24.11.2017, 10:48 Uhr
Hallo Sepp,
danke für Deinen Beitrag und Dein Engagement für die Blutspende!
Ganz ehrlich: Es tut richtig gut, Dein differenziertes Feedback zu lesen und zu wissen, dass es unter Euch lieben Lebensrettern auch diese Haltung gibt.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

Helmut Amphlett 23.11.2017, 23:25 Uhr
Ich bin erstaunt über die Uneinsichtigkeit potentieller Spender/innen den amtlichen Ausweis jedesmal vorzulegen. Hallo Leute, das sind gesetzliche Bestimmungen, die vom Personal des BSD nicht ignoriert werden können ohne straffällig zu werden. Und Ausweis muß man nicht mitführen, stimmt, aber z. B. Unfall, als Opfer oder Täter hat man Unannehmlichkeiten ohne Ausweis. Weniger Rechthaberei wäre angenehmer.

Lisa Rudolph 24.11.2017, 10:49 Uhr
Hallo Helmut,
danke für Deinen Beitrag und Dein Engagement für die Blutspende!
Ganz ehrlich: Es tut richtig gut zu lesen, dass ein Teil unserer Spender die neue Richtlinie akzeptiert - genauso wie wir das eben auch tun.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

Helmut Amhlett 24.11.2017, 23:35 Uhr
Eine Bluttransfusion ist viele Menschen überlebenswichtig. Da geht es um Gesundheit. Ein Spenderauaweis wird auch nur ausgegeben, wenn man dem Spender vertraut. Ein Spenderauaweis, auch mit Bild, könnte mißbraucht werden. Weitergabe, Verlust. Auch mit Krankenkassenausweisen ist schon Schindluder getrieben worden, trotz Bild. Blutspenden wird doch für einen guten Zweck gemacht und da sollte die Mühe an den Pers zu denken nicht ins Gewicht fallen.

Lisa Rudolph 27.11.2017, 15:56 Uhr
Hallo Helmut,
danke dir für Deine erneuten guten, einsichtigen Worte! Tut gut, echt!
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

Jürgen Förster 26.11.2017, 15:22 Uhr
Hallo, sehr geehrte Frau Rudolf, sehr geehrte Frau Dechert und Teilnehmer! Gerne schließe ich mich nun dieser Diskussion mit an. Ich bin seit 1989 regelmäßiger Blutspender mit aktuell der 142. Spende. Diese anhaltende Debatte um den Personalausweis veranlasst mich nun meinen Senf auch noch abzugeben. Bemerkenswert - denn sowohl auf Seite des BRK´s wie auch der hier beteiligten Spender u. Spenderinnen, die neuen Richtlinien nicht zu verantworten haben. Aus meiner Sicht jedoch starke Betroffenheit auf beiden Seiten ausgelöst hat - ja, bis hin zur Verweigerung zukünftiger Bereitschaft an der Blutspende. Richtlinie hin und her, muss das faktisch nicht für alle Beteiligten besorgniserregend sein ? Zumindest für mich eine sehr traurige Entwicklung. Ich selber gehe ja nicht fast 3 - Jahrzehnt zum spenden um dem Blutspendedienst des BRK´s einen Gefallen zu tun, sondern um schwerkranken Mitmenschen zu helfen, Barmherzigkeit zu schenken. Dennoch stellt sich für mich die Frage, welche wesentliche Lehre sich die BRK - Organisation aus dieser Situation zieht ? Jetzt gilt es doch, die verärgernden langjährigen Blutspender und Blutspenderinnen (flächendeckend in Bayern) von ihrer aktuellen Meinung umzustimmen. Sind nicht genau diese Menschen der Garant für eine ausreichende Blut- versorgung in Bayern? Es gibt so viele Denkanstöße in der Entwicklung der Blutspende in Bayern. Stellvertretend ist hier z.B. der Wegfall flächendeckender Blutspende - Standorte im ländlichen Raum genannt. Für all diese Entwicklungen u. Umstrukturierungen wie auch die hier anlassbezogene Diskussion, könnte z.B. durch einen ehrenamtlichen "Blutspende - Rat" aus Blutspendern und Verantwortlichen der BRK-Organisation gewinnbringend - beratend zum Einsatz kommen - schon alleine aus der aktuellen Erfahrung heraus sicherlich sinnstiftend. Herzlichst Jürgen Förster

Lisa Rudolph 27.11.2017, 16:06 Uhr
Hallo Jürgen,
danke für Ihr jahrelanges, treues Engagement für die Blutspende und schön, dass Sie Ihre Sicht der Dinge mit uns teilen.
Der von Ihnen gewählte Begriff der Betroffenheit ist tatsächlich auch in unserer Wahrnehmung der richtige. Wir sind nunmal verpflichtet, die Hämotherapie-Richtlinien einzuhalten und allein schon dadurch im Wortsinne betroffen. Betroffen sind wir gleichzeitig aber auch über den Unmut, den die Umsetzung der neuen Richtlinie nach sich zieht. Sicherlich ist es nicht ausschließlich der Umstand, dass ein weiteres Dokument mitgeführt werden muss oder dass ein weiterer bürokratischer Schritt im Spendeablauf integriert wurde. Vielmehr ist es wohl der Eindruck mangelnden Vertrauens in unsere Spender, die - so wie Sie das selbst kennen und schildern - seit Jahren wenn nicht Jahrzehnten als Blutspender bekannt sind. Dass das nicht der Fall ist gehört zu den vielen Aufgaben, die wir an dieser und anderer Stelle angehen möchten.
Denn Sie haben völlig recht - Sie und all die Blutspender sind der Garant dafür, dass Kranke und Verletzte zuverlässig mit überlebenswichtigen Blutpräparaten versorgt werden können. Und selbstverständlich möchten wir weiterhin eine serviceorientierte, nachhaltige Struktur aufrecht erhalten und unseren Blutspendern die Wertschätzung entgegenbringen, die sie verdient haben.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

Anusch 26.11.2017, 15:35 Uhr
Hallo BRK- Team, meine Freundin und ich wollen am Dienstag gerne Blut spenden, wir haben es davor aber noch nie gemacht- bekommen wir den Blutspendeausweis automatisch mit der ersten Spende? Viele Grüße!

Lisa Rudolph 27.11.2017, 16:09 Uhr

Hallo Anusch,
danke für Deinen Kommentar und Eure Bereitschaft, Blut zu spenden!
Die Voraussetzungen für eine Blutspende sind simpel: Du musst volljährig sein, über 50kg wiegen, gesund sein und Dich auch so fühlen. Am Tag der Spende solltest Du ausreichend trinken (kein Alkohol) und essen (nicht allzu fettreich). Bitte bring zur Spende immer ein amtliches Ausweisdokument inkl. Lichtbild mit.
Um die Spendefähigkeit bereits vorab zu überprüfen, empfehle ich Dir unseren Spende-Check: https://www.blutspendedienst.com/blutspende/services/spende-check.
Wie so eine Blutspende abläuft, kannst Du hier nachlesen: https://www.blutspendedienst.com/blutspende/spendeinfos/ablauf-einer-blutspende.
Wir freuen uns auf Euch!
Viele Grüße, Lisa vom BSD


Paul 27.10.2018, 11:05 Uhr
Ich wollte im letzten Jahr wegen der dringenden Aufrufe Blut zu spenden nach über 20 Jahren wieder teilnehmen. Natürlich hatte ich keinen Ausweis dabei. Woher sollte ich das wissen? In den Aufrufen war davon nicht die Rede. Beim "Einchecken" habe ich einen guten Bekannten getrolffen, der als Ehrenamtlicher fungierte. Nun ich war dann beim Arzt, der mich nach dem Ausweis fragte. Ich erwiderte, den nicht dabei zu haben aber mein guter Bekannter bei der Datenaufnahme könnte meine Idendität zweifelsfrei bestätigen und den Blutspendeausweis habe er ja vorliegen. Der Arzt hat das lapidar abgelehnt und überhaupt einen total gelangweilten und uninteressierten Eindruck gemacht. Ich war total sauer und hab die Unterlagen zerrissen und in den Papierkorb geworfen. Jetzt hat sich mein Ärger über die diletantische Verwahrensweise der Bürokratie etwas gelegt und ich habe einen neuen Aufruf gesehen und mich in diesem Forum umgesehen und bin bei diesem Beitrag hängen geblieben. Nun, dachte ich mir, ich könnte ja mal den Link aufrufen wie jetzt so eine Blutspende abläuft. Ich rufe den Link auf und: 404 Seite nicht gefunden. Ich erspare mir einen weiteren Kommentar bis auf den einen: Hilfsbereite Menschen sollte man nicht mit Bürokratie und Unfähigkeit abschrecken.

Simon Feiler - BSD 29.10.2018, 10:48 Uhr
Hallo Paul, vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihr Feedback. Zunächst möchte ich mich dafür entschuldigen, dass Sie unverrichteter Dinge wieder gehen mussten. Wie Sie dem Artikel bereits entnehmen konnten besteht die Ausweispflicht bereits seit über einem Jahr. Nachdem die Richtlinienänderung in Kraft getreten ist, hat der Blutspendedienst über sämtliche Kanäle informiert. Leider konnten offensichtlich nicht alle Spender erreicht werden, dafür möchte ich mich bei Ihnen entschuldigen. Die Vorlage eines gültigen Lichtbildausweises und dem Blutspendeausweis dient der eindeutigen Identitätsfeststellung und beruht auf einer Änderung der Hämotherapie-Richtlinien und dienen dem Schutz der Blutspendeempfänger.  
Mit diesem Vorgehen halten wir uns als Arzneimittelhersteller an die durch die Bundesärztekammer und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) vorgegebenen gesetzlichen Richtlinien. Natürlich ist es nicht in unserem Interesse Sie damit zu verärgern!
Den Ablauf einer Blutspende können Sie unter folgendem Link aufrufen: https://www.blutspendedienst.com/blutspende/spendeinfos/ablauf-einer-blutspende
Viele Grüße, Simon vom BSD

Ihre Antwort

Thomas 27.11.2017, 12:36 Uhr
Richtlinien haben ihre Ursache und werden erstellt, um Gefahren zu verhindern. Ich vermute ganz stark einen Missbrauch der Spenderausweise, und dadurch fehlerhafte deklarierte Blutkonserven. Um diese Gefahr auszuschließen begrüße ich die verschärfte Kontrolle. Es dient zu Sicherheit aller.

Lisa Rudolph 27.11.2017, 16:10 Uhr
Hallo Thomas,
danke für Dein Engagement für die Blutspende und Deinen erfrischend erbaulichen Kommentar!
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

Andrej 27.11.2017, 18:43 Uhr
Also wie sich hier alle dermaßen aufregen und empören?! Als ob es eine enorme Belastung darstellen würde, seinen Personalausweis oder Führerschein aus dem Geldbeutel zu zücken und am Empfang oder drinnen im Spenderraum vorzuzeigen. Ich verstehe auch nicht, was das mit Bürokratie zu tun haben soll?! Übrigens für alle Klugscheißer und Bürokraten da draußen: Wer mit dem Auto kommt hat doch ohnehin seinen Führerschein dabei, Stichwort "Mitführpflicht". Also, wozu die Diskussion?! Sieht man mal wieder, was typisch Deutsch ist...Einfach erbärmlich! Einfach mal machen und nicht dauernd über alles diskutieren, verhandeln, beschweren, eben typisch DEUTSCH sein...

Lisa Rudolph 28.11.2017, 08:04 Uhr
Hallo Andrej,
danke für Deinen Kommentar! Wir sind über das Ausmaß der Betroffenheit und der Verärgerung tatsächlich auch ein wenig verwundert. Ich glaube, dass es daran liegt, dass die Richtlinie in vielen Fällen als mangelndes Vertrauen unsererseits interpretiert wird - was natürlich überhaupt nicht der Fall ist, wir setzen ja lediglich eine gesetzliche Vorgabe um. Aber so ist es eben - wir haben es mit Menschen zu tun, die oftmals jahrelang freiwillig ihr Blut für andere geben und das Gefühl haben, dafür nicht ausreichend geschätzt und im Gegenteil sogar getriezt zu werden. Da hilft nur viel Wohlwollen auf beiden Seiten. Und das feste Vorhaben, die bayernweite Versorgung mit überlebenswichtigen Blutpräparaten weiterhin zu sichern.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Tobi 14.04.2018, 08:05 Uhr
Beim besten Willen, wenn bei der Blutspende dreimal der Personalausweis vorgezeigt werden muss, dann handelt es sich ganz klar um latentes Misstrauen gegenüber dem Spender, der sich wie ein Gauner mehrmals ausweisen muß. Ich würde den ganzen Humbug ja verstehen, wenn es pro Spende 500,00€ geben würde.

Ihre Antwort

Bärbl 30.11.2017, 20:19 Uhr
Hallo liebes BRK-Team, ich komme gerade vom Blutspenden und ich versteh die Aufregung wegen dem Ausweis überhaupt nicht. Normalerweise hat man den doch sowieso dabei... Ich wurde total höflich gefragt ob ich ihn dabei habe und gut war`s. Das ist doch keine Tragödie seinen Ausweis vorzulegen!!! Über das "persönlich bekannt" lässt sich bestimmt streiten. Klar kenne ich die Leute vom BRK - sind ja eigentlich immer dieselben. Aber können die sich auch an mich erinnern wenn sie ständig unterwegs sind? Die machen doch nicht 3 Monate Urlaub zwischen meinen Spenden... Bleibt flauschig Leute und spendet weiter!!!

Fabienne Dechert - BSD 01.12.2017, 08:41 Uhr
Danke Dir, Bärbel! Es tut wirklich gut, dass wir jetzt auch ein paar Nachrichten von Spendern, wie Dir, erhalten, die das ganze recht entspannt nehmen. Toll, dass Du Dich so für Deine Mitmenschen engagierst und Dich bei uns wohlfühlst! Viele Grüße, Fabienne vom BSD

Ihre Antwort

Christa 01.12.2017, 23:33 Uhr
Ich bin seit 1991 Blutspenderin und habe fast 90 Spenden. Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, wie man die Debatte um einen Ausweis teilweise so emotional führen kann. Ich fahre mit dem Auto (auch zum Spenden) und habe den Führerschein dabei. Ich kann nicht automatisch davon ausgehen, dass ein Mitarbeiter alle Dutzende verschiedene Spender in einem fotografischen Gedächtnis gespeichert hat. Es hilft nichts, die Leute an der Basis anzumaulen. Beschwerden gehören an den Gesetzgeber. Ich gehe aber lieber mit einem offiziellen Ausweis spenden. Wenn so nur ein Mal Trickserei verhindert wird, gerne.

Fabienne Dechert 04.12.2017, 14:43 Uhr
Hallo Christa, vielen Dank für Ihren Kommentar und dafür, dass Sie sich schon so lange regelmäßig als Blutspenderin einsetzen! Ihre Einstellung ist in jeder Hinsicht toll - ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle! Viele Grüße, Fabienne vom BSD

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Epple Ludwig 03.12.2017, 08:25 Uhr
Ich war nach mehr als 115 Blutspenden auch zum letzten mal! Es war schlimmer als bei der Stasi; das erste mal beim Anmelden sah ich den Sinn gerade noch ein, aber als dann bei der ärztlichen Untersuchung zum 2.mal der amtliche Ausweis gefordert wurde, stellte sich mir die Sinnhaftigkeit und erinnerte mich an reine Schikane. Als dann beim Hämoglobintest die Aufforderung zum 3. mal kam, den amtlichen Ausweis vorzulegen, platzte mir der Kragen.Ich habe die Formulare hingeschmissen und bin total verärgert abgezogen. Nach Deutschland kommen Millionen von Wirtschaftsflüchtlingen ohne Papiere und hier wird innerhalb von Minuten der Ausweis 3mal gefordert, Sorry, aber für mich war das die letzte Blutspende! Werde nie wieder spenden! PS: Es wurde zuvor niemals darauf hingewiesen, das Ausweis notwendig ist und schon gar nicht x-mal pro Spende.

Fabienne Dechert - BSD 04.12.2017, 14:55 Uhr

Hallo Herr Epple, das tut uns sehr leid, zu lesen! Es ist selbstverständlich nicht in unserem Sinne, Sie und andere Blutspender mit diesen Richtlinien so zu verärgern oder gar als Spender zu verlieren. Nachdem die Richtlinienänderung in Kraft getreten ist, hat der Blutspendedienst über sämtliche Kanäle informiert. Leider konnten offensichtlich nicht alle Spender erreicht werden. Jetzt ist sie also da, die Ausweispflicht. Und Fakt ist und bleibt: Um kranke und verletzte Menschen rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr mit lebensnotwendigen Blutprodukten versorgen zu können, benötigen wir allein in Bayern 2.000 Blutspenden pro Tag.

Manuela ist eine dieser Blutspendeempfängerinnen. Die Diagnose im Sommer 2015 lautete: Lymphdrüsenkrebs im vierten Stadium. Sie hat im Verlauf ihrer Krebstherapie mehrfach Vollbut- und Thrombozytenspenden erhalten. Diese waren überlebenswichtig, um ihren Körper bestmöglich auf die nächsten lebensnotwendigen Chemotherapien vorzubereiten. Sie hat überlebt, auch dank Ihrer Blutspenden!
Patienten, wie Manuela, sind nicht nur auf Menschen, die Blut spenden, angewiesen, sondern auch auf die Sicherheit der Blutprodukte. Wir hoffen, dass Sie Ihre Entscheidung vielleicht doch noch einmal überdenken! Beste Grüße, Fabienne Dechert vom BSD


Epple 04.12.2017, 18:02 Uhr
Bedanken Sie sich dafür bei den Bürokraten, aber solange dies beibehalten wird, werde ich nicht mehr spenden! Scheinbar ist man gar nicht so sehr auf die vielen Spender angewiesen sonst hätte man sich dagegen gewehrt. War über Jahrzehnte poroblemlos möglich ohne Ausweis, kenne keinen einzigen Missbrauch!

Fabienne Dechert - BSD 05.12.2017, 09:00 Uhr
Hallo Herr Epple, Fakt ist und bleibt: Es gibt derzeit keine Alternative zu Blutspende und somit ist der Bedarf von 2.000 Blutspenden pro Tag in Bayern nach wie vor da. Sie sind ein langjähriger Spender, der sich der Bedeutung von Blutspenden offentsichtlich bewusst ist. Indem Sie nun wegen der Ausweispflicht nicht mehr spenden kommen, treffen Sie nicht den Blutspendedienst, sondern die Patienten, die oftmals nur dank der geleisteten Blutspenden eine Überlebenschance haben. Wir würden uns daher freuen, wenn Sie Ihren Entschluss nochmals überdenken würden und wir Sie zu gegebener Zeit doch wieder bei einem Blutspendetermin begrüßen dürften. Beste Grüße, Fabienne Dechert vom BSD

Andreas Lang 05.12.2017, 12:10 Uhr
Falsche Logik. Nicht Herr Epple trifft die Patienten sondern der Blutspendedienst tut dies wegen überzogener Bürokratieanforderungen. Kommen Sie runter und nehmen sie die vielen Kommentare diesbezüglich endlich ernst und ändern dies Praxis wieder. Ging ja viele jahre wenn nicht Jahrzehnte auch.

Lisa Rudolph 23.12.2017, 21:54 Uhr
Guten Tag Herr Lang,
ich möchte Ihnen versichern, dass wir Ihre zahlreichen Rückmeldungen und das Feedback unserer Spender in sämtlichen Belangen sehr ernst nehmen.
Wir sind als Arzneimittelhersteller zur Einhaltung der Hämotherapie-Richtlinien verpflichtet und können uns den durch Bundesärztekammer und Paul-Ehrlich-Institut vorgegebenen Rahmenbedingungen nicht entziehen. Ihr Kundenberater bei der Sparkasse kann ebensowenig für den Leitzins, wie ein Verkehrspolizist für eine Geschwindigkeitsbegrenzung - wir sind in diesem Fall ausführend tätig.
Es tut mir leid, wenn Sie sich aufgrund der neuen Regelung entscheiden sollten, nicht weiter zur Blutspende zu kommen - wäre schön, wenn wir Sie weiterhin im Kreis unserer Lebensretter wissen dürften.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

Andreas Lang 03.12.2017, 14:12 Uhr
Ich bin auch seit vielen Jahren aktiver Blutspender. Betrachten wir mal die Problematik sachlich. Zum einen sollte man froh über jeden der Spenderbereitschaft signalisiert. Zum anderen sollte schon sichergestellt sein daß die Identität des Spenders auch korrekt ist. Wie schaut es aber in der Praxis aus. Wenn ich zum Spendentermin fahre und ich habe keine Ausweis dabei dann werde ich abgewiesen und komme sicher nicht wieder zumindest nicht an diesem Termin. Jede verlorene Spende könnte genau die sein die zum Retten eines Lebens notwendig ist. Und warum war sie nicht da. Der Turm der Bürokratie wird immer mehr aufgebauscht und dies künstlich, obwohl das Problem ganz einfach zu lösen ist. In der heutigen digitalen Welt kann sich doch auch das Blutspenden dem Zeitgeist nicht verschließen und nicht zulassen dass der Blutspendedienst ins Mittelalter zurückspringt anstatt als Blutspendedienst 4.0 die Menschen mitzunehmen und zu motivieren. Warum ist es z.B. nicht möglich (wie bei der Gesundheitskarte Pflicht) einen Blutspendeausweis mit Lichtbild zu erstellen ( War früher bei den Gelben Ausweisen auch freiwillig möglich). Bei meinem letzten Blutspendetermin (innerhalb der letzten 2 Wochen) wurden mehr als 5 % der möglichen Blutspender wegen des fehlenden Ausweises abgewiesen und heimgeschickt. Ein Großteil davon war auch noch so verärgert, dass sie keinesfalls wieder gekommen sind noch überlegen zukünftig nochmals zu Spenden. Blutspenden kann Leben retten - Eine fehlende Spende kann dies verhindern. Also findet Lösungen. Das ist nicht akzeptabel. Jede verlorene Blutspende ist eine Zuviel. Blutspende 4.0 muss die Menschen mitnehmen und nicht verkraulen. Andreas Lang

Fabienne Dechert - BSD 05.12.2017, 09:16 Uhr

Hallo Herr Lang, vielen Dank für Ihren Kommentar und Ihren langjährigen Einsatz als Blutspender! Sie haben vollkommen recht: Jede verlorene Spende, ist eine zu viel! Sie können versichert sein, dass wir die Bereitschaft Blut zu spenden nicht als selbstverständlich ansehen - in Bayern spenden gerade mal 7 % der spendefähigen Bevölkerung. Sie und all die Blutspender sind der Garant dafür, dass Kranke und Verletzte zuverlässig mit überlebenswichtigen Blutpräparaten versorgt werden können. Und selbstverständlich möchten wir weiterhin eine serviceorientierte, nachhaltige Struktur aufrecht erhalten und unseren Blutspendern die Wertschätzung entgegenbringen, die sie verdient haben.

Es ist korrekt, dass viele Krankenkassen mittlerweile ein Foto des Versicherten abbilden. Das Foto - diese Erfahrung haben Sie sicherlich auch schon persönlich gemacht - wird allerdings ohne vergleichenden Identitätsvergleich von der Versicherung angenommen und aufgedruckt - ein solches Vorgehen wäre für unsere Zwecke nicht ausreichend abgesichert.
Nach interner Rücksprache kann ich Ihnen mitteilen, dass es - nicht zuletzt aufgrund der neuen Richtlinien - Bestrebungen gibt, den Blutspendeausweis zusätzlich mit einem Lichtbild des Spenders zu versehen. Bei der Ausstellung des Blutspendeausweises müsste dann der Vergleich mit einem amtlichen Ausweisdokument inkl. Lichtbild erfolgen, ein erneutes Vorlegen des amtlichen Ausweisdokuments inkl. Lichtbild wäre dann nicht für jede Spende erforderlich. Bis es soweit ist, können wir leider nur unserer Pflicht als Arzneimittelhersteller nachkommen und uns an die durch die Bundesärztekammer und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) neuen Richtlinien halten, zu denen wir verpflichtet sind.

Bitte glauben Sie uns, dass auch uns daran gelegen ist, die Abläufe und Vorschriften so unkompliziert und serviceorientiert zu halten, wie es im gesetzlichen Rahmen möglich ist. Beste Grüße, Fabienne Dechert vom BSD


Andreas Lang 05.12.2017, 12:07 Uhr
Wenn dies so kommt ist es ja schon mal ein Fortschritt. Die Argumentationskette ist mir aber nicht ganz nachvollziehbar. Es werden z.B. Führerscheine akzeptiert. Hier kann es sein daß das Bild mitnichten mehr aktuell ist und die Prüfung auch schwer fällt. Genauso ist es mit einem Ausweis der bereits 9 Jahre oder älter ist. Wer betrügen will wird es immer können. 100% ige Sicherheit gibt es nicht. Aber warum sollte ich beim Blutspenden betrügen. Also bitte. Ich würde es nachwievor Schade finden wenn nur 1 einziger Blutspender aufgrund dieses Bürokratiehindernissen nicht spendet. Bitte schaffen sie hier schnellstmöglich Abhilfe. Das ist ein untragbarer Zustand.

Fabienne Dechert - BSD 05.12.2017, 13:48 Uhr
Hallo Herr Lang, es ist wichtig zu wissen, dass die verantwortlichen Instanzen für diese Richtlinienänderung nicht dem Blutspendedienst, sondern ausschließlich der  Bundesärztekammer sowie dem Paul-Ehrlich-Institut obliegen. Die entsprechenden Änderungen sind für alle Rotkreuz-Blutspendedienste daher bindend.
Bei allem nachvollziehbaren Ärger über die neue Richtlinie, sollten wir alle an erster Linie an die Patienten in Bayern denken, für die wir uns gemeinsam engagieren. Sicherlich ist die Verärgerung auch nicht ausschließlich darauf zurück zu führen, dass ein weiteres Dokument mitgeführt werden muss oder dass ein weiterer bürokratischer Schritt im Spendeablauf integriert wurde. Vielmehr ist es wohl der Eindruck mangelnden Vertrauens in unsere Spender, die - so wie Sie das selbst kennen und schildern - seit Jahren wenn nicht Jahrzehnten als Blutspender bekannt sind. Unsere Aufgabe, die wir an dieser und anderer Stelle angehen möchten, ist es, dieses Gefühl zu entkräften.
Beste Grüße, Fabienne Dechert vom BSD

Andreas Lang 07.12.2017, 12:00 Uhr
Sie sprechen es aus "Wir alle sollten in erster Linie an die Patienten denken. Sie geben dies hoffentlich an die geeigneten Stellen weiter und unterstützen die das mangelnde Vertrauen uns Spendern gegenüber. Wir wollen Spenden und helfen und nicht betrügen. Wir wollen uns aber auch nicht von Bürokratie gängeln lassen. Diese haben wir genug in unserem täglichen Leben. Bitte kämpfen sie dafür dass das Blutspenden wieder zum Blutspenden wird und nicht eine verloren wird. Mit dieser Bürokratie die auf Misstrauen fußt werden die Spender nicht mehr sondern eher weniger. Also kämpfen sie für entsprechende Änderung. Vielen Dank. Wenn sie mir die entsprechenden Stellen und deren Ansprechpartner nennen werde ich mich auch dort hinwenden.

Lisa Rudolph 23.12.2017, 21:59 Uhr

Guten Tag Herr Lang,
bitte verstehen Sie die neue Richtlinie keinesfalls als mangelndes Vertrauen der Blutspendedienste in die Blutspender. Selbstverständlich wollen Sie helfen - und das wissen wir wirklich zu schätzen. Es tut mir leid, dass Sie sich durch die neuen Hämotherapie-Richtlinien gegängelt fühlen. Wir setzen alles daran, die Prozesse und Vorgaben, die wir selbst beeinflussen können, so zu gestalten, dass Sie gerne weiterhin zur Blutspende kommen!
Viele Grüße, Lisa vom BSD


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Matthias 07.12.2017, 13:53 Uhr
Die Organisation der Spende in München hat sich wesentlch verbessert. Die Internetseite ist stark verbesserzungsbedürftig: - Es dauert ewig bis man Tremin findet. Dann ist man noch lange nicht am Ende da es keinen Link zur verpflichtende Internt-Terminreservierung gibt. - Die Suche nach dem nächsten möglichen Spende-Termin untre Berücksichtigung der 56 Tage Mindestabstand ist fehlerhaft programiert, da gleich Tremine ab der nächtsetn Woche angezeigt werden. - Ist man dann endlich soweit einn Termin gefunden zu haben, erscheint der Hinweis, dass Termin erst 60 vorher gebucht werdeen kann (warum Tremine anzeigen, die nich gar nicht buchbar sind) - 5 EURO Aufwandsentschädigung ? Die Einlösung des Gutscheines ist sehr aufwändig. Intrenet -> Umtausch in eienn neuen Gutschein -> ausdrucken ...... Für 5 Euro kann ich nicht einmal die Busfahrkarte hin und zurück bezahlen. (Bei Ihren Mitbewerbern bkommt man 20,-- gleich in bar). Natürlich gehe ich nicht Blutspenden um Geld zu verdienen, aber eine angemessene Aufwandsentschädigung halte ich für richtig.

Fabienne Dechert - BSD 15.12.2017, 09:42 Uhr
Hallo Matthias, zunächst entschuldigen Sie bitte die späte Antwort! Es freut uns zu lesen, dass sich die Organisation des Münchner Termins in Ihren Augen verbessert hat.

Bei der Terminsuche über unsere Website finden Sie unter dem Punkt "Infos zur Blutspende in München" den Link www.blutspendedienst.com/muenchen zum Terminreservierungssystem. Wenn Sie sich mit Ihrer Spendernummer im System anmelden, bekommen Sie nur die Termine angezeigt bei denen die 56 Tage Mindestabstand zwischen zwei Blutspenden eingehalten werden. Rechts in der Ansicht sehen Sie immer Ihren nächstmöglichen Spendetermin.
Termine können erst 60 Tage vorher gebucht werden, da wir leider die Erfahrung gemacht haben, dass einige Spender mit zu langer Vorlaufzeit Ihren Termin ansonsten nicht wahrnehmen.

Eine Blutspende bei uns erfolgt nach dem sogenannten ethischen Kodex: Die Spende soll freiwillig, uneigennützig und unentgeltlich erfolgen. Nach der Spende gibt es für jeden Spender einen Imbiss und eben oftmals noch eine Kleinigkeit als Dankeschön dazu! Ich finde, das sind schon viele Gründe für eine Blutspende – und Sie retten damit Leben!

Es ist wichtig zu wissen, dass das Blut nicht vom Spender zum Empfänger „durchgereicht wird“, sondern dass aufwändige Test- und Verarbeitungsschritte zwischen Spende und Transfusion liegen.

Mit ehrenamtlichen Helfern und freiwilligen Spendern haben wir in Bayern und auch ganz Deutschland ein System, um das uns der Rest von Europa beneidet. Denn der Preis für Blutprodukte liegt in Deutschland weit, z.T. bis zu fünfzig Prozent, unter dem europäischen Niveau. Das kommt auch dem Gesundheitssystem in Deutschland zugute. Freiwilliges Blutspenden rettet also Leben und ist ein sozialer Dienst an der Gemeinschaft.

Bei Rückfragen zum Terminreservierungssystem können Sie uns gerne eine Mail an socialmedia@blutspendedienst.com senden, dann können wir Ihnen gezielter anhand Ihres persönlichen Profils weiterhelfen. Viele Grüße, Fabienne vom BSD

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Ulli 07.12.2017, 21:17 Uhr
Sind wir denn im Kindergarten? Denn so komme ich mir vor. Ich bin in das Spendelokal gegangen weil ich meine 142 Blutspende machen wollte - so wie ich es halt eben seit 42 Jahren mache. Von den 4 Damen die am Empfang sassen wurde ich namentlich begrüsst. Als ich in der Sichtschutzkabine stand um meinen Selbstausschlussaufkleber zu kleben ging die Chefin des Serviceteams hinter mir vorbei und auch sie begrüsste mich mit Namen. Als ich dann zum ärztlichen Gespräch vor einer mir unbekannten Ärztin der stetig wechelndem Entnahmeteams sass wollte diese von mir meinen Personalausweis oder meinen Führerschein sehen. Ich bin aufgestanden, habe gesagt dass ich diese Kindergartenspielchen nicht mitmache und bin gegangen. Der Blutspendedienst hat das Geld übrig um mir zum 100sten einen goldenen Blutspendeausweis zu fertigen aber bekommt es nicht geregelt ein Bild auf den Ausweis zu drucken. Solange ich nicht mit meinem wie auch immer aussehendem Senderausweis spenden kann müssen die deutschen Blutspendedienste nun leider auf mich verzichten. Gruss Ulli

Bärbl 13.12.2017, 10:51 Uhr
Gehen Sie zum Blutspenden um zu helfen oder um zu erfahren wie toll Sie doch sind? Ich spende auch schon seit 20 Jahren und hab über die Frage "Barbara hast du deinen Ausweis dabei?" gelächelt... Wo ist das Problem seinen Ausweis herzuzeigen??? Bleibt flauschig Leute und spendet weiter...!!!

Fabienne Dechert - BSD 14.12.2017, 13:11 Uhr
Hallo Ulli, vielen Dank für Ihren Kommentar und Ihre stolze Leistung als Blutspender! Ihr Einsatz für Ihre Mitmenschen ist keine Selbstverständlichkeit und Ihre beachtlichen 142 Blutspenden zeigen, dass Sie mit sehr viel Engagement bei der Sache sind!

Zu dem Thema "Vorzeigen des Personalausweises/Führerscheins": Die durch die Bundesärztekammer und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) vorgegebenen Richtlinien zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten wurden überarbeitet. Diese gesetzlichen Vorgaben sind für alle Blutspendedienste in Deutschland bindend.

Nachfolgend ein Auszug aus dieser Richtlinie:

„2.2.4.1Spenderidentität
Anlässlich jeder Spende bzw. jeder spendebezogenen Untersuchung ist die Identität des Spenders ohne die Gefahr einer Verwechslung
festzustellen (gültiges amtliches Personaldokument mit Lichtbild). Name, Vorname, Geburtsdatum, Geschlecht und Adresse des Spenders sind zu erfassen.
Alle Spenderdaten unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht und den Bestimmungen des Datenschutzes“

Mit diesem Vorgehen halten wir uns als Arzneimittelhersteller an die vorgegebenen Richtlinien. Natürlich ist es nicht in unserem Interesse Sie damit zu verärgern!

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Nachricht, das Vorgehen verständlich gemacht zu haben und dass, Sie der Blutspende doch treu bleiben. Denn am Ende stehen die Blutspendeempfänger, die nicht nur auf Menschen, die Blut spenden, angewiesen sind, sondern auch auf die Sicherheit der Blutprodukte. Beste Grüße, Fabienne vom BSD

Ihre Antwort

Markus Stühler 13.12.2017, 15:47 Uhr
Ich verstehe die ganzen Diskussionen nicht. Seinen Personalausweis sollte man sowieso mit sich herumführen. Ich spende seit 1991 und habe inzwischen 140 Spenden. Alles klappt immer reibungslos, obwohl ich an verschiedenen Orten spende. Ich habe noch nie etwas dafür bekommen und will auch nichts. Ich sehe es als Hobby an, bei dem etwas Zeit investiert und noch was Gutes tut.

Fabienne Dechert - BSD 14.12.2017, 13:13 Uhr
Hallo Herr Stühler, vielen Dank, Ihre Einstellung ist wirklich toll! 140 Spenden sind wirklich eine super Leistung - herzlichen Dank, dass Sie sich so sehr einsetzen! Ich hoffe, Sie machen weiter so :-) Viele Grüße, Fabienne vom BSD

Ihre Antwort

Jürgen B. 15.12.2017, 21:27 Uhr
Hallo, bin wohl nicht alleine mit meinem Frust und hab das auch schon blutspender. net gepostet: Ich denke, jetzt ist es genug nach ca. 200 Blutspenden. Erst Schliessung des Blutspendedienstes der Stadt München auf übelste Weise und Übernahme der Reste durch das BRK, dann teilweise unsägliche Wartezeiten im Raum München bei Spenden des BRK an diversen Orten und heute wurde ich in Vaterstetten, wo kaum was los war, heimgeschickt, weil ich nur die Gesundheitskarte mit Lichtbildausweis sowie Kopien von PA und Führerschein dabei hatte, obwohl die Leitende Ärztin, die übrigens sehr nett war, mich beim Amtlichen schon mindestens 50x untersucht hatte und kannte. Wer denkt sich solchen Schwachsinn und solche Schikanen aus? Mag sein, es ist der Gesetzgeber und nicht das BRK. Aber wer solche Hürden vor die Spende baut, braucht keine. Ich bin jetzt erstmal draussen und werde mir sehr gut überlegen, ob ich je nochmal gehe. Tut mir leid für die vielen ehrenamtlichen Helfer und Hilfsbedürftigen, aber das ist völlig überzogen und macht das gute Gefühl beim spenden kaputt. Der erste Arzt sagte wörtlich, es sei Körperverletzung, wenn er mich ohne amtliche Identitätsprüfung spenden lasse. Vielleicht sollten bei den Spendeterminen noch ein paar Juristen mit an den Start gehen?! :-(

Fabienne Dechert - BSD 18.12.2017, 11:12 Uhr
Hallo Jürgen, vielen Dank für Ihr Engagement als Blutspender! Ihr Einsatz für Ihre Mitmenschen ist keine Selbstverständlichkeit und Ihre beachtlichen an die 200 Blutspenden zeigen, dass Sie mit sehr viel Engagement bei der Sache sind!
Für die Art des Arztes vor Ort möchte ich mich in aller Form bei Ihnen entschuldigen! Egal wie die Situation ist, als Spender sollte man sich auf den Terminen wohlfühlen und gerne wiederkommen, denn nur dank Menschen, wie Ihnen, können wir die Versorgung der Patienten in Bayern mit lebensnotwendigen Blutprodukten sicherstellen.

Die durch die Bundesärztekammer und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) vorgegebenen Richtlinien zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten wurden überarbeitet. Diese gesetzlichen Vorgaben sind für alle Blutspendedienste in Deutschland bindend und dienen dem Schutz der Blutspendeempfänger und -spender.
Wir können Ihre Verärgerung über die neu eingeführten Ausweiskontrollen verstehen. Wir haben seit Frühjahr 2017 viele Wege beschritten, um dies allen Spender bekannt zu machen. Ich möchte mich dafür entschuldigen, dass uns das offensichtlich nicht umfassend genug gelungen ist. Natürlich ist es nicht in unserem Interesse Sie und andere Spender damit zu verärgern!

Nachfolgend ein Auszug aus dieser Richtlinie:
„2.2.4.1Spenderidentität

Anlässlich jeder Spende bzw. jeder spendebezogenen Untersuchung ist die Identität des Spenders ohne die Gefahr einer Verwechslung
festzustellen (gültiges amtliches Personaldokument mit Lichtbild). Name, Vorname, Geburtsdatum, Geschlecht und Adresse des Spenders sind zu erfassen.
Alle Spenderdaten unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht und den Bestimmungen des Datenschutzes“

Zum Thema Krankenkassen-Karte: Es ist korrekt, dass viele Krankenkassen mittlerweile ein Foto des Versicherten abbilden. Das Foto - diese Erfahrung hast Du sicherlich auch schon persönlich gemacht - wird allerdings ohne vergleichenden Identitätsvergleich von der Versicherung angenommen und aufgedruckt - ein solches Vorgehen wäre für unsere Zwecke nicht ausreichend abgesichert.
Nach interner Rücksprache kann ich mitteilen, dass es - nicht zuletzt aufgrund der neuen Richtlinien - Bestrebungen gibt, den Blutspendeausweis zusätzlich mit einem Lichtbild des Spenders zu versehen. Bei der Ausstellung des Blutspendeausweises müsste dann der Vergleich mit einem amtlichen Ausweisdokument inkl. Lichtbild erfolgen, ein erneutes Vorlegen des amtlichen Ausweisdokuments inkl. Lichtbild wäre dann nicht für jede Spende erforderlich. Bis es soweit ist, können wir leider nur unserer Pflicht nachkommen und uns als Arzneimittelhersteller an die neuen Richtlinien halten, zu denen wir verpflichtet sind.

Zu dem Punkt „mehrmaliges Vorzeigen des Ausweises“: Auch hierzu werden derzeit Änderungen erarbeiten, sodass in naher Zukunft dann nur noch einmal der Ausweis vorgezeigt werden muss.

Fakt ist, jede verlorene Spende, ist eine zu viel! Sie und all die Blutspender sind der Garant dafür, dass Kranke und Verletzte zuverlässig mit überlebenswichtigen Blutpräparaten versorgt werden können. Bitte glauben Sie uns, dass auch uns daran gelegen ist, die Abläufe und Vorschriften so unkompliziert und serviceorientiert zu halten, wie es im gesetzlichen Rahmen möglich ist. Wir würden uns sehr freuen, wenn wir Sie trotz Ihres Ärgers zu weiteren Blutspendeterminen begrüßen dürften. Viele Grüße, Fabienne vom BSD

Jürgen B. 18.12.2017, 11:59 Uhr
Hallo Fabienne, danke für die freundlichen Worte und ich finde es super, wie Ihr Euch tagtäglich der durchaus emotionalen Diskussion hier stellt und versucht, die Spender weiter zu motivieren. Nachdem ich es auch sehr schade fand, am Freitag kein Blut spenden zu dürfen, obwohl wirklich sehr wenig Betrieb in Vaterstetten war, frage ich mich auch nach dem Wochenende weiterhin, welche Interessen Bundesärztekammer und Paul-Ehrlich-Institut vertreten. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass Ihr durch diese Regelung aktuell bis zu 10 % der Spenden verliert und einige Spender dauerhaft. Und das können wir uns in Deutschland eigentlich nicht leisten. Trotzdem: ich will jetzt erstmal nicht mehr spenden, weil ich kein gutes Gefühl mehr dabei habe. Das ist keine Sturheit, sondern es ist einfach so. Momentan sind es 2 Punkte, die mich ärgern: 1. Ausweiskontrolle an jeder Station 2. Die immer noch viel zu wenigen Spendetermine mit teilweise extremen Wartezeiten in München und im Münchner Umland. Schafft man es mal zu einem Termin, muß man teilweise über 2 Stunden warten. Mindestens 1. muss gelöst werden, bevor ich wieder spende. Immerhin bin ich überzeugt, daß mich die nette leitende Ärztin bei entsprechendem rechtlichen Spielraum und Kotrolle nur durch sie anstatt an JEDER Station am Freitag durchgelassen hätte. Wir kennen uns immerhin seit über 100 Spenden und eine "Bürgschaft" gilt sogar an der Landesgrenze, wenn man keinen Ausweis dabei hat. Ich werde daher beobachten, wie Ihr hier die Bestimmungen weiterentwickelt und dann entscheiden, ob ich wiederkomme. Kann man Euch auch direkt anmailen? Dann könnte ich auch passiv davon erfahren, wenn sich etwas tut. Viele Grüße Jürgen

Lisa Rudolph 18.12.2017, 14:28 Uhr
Hallo Jürgen,
gern geschehen! Wir können nachvollziehen, dass die neue Regelung Verunsicherung stiftet und auch, dass Sie hier zunächst eine kleine Auszeit von der Blutspende einlegen möchten.
Sie können sich gerne jederzeit an socialmedia@blutspendedienst.com wenden, wenn Sie Fragen haben. Wir freuen uns, Sie wieder im Kreis unserer Lebensretter begrüßen zu dürfen!
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

Hans 19.12.2017, 20:26 Uhr
Liebe Fabienne Dechert, Ihre stereotypen Antworten öden mich nur an. Ich muß mich meinen Vorschreibern anschließen und sagen, daß ich mir auch sehr überlege, ob ich weiterhin Blut spenden will (bisher 111 Spenden). Wenn diese Vorschrift besteht, so muß sie eben GEÄNDERT werden !!!!! Bisher ist's ja auch ohne gegangen. Nur irgendwelche Bürokraten müssen sich da wieder wichtig machen. Wie in Amerika, wo in den Betriebsanleitungen auch jeder Blödsinn drinn stehen muß; z.B. "die Mikrowelle ist nicht geeignet, darin nasse Katzen zu trocknen" . . .

Lisa Rudolph 23.12.2017, 22:00 Uhr
Guten Tag Hans,
bitte glauben Sie uns - auch in unserem beruflichen Alltag gibt es abwechslungsreichere Aufgaben, als immer wieder die gleiche Antwort geben zu können. Inhaltlich gibt es den Ausführungen meiner Kollegin nichts hinzuzufügen. Nachdem Bundesärztekammer und Paul-Ehrlich-Institut die Richtlinie erst in diesem Jahr dahingehend geändert haben, ist nicht davon auszugehen, dass die Pflicht, ein amtliches Ausweisdokument inkl. Lichtbild vorzulegen, wieder geändert wird. Was sich in absehbarer Zeit ändern wird ist, dass das Ausweisdokument nur noch einmal statt dreimal vorgezeigt werden muss. Sobald es soweit ist, informieren wir selbstverständlich an dieser und anderer Stelle darüber.
Im Namen der Kranken und Verletzten, die auf überlebenswichtige Blutspenden angwiesen sind, kann ich nur hoffen, dass wir Sie trotz Ihrer Verstimmung weiterhin im Kreis unserer Lebensretter wissen dürfen!
Es wäre schön, wenn wir Sie beim nächstmöglichen Spendetermin wieder begrüßen dürfen!
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

Hans 20.12.2017, 19:59 Uhr
War heute beim Blutspendetermin in Waldmünchen. Die wollten doch das mit dem Ausweis tatsächlich durchziehen. Bin dann wieder gegangen - ohne zu spenden. Ich unterstütze so einen Blödsinn nicht (siehe meinen Kommentar von gestern). Ich werde meinen Blutspenderausweis zurückschicken und erst wieder spenden, wenn dieser Schmarrn wieder aufgehoben ist. Wir machen das ja schließlich alle freiwillig und ohne was dafür zu bekommen. Aber SO habe ich keine Lust mehr . . .

Fabienne Dechert - BSD 21.12.2017, 12:59 Uhr
Hallo Hans, wie in einigen unserer Antworten geschrieben: Auch uns ist daran gelegen, die Abläufe und Vorschriften so unkompliziert und serviceorientiert zu halten, aber es gibt nunmal einen gesetzlichen Rahmen an den wir uns als Blutspendedienst halten müssen. Ihre Verärgerung können wir natürlich verstehen und Sie werden vermutlich auch verstehen, dass es nicht in unserem Interesse sein kann, Spender durch solch eine Neuregelung zu verlieren. Wie Sie auch sehen, bemühen wir uns auf jeden Kommentar zu antworten und unser Vorgehen immer wieder zu erklären - es wäre unglaubwürdig und falsch, wenn wir bei unseren Antworten immer andere Gründe für die Ausweispflicht vorlegen würden, oder?

Die Richtlinien wurden durch das Paul-Ehrlich-Inistitut und die Bundesärztekammer angepasst und wir als Arzneimittelhersteller sind verpflichtet uns daran zu halten. Wie wir auch bereits oben geschrieben haben, sehen wir ja deutlich, dass dies von einigen Spendern als Misstrauen und Nicht-Wertschätzung aufgefasst wird - das ist sehr schade und wir versuchen unser Vorgehen in jedem Kommentar zu erklären. Vielleicht ist das bisher der falsche Weg... Wir könnten auch einfach schreiben, die Ausweispflicht ist da, die Patienten, die auf Blutspenden angewiesen sind, sind auch da. Aber das tun wir nicht, denn es ist 1. nicht unsere Art und 2. ist uns daran gelegen, Menschen wie Sie nicht als Spender zu verlieren. Denn wir sehen, da gibt es kranke und verletzte Menschen, die auf sichere lebensnotwendige Blutprodukte angewiesen sind!

Wie Sie auch in den anderen unserer Antworten lesen können, ist es uns eben nicht egal und wir nehmen unsere Spender ernst. So sind wir ja gerade dabei, das Vorlegen des Ausweises auf einmal zu beschränken. Darüber hinaus gibt es Bestrebungen, den Blutspendeausweis zusätzlich mit einem Lichtbild des Spenders zu versehen und damit die Vorlage eines Lichtbildausweises unnötig zu machen.

Wir können nur hoffen, dass Sie sich umentscheiden und doch wieder Blut spenden! Ich wünsche Ihnen schöne Feiertage! Viele Grüße, Fabienne vom BSD

Markus Stühler 21.12.2017, 22:45 Uhr
Diese Nachricht ist an Hans gerichtet. Am 19.12.2017 beschweren sie sich über die Antworten von Frau Dechert. Ich denke, das es Frau Dechert auch anödet und nervt jeden Tag auf schwachsinnige Kommentare wie ihren zu antworten. Aber sie macht es trotzdem. Das sie einen Tag später zum Blutspenden gehen und das trotz dem Wissen, das sie ohne ihren Personalausweis vorzeigen zu wollen nicht spenden dürfen, und sich darüber auch noch aufregen, das ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten. Ich weiß das sie das natürlich anders sehen. Aber wenn man ein Mensch mit gesundem Menschenverstand ist, kann man nur den Kopf schütteln.

Lisa Rudolph 23.12.2017, 22:04 Uhr

Guten Tag Markus,
dafür sind wir da! Es liegt uns viel daran, dem Feedback unserer Spender ein Forum zu bieten, um zu erfahren, was unsere Spender bewegt und manchmal vielleicht auch verärgert. Das wunderbare an unserer Gemeinschaft der Blutspender ist ja, dass wir - auch wenn wir uns nicht immer ganz einig sind - alle das gleiche wollen: helfen!
Viele Grüße, Lisa vom BSD


Ihre Antwort

Yr1860 28.12.2017, 22:52 Uhr
Die Endlosdiskussion nervt. Jede volljährige Person sollte doch sowieso stets ein Ausweisdokument bei sich haben. Wo liegt das Problem? Ob ich jetzt den Blutspendeausweis + BPA vorlege oder alleine macht das Kraut nicht fett. Und "gläserner Bürger" ist man an ganz anderen Stellen viel offensichtlicher. Gebt lieber anderen, die wichtige Fragen haben, hier ein Forum, als Mitarbeiterkapazitäten für immer wieder dasselbe zu binden.

Lisa Rudolph 29.12.2017, 17:42 Uhr
Hallo Yr1860,
danke für Dein Verständnis und Deine aufrichtigen Worte!
Es ist gut und richtig, dass diejenigen, die sich mit der Umsetzung der neuen Richtlinie schwer tun oder Fragen haben, hier mit uns und miteinander diskutieren - auch dafür sind wir ja da. Gleichzeitig ist es schön zu wissen, dass es auch Spender wie Dich gibt, für die es in Ordnung ist, dass nun bei jeder Spende zusätzlich der Personalausweis, Reisepass oder Führerschein vorgelegt werden muss.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

Katharina Schwarzer 29.12.2017, 02:06 Uhr
Ich habe nach einem Unfall sehr viel Blut erhalten (insgesamt 42 Konserven). Ich verdanke mein Leben Blutspendern. Es ist mir unverständlich, warum diese nun auch noch mit überflüssiger Bürokratie belästigt werden. Irgendwie hätte ich gedacht Paul-Ehrlich-Inistitut und die Bundesärztekammer hätten gescheiteres zu tun. Es wäre interessant zu wissen wieviele Menschen nun zusätzlich sterben müssen, weil sie nicht genügend Blut bekommen. Wieviele Amputationen durchgeführt werden, weil nicht genügend Blut da ist. Am besten fand ich den Satz, in dem die DRK-Mitarbeiterin verkündete, verprellte Spender würden den Patienten und nicht den Blutspendediensten schaden. Schön für die Blutspendedienste. Schön für Paul-Ehrlich-Inistitut und die Bundesärztekammer. Dumm für die Opfer dieser Bürokraten.

Lisa Rudolph 29.12.2017, 17:51 Uhr
Hallo Katharina,
danke für Deinen Kommentar und dass Du Deine persönliche Geschichte mit uns teilst. Wir sind sehr froh, dass Du nach Deinem Unfall mit überlebenswichtigen Blutpräparaten versorgt werden konntest und auch wir danken den Blutspendern, die das ermöglicht haben!
Ich möchte Dir versichern, dass durch die Umsetzung der neuen Richtlinie zu keinem Zeitpunkt die Versorgung von Kranken und Verletzten gefährdet war. Es tut mir leid, dass die Einführung der Ausweispflicht bei der Blutspende nicht so reibungslos verläuft, wie wir alle das erwartet und gehofft hatten. Sicherlich war es keinesfalls unsere Intention, Spender zu verärgern, indem wir auf die Patienten verweisen, die - wie Du nach Deinem Unfall damals - auf Blutspenden angewiesen sind. Uns ist klar, dass die neue Richtlinie für viele routinierte Blutspender eine Umstellung bedeutet, gleichzeitig sind wir zuversichtlich, dass auch dieser neue Prozess ich einspielen wird und wir gemeinsam mit unserer Gemeinschaft der Lebensretter Gutes tun können!
Viele Grüße, Lisa vom BSD

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Isabella König 06.01.2018, 14:24 Uhr
Sehr geehrte Damen und Herren Wie sieht es mit der Blutspende aus wenn man die Pille nimmt?

Lisa Rudolph 08.01.2018, 10:08 Uhr
Hallo Isabella,
danke für Deinen Kommentar und Dein Engagement für die Blutspende!
Die Einnahme der Anti-Baby-Pille stellt kein Hindernis für die Blutspende dar, Du kannst gerne zur Blutspende kommen.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

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Werner 14.01.2018, 10:59 Uhr
Ich wurde ebenfalls bei der letzten Blutspende abgelehnt, weil ich meinen Personalausweis nicht dabei hatte. (über 70 Spenden). Wir leben hier auf dem Land, wo sich jeder kennt . Meinen Perso habe ich nie dabei, weil ich ich nie brauche und eher die Gefahr besteht, dass ich ihn verliere, als dass ich ihn benötige. Bei mir war es so, dass ich bereits bei der Aufnahme von meiner Bekannten, die mich seit unserer gemeinsamen Schulzeit kennt abgewiesen wurde ( sie hatte keine Wahl). Das kann doch nicht sein! Ihr gebetsmühlenartiger Hinweis auf die neuen Vorgaben halte ich für ein Armutszeugnis. Im Zweifelsfall traue ich der persönlichen Aussage einer jahrzehntelanger Bekanntschaft IMMER mehr als einem ( leicht zu fälschenden) Personalausweis. Hier sollten Sie nachbessern. Ich werde jedenfalls nicht mehr spenden, bis hier auch praktikablere Lösungen gefunden werden. Und das ist durchaus möglich, wenn gewollt.! (z. B. wie früher Bild im Blutspendeausweis, oder "persönlich bekannt") PS: Ihren Textbaustein, dass sie jeine andere Wahl hätten blablabla brauchen Sie hier nicht zu retournieren. Das wird langsam peinlich

Lisa Rudolph 15.01.2018, 15:47 Uhr
Hallo Werner,
danke für Deinen Kommentar und Dein langjähriges und treues Engagement für die Blutspende!

Es tut mir leid, dass Du aufgrund der neuen Richtlinie beim letzten Spendetermin kein Blut spenden konntest. Selbstverständlich kann ich nachvollziehen, dass es eine unschöne Situation ist, wenn Du Dich trotz persönlicher Bekanntheit aufgrund einer gesetzlichen Vorgabe nicht für die gute Sache einsetzen kannst. Dein Feedback bezüglich einer Einschätzung zum qualitativen Unterschied zwischen persönlicher Bekanntheit und fälschbarem Ausweisdokument geben wir über unseren Facharzt zur Transfusionsmedizin an die zuständige Stelle weiter.

Zum Thema Krankenkassen-Karte: Es ist korrekt, dass viele Krankenkassen mittlerweile ein Foto des Versicherten abbilden. Das Foto - diese Erfahrung hast Du sicherlich auch schon persönlich gemacht - wird allerdings ohne vergleichenden Identitätsvergleich von der Versicherung angenommen und aufgedruckt - ein solches Vorgehen wäre für unsere Zwecke nicht ausreichend abgesichert.
Nach interner Rücksprache kann ich mitteilen, dass es - nicht zuletzt aufgrund der neuen Richtlinien - Bestrebungen gibt, den Blutspendeausweis zusätzlich mit einem Lichtbild des Spenders zu versehen. Bei der Ausstellung des Blutspendeausweises müsste dann der Vergleich mit einem amtlichen Ausweisdokument inkl. Lichtbild erfolgen, ein erneutes Vorlegen des amtlichen Ausweisdokuments inkl. Lichtbild wäre dann nicht für jede Spende erforderlich. Bis es soweit ist, können wir leider nur unserer Pflicht nachkommen und uns als Arzneimittelhersteller an die neuen Richtlinien halten, zu denen wir verpflichtet sind.

Was sich in absehbarer Zeit ändern wird ist, dass das Ausweisdokument nur noch einmal statt dreimal vorgezeigt werden muss. Sobald es soweit ist, informieren wir selbstverständlich an dieser und anderer Stelle darüber.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

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Gerhard Schmid 16.01.2018, 12:21 Uhr
Hallo Frau Rudolph, ich habe bisher 88 Blutspenden geleistet und werde dies auch gerne weiter machen. Egal ob mit oder ohne Personalausweis. Ich möchte mich auch gerne mal bei allen Mitarbeiterinnnen und Mitarbeitern des BSD für ihre Arbeit bedanken. Ich wurde immer freundlich und zuvorkommend "bedient". Machen Sie weiter so!!!

Lisa Rudolph 16.01.2018, 13:45 Uhr
Hallo Gerhard,
was soll ich sagen... Habe Deinen schönen Kommentar gerade den Kollegen vorgelesen. Balsam für unsere Seele.
DANKE & weiter so!
Viele Grüße, Lisa vom BSD

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Wolfgang Süß 17.01.2018, 18:10 Uhr
Hallo Fr.Rudolph, wir kommen soeben vom "Versuch" Blut zu spenden aus Weissenstadt zurück, weil wir auch nichts von der Ausweispflicht gewusst haben. Wir haben den gefährlichen winterlichen Weg in Kauf genommen und mussten wieder heim fahren. Wir sind sehr verärgert, nicht über die deutsche Bürokratie die dies wieder eingefürt hat, sondern über die fehlende Information durch den Blutspendedienst. Wenn man umweltbewusst und zeitgemäß die Einladung zur Spende per Mail erhält wird man nicht darüber informiert. Meine Einladung kam am 14.1. mit den Betreff "Auf geht’s zur Blutspende nach den spendefreien Tagen!". Da ist nirgendwo ein Hinweis auf die Ausweispflicht. Dies sollten Sie unbedingt für die weiteren Mail-Einladungen ändern. Lieber ein paar Monate länger informieren als gar nicht.

Lisa Rudolph 17.01.2018, 18:51 Uhr

Hallo Herr Süß,
vielen Dank für Ihren Kommentar und dass Sie und Ihre Frau sich trotz der widrigen Umstände heute zur Blutspende aufgemacht haben! Umso mehr tut es mir leid, dass Sie aufgrund der fehlenden Ausweisdokumente heute kein Blut spenden durften, ich kann verstehen, dass Sie verärgert sind.
Selbstverständlich habe ich umgehend geprüft, ob Sie die E-Mail "Einladung zum Spendetermin", die jeweils acht Tage vor Spendetermin versendet wird, erhalten haben, in der wir ausdrücklich auf die neue Richtlinie hinweisen. Darin heißt es:

Bitte beachten Sie: Bringen Sie zu jedem Blutspendetermin neben Ihrem Blutspendeausweis auch immer einen gültigen Lichtbildausweis im Original mit. Die Richtlinien für die Zulassung zur Blutspende wurden geändert, sodass die Blutspende künftig nur nach Vorlage eines amtlichen Lichtbildausweises möglich ist – auch, wenn Sie bereits einen Blutspendeausweis besitzen.  Alle Informationen dazu unter: www.blutspendedienst.com/blog/personalausweis-reisepass-oder-fuehrerschein-verpflichtend-fuer-blutspende

In unserem Versand-System konnte ich feststellen, dass Sie zwar die "Erinnerung an den Spendetermin", nicht jedoch die "Einladung zum Spendetermin" erhalten haben. Ich bin bereits in Abstimmung mit unserem technischen Partner, um die Ursache zu finden und wenn notwendig zu beheben. Danke, dass Sie uns darauf aufmerksam gemacht haben!
Nun bleibt mir nur zu hoffen, dass Sie uns trotz Ihrer Verstimmung die Treue halten und wir Sie und Ihre Frau beim nächstmöglichen Spendtermin wieder bei uns begrüßen dürfen.
Viele Grüße, Lisa vom BSD


Lisa Rudolph 18.01.2018, 18:18 Uhr
Hallo Herr Süß,
wir konnten heute im Versand-System feststellen, dass Ihnen die Einladung am 09.01.2018 zugestellt wurde. Als ich gestern Abend nachgesehen hatte, hatte ich den Zeitraum ab 10.01.2018 ausgewählt, da war das Mailing dann nicht dabei. Wie wir ebenfalls im Versand-System nachvollziehen können, haben Sie die Einladung gestern, am 17.01.2018 dann auch erstmalig geöffnet.
Schön, dass unsere Systeme reibungslos laufen und Sie nun umfassend informiert sind.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

S. Hubert 06.02.2018, 12:41 Uhr
Hallo Frau Rudolph, ich habe die von Ihnen erwähnte Erinnerungsmail erhalten, aber ohne Hinweis auf die Ausweispflicht, ich kann Herrn Süß da sehr wohl verstehen. Zur Prüfung kann ich Ihnen gerne mein Mail zukommen lassen (bitte teilen Sie mir Ihre Kontaktadresse mit) , vielleicht kann man durch Überarbeitung der Mail den Unmut unterbinden.

Fabienne Dechert - BSD 07.02.2018, 10:36 Uhr
Hallo Frau Hubert, vielen Dank für Ihren Kommentar und Ihre Unterstützung! Gerne können Sie uns die Mail an socialmedia@blutspendedienst.com weiterleiten. Uns ist sehr daran gelegen, dass wir hierzu alle Spender erreichen und werden dies gerne überprüfen. Vielen Dank für Ihre Mithilfe & Beste Grüße, Fabienne vom BSD

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Martin H. 18.01.2018, 09:12 Uhr
Hallo Liebes Team vom BSD, ich fahre im Schnitt ca 20km (einfache Entfernung) zum Blutspenden und "opfere" ca 2-3Std. pro Spende. Ich käme nie auf die Idee mich darüber aufzuregen dass ich den Ausweis o. ä. (ca 3 Sekunden Aufwand) vorzeigen muss. Ich mache das aus Überzeugung und nicht für irgendeinen Blutspendedienst o. Ä. ( Und eine gratis Blutuntersuchung gibt's ja auch noch) Wenn jetzt schon so ein "Geschrei" wegen dem Herzeigen des Ausweises entsteht was wird dann erst los sein wenn - was hier oft gefordert wird- der Blutspendeausweis mit Foto kommt? ....zum Fotografen gehen, biometrisches Fotomachen lassen, (alles auf eigene Kosten!) Identfeststellung usw...... da möchte ich nicht in eurer Haut stecken! Aber Ihr könnt´ das auch von der anderen Seite her sehen... gemäß dem Spruch: Nicht geschimpft ist genug gelobt! denn wenn wie oben erwähnt 7% der bay. Spendeberechtigten auch Spenden, sind das wahrscheinlich ca 450000 Spender! Zieht man die geschätzten 50 Nörgler von oben ab wurdet Ihr ca 449950 gelobt.... und das völlig zu recht! Weiter so , und einen schönen Tag LG Martin

Fabienne Dechert - BSD 18.01.2018, 10:02 Uhr
Hallo lieber Martin, vielen Dank! So ein Kommentar am Morgen motiviert :-) Auch an Dich: Weiter so! Toll, dass Du Dich so für Deine Mitmenschen einsetzst! Herzliche Grüße, Fabienne vom BSD

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Ludwig Wirringa 19.01.2018, 16:05 Uhr
Wenn ich meinen Ausweiss bei der nächsten Spende vorzeigen muss werde ich in Zukunft von einer Spende absehen. Ich sehe keinen Sinn darin , es kann doch egal sein von wem die Spende kommt sie wird ja sowieso Untersucht, außerdem sind es keine Amtspersonen die da sitzen.Bisher habe ich über 100 mal mein Blut gespendet und immer ohne Ausweiss ausgekommen , ich weiß nicht was der Blödsinn soll. Warum wird alles so kompliziert gemacht? Wenn die vom Rotenkreuz mich immer noch nicht kennen dann lernen Sie mich auch nicht mehr kennen! Schönen Gruß sendet Ludwig Wirringa

Lisa Rudolph 23.01.2018, 12:25 Uhr
Guten Tag Herr Wirringa,
danke für Ihr langjähriges und treues Engagement für die Blutspende!

Die Vorlage eines gültigen Lichtbildausweises und dem Blutspendeausweis dient der eindeutigen Identitätsfeststellung und beruht auf einer Änderung der Hämotherapie-Richtlinien und dienen dem Schutz der Blutspendeempfänger.

Nachfolgend ein Auszug aus dieser Richtlinie:

„2.2.4.1Spenderidentität
Anlässlich jeder Spende bzw. jeder spendebezogenen Untersuchung ist die Identität des Spenders ohne die Gefahr einer Verwechslung
festzustellen (gültiges amtliches Personaldokument mit Lichtbild). Name, Vorname, Geburtsdatum, Geschlecht und Adresse des Spenders sind zu erfassen.
Alle Spenderdaten unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht und den Bestimmungen des Datenschutzes“

Mit diesem Vorgehen halten wir uns als Arzneimittelhersteller an die durch die Bundesärztekammer und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) vorgegebenen gesetzlichen Richtlinien. Natürlich ist es nicht in unserem Interesse Sie damit zu verärgern!

Selbstverständlich schätzen und kennen wir Sie als Spender und Lebensretter weiterhin, auch wenn die neue Richtlinie die Vorlage eines amtlichen Ausweisdokuments vorschreibt. Es wäre schade, wenn wir Sie künftig nicht mehr im Kreis unserer Lebensretter wissen könnten.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

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Justin Müller 28.01.2018, 19:54 Uhr
Die eigentliche Frage lautet doch: weshalb ist plötzlich diese Identitätsfeststellung (so dringend) erforderlich? Offenbar geht es doch um eine Nachverfolgbarkeit (und um einen allgemeinen Datenabgleich); Datenschutz hin oder her. Also: welches konkrete Ziel wird mit dieser Nachverfolgbarkeit verfolgt? Welche Nachteile kann dies konkret für den BlutSPENDER haben? Diese Frage(-n) will sicherlich nicht nur ich gerne KONKRET beantwortet haben. Vielen Dank!

Lisa Rudolph 29.01.2018, 15:13 Uhr
Hallo Justin,
die am 26. Juni 2017 hergestellten und am 7. August 2017 von Bundesärztekammer im Einvernehmen mit dem Paul-Ehrlich-Institut veröffentlichten neuen Richtlinien zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten legen fest:

„Anlässlich jeder Spende bzw. jeder spendebezogenen Untersuchung ist die Identität des Spenders ohne die Gefahr einer Verwechslung festzustellen (gültiges amtliches Personaldokument mit Lichtbild). Name, Vorname, Geburtsdatum, Geschlecht und Adresse des Spenders sind zu erfassen. Alle Spenderdaten unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht und den Bestimmungen des Datenschutzes."

Weiterführende Informationen sind über die zuständigen Stellen nicht zu beziehen.
Tatsächliche Nachteile für unsere Blutspender sind nicht festzustellen. Klar, ist das lästig, dass nun ein zweites Dokument notwendig ist. Das wäre aber grundsätzlich kein Problem, wenn da nicht zusätzlich der Eindruck unerwarteter Anonymität entstanden wäre. So ist es nicht. Mit mangelndem Vertrauen hat das nichts zu tun. Wir freuen uns über jede Einzelne und jeden Einzelnen von Ihnen und von Euch! Und auch wenn Helfer / Mitarbeiter / Ärzte um den Ausweis bitten, möchten wir unsere Spender natürlich weiterhin auch persönlich willkommen heißen mit der Wertschätzung empfangen, die ihnen zusteht. Es ist toll, dass wir auf Sie und Euch zählen dürfen!
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Justin 30.01.2018, 19:01 Uhr
Hallo Lisa, vielen Dank für die Antwort. Dennoch! Auch wenn Martin & Co. die Frage nach dem WARUM für lachhaft hält, so ist sie dennoch berechtigt! Daher glaube ich auch, dass die Fraktion der "wir haben doch nichts zu verbergen"-Anhänger schlicht uninformiert und ignorant sind. Warum? Es geht den Leuten doch nicht primär darum, dass sie Ihren Personalausweis mitführen müssen. Wer sich allein darüber aufregen würde ..., nun ja. Problematischer ist da schon, dass ich als Spender mein Blut abgebe, in einer eindeutig personalisiert ent-anonymisierten Weise. Und das DRK kann damit machen was es will, bzw. ich weiß nicht, was damit geschieht. Beispiel: Das DRK könnte mein personalisiertes Blut auf Gendefekte untersuchen, und bei einem Positivbefund die Information an den Kreis der an solchen Informationen interessierten Lebensversicherern und PKVs verkaufen. Und da Deutschland keinen diesbezüglichen Diskriminierungsschutz geregelt hat, könnten diese Versicherungen, und faktisch damit alle (weil diese in einem ständigen Datenaustausch stehen) Versicherungen eine Versicherung verweigern, ja sogar bestehende Versicherungen kündigen. Dies ist nur eines von vielen möglichen Szenarien. Aus diesem und anderen Gründen ist daher die Frage nach dem WARUM dieser Nachverfolgungspflicht durchaus berechtigt. Zudem: wenn ich von einem bestehenden System abweiche, so werde ich den Aufwand nur treiben, wenn mir dies als Initiator nutzt; anderenfalls würde ich als Initiator den Aufwand nicht betreiben. Daher nochmal: Weshalb ist diese (jetzt zweifelsfreie) Personalisierung meines SPENDERbluts nachträglich eingeführt worden?

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Martin Plante 28.01.2018, 21:23 Uhr
Was jammert ihr alle dem DRK die Ohren zu wegen gesetzlichen Verpflichtungen? Ich kenne niemanden der den Ausweis nicht sowieso dabei hat.

Lisa Rudolph 29.01.2018, 15:14 Uhr
Hallo Martin,
Zucker - DANKE!
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Bayer 29.01.2018, 18:12 Uhr
Hallo Martin, spontaner Lachanfall zum Feierabend wegen Ihres gelungenen bodenständigen Kommentars. Gottseidank gibt es auch solche Meinungen. Ich verfolge die Diskussion schon länger und bin erstaunt, wie oft das Thema negativ aufgegriffen wird.

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Justin 30.01.2018, 19:03 Uhr
Hallo Lisa, vielen Dank für die Antwort. Dennoch! Auch wenn Martin & Co. die Frage nach dem WARUM für lachhaft hält, so ist sie dennoch berechtigt! Daher glaube ich auch, dass die Fraktion der "wir haben doch nichts zu verbergen"-Anhänger schlicht uninformiert und ignorant sind. Warum? Es geht den Leuten doch nicht primär darum, dass sie Ihren Personalausweis mitführen müssen. Wer sich allein darüber aufregen würde ..., nun ja. Problematischer ist da schon, dass ich als Spender mein Blut abgebe, in einer eindeutig personalisiert ent-anonymisierten Weise. Und das DRK kann damit machen was es will, bzw. ich weiß nicht, was damit geschieht. Beispiel: Das DRK könnte mein personalisiertes Blut auf Gendefekte untersuchen, und bei einem Positivbefund die Information an den Kreis der an solchen Informationen interessierten Lebensversicherern und PKVs verkaufen. Und da Deutschland keinen diesbezüglichen Diskriminierungsschutz geregelt hat, könnten diese Versicherungen, und faktisch damit alle (weil diese in einem ständigen Datenaustausch stehen) Versicherungen eine Versicherung verweigern, ja sogar bestehende Versicherungen kündigen. Dies ist nur eines von vielen möglichen Szenarien. Aus diesem und anderen Gründen ist daher die Frage nach dem WARUM dieser Nachverfolgungspflicht durchaus berechtigt. Zudem: wenn ich von einem bestehenden System abweiche, so werde ich den Aufwand nur treiben, wenn mir dies als Initiator nutzt; anderenfalls würde ich als Initiator den Aufwand nicht betreiben. Daher nochmal: Weshalb ist diese (jetzt zweifelsfreie) Personalisierung meines SPENDERbluts nachträglich eingeführt worden?

Ihre Antwort

S. Hubert 06.02.2018, 11:36 Uhr
Wie vielen hier, erging es uns ebenso und wir wurden wegen den fehlenden Ausweisen abgelehnt. Nur mit den Unterschied (wir wohnen in einen überschaubaren Ortschaft, sind also auch persönlich bekannt) ging ich schnell heim und holte die Ausweise, so konnten wir spenden. Wenn ich das richtig verstanden habe geht es hier nachzuweisen, dass der, der den Ausweis bringt auch der rechtmäßige Besitzer ist. Es geht hier um Sicherheit des Blutes. Zu Absicherung des Herstellers eines medizinischen Produktes, der sicherlich haftet, falls was nicht stimmt. Um Mißbrauch auszuschließen, wurde auch die Gesundheitkarte mit Lichtbild eingeführt, einen ähnlichen Grund stelle ich mir hierbei vor. Sicher Überspannt und ein bisschen science fiction : es könnte ein Attentat mit einer Krankheit ausgeführt werden , auf die nicht untersucht wird. Wer weiß was es alles gibt. Ich habe mir gespart alle Kommentare und Antworten zu lesen, es kann also sein, dass auch ich zum geführten 1000 mal das gleiche schreibe. Statt die "unnötigen", manchmal auch einfach nur als "Schrott zu bezeichnenden Geschenke", beantrage ich einen neuen Spenderpass mit Lichtbild - damit wäre jedem gedient. Der Ausweispflicht und jeder muss nur an seinen Spenderausweis denken. Ich hoffe es lassen sich nicht so viele von der Ausweispflicht abschrecken und gehen trotzdem zum Blutspenden!

Fabienne Dechert - BSD 08.02.2018, 13:22 Uhr
Hallo Herr Hubert, vielen Dank für Ihren Kommentar und Ihren Einsatz als Blutspender! Ihr Gedanke mit der Gesundheitskarte ist an sich gut und wir haben das bereits intern aufgegriffen. Das Vorgehen der Krankenkasse wäre für unsere Zwecke jedoch nicht ausreichend abgesichert. Das Foto wird von den Krankenkassen - diese Erfahrung haben Sie vielleicht auch schon persönlich gemacht - ohne vergleichenden Identitätsvergleich von der Versicherung angenommen und aufgedruckt.

Es gibt aber, wie gesagt, tatsächlich bereits Bestrebungen, den Blutspendeausweis zusätzlich mit einem Lichtbild des Spenders zu versehen. Bei der Ausstellung des Blutspendeausweises müsste dann der Vergleich mit einem amtlichen Ausweisdokument inkl. Lichtbild erfolgen, ein erneutes Vorlegen des amtlichen Ausweisdokuments inkl. Lichtbild wäre dann nicht für jede Spende erforderlich. Bis es soweit ist, können wir leider nur unserer Pflicht nachkommen und uns als Arzneimittelhersteller an die neuen Richtlinien halten, zu denen wir verpflichtet sind. Viele Grüße, Fabienne vom BSD

Ihre Antwort

Justin 06.02.2018, 15:16 Uhr
Hallo Lisa, vielen Dank für die Antwort. Dennoch! Auch wenn Martin & Co. die Frage nach dem WARUM für lachhaft hält, so ist sie dennoch berechtigt! Daher glaube ich auch, dass die Fraktion der "wir haben doch nichts zu verbergen"-Anhänger schlicht uninformiert und ignorant sind. Warum? Es geht den Leuten doch nicht primär darum, dass sie Ihren Personalausweis mitführen müssen. Wer sich allein darüber aufregen würde ..., nun ja. Problematischer ist da schon, dass ich als Spender mein Blut abgebe, in einer eindeutig personalisiert ent-anonymisierten Weise. Und das DRK kann damit machen was es will, bzw. ich weiß nicht, was damit geschieht. Beispiel: Das DRK könnte mein personalisiertes Blut auf Gendefekte untersuchen, und bei einem Positivbefund die Information an den Kreis der an solchen Informationen interessierten Lebensversicherern und PKVs verkaufen. Und da Deutschland keinen diesbezüglichen Diskriminierungsschutz geregelt hat, könnten diese Versicherungen, und faktisch damit alle (weil diese in einem ständigen Datenaustausch stehen) Versicherungen eine Versicherung verweigern, ja sogar bestehende Versicherungen kündigen. Dies ist nur eines von vielen möglichen Szenarien. Aus diesem und anderen Gründen ist daher die Frage nach dem WARUM dieser Nachverfolgungspflicht durchaus berechtigt. Zudem: wenn ich von einem bestehenden System abweiche, so werde ich den Aufwand nur treiben, wenn mir dies als Initiator nutzt; anderenfalls würde ich als Initiator den Aufwand nicht betreiben. Daher nochmal: Weshalb ist diese (jetzt zweifelsfreie) Personalisierung meines SPENDERbluts nachträglich eingeführt worden? Schließlich wird das SpenderBLUT doch sowieso getestet. Also, warum die PERSONALISIERUNG? Ich finde schon, dass die Frage eine Antwort verdient; ohne die - und so denke sicherlich nicht nur ich allein - ich bis auf weiteres nicht mehr spenden kann und werde. Sorry! Aber da fehlt es an der notwendigen Transparenz und vertrauensbildenden Kommunikation.

Fabienne Dechert - BSD 08.02.2018, 14:03 Uhr
Hallo Justin, ich verstehe Ihren Punkt und habe das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) gebeten zu Deiner Nachricht Stellung zu nehmen. Wir sind hier tatsächlich nur die Umsetzter der vorgegebenen Richtlinien. Ich melde mich wieder, sobald ich eine Rückmledung des PEIs habe. Viele Grüße, Fabienne vom BSD

Sepp (2) 11.02.2018, 23:18 Uhr
@Justin: Grundsätzlich teile ich Deine Bedenken bezüglich des möglichen Missbrauchs sensibler personenbezogener Daten. Aber die angesprochenen kritischen medizinischen Informationen (Blutwerte, Gene, Diagnosen etc.) über mich sind auch in den Arztpraxen und Blutanalyselabors und ggf. auch bei den Krankenkassen gespeichert und könnten durch interne schwarze Schafe oder externe Hacker kompromittiert werden. Ich muss mich jeweils auf Schweigepflicht, Einhaltung der Regelungen des BDSG bzw. EU-DSGVO verlassen. Auch wenn es hier keine absolute Sicherheit gibt habe ich diesbezüglich volles Vertrauen ggü. dem BSD des BRK. @Fabienne: Ich befürchte dass hier vom PEI keine neuen Infos zu erwarten sind. Denn: Wenn man sich mal den guten alten (gelben) Blutspender-Pass des BRK (oder den des ehem. Amtl. BSD der Stadt München) genauer ansieht dann steht da: "Dieser Blutspender-Pass ist nur gültig in Verbindung mit einem gültigen Personalausweis - Reisepass - Führerschein". D.h. für mich, dass die zweifelsfreie Identitätsfeststellung eigentlich schon immer erforderlich gewesen ist. Somit hat das PEI gar keine neue Regelung einführt, sondern nur präzisiert, dass die Überprüfung der amtlichen Ausweise auch TATSÄCHLICH DURCHZUFÜHREN ist! Eine anonyme bzw. pseudonyme Blutspende war meiner Meinung nach noch nie erlaubt. Und das finde ich auch gut so!

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Heinz Wuggazer 10.02.2018, 13:14 Uhr
Ich hab nur die Hälfte aller Beiträge gelesen und bin mir sicher, auch in der 2.Hälfte nix neues zu lesen. Weder von seiten der Spender, noch von Ihrer. Sie berufen sich immer auf die benötigten Spenden und verstecken sich hinter den Vorgaben des PEI. Oder ist von Ihrer Seite der Versuch unternommen worden, diese übereifrigen" Schreibtischarbeiter" auf ihr sinnloses Tun aufmerksam zu machen. Sollte ich wirklich eine frische Infektion haben, frage ich mich, ob diese mit Perso besser erkennbar ist, als ohne? Gruß Heinz

Fabienne Dechert - BSD 14.02.2018, 14:00 Uhr
Hallo Heinz, vielen Dank für Ihren Kommentar und Ihre Bereitschaft, Blut zu spenden! Natürlich hat die Überprüfung der Personalien nichts mit dem Gesundheitszustand eines Spenders zu tun. Die Vorlage eines gültigen Lichtbildausweises ist einfach der ultimative Nachweis, dass man ist wer man ist und somit die Identität, die auf dem Blutspendeausweis abgedruckt ist, einwandfrei belegt werden kann. Viele Grüße, Fabienne vom BSD

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Jürgen Schaack 11.02.2018, 22:55 Uhr
Habe eine Einladung zur Blutspende am 14.02.2018 in Karlstein erhalten. Leider ist darauf nicht vermerkt, dass ich zusätzlich zu meinem Blutspendeausweis meinen Personalausweis mitbringen muss. Warum wird auf dem Blutspendeausweis nicht ein Lichtbild hinterlegt, dann kann jeder Spender, auch ohne Personalausweis indentifiziert werden. Dies würde der gesetzeslage bestimmt genügen.

Fabienne Dechert - BSD 14.02.2018, 13:53 Uhr
Hallo Herr Schaack, vielen Dank für Ihren Kommentar und entschuldigen Sie bitte die späte Rückmeldung! Ich habe den Hinweis zu der Einladung nach Karlstein gerade geprüft und es ist tatsächlich so, dass auf der Einladungskarte, auf die Sie sich wahrscheinlich beziehen, kein Hinweis zum Mitbringen eines Personalausweises aufgenommen wurde - das sollte natürlich nicht sein, daher möchte ich mich bei Ihnen entschuldigen! Generell haben wir den Hinweis jedoch schon seit Frühjahr 2017 in den normalen Einladungsschreiben per Brief kommuniziert - leider ist es uns trotzdem nicht gelungen alle Spender mit dieser Information zu erreichen.

Zum Thema Blutspendeausweis mit Foto: Es gibt tatsächlich bereits Bestrebungen, den Blutspendeausweis zusätzlich mit einem Lichtbild des Spenders zu versehen. Bei der Ausstellung des Blutspendeausweises müsste dann einmalig der Vergleich mit einem amtlichen Ausweisdokument inkl. Lichtbild erfolgen, ein erneutes Vorlegen des amtlichen Ausweisdokuments inkl. Lichtbild wäre dann nicht für jede Spende erforderlich. Bis es soweit ist, können wir leider nur unserer Pflicht nachkommen und uns als Arzneimittelhersteller an die neuen Richtlinien halten, zu denen wir verpflichtet sind. Viele Grüße, Fabienne vom BSD

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Frank 26.02.2018, 13:50 Uhr
Vor Jahren war ich das letzte mal beim Blutspenden, und Schlamper, der ich bin, hab ich meinen Blutspendeausweis so verlegt das ich ihn in diesem Leben nicht mehr finde - mit ein bisschen Glück im nächsten Leben, vielleicht. In wie weit ist dies bei der nächsten Blutspende ein Problem und wie bekomme ich einen neuen?

Lisa Rudolph 26.02.2018, 13:57 Uhr
Hallo Frank,
schön, dass Du wieder einmal zur Blutspende kommst!
Bitte bring einfach ein gültiges amtliches Ausweisdokument inkl. Lichtbild mit zur Blutspende und gib vor Ort Bescheid, dass Dir die entsprechenden Unterlagen für die Einverständniserklärung zur Ausstellung eines neuen bundeseinheitlichen Blutspendeausweises vorgelegt werden.
Wir freuen uns auf Dich!
Viele Grüße, Lisa vom BSD

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Claudia 01.03.2018, 07:34 Uhr
Ist der Ausweis wirklich bundesweit gültig? Also ein in BaWü ausgestellter Ausweis in Bayern lesbar? Ich war vor ein paar Tagen auf der Durchreise in Niedersachsen beim Blutspenden und musste dort tatsächlich als Erstspender registriert werden... Ich hoffe, in Bayern ist das anders?

Lisa Rudolph 06.03.2018, 12:19 Uhr
Hallo Claudia,
trotz des bundeseinheitlichen Blutspendeausweises haben die verschiedenen DRK-Blutspendedienste jeweils eigene Spenderdatenbanken. Aus datenschutzrechtlichen Gründen dürfen diese Daten nicht in einer gemeinsamen Datenbank gespeichert werden. Wenn Du also zum ersten Mal bei einem anderen DRK-Blutspendedienst zur Spende gehst, müssen Deine Daten bzw. muss Deine Kartennummer in der Datenbank hinterlegt werden, du wirst quasi als Erstspender erfasst, erhältst aber keinen zweiten Blutspendeausweis. Bei der nächsten Blutspende kann Dein Ausweis dann ausgelesen werden, die bei einem anderen DRK-Blutspendedienst geleisteten Blutspenden kannst Du Dir selbstverständlich bei Deinem Blutspendedienst anrechnen lassen.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

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Herbert 01.03.2018, 16:31 Uhr
Liebes Blutspende-Team! Lasst mich eine Lanze für Euch brechen. Ich habe mir einige – nein, nicht alle – Kommentare derer durchgelesen, die hier mokieren, dass es nicht sein kann, dass man seinen Ausweis vorzeigen muss und deshalb für Zukunft nicht mehr spenden wollen, von wegen Datenschutz. Kommentare, in denen sich beschwert wird, dass Ihr hier immer das gleiche Argument bringt, warum man den Ausweis vorzeigen muss. Kommentare, in denen die vergebliche weite Anreise zum Spendentermin erwähnt wird, weil man ohne daheimgelassenen Ausweis nicht spenden darf. Und ich verstehe die meisten nicht: Ich gehe aus der Überzeugung, helfen zu wollen, zur Blutspende. Dass jetzt die Identität überprüft wird, war ja nicht Eure Idee, sondern wird gesetzlich vorgegeben. Die hätten wohl gerne, dass Ihr gegen geltendes Recht verstoßt. Mir ist da schon lieber, dass Ihr Euch an alle Gesetze und Vorschriften haltet, die Euch auferlegt werden – zu meiner und Eurer Sicherheit. Ich habe das mit dem Ausweis herzeigen jetzt auch schon ein paarmal mitgemacht, und es tut wirklich nicht weh. Es hat bisher auch keiner den Versuch gemacht, den Ausweis kopieren, fotografieren oder davon was abschreiben zu wollen – einfach nur kurz draufgeschaut, ob das Lichtbild mit mir und der Name mit dem Blutspendeausweis übereinstimmt, das war alles. Wenn wer was dagegen hat, dann drängt sich bei mir der Verdacht auf, dass eine der beiden Übereinstimmungen nicht vorhanden wäre, und genau das gilt es zu verhindern. Eine weite, vergebliche Anreise mit dem Auto? Ohne Führerschein? Gilt nur für Mitfahrer, denn sobald ich fahre, muss der Führerschein mit – und schon kann ich mich wieder ausweisen. Wobei in Deutschland ja eigentlich grundsätzlich Ausweispflicht gilt. Der ist bei mir im Portemonnaie, und ohne Geldbörse, Schlüsselbund und Handy gehe ich nicht außer Haus. Am lächerlichsten finde ich aber das Argument von Werner vom 14.01. diesen Jahres: „Ihr gebetsmühlenartiger Hinweis auf die neuen Vorgaben halte ich für ein Armutszeugnis. Im Zweifelsfall traue ich der persönlichen Aussage einer jahrzehntelanger Bekanntschaft IMMER mehr als einem (leicht zu fälschenden) Personalausweis.“ Ich finde, dass auch auf ein gebetsmühlenartig vorgebrachtes, immer gleiches Argument die fachlich richtige Antwort kommen soll. Wenn diese Antwort dann auch gebetsmühlenartig wirkt, mag es daran liegen, dass sich der Gesetzestext seit dem letzten Mal nicht geändert hat. Ebenso finde ich, dass ein Ausweis NICHT leicht zu fälschen ist, da gehört schon kriminelle Energie dazu. Und ich glaube einem Ausweis mehr, als einer dritten Person, egal wie lange die beiden bekannt sind. Es geht ja auch bei der Polizeikontrolle nicht, dass der Beifahrer sagt: „Ja, das ist schon der“. Oder im Laden beim Alkoholkauf, wenn der zweite sagt: „Ja, der ist schon 18“. DAS ist lächerlich. Ich will hier danke sagen, dass Ihr mir die Möglichkeit gebt, Blut zu spenden und damit anderen zu helfen und dass es Euch nicht gleichgültig ist – mir eben auch nicht. Weiter so!

Lisa Rudolph 06.03.2018, 12:20 Uhr

Hallo Herbert,
danke für Deine wohltuenden und reflektierten Worte. Wie schön, dass für Die die gute Sache im Vordergrund steht!
Wir freuen uns, Dich bald wieder im Kreis unserer Lebensretter begrüßen zu dürfen!
Viele Grüße, Lisa vom BSD


Ihre Antwort

Hans 14.03.2018, 21:18 Uhr
Hallo, alle miteinander, ich möchte nicht jetzt nochmal alle Argumente für und wider aufwärmen. Ich gehe so lange nicht mehr zur Spende, bis ein jahrzehntelanger und bei allen Spendeteam-Mitarbeitern persönlich bekannter Spender auch noch einen Ausweis braucht. Das ist doch ein lächerlicher Vorgang.

Fabienne Dechert - BSD 15.03.2018, 10:56 Uhr
Hallo Hans, das tut uns leid zu lesen, aber Ihre Entscheidung müssen wir natürlich akzeptieren. Mit diesem Vorgehen halten wir uns als Arzneimittelhersteller an die durch die Bundesärztekammer und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) vorgegebenen gesetzlichen Richtlinien. Selbstverständlich schätzen und kennen wir Sie als Spender und Lebensretter weiterhin, auch wenn die neue Richtlinie die Vorlage eines amtlichen Ausweisdokuments vorschreibt. Beste Grüße, Fabienne vom BSD

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Martina 19.03.2018, 14:19 Uhr
Die Aufregung um die neu eingeführte Ausweispflicht beim Blutspenden kann ich schwer nachvollziehen. Zum Einen schockiert es mich, wie viele Leute anscheinend ohne ihren Ausweis aus dem Haus gehen, weil ich selbst den einfach im Geldbeutel dabei habe, zum Anderen bin ich von den aggressiven (und rechtschreibfehlerreichen) Angriffen gegen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Blutspendedienstes entsetzt. An dieser Stelle möchte ich mich den, zum Glück auch vielen, vernünftigen Stimmen anschließen und werde auch künftig gerne mein Blut beim BRK spenden.

Markus Stühler 20.03.2018, 16:51 Uhr
Hallo Martina. Endlich mal ein vernünftiger Kommentar. Ich kann auch nur den Kopf schütteln über soviel menschlichen Schwachsinn. Leider ist das ein Abziehbild unserer Gesellschaft. Also ich werde auch weiterhin Blutspenden, obwohl ich meinen Personalausweis normal nicht dabei habe (da mir mein Geldbeutel schon zweimal gestohlen wurde). Wenn ich zum Blutspenden gehe, nehme ich ihn halt einfach mit und dann gibt es keine Probleme.

Lisa Rudolph 21.03.2018, 18:28 Uhr
Hallo Martina, hallo Markus,
herzlichen Dank für Ihre realistische Einschätzung, Ihre wohltuenden Worte und natürlich auch Ihr Engagement für die Blutspende!
Selbstverständlich nehmen wir die Rückmeldungen unserer Spender ernst - letztlich scheint die neue Richtlinie vielfach als Beweis mangelnden Vertrauens oder sinnloser Bürokratie empfunden zu werden. Wenngleich die Kommentare mitunter heftig formuliert sind, so geht es überwiegend um die gute Sache und darum, unseren Spendewilligen zu ermöglichen, Gutes zu tun.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

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Martin 27.03.2018, 19:43 Uhr
ich komme gerade verärgert vom Versuch mein Blut zu spenden zurück. Der fehlende Personalausweis war der Grund. Nun habe ich alle die Kommntare pro und konta Ausweispflicht durchgelesen. Natürlich ist es kein Problem, den Ausweis mitzunehmen, wenn man es weiß! Aber als mündiger Bürger hätte ich schon ganz gerne eine Erklärung über die Sinnhaftigkeit. Die lapidaren Kommentare, dies sei halt Gesetz finde ich ein bißchen dürftig. Wer Gesetze und Vorschriften macht, ohne sie erklären zu können, braucht sich über Misstrauen nicht zu beschweren. Und ein Grundvertrauen habe ich auch in eine Organisation wie das BRK nicht, obwohl ich nicht nur Blutspender, sondern auch Mitglied bin und durch meine Beiträge die Arbeit des BRK unterstütze. Übrigens: Auf die lächerlichen Geschenke könnte man gerne verzichten!

Fabienne Dechert - BSD 28.03.2018, 11:19 Uhr
Hallo Martin, erstmal vielen Dank für Ihr Engagement als Blutspender! Die Richtlinien für die Blutspende wurden dahingehend von der Bundesärztekammer und dem Paul-Ehrlich-Institut verschärft. Der Personalausweis oder ein anderer Lichtbildausweis ist einfach der ultimative Beweis dafür, dass Sie sind wer Sie sind. Es geht hier keinesfalls um ein grundsätzliches Misstrauen gegenüber den Spendern, sondern um eine höchstmögliche Sicherheit für die Blutprodukte und die Empfänger. Beste Grüße, Fabienne vom BSD

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Bernd Wolf 04.04.2018, 12:22 Uhr
Hallo miteinander, schade, dass solch eine in meinen Augen erträgliche Neuregelung auf derart massive Reaktionen stößt. Blutspenden ist eine gute Sache - auch für die Spender. Etwas zu geben, tut gut - und ich glaube, den meisten SpenderInnen geht es so. Wir müssen uns mit so vielen Regelungen und Datenerhebungen rumschlagen, da kommt es doch hier auch nicht drauf an, künftig seinen Ausweis mitzuführen. Deswegen seine Bereitschaft zu spenden zu verweigern finde ich schade, auch (!) für die Spender. Deshalb appeliere ich für ein Umdenken an die o.g. verärgerten Leute. Liebe Grüße Bernd

Lisa Rudolph 04.04.2018, 12:28 Uhr
Hallo Bernd,
herzlichen Dank für Ihre wohltuenden Worte und natürlich auch Ihr Engagement für die Blutspende!
Es ist schön zu lesen, dass für Sie die gute Sache im Vordergrund steht und dass Sie gerne weiterhin zu uns kommen.
Wir freuen uns, Sie beim nächstmöglichen Spendetermin im Kreis unserer Lebensretter begrüßen zu dürfen!
Viele Grüße, Lisa vom BSD

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Imhof Franz-Josef 11.04.2018, 20:58 Uhr
Hallo, nun hat es mich auch erwischt - wurde wegen fehlendem Perso "nach Hause" geschickt. Leider war ich nun 8 Monate wegen persönlichen, gesundheitlichen Problemen verhindert zu spenden. Nur - in meiner aktuellen Mail-Einladung zur Spende gibt es keinen Hinweis auf die Ausweispflicht (könnte man ja immer machen !!). Nach 75 Spenden, auch persönlich bekannt bei den örtlichen BRK-Helfern half mir nicht mal eine Kopie meines Persos und Führerschein (die ich immer mit mir führe) weiter, um meine Spende abzugeben. Somit erstmal endlos verärgert nach Hause gegangen !! Der deutsche Bürokratismus ist bald nicht mehr zu übertreffen ! Vielleicht sollte der BSD jedem Spender eine Spendenquittung ausstellen, die er bei seiner Steuer absetzen kann !! Na Danke !!

Fabienne Dechert - BSD 19.04.2018, 13:15 Uhr
Hallo Herr Imhof, vielen Dank, dass Sie sich mit Ihrem Anliegen an uns wenden! Ich möchte Ihnen zunächst für Ihr Engagement als Blutspender danken!

Wir weisen seit dem Frühjahr in den Einladungen auf die Änderung zur Vorlage des Personalausweises hin und haben direkt nach der Umsetzung über alle unsere Kanäle informiert. Auch Sie haben im Oktober, November und Januar jeweils eine Einladung mit diesem Hinweis erhalten. Natürlich ist es sehr unglücklich, dass Sie diese Information trotzdem nicht erreicht hat und Sie sich umsonst auf den Weg gemacht haben - entschuldigen Sie bitte! Wir werden den Hinweis zum Personalausweis nun wieder bis auf weiteres in den Einladungen aufnehmen.

Mit dem Vorgehen der Vorlage eines gültigen Ausweisdokuments halten wir uns als Arzneimittelhersteller an die durch die Bundesärztekammer und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) vorgegebenen gesetzlichen Richtlinien. Natürlich ist es nicht in unserem Interesse Sie damit zu verärgern! Daher hoffen wir sehr, dass wir Sie trotz der Unannehmlichkeiten beim nächsten Blutspendetermin wieder begrüßen dürfen! Viele Grüße, Fabienne vom BSD

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H.R. 13.04.2018, 16:56 Uhr
als langjähriger Spender wurde ich heute von der Blutspende ausgeschlossen, da ich mich "lediglich" mit meinem Dienstausweis ausweisen konnte. Bei diesem Ausweis handelt es sich um einen Ausweis eine Bayerischen Behörde der mit Foto, Namen, Siegel usw. versehen ist und auf dem ich eindeutig zu identifizieren bin. Eine Blutspende ist mit diesem Dienstausweis nicht möglich, da es sich nicht um einen Führerschein oder P-Ausweis handelt. Was bedeutet, dass ich mit meinem 30 Jahre alte Führerschein, mit dem ich mit Sicherheit nicht klar zu identifizieren bin, Blut spenden kann, mit meinem Dienstausweis jedoch nicht. Kurzum: Mir fehlt jedes Verständnis, das das DRK, als eine bis in den letzten Winkel der deutschen Politik vernetzte Organisation, so einer schwachsinnigen Regelung zustimmt. Da ich so einen Schwachsinn nicht unterstürze und ich auch keine Lust habe mich von unfreundlichen BRK Mitarbeitern nach Hause schicken zu lassen, wird das BRK künftig auf meine Blutspende verzichten müssen.

Christa 18.04.2018, 11:07 Uhr
@Blutspendeteam Ich arbeite selber in einer Behörde und habe ebenfalls einen Dienstausweis (meiner ist allerdings ohne Foto). Es wird ja laut Richtlinien ein "gültiges amtliches Personaldokument mit Lichtbild" verlangt. Auf dem Dienstausweis befindet sich ja ein offizielles Siegel der ausstellenden Behörde. Ich stimme H. R. insoweit zu, dass der 30 Jahre alte Führerschein mit entsprechendem Foto schlechter zur Identifizierung dient als ein neu ausgestellter Dienstausweis mit Foto. Wäre es nicht möglich, den Mitarbeitern vor Ort eine Hilfe an die Hand zu geben, dass auch solche Ausweisdokumente akzeptiert werden können? @H. R. Vielleicht können Sie sich ja doch wieder zum Spenden aufraffen.

Fabienne Dechert - BSD 19.04.2018, 13:02 Uhr
Hallo H.R., vielen Dank für Ihren Kommentar! Ich habe Ihnen ja auch bereits auf Ihre E-Mail geantwortet, möchte das aber auch an dieser Stelle noch einmal tun.

Zunächst möchte mich dafür entschuldigen, dass Sie mit Ihrem Dienstausweis nicht zur Blutspende zugelassen wurden. Der von Ihnen genannte Ausweis gehört zu den Dokumenten, die laut Richtliniengeber als Identitätsnachweis gültig sind. Leider waren unsere Mitarbeiter vor Ort offensichtlich nicht ausreichend informiert - das werden wir selbstverständlich umgehend nachholen und die Kollegen gezielt darauf ansprechen.

Es ist toll, dass Sie sich mit Ihren Blutspenden so für Ihre Mitmenschen einsetzen. Ihre Leistung als Blutspender ist keine Selbstverständlichkeit und dafür möchten wir Ihnen danken!Wir hoffen sehr, dass Sie der Blutspende doch nochmal eine Chance geben und wir Sie bei einem der nächsten Blutspendetermine begrüßen dürfen! Beste Grüße, Fabienne vom BSD

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Heimendahl Peter 23.04.2018, 20:29 Uhr
Hallo zusammen, wie bei den meisten Fällen hatte auch ich meinen Personalausweis, der in meinen Geldbeute ist, zu Hause vergessen. Was ich aber nicht verstehen kann ist, meine Frau war mit dabei sie konnte einen gültigen Ausweis vorlegen und bestätigen, dass ich derjenige auf dem Blutspendeausweis bin. Ihr Team schaut sich doch nur das Bild an und vergleicht es mit der Person die vor ihr sitzt, es werden keine Personalnummern oder andere Angaben irgendwo notiert. Hier muss ich mich Hrn. Imhof anschließen, man ist natürlich verärgert und "der deutsche Bürokratismus ist bald nicht mehr zu übertreffen!“. Das schlimme ist, ihr braucht unser Blut!!!! Ich möcht mich natürlich noch bei allen Helfern ehrenamtlich oder Hauptberuflich für ihr Arrangement bedanken, denn das sind die Leute ohne die Garnichts geht. Vielen Dank trotzdem auch wenn ich oben etwas Dampf abgelassen habe.

Fabienne Dechert - BSD 26.04.2018, 10:59 Uhr
Hallo Herr Heimendahl, auch bei Ihnen möchten wir uns natürlich enschuldigen, dass Sie sich in diesem Fall umsonst auf den Weg zur Blutspende gemacht haben! Die Einführung der Vorlage eines gültigen Ausweisdokuments im Original dient der eindeutigen Identitätsfeststellung und keinesfalls einer weiteren Datenerhebung, daher wird hier auch nichts weiter notiert.
Mit dem Vorgehen der Vorlage eines gültigen Ausweisdokuments halten wir uns als Arzneimittelhersteller an die durch die Bundesärztekammer und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) vorgegebenen gesetzlichen Richtlinien. Sie können versichert sein, dass es nicht in unserem Interesse liegt, den Prozess der Blutspende unseren Spendern zu erschwerden und sie dadurch im schlimmsten Fall gar als Blutspender zu verlieren! Daher hoffen wir sehr, dass Sie der Blutspende trotzdem treu bleiben! Beste Grüße, Fabienne vom BSD

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Franziska Zutter 29.04.2018, 16:07 Uhr
Hy wollte mal fragen wie läuft eine Blutspende ab.möchte gerne blutspenden

Lisa Rudolph 30.04.2018, 13:51 Uhr

Hallo Franziska,
schön, dass Du zur Blutspende kommen willst!
Wie eine Blutspende abläuft, kannst Du hier im Detail nachlesen: https://www.blutspendedienst.com/blutspende/spendeinfos/ablauf-einer-blutspende.
Termine findest Du hier: www.blutspendedienst.com/termine, einfach Personalausweis oder Führerschein mitnehmen und schon kann's losgehen.
Wir freuen uns auf Dich!
Viele Grüße, Lisa vom BSD


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Anna Liebau 15.05.2018, 19:48 Uhr
Hallo, eine kurze Frage aus Interesse: Die Einführung der neuen Spendeausweise mit dem RFID-Chip hatte sich ja ziemlich verzögert, zumindest in einigen Regionen. Gibts die jetzt mittlerweile überall?

Lisa Rudolph 16.05.2018, 09:02 Uhr
Hallo Anna,

vielen Dank für Deinen Kommentar und Dein Engagement für die Blutspende!

Den neuen Blutspendeausweis mit RFID-Chip gibt es mittlerweile bei allen DRK-Blutspendediensten außer beim DRK-Blutspendedienst NSTOB.

Trotz des bundeseinheitlichen Blutspendeausweises haben die verschiedenen DRK-Blutspendedienste jeweils eigene Spenderdatenbanken. Aus datenschutzrechtlichen Gründen dürfen diese Daten nicht in einer gemeinsamen Datenbank gespeichert werden. Wenn Du also zum ersten Mal bei einem anderen DRK-Blutspendedienst zur Spende gehst, müssen Deine Daten bzw. muss Deine Kartennummer in der Datenbank hinterlegt werden. Bei der nächsten Blutspende kann Dein Ausweis dann ausgelesen werden.

Mit dem bundeseinheitlichen Blutspendeausweis kannst Du als bei (fast) allen DRK-Blutspendediensten Blut spenden!

Die Spende bei einem anderen DRK-Blutspendedienst wird selbstverständlich angerechnet. Bitte weise die Kollegen vor Ort darauf hin, dass ein entsprechender Vermerk auf Ihrem Fragebogen gemacht wird.

Wir freuen uns, Dich beim nächstmöglichen Spendetermin wieder begrüßen zu dürfen!

Viele Grüße, Lisa vom BSD

Anna Liebau 16.05.2018, 18:18 Uhr
Okay, also überall außer "bei mir", das war ja wieder klar ;) Na ja, hoffentlich schafft NSTOB es auch bald, ich möchte auch so einen! Danke für die Antwort und schöne Grüße.

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Denis 30.08.2018, 16:35 Uhr
Also ich muss schon sagen, die Deutschen können egal um was es geht nur Meckern. Wie kann man sich denn so fürchterlich über die Tatsache aufregen, das man seinen Ausweis dabei haben muss. Im Idealfall hat man den Blutspendeausweis im Geldbeutel für Notfälle und da sollte man ja auch seinen Personalausweis haben. Von daher habe ich doch eh immer alles dabei. Also hört auf zu jammern, und geht Spenden!!!!!

Lisa Rudolph 24.09.2018, 09:24 Uhr
Hallo Denis,
danke für Deine guten Worte und Deinen Appell!
Viele Grüße, Lisa vom BSD

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Ulrich 30.08.2018, 18:13 Uhr
Nachdem ich recht viele der obenstehenden Kommentare gelesen habe und mich auch selbst darüber ärgere, dass ich den Perso sogar zweimal zeigen muss, verstehe ich nicht, warum der DRK hier nicht eindeutig kunderfreunlicher reagiert. Jedes einfache Schwimmbad erzeugt heutzutage innerhalb von 10 min. eine Ausweiskarte mit Lichtbild. Warum werden also nicht Spenderausweiskarten mit Lichtbild ausgegeben? Ein Foto adhoc dafür zu erzeugen, ist heute ultra-einfach. Dann wäre die Lichtbild-Identifzierung mit dem Spenderausweis erledigt und der Perso wird nur noch beim Erstspenden benötigt. Wo ist also das Problem? Bitte das jetzt endlich als Verbesserungsvorschlag aufnehmen und den Spenderausweise auf Lichtbild ankündigen. Danke...

Lisa Rudolph 24.09.2018, 09:26 Uhr
Hallo Ulrich,
es ist korrekt, dass beispielsweise Krankenkassen mittlerweile ein Foto des Versicherten abbilden. Das Foto - diese Erfahrung hast Du sicherlich auch schon persönlich gemacht - wird allerdings ohne vergleichenden Identitätsvergleich von der Versicherung angenommen und aufgedruckt - ein solches Vorgehen wäre für unsere Zwecke nicht ausreichend abgesichert.
Nach interner Rücksprache kann ich mitteilen, dass es - nicht zuletzt aufgrund der neuen Richtlinien - Bestrebungen gibt, den Blutspendeausweis zusätzlich mit einem Lichtbild des Spenders zu versehen. Bei der Ausstellung des Blutspendeausweises müsste dann der Vergleich mit einem amtlichen Ausweisdokument inkl. Lichtbild erfolgen, ein erneutes Vorlegen des amtlichen Ausweisdokuments inkl. Lichtbild wäre dann nicht für jede Spende erforderlich. Bis es soweit ist, können wir leider nur unserer Pflicht nachkommen und uns als Arzneimittelhersteller an die neuen Richtlinien halten, zu denen wir verpflichtet sind.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

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Dr. Martinez 22.09.2018, 18:36 Uhr
Überflüßiger Kontrollwahn auf Gesundheitskosten

Lisa Rudolph 24.09.2018, 09:27 Uhr
Hallo Dr. Martinez,
zur Einhaltung der Richtlinien sind wir als Arzneimittelhersteller verpflichtet.
Wir hoffen, dass Dich die Tatsache, dass Du nun Deinen Personalausweis (Reisepass oder Führerschein) bei der Blutspende dabei haben musst, nicht davon abhält, weiterhin zur Spende zu kommen.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

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nochmal ich 22.09.2018, 18:43 Uhr
Werden Blutspender bei transfusionen bevorzugt behandelt? Dann macht das natürlich einen Sinn.

Lisa Rudolph 24.09.2018, 09:34 Uhr
Hallo nochmal ich,
jeder Kranke und Verletzte erhält die benötigte Bluttransfusion, unabhängig davon, ob er bereits Blut gespendet hat oder nicht.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

nochmallich 24.09.2018, 13:57 Uhr
Welchen Status besitzen die Ausländerausweise der BRD nach den Richtlinien der Arzneimittelhersteller beim spenden von Blut? https://de.wikipedia.org/wiki/Ausl%C3%A4nderausweis

Lisa Rudolph 10.10.2018, 14:06 Uhr
Hallo nochmallich,
die Ausländerausweise werden von Behörden der Schweiz ausgestellt für dauerhaft oder vorübergehend in der Schweiz lebende Ausländer. Da es sich dabei folglich um ein Dokument der Bundesbehörde der Schweizerischen Eidgenossenschaft handelt, hat dies bei einer Blutspende beim Blutspendedienst des BRK keine Gültigkeit. Alle dauerhaft oder vorübergehend in der Schweiz lebende Ausländer haben ja noch ein amtliches Ausweisdokument des Herkunftslandes, was dann vorgelegt werden kann.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

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