Personalausweis, Reisepass oder Führerschein verpflichtend für Blutspende

Ein Beitrag von Lisa Rudolph vom 03.11.2017
Linker Linker

Aufgepasst, liebe Blutspender! Die Richtlinien der Bundesärztekammer zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten wurden überarbeitet.

Die Blutspende ist künftig nur noch nach Vorlage des Blutspendeausweises und eines amtlichen Lichtbildausweises (Personalausweis, Reisepass oder Führerschein) möglich.
Dabei muss der amtliche Lichtbildausweis im Original vorgelegt werden – ein Foto, eine Kopie oder Scan auf dem Smartphone reicht leider nicht aus.

Der Führerschein ist zwar kein amtliches Dokument, dient aber der amtlichen Identitätsfeststellung und reicht damit aus. Sozialversicherungsausweis, Krankenversicherungskarte, Firmenausweis, Schüler- oder Studentenausweise hingegen dürfen nicht akzeptiert werden.

Bitte bringen Sie künftig Blutspendeausweis UND amtlichen Lichtbildausweis mit zur Blutspende! Erstspender sind von der Verpflichtung, einen Blutspendeausweis vorzulegen, selbstverständlich ausgenommen, der Blutspendeausweis wird nach der ersten Spende automatisch per Post zugestellt.

Wir freuen uns auf Sie!

Perfect file

Lisa Rudolph

Marketing & Kommunikation

Seit 2015 beim BSD. Macht am liebsten Marketing für eine richtig gute Sache und bloggt hier GEGEN GLEICHGÜLTIGKEIT!

Kommentare

Franz Hutzler 30.08.2017, 12:59 Uhr
Betrifft Blutspenden. Dürfen wir die Hinweise zum Blutspenden aus Facebook übernehmen für unsre Orstzeitung? VG Hutzler

Lisa Rudolph 30.08.2017, 13:41 Uhr
Hallo Franz,
sehr gerne - wir freuen uns, wenn Sie die Information zur neuen Richtlinie auch über Ihre Kanäle verbreiten.
Danke & viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

Mantel 30.08.2017, 16:21 Uhr
Wo bekomme ich den Blutspendenausweis

Lisa Rudolph 30.08.2017, 16:48 Uhr
Hallo Mantel,
meinst Du den bundeseinheitlichen Blutspendeausweis im Scheckkartenformat? Den bekommst Du bei Deiner nächsten Blutspende - bitte gib den Kollegen vor Ort Bescheid, dass Du einen bundeseinheitlichen Blutspendeausweis im Scheckkartenformat möchtest, sie geben Dir dann die entsprechende Einverständniserklärung zum Unterschreiben.
Die Blutspende ist aber weiterhin auch mit dem alten gelben Blutspendeausweis möglich.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

Mantel -Gierke Berthold 30.08.2017, 16:24 Uhr
Wo bekomme ich den Blutspenden ausweis

Lisa Rudolph 30.08.2017, 16:48 Uhr
Hallo Mantel,
meinst Du den bundeseinheitlichen Blutspendeausweis im Scheckkartenformat? Den bekommst Du bei Deiner nächsten Blutspende - bitte gib den Kollegen vor Ort Bescheid, dass Du einen bundeseinheitlichen Blutspendeausweis im Scheckkartenformat möchtest, sie geben Dir dann die entsprechende Einverständniserklärung zum Unterschreiben.
Die Blutspende ist aber weiterhin auch mit dem alten gelben Blutspendeausweis möglich.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

Dirk K. 30.08.2017, 17:29 Uhr
kommt irgendwann ein blutspendeausweis mit bild? wäre sehr vorteilhaft um einen missbrauch zu vermeiden.

Lisa Rudolph 31.08.2017, 08:56 Uhr
Hallo Dirk,
stimmt! Soweit wir informiert sind, ist das bisher nicht geplant. Sobald es einen neuen Blutspendeausweis gibt, informieren wir Euch natürlich!
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

Simon 12.10.2017, 02:45 Uhr
Welchen Sinn hat die Personalausweispflicht ? Ich hätte ja Verständnis, wenn dies einmalig zur Registrierung erforderlich ist. Es wird oft argumentiert mit, Dient dem Schutz von Spender und Empfänger ... wie soll sich das darstellen ? Der Name sagt nichts darüber aus, ob die Spende mit Krankheiten "versucht" ist oder nicht. Man jammert, dass es nicht genug Spender gibt, aber erschwert gleichzeitig die Spende. Was glauben Sie wie viele Leute noch einmal zur Spende erscheinen, wenn diese den Ausweis nicht mit dabei haben ... die wenigsten werden am gleichen Tag noch einmal erscheinen. Leider war der Blutspendedienst auch nicht so schlau VORHER darüber zu informieren - z.B. in der Erinnerungsmail zu den nächsten Terminen. Nicht jeder durchsucht vor dem Blutspende-Termin Seiten wie diese oder hat überhaupt Internetzugang. Es wird daher nicht jeder den Ausweis dabei gehabt haben und dementsprechend mager wird die Spende wohl ausfallen. Kostet ja nur Menschenleben ...

Fabienne Dechert - BSD 12.10.2017, 12:51 Uhr

Hallo Simon, vielen Dank für Ihren Kommentar! Wir weisen seit dem Frühjahr in den Einladungen auf eine anstehende Änderung zur Vorlage des Personalausweises hin und haben direkt nach der Umsetzung über alle unsere Kanäle informiert. Natürlich ist es unglücklich, dass diese Information trotzdem nicht alle erreicht hat.

Die Vorlage eines gültigen Lichtbildausweises und dem Blutspendeausweis dient der eindeutigen Identitätsfeststellung und beruht auf einer Änderung der Hämotherapie-Richtlinien und dienen dem Schutz der Blutspendeempfänger.

Nachfolgend ein Auszug aus dieser Richtlinie:

„2.2.4.1Spenderidentität
Anlässlich jeder Spende bzw. jeder spendebezogenen Untersuchung ist die Identität des Spenders ohne die Gefahr einer Verwechslung
festzustellen (gültiges amtliches Personaldokument mit Lichtbild). Name, Vorname, Geburtsdatum, Geschlecht und Adresse des Spenders sind zu erfassen.
Alle Spenderdaten unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht und den Bestimmungen des Datenschutzes“

Mit diesem Vorgehen halten wir uns als Arzneimittelhersteller an die durch die Bundesärztekammer und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) vorgegebenen gesetzlichen Richtlinien. Natürlich ist es nicht in unserem Interesse Sie damit zu verärgern!

Wir hoffen, Ihnen mit unserer Nachricht, das Vorgehen verständlich gemacht zu haben und dass, Sie der Blutspende trotzdem treu bleiben. Denn am Ende stehen die Blutspendeempfänger, die nicht nur auf Menschen, die Blut spenden, angewiesen sind, sondern auch auf die Sicherheit der Blutprodukte. Beste Grüße, Fabienne vom BSD


Simon 12.10.2017, 17:28 Uhr
Das dahinter irgendwelche Vorschriften / Gesetze stecken, ist wohl jedem klar. Mir ging es um die Sinnhaftigkeit, was soll das bringen - wovor soll das schützen ? Das Blut eines jeden, ob namentlich bekannt oder nicht, muss deshalb trotzdem auf Krankheiten geprüft werden. Man erreicht dann nur, sollte z.B. bei jemandem HIV oder sonstiges ggf. nur vorübergehendes festgestellt werden, dass aufgrund des Namens dies dann 100 Leute wissen, die das dann rumtraschen - auch wenn Sie das offiziell nicht dürfen. Das muss auch nicht bewusst sein, sondern weil einfach zu laut geredet wird und die Leute drum herum alles hören können. Es steht ja dann alles dem Namen zugeordnet im System und man ist der gläserne Spender. Den Empfänger interessiert das nicht, wer der Name des Spenders ist und den erfährt er sowieso nicht. Wie gesagt, nur weil man weiß wer das Blut spendet - Name bekannt - schützt es deswegen vor rein gar nichts - das Blut kann sauber sein oder verseucht. Deshalb bringt es weder dem Spender noch dem Empfänger etwas. Es ist reine Datensammlung und Bürokratie.

Fabienne Dechert - BSD 16.10.2017, 11:45 Uhr
Hallo Simon, es werden keine zusätzlichen Daten durch die neue Richtlinie gesammelt. Es geht lediglich um eine eindeutige Identitätsfeststellung. Diese Richtlinien, die durch die Bundesärztekammer und das Paul-Ehrlich-Institut aufgestellt werden, sind für den Blutspendedienst bindend. Wir haben hier keinerlei Handlungsspielraum. Beste Grüße, Fabienne vom BSD

Ihre Antwort

Lena 17.10.2017, 10:38 Uhr
Sinn hin oder her, über solche Änderungen sollte viel besser informiert werden. Ich persönlich lese die Blutspendetermine immer aus meiner Lokalzeitung und hier war folgendes geschrieben: "Spender sollen Ihren Blutspendepass oder zumindest einen Lichtbildausweis (...) mitbringen.“ – Ausgabe der Donau-Post vom 16.10.2017 – Ich bin daraufhin mit gutem Gewissen, nur mit meinen Blutspendeausweis, zum Blutspenden und kann mir dann in einen unfreundlichen Ton mitteilen lassen, dass auf diese Änderung hingewiesen wurde und ich doch nach Hause fahren und mir meinen Ausweis holen soll. Als regelmäßiger Spender ärgern mich solche Aussagen sehr, immerhin passiert hier alles auf ehrenamtlicher Basis. Viele „opfern“ ihre Freizeit um Gutes zu tun. Es kann schließlich nicht im Interesse des BRK sein, wenn freiwillige Spender vor Ort wegen fehlender Papiere abgewiesen werden, weil die Informationswege nicht ausgeschöpft wurden. Auch ich habe den erneuten Weg nicht mehr auf mich genommen. Immerhin ist es Ihnen über die verschiedensten Medien auch möglich auf die Knappheit der Blutkonserven in ganz Deutschland hinzuweisen, dies erfolgte sogar im Artikel. Aber solch wichtige Informationen zur Änderung der gesetzlichen Richtlinien werden hier nicht einmal erwähnt (siehe oben).

Lisa Rudolph 18.10.2017, 14:11 Uhr

Hallo Lena,
danke für Deinen Beitrag und Deine Bereitschaft, Blut zu spenden!
Es tut mir leid, dass Du aufgrund des fehlenden Lichtbildausweises beim letzten Mal kein Blut spenden durftest - umso mehr, weil Dir das nicht in einem angemessenen Ton mitgeteilt wurde. Dafür möchte ich mich entschuldigen.
Selbstverständlich nutzen wir sämtliche Kommunikationskanäle, um über diese Änderung zu informieren. Auf unseren eigenen Kanälen können wir Art und Umfang der Information natürlich beeinflussen, ob und in welcher Ausdrücklichkeit Medien unsere Informationen aufgreifen, können wir leider nur begrenzt steuern. Ich werde meine Kollegin aus dem Presse-Team bitten, gezielt bei der Donau-Post auf die geänderten Richtlinien hinzuweisen.
Viele Grüße, Lisa vom BSD


Ihre Antwort

Rosemarie Köppel 18.10.2017, 20:40 Uhr
Ich war heute mit meiner Schwester und meiner Tochter zum Blutspenden in Spalt. Wir sind alle "Wiederholungstäter" und hatten zum Teil unseren Ausweis nicht dabei, da wir bei früheren Spenden gesagt bekamen, dass der neue Ausweis alleine gilt und der Personalausweis nicht nötig ist. Diesesmal hatten wir keine postalische Einladung bekommen, die andere extra darauf hingewiesen hat, den Personalausweis mitzubringen. Auch in unserem Amtsblatt wurde nur auf die Spende aufmerksam gemacht, aber nicht auf diese "neu" einführte Ausweispflicht. Dies war anscheinend auch der hiesigen BRK-Stelle nicht bekannt. Wir sind ein kleines Dorf mit immer den gleichen Blutspendern, die mehr oder weniger alle sich gegenzeitig kennen. Da wirkt es schon verwunderlich, wenn man von diesen abgelehnt wird. Sogar bei allen Wahlen in der Politik kann man wählen, wenn man "persönlich bekannt" ist. Irgendwie ist dies in meinen Augen mehr Schikane denn ein Sicherheitsaspekt. Ich werde weiterhin Blut spenden, aber einige, die heute wieder nach Hause geschickt wurden, werden dies nicht mehr tun. Die Veröffentlichung der neuen Regelung hätte besser gemacht werden müssen. Rundfunksender haben auf nötige Blutkonserven hingewiesen, hier wäre der richtige Weg gewesen, auf die Neuerung hinzuweisen. Die freiwilligen Spender fühlen sich mit dieser Einführung ohne Kompromisse und einer "einmaligen" Ausnahme vor den Kopf gestoßen. Manche werden ausbleiben, ob das im Sinne des Erfinders ist bleibt dahingestellt.

Fabienne Dechert - BSD 19.10.2017, 09:17 Uhr
Guten Morgen Frau Köppel, erstmal herzlichen Dank, dass Sie sich so für die Blutspende und damit für Ihre Mitmenschen einsetzten! Ihren Unmut darüber können wir verstehen und Sie können sich sicherlich vorstellen, dass es nicht in unserem Interesse ist, dass wir durch die neue Regelung Spender verärgern oder gar verlieren.
Mit diesem Vorgehen halten wir uns jedoch als Arzneimittelhersteller an die durch die Bundesärztekammer und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) vorgegebenen gesetzlichen Richtlinien, die dem Schutz der Blutspendeempfänger dienen.

Selbstverständlich haben wir versucht die Information so breit wie möglich zu streuen, so weisen wir z.B. seit dem Frühjahr auf die anstehende Änderung mit dem Personalausweis hin. Auf unseren eigenen Kanälen können wir Art und Umfang der Information natürlich beeinflussen, ob und in welcher Ausdrücklichkeit Medien unsere Informationen aufgreifen, können wir leider nur begrenzt steuern. Gerade in Bezug auf die Presse werden wir die Redaktionen aber nun nochmal mehr auf die Wichtigkeit dieses Punktes hinweisen. Ich hoffe, dass Sie der Blutspende trotzdem treu bleiben. Denn am Ende stehen die Blutspendeempfänger, die nicht nur auf Menschen, die Blut spenden, angewiesen sind, sondern auch auf die Sicherheit der Blutprodukte. Beste Grüße, Fabienne vom BSD

Johann Eckert 22.10.2017, 14:11 Uhr
Ausweis Kontrolle versteh ich ja noch. Aber wer hat sich den Schwachsinn ausgedacht den Ausweis gleich dreimal vorlegen zu müssen. Überleg mir auch ob ich mir das nochmal antun muß. So kann man die treuen Spender auch dazu bringen nicht mehr zu kommen.

Lisa Rudolph 25.10.2017, 09:55 Uhr
Hallo Herr Eckert,
die durch die Bundesärztekammer und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) vorgegebenen Richtlinien zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten wurden überarbeitet. Diese gesetzlichen Vorgaben sind für alle Blutspendedienste in Deutschland bindend.

Nachfolgend ein Auszug aus dieser Richtlinie:

„2.2.4.1Spenderidentität
Anlässlich jeder Spende bzw. jeder spendebezogenen Untersuchung ist die Identität des Spenders ohne die Gefahr einer Verwechslung festzustellen (gültiges amtliches Personaldokument mit Lichtbild). Name, Vorname, Geburtsdatum, Geschlecht und Adresse des Spenders sind zu erfassen.
Alle Spenderdaten unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht und den Bestimmungen des Datenschutzes“

Mit diesem Vorgehen halten wir uns als Arzneimittelhersteller an die durch die Bundesärztekammer und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) vorgegebenen gesetzlichen Richtlinien.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Hofer 27.10.2017, 07:37 Uhr
Wenn der Blutspendeausweiß nicht ausreicht warum wird er dann erstellt? Die Spender wollen helfen und haben weniger Sinn für euch Bürokraten und Wichtigtuer! Wie aus allen Kommentaren ersichtlich ist geht das zu weit . Soll ich als nächstes den Notar mitbringen? Für mich ist das jetzt zu lästig, keine Spenden mehr!

Ihre Antwort

Wolfgang 21.10.2017, 08:28 Uhr
Hallo, mich würde interessieren, was der Personalausweis mit der Sicherheit der Blutspender zu tun hat. Seit Jahren spende ich jetzt Blut, die Bürokratie im Vorfeld hat immer mehr zugenommen. Bis zu einem gewissen Punkt kann man die empfundenen Schikanen schon mitmachen - aber man sollte es nicht überreizen! Die Ausstellung des Blutspendepasses wurde mit meiner Ansicht nach genügend Sicherheitsaspekten abgesichert, so dass es nicht noch überbordender werden muss. Man kann es auch übertreiben!

Fabienne Dechert - BSD 23.10.2017, 11:06 Uhr
Hallo Wolfgang, erstmal vielen Dank für Ihren Einsatz als Blutspender!
Die Vorlage eines gültigen Lichtbildausweises und dem Blutspendeausweis dient der eindeutigen Identitätsfeststellung und beruht auf einer Änderung der Hämotherapie-Richtlinien und dienen dem Schutz der Blutspendeempfänger.  

Nachfolgend ein Auszug aus dieser Richtlinie:
„2.2.4.1Spenderidentität

Anlässlich jeder Spende bzw. jeder spendebezogenen Untersuchung ist die Identität des Spenders ohne die Gefahr einer Verwechslung
festzustellen (gültiges amtliches Personaldokument mit Lichtbild). Name, Vorname, Geburtsdatum, Geschlecht und Adresse des Spenders sind zu erfassen.
Alle Spenderdaten unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht und den Bestimmungen des Datenschutzes“

Mit diesem Vorgehen halten wir uns als Arzneimittelhersteller an die durch die Bundesärztekammer und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) vorgegebenen gesetzlichen Richtlinien. Natürlich ist es nicht in unserem Interesse Sie und andere Spender damit zu verärgern! 

Viele Grüße, Fabienne vom BSD

Georg 17.11.2017, 20:51 Uhr
Bürokratie! Ich Spende nicht mehr

Ihre Antwort

Hilde 23.10.2017, 15:06 Uhr
Auch ich war sehr überrascht, dass bei meiner letzten Spende am 1.9.2017 (die 99.!) der Personalausweis verlangt wurde. Gott sei Dank hatte ich den dabei, war aber Zufall, denn eigentlich lasse ich meist diesen im Geldbeutel und der bleibt daheim in der anderen Handtasche. (Brauche ja kein Geld bei der Blutspende.) Es wäre wirklich sehr hilfreich, wenn auf der Einladung in der nächsten Zeit - ob brieflich oder online - darauf hingewiesen würde, dass ein Ausweispapier ab sofort verlangt wird. Viele Spender kommen ja nur unregelmäßig und sind nicht akutell informiert. Besten Dank für das Verständnis.

Lisa Rudolph 24.10.2017, 16:58 Uhr

Hallo Hilde,
vielen Dank für Ihr Engagement für die Blutspende und Ihr Feedback!
Super, dass Sie Ihren Geldbeutel mit dabei hatten und Blut spenden durften.

Selbstverständlich nutzen wir sämtliche Kommunikationskanäle, um über diese Änderung zu informieren. Auf unseren eigenen Kanälen können wir Art und Umfang der Information natürlich beeinflussen, ob und in welcher Ausdrücklichkeit Medien unsere Informationen aufgreifen, können wir leider nur begrenzt steuern.Wir werden hierzu in den kommenden Wochen weitere Kommunikationskanäle nutzen und freuen uns, wenn Sie Freunde und Bekannte bei Gelegenheit über die neue Richtlinie informieren.

Wir freuen uns, Sie beim nächstmöglichen Spendetermin wieder begrüfen zu dürfen!
Viele Grüße, Lisa vom BSD


Ihre Antwort

Markus 26.10.2017, 22:02 Uhr
Ich hätte heute in diesem Jahr das dritte Mal in Schmidgaden Blut gespendet. Das dieses Mal etwas anders ist,habe ich an einem Bekannten gemerkt, welcher kopfschüttelnd und verärgert aus dem Arztzimmer gekommen ist. Er wurde aufgrund eines fehlenden Personalausweises als Spender vom Arzt abgelehnt. Selbst die Bestätigung eines Verwandten, dass er diese Person ist, wurde nicht akzeptiert. Mit dieser Vorinformation ging ich zum Spenderarzt und wurde aufgrund des selben Grundes abgelehnt. Meine Spenderformulare wurden zerrissen und landeten im Papierkorb. Ein Blick in den halb gefüllten Papierkorb zeigte mir, dass es heute Mehreren so erging. Eine Blutspende als freiwillige und gerne erbrachte Hilfe mit solch einer Bürokratie zu versehen, gibt es wahrscheinlich wieder nur in Deutschland. Ich und einige andere Vielfachspender werden nicht mehr spenden. Ob die Bundesärztekammer bzw. das PEI mit dieser Richtlinie die Qualität von Spenderblut verbessert, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Ein kleiner Tip: Eine Richtlinie wird als „Soll“ und nicht als „Muss“ oder Pficht definiert...

Ihre Antwort

Hofer 27.10.2017, 07:29 Uhr
Mann geht wie gewohnt zur Blutspende und wird abgelehnt, kann wieder heimfahren. Weil man den Personalausweis nicht dabei hat! Mittlerweile war ich 128 mal Spenden, aber jetzt mag ich auch nicht mehr. Anscheinend verstehen die"Bürokraten und Wichtigtuer" nicht den Sinn des Ehrenamtlichen Helfen und machen den Sinn des Spenders mit allen Sinnlosen Vorschriften zunichte. Weder der Arzt noch das Blutspendeteam konnte die Frage nach den Warum beantworten. Zu den verantwortlichen will ich nur sagen "Herr Schmeiß Hirn vom Himmel"

Christian Kohl - Blutspendedienst des BRK 30.10.2017, 08:53 Uhr
Hallo Hofer, Ihre Reaktion finde ich nachvollziehbar. Nachdem die Richtlinienänderung in Kraft getreten ist, hat der Blutspendedienst über sämtliche Kanäle informiert. Leider konnten offensichtlich nicht alle Spender erreicht werden. Jetzt ist sie also da, die Ausweispflicht. Und die ehrenamtlichen Helfer, die Mitarbeiter des Blutspendedienstes und natürlich Sie als Spender müssen damit leben. Das ist umständlicher als vorher, klar. Was aber bleibt, ist der Bedarf von 2.000 Blutkonserven, die täglich in Bayern benötigt werden. Was bleibt, ist die Tatsache, dass es bisher keine künstliche Alternative für gespendetes Blut gibt und zahlreiche Menschen ohne Spenderblut nicht überleben können! Was bleibt, ist ein täglicher Kampf um die Sicherung der Versorgung der Patienten, den der Blutspendedienst nur Dank des großartigen Engagements der Spender gewinnen kann. Ich finde es absolut nachvollziehbar, dass Sie verärgert sind. Wäre ich auch, wenn ich umsonst zur Blutspende gekommen wäre. Bitte vergessen Sie aber nicht, worum es eigentlich geht. Bitte helfen Sie uns weiterhin das dringend benötigte Blut sammeln und aufbereiten zu können. Ich würde mich freuen, wenn dieses Vorkommnis Sie nicht davon abhält weiter zu helfen. Beste Grüße Christian Kohl vom Blutspendedienst

Hofer 30.10.2017, 11:42 Uhr
Es besteht Bedarf, aber diesen durch unverständliche Hürden zu erschweren liegt nicht im Sinne der Spender. Die Spender bezahlen Ihren Stich in den Arm mit Schmerz und viel Bürokratie. Wenn schon so viel Misstrauen besteht, dass man sich bei einer Spende mit Seitenweisen Fragebögen und zwei Ausweisen Legitimieren muss läuft irgendwas schief. Spender sein ist OK. Gesundheitsfragen sind auch OK. Aber eine zweifache Ausweiskontrolle hinterlässt ein Gefühl des Misstrauens, keine Gegenseitige Achtung, dass brauche ich nicht. Alles Gute

Christian Kohl - BSD 30.10.2017, 12:08 Uhr
Hallo Hofer, es geht nicht um Misstrauen oder um willkürliche Hürden für die Spender. Es geht um die Sicherheit der Blutspendeempfänger. Hier möchte die Bundesärztekammer einfach jegliche theoretische Sicherheitslücke schließen. Ihre Verärgerung halte ich für nachvollziehbar. Nicht mehr Blut zu spenden, trifft jedoch nicht die Verantwortlichen, sondern die Patienten in Bayern. Viele Grüße, Christian Kohl vom BSD

Hofer 30.10.2017, 14:33 Uhr
Bis jetzt war ich der Meinung, dass mein Spenderblut ausreichend medizinisch getestet wird um für den Spendenempfänger kein Risiko entstehen zu lassen. Wie sollen da zwei Ausweiße helfen?! Aber was heist jetzt "jegliche theoretische Sicherheitslücke schließen"? Wie soll ein Spender mit guten Gefühl hingehen wenn er eine theoretische Sicherheitslücke sein könnte! Was ist und wie manifestiert sich eine theoretische Sicherheitslücke? Sie und die Bundesärztekammer sollten mehr beim Mensch und Spender sein und nicht Theorien entwickeln die ein "NormaloBürger" nicht mal im Ansatz nachvollziehen kann

Ihre Antwort

David 07.11.2017, 16:03 Uhr
Hallo, bin gerade erst aus BW zugezogen und wollte jetzt bei der nächsten Blutspende mitmachen, habe allerdings nur einen Blutspendeausweis vom DRK BW-Hessen. Ist der dann ausreichend?

Lisa Rudolph 07.11.2017, 16:29 Uhr
Hallo David,
danke für Deine Bereitschaft, Blut zu spenden!
Mit dem bundeseinheitlichen Blutspendeausweis können Sie bei allen DRK-Blutspendediensten Blut spenden!
Da die DRK-Blutspendedienste jeweils eigenständige Spenderdateien führen, werden Sie bei Ihrer ersten Spende bei einem anderen Blutspendedienst als Erstspender aufgenommen. Ab der zweiten Spende beim anderen Blutspendedienst können Sie wie gewohnt mit Ihrem bundeseinheitlichen Blutspendeausweis spenden.
Die Spende bei einem anderen DRK-Blutspendedienst wird selbstverständlich angerechnet. Bitte weisen Sie die Kollegen vor Ort darauf hin, dass ein entsprechender Vermerk auf Ihrem Fragebogen gemacht wird.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

thomas rehmet 17.11.2017, 17:26 Uhr
liebe nachfolger des blutspendediensts des klinikum münchens, ich habe in vielen letzten jahren über 25x blut gespendet. das hat immer hervorragend geklappt in der grundschule am kirchplatz in oberhaching. ich bekam eine mail und konnte meine berufliche und private planung "drumherum"planen. seit dem übergang auf das brk gibt es jedoch seit ca. 2 jahren (!!!) keinerlei blutspendetermine mehr dort. nach mehreren langwierigen versuchen bin ich dann mit diversen personen telefonisch in kontakt gekommen. aussage: ja, es sei sehr schwierig, die gesamte "hardware" wie lkw's, liegen, pc's, sogar der datenbestand aller spender incl. emailadressen würde NICHT verwendet. ich kenne viele andere blutspende hier in meiner gemeinde, in der ich gut vernetzt bin (ehrenamtliche arbeit in diversen vereinen, kirche etc.). überall herrscht blankes unverständnis darüber. und wenn wir dann lesen, dass akute knappheit an blutspendern herrscht, haben wir dafür keinerlei verständnis. wie ist denn sowas möglich? es ist eigentlich nicht zu fassen. bezüglich der spenderdaten hiess es, eine weitergabe sei wegen datenschutz nicht möglich. wie um himmels willen konnten dann tausende von firmen an neue eigentümer oder nachfolger übergeben werden??? ich habe dies von unserem obersten firmendatendatenschützer prüfen lassen - es stimmt definitv nicht. da ich endlich wieder spenden möchte, bin ich in eine weiter weg liegende andere gemeinde gefahren. einige zeit später nun wurde ich zu meiner 1. blutspende willkommen geheissen!!! hm, wie bitte??? um kein weiteres image zu verspielen kann man nur raten, schnellstens die spender aus dem bestand des klinikums münchen anzuschreiben, über die wahren hintergründe und umstände zu informierenund um geduld zu bitten. sonst verliert ihr zu viel an vertrauen, image etc.etc. und verlorene "kunden" in diesem fall spender wieder zu gewinnen, ist bekanntlich 10x so schwer wie ihn zu verlieren. sehr schade das alles. wer ist nur dafür verantwortlich? da wir nicht darum betteln wollen, endlich wieder spenden zu dürfen, kommt schnellstens nach oberhaching in die grundschule am kirchplatz. was das klinikum geschafft hat, sollte auch das brk schaffen. zumal ist ein größeres dienstgebäude des brk gerade mal 500 m entfernt in unserer gemeinde ansässig im sinne von anerkannt! alles gute - thomas rehmet mobil 0170 - 89 89 877

Lisa Rudolph 21.11.2017, 11:27 Uhr
Guten Tag Herr Rehmet,
vielen Dank für Ihren Beitrag und Ihr Engagement für die Blutspende! Schön, dass wir Sie im Kreis unserer Lebensretter begrüßen dürfen!
Da Sie bereits Kontakt mit meinen Kollegen hatten, kann ich Ihnen leider wenig neue Informationen geben.
Es ist korrekt, dass die Spenderdateien des ehemaligen Blutspendedienst des Städtischen Klinikums München aus Datenschutzgründen nicht übernommen werden durften, als der Blutspendedienst des BRK nach der Schließung des des ehemaligen Blutspendedienst des Städtischen Klinikums München im Raum Oberbayern tätig geworden ist. Womöglich gehen freiwirtschaftliche Unternehmen weniger vertraulich mit Kundendaten um - wir als Arzneimittelhersteller haben sensible, medizinische Daten unserer Spender und ehrlich gesagt finde ich es beruhigend, dass Daten dieser Art nicht einfach weitergegeben werden dürfen.
Da Sie also bisher nicht als Blutspender in der Datenbank des Blutspendedienst des BRK geführt wurden, haben Sie nach Ihrer ersten Blutspende bei uns als Erstspender willkommen geheißen. Ihre bisherigen, beim ehemaligen Blutspendedienst des Städtischen Klinikums München geleisteten Blutspenden rechnen wir selbstverständlich gerne an, wenn Sie bei Ihrer nächsten Spende Ihren Blutspendeausweis vom ehemaligen Blutspendedienst des Städtischen Klinikums München vorlegen.
Seit April 2016 bauen wir unser Angebot an mobilen Spendeterminen im Bereich Oberbayern schrittweise aus. Gerne erkundige ich mich bei meinem zuständigen Kollegen, ob Spendetermine in Oberhaching geplant sind und melde mich bei Ihnen, sobald ich Feedback habe.
Es wäre schön, wenn Sie diese Informationen an Spender des ehemaligen Blutspendedienst des Städtischen Klinikums München aus Ihrem Bekanntenkreis weitergeben - nur gemeinsam schaffen wir es bestimmt, die bayernweite Versorgung mit überlebenswichtigen Blutpräparaten weiterhin zu sichern!
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

Ulrike 17.11.2017, 20:08 Uhr
Mein Mann und ich kommen soeben unverrichteter Dinge von einem Blutspendetermine, bei dem für uns überraschend neben dem Blutspendeausweis auch ein Personalausweis gefordert wurde. Diesen hatten wir ,wie auch bei den mehr als 70!! Spenden vorher, nicht dabei. Dementsprechend konnten wir nicht spenden, wieder nach Hause zu laufen um den Ausweis zu holen, war uns zu blöd. Wir stellen uns die Frage, warum diese Änderung, wenn sie schon im Frühjahr bekannt war, uns bei der letzten Spende im August !! Nicht explizit mitgeteilt wurde, dass ab sofort zusätzlich ein Personalausweis erforderlich ist. Natürlich würde es wohl im Einladungsbrief geschrieben, aber ganz ehrlich, wer liest diese Briefe eigentlich noch komplett durch, wenn man schon so viele Jahre Blut spendet? Was ist eigentlich der Grund für diesen Bürokratiewahnsinn? Was ist in den letzten 20 Jahren passiert, als man ohne Ausweis gespendet hat? Das brk bittet immer um unser Blut, welches sie höchst billig von uns bekommen, spricht davon, es spenden zu wenig Bürger - wundert mich nicht mehr. Es ist auch schwach vom BRK, sich bei dieser Thematik hinter dem Paul-Ehrlicher-Institut zu verstecken. Ein Blutspendeausweis mit allen Daten einschließlich Lichtbild wäre hier wohl die bessere Lösung. So wie wir heute aber als Stammspender abgewimmelt wurden, ohne eine Möglichkeit der Ausnahme, wenn man schon mal da ist, war dies für mich heute das Ende meiner Blutspendelaufbahn, Schade eigentlich, aber ich muss mein Blut ja nicht geben.

Lisa Rudolph 21.11.2017, 11:32 Uhr
Hallo Ulrike,
vielen Dank für Ihren Beitrag und Ihr Engagement für die Blutspende!
Ich freue mich, dass Sie sich mit Ihrem Anliegen an uns wenden und uns so die Möglichkeit geben, Stellung zu nehmen.
Eines vorweg, es ist toll, dass Sie sich mit Ihren Blutspenden so für Ihre Mitmenschen einsetzen! Ihre Leistung als Blutspender ist keine Selbstverständlichkeit und dafür möchten wir Ihnen danken!
Die Vorlage eines gültigen Lichtbildausweises und dem Blutspendeausweis dient der eindeutigen Identitätsfeststellung und beruht auf einer Änderung der Hämotherapie-Richtlinien und dienen dem Schutz der Blutspendeempfänger.
Mit diesem Vorgehen halten wir uns als Arzneimittelhersteller an die durch die Bundesärztekammer und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) vorgegebenen gesetzlichen Richtlinien.
Wir können Ihre Verärgerung über die neu eingeführten  Ausweiskontrollen verstehen. Insbesondere, da Sie bei Ihren bisher geleisteten Spenden ein amtliches Personaldokument nur bei der ersten Spende vorzeigen mussten.
Wir haben seit Frühjahr 2017 viele Wege beschritten, um dies allen Spender bekannt zu machen. Ich möchte mich dafür entschuldigen, dass uns das offensichtlich nicht umfassend genug gelungen ist und Sie vergangene Woche unverrichteter Dinge wieder nach Hause gehen mussten.
Wir möchten uns bei Ihnen in aller Form für Ihre damit verbundenen Unannehmlichkeiten entschuldigen und würden uns sehr freuen, wenn wir Sie trotz Ihres Ärgers zu weiteren Blutspendeterminen begrüßen dürften.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

Sepp 18.11.2017, 16:25 Uhr
Also ich wurde nach dem ich 125 Mal in den letzten Jahren ohne Personalausweis spenden konnte auch abgewiesen, obwohl ich einen mit Lichtbild versehenen Polizeidienstausweis dabei hatte, welcher mich genauso identifieziert hätte wie ein Führerschein (welcher übrigens wegen fehlender Adresse nicht als Ausweisersatz in Deutschland dient). Weiter zur Kenntnis ist es zwar Pflicht für einen deutschen Staatsbürger einen Ausweis zu besitzen; eine Mitführpflicht gibt es aber nicht. Ich habe deswegen, meinen Blutspenderausweis am Spenderort zurück gegeben und werde vermutlich nicht mehr spenden. Warum ist der Blutspendedienst eigentlich nicht in der Lage, wie zum Beispiel die Krankenkassen, den Ausweis mit einem Lichtbild und der erforderlichen Daten zu versehen. Würde somit reichen, einmal Personalausweis und Lichtbild abgeben und der Blutspendeausweis alleine würde wieder reichen. Sollte doch möglich sein. PS: Als langjähriger Spender weiß man von den Plakatständern, dass wieder Blutspende ist - darauf steht aber nichts vom Ausweis.

Lisa Rudolph 23.11.2017, 15:55 Uhr
Hallo Sepp,
danke für Ihren Kommentar und Ihr Engagement für die Blutspende!
Ich freue mich, dass Sie sich mit Ihrem kritischen Feedback direkt an uns wenden, danke auch dafür.
Zunächst möchte ich mich aufrichtig dafür entschuldigen, dass Sie mit Ihrem Polizeidienstausweis nicht zur Blutspende zugelassen wurden. Ein Polizeidienstausweis gehört zu den Dokumenten, die laut Richtliniengeber als Identitätsnachweis gültig sind. Leider waren unsere Mitarbeiter vor Ort offensichtlich nicht ausreichend informiert - das möchten wir selbstverständlich umgehend nachholen. Ich habe hierzu mit unserem Koordinator für die Kollegen aus der Mobilen Blutspende Rücksprache gehalten und es wäre sehr hilfreich, wenn Sie uns wissen lassen könnten, wann und wo Sie Blut spenden wollten, damit wir die Kollegen gezielt darauf ansprechen können.
Es ist korrekt, dass viele Krankenkassen mittlerweile ein Foto des Versicherten abbilden. Das Foto - diese Erfahrung haben Sie sicherlich auch schon persönlich gemacht - wird allerdings ohne vergleichenden Identitätsvergleich von der Versicherung angenommen und aufgedruckt - ein solches Vorgehen wäre für unsere Zwecke nicht ausreichend abgesichert.
Nach interner Rücksprache kann ich Ihnen mitteilen, dass es - nicht zuletzt aufgrund der neuen Richtlinien - Bestrebungen gibt, den Blutspendeausweis zusätzlich mit einem Lichtbild des Spenders zu versehen. Bei der Ausstellung des Blutspendeausweises müsste dann der Vergleich mit einem amtlichen Ausweisdokument inkl. Lichtbild erfolgen, ein erneutes Vorlegen des amtlichen Ausweisdokuments inkl. Lichtbild wäre dann nicht für jede Spende erforderlich. Bis es soweit ist, können wir leider nur unserer Pflicht nachkommen und uns an die neuen Richtlinien halten, zu denen wir verpflichtet sind.
Dass unsere Mitarbeiter vor Ort, unsere ehrenamtlichen Helfer und natürlich nicht zuletzt unsere Spender umfassend und korrekt über sämtliche Details der neuen Richtlinie aufgeklärt sein müssen, ist selbstverständlich!
Es wäre schön, wenn wir hierzu in Austausch bleiben könnten und es uns vielleicht sogar gelingt, Sie wieder im Kreis unserer Lebensretter begrüßen zu dürfen.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

D.Päthe 19.11.2017, 09:54 Uhr
Liebe BSD-ler, warum beantworten Sie nicht einfach die Frage von "Simon, 12.10.17", die auch später wiederholt wurde: Welchen Sinn hat die Ausweispflicht? Wieso kann dies die Sicherheit der Patienten verbessern, was wird den Spendern unterstellt? Ich unterstelle der Bundesärztekammer und dem Paul-Ehrlich-Institut immer noch, dass man sich dabei was gedacht hat. Dietmar Päthe

Lisa Rudolph 21.11.2017, 11:37 Uhr
Hallo D.Päthe,
wir haben Simons Kommentare bereits beantwortet, ich kopiere Ihnen hier nochmal den kompletten Kommentarverlauf ein:

Simon 12.10.2017, 02:45 Uhr
Welchen Sinn hat die Personalausweispflicht ? Ich hätte ja Verständnis, wenn dies einmalig zur Registrierung erforderlich ist. Es wird oft argumentiert mit, Dient dem Schutz von Spender und Empfänger ... wie soll sich das darstellen ? Der Name sagt nichts darüber aus, ob die Spende mit Krankheiten "versucht" ist oder nicht. Man jammert, dass es nicht genug Spender gibt, aber erschwert gleichzeitig die Spende. Was glauben Sie wie viele Leute noch einmal zur Spende erscheinen, wenn diese den Ausweis nicht mit dabei haben ... die wenigsten werden am gleichen Tag noch einmal erscheinen. Leider war der Blutspendedienst auch nicht so schlau VORHER darüber zu informieren - z.B. in der Erinnerungsmail zu den nächsten Terminen. Nicht jeder durchsucht vor dem Blutspende-Termin Seiten wie diese oder hat überhaupt Internetzugang. Es wird daher nicht jeder den Ausweis dabei gehabt haben und dementsprechend mager wird die Spende wohl ausfallen. Kostet ja nur Menschenleben ...

Fabienne Dechert - BSD 12.10.2017, 12:51 Uhr
Hallo Simon, vielen Dank für Ihren Kommentar! Wir weisen seit dem Frühjahr in den Einladungen auf eine anstehende Änderung zur Vorlage des Personalausweises hin und haben direkt nach der Umsetzung über alle unsere Kanäle informiert. Natürlich ist es unglücklich, dass diese Information trotzdem nicht alle erreicht hat.
Die Vorlage eines gültigen Lichtbildausweises und dem Blutspendeausweis dient der eindeutigen Identitätsfeststellung und beruht auf einer Änderung der Hämotherapie-Richtlinien und dienen dem Schutz der Blutspendeempfänger.
Nachfolgend ein Auszug aus dieser Richtlinie:
„2.2.4.1Spenderidentität
Anlässlich jeder Spende bzw. jeder spendebezogenen Untersuchung ist die Identität des Spenders ohne die Gefahr einer Verwechslung
festzustellen (gültiges amtliches Personaldokument mit Lichtbild). Name, Vorname, Geburtsdatum, Geschlecht und Adresse des Spenders sind zu erfassen.
Alle Spenderdaten unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht und den Bestimmungen des Datenschutzes“
Mit diesem Vorgehen halten wir uns als Arzneimittelhersteller an die durch die Bundesärztekammer und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) vorgegebenen gesetzlichen Richtlinien. Natürlich ist es nicht in unserem Interesse Sie damit zu verärgern!
Wir hoffen, Ihnen mit unserer Nachricht, das Vorgehen verständlich gemacht zu haben und dass, Sie der Blutspende trotzdem treu bleiben. Denn am Ende stehen die Blutspendeempfänger, die nicht nur auf Menschen, die Blut spenden, angewiesen sind, sondern auch auf die Sicherheit der Blutprodukte. Beste Grüße, Fabienne vom BSD

Simon 12.10.2017, 17:28 Uhr
Das dahinter irgendwelche Vorschriften / Gesetze stecken, ist wohl jedem klar. Mir ging es um die Sinnhaftigkeit, was soll das bringen - wovor soll das schützen ? Das Blut eines jeden, ob namentlich bekannt oder nicht, muss deshalb trotzdem auf Krankheiten geprüft werden. Man erreicht dann nur, sollte z.B. bei jemandem HIV oder sonstiges ggf. nur vorübergehendes festgestellt werden, dass aufgrund des Namens dies dann 100 Leute wissen, die das dann rumtraschen - auch wenn Sie das offiziell nicht dürfen. Das muss auch nicht bewusst sein, sondern weil einfach zu laut geredet wird und die Leute drum herum alles hören können. Es steht ja dann alles dem Namen zugeordnet im System und man ist der gläserne Spender. Den Empfänger interessiert das nicht, wer der Name des Spenders ist und den erfährt er sowieso nicht. Wie gesagt, nur weil man weiß wer das Blut spendet - Name bekannt - schützt es deswegen vor rein gar nichts - das Blut kann sauber sein oder verseucht. Deshalb bringt es weder dem Spender noch dem Empfänger etwas. Es ist reine Datensammlung und Bürokratie.

Fabienne Dechert - BSD 16.10.2017, 11:45 Uhr
Hallo Simon, es werden keine zusätzlichen Daten durch die neue Richtlinie gesammelt. Es geht lediglich um eine eindeutige Identitätsfeststellung. Diese Richtlinien, die durch die Bundesärztekammer und das Paul-Ehrlich-Institut aufgestellt werden, sind für den Blutspendedienst bindend. Wir haben hier keinerlei Handlungsspielraum. Beste Grüße, Fabienne vom BSD

Falls Sie weitere Fragen haben, lassen Sie es uns gerne wissen.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

D.Päthe 21.11.2017, 15:24 Uhr
.... und Sie sind ernsthaft der Meinung, die Frage beantwortet zu haben? Gruß D.Päthe

Lisa Rudolph 23.11.2017, 15:47 Uhr
Hallo D.Päthe,
wir haben Ihnen und Simon sämtliche Informationen zur Verfügung gestellt, die uns vorliegen.
Eine weitere Begrünung als die zitierte Passage "[...] Anlässlich jeder Spende bzw. jeder spendebezogenen Untersuchung ist die Identität des Spenders ohne die Gefahr einer Verwechslung festzustellen (gültiges amtliches Personaldokument mit Lichtbild). Name, Vorname, Geburtsdatum, Geschlecht und Adresse des Spenders sind zu erfassen.[...]" gibt es auch seitens BÄK und PEI nicht.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

Schreiben Sie einen Kommentar

Mehr zum Thema