ÜberLeben. 4. Juni - Tag der Organspende

Ein Beitrag von Lisa Rudolph vom 04.06.2016
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Monika Raab empfängt uns zu Kaffee und Kuchen in ihrem malerischen Heimatort in Unterfranken, Dr. Henning Brandes treffen wir auf einem mobilen Blutspendetermin, bei dem er die ärztliche Untersuchung der Spender durchführt. Herzlichkeit und Routine rücken den schweren Weg in den Hintergrund, den die beiden zurückgelegt haben: Monika Raab und Dr. Henning Brandes sind Organspendeempfänger.

  

Irgendwann konnte ihr Herz einfach nicht mehr. Da hatte Monika Raab aus Üchtelhausen schon 20 Jahre gekämpft – gegen ihr immer größer werdendes Herz. Kardiomyopathie nennt sich die Krankheit, die mit 45 Jahren eine Herztransplantation erforderlich machte. In den ersten Jahren konnten die Ärzte Monika Raab zwar noch helfen, indem sie einen Herzschrittmacher und später einen Defibrillator einsetzen. Doch ihr Zustand verschlechterte sich zunehmend. „Zwei lange Jahre musste ich auf ein Spenderherz warten – dann kam der erlösende Anruf und dann ging alles ganz schnell.“ Schon am dritten Tag nach ihrer Herztransplantation ging Monika Raab mit kleinen, aber festen Schritten den Krankenhausflur entlang. „Ich konnte so schön gleichmäßig atmen, als hätte ich ein zweites Leben bekommen.“, beschreibt sie ihr Gefühl nach der Herztransplantation. 16 % der Blutspenden kommen bei der Behandlung von Herzerkrankungen zum Einsatz.

 

Empfängergeschichte Organspende Raab


Auch im Leben von Dr. Henning Brandes haben Blutspenden bzw. Blutpräparate eine bedeutende, lebensrettende Rolle gespielt. Infolge einer Hepatitis-Infektion hatte er eine Leberzirrhose entwickelt, welche wiederum schwere innere Blutungen nach sich zog. Bereits zu diesem Zeitpunkt war Dr. Henning Brandes auf zahlreiche Blutkonserven angewiesen. „Nach dieser Episode bin ich dann auf die Liste der Organspendeempfänger gesetzt worden. Bis ein geeignetes Organ gefunden wurde, hat’s ungefähr zwei bis drei Jahre gedauert.“, erinnert er sich. Das Glück über die gefundene Spenderleber und die erfolgreiche Transplantation kam doppelt: Bei der Lebertransplantation wurde eine Voraortathrombose bemerkt, was eigentlich ein Todesurteil darstellt, wenn sie unentdeckt bleibt. Heute ist Dr. Henning Brandes im Dienste der Blutspende tätig und jedem dankbar, der mit seiner Spende anderen Menschen eine Überlebenschance schenkt.


Empfängergeschichte Organspende Brand...


Auch das perfekteste medizinische Versorgungssystem ist bei schweren Verletzungen und lebensbedrohlichen Krankheiten ohne Blut nicht funktionsfähig. „Ohne Spenderblut ist die Transplantation großer Organe wie Leber, Lunge oder Herz nicht möglich.“, erklärt Dr. med. Thomas Weig, Anästhesist am Klinikum Großhadern in München. „Abhängig von der Krankheitsschwere des Patienten benötigen einige Patienten bereits vor der Transplantation Blut, nahezu alle Patienten und auch ein gewisser Teil an Patienten nach der Transplantation. In der gesamten Therapiekette wird Blut benötigt.“

Helfen Sie mit Ihrer Blutspende, Organspendeempfängern ein neues Leben zu schenken!
Alle Spendetermine der kommenden sechs Wochen finden Sie hier.

 

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Lisa Rudolph

Marketing & Kommunikation

Seit 2015 beim BSD. Macht am liebsten Marketing für eine richtig gute Sache und bloggt hier GEGEN GLEICHGÜLTIGKEIT!

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