Weltgesundheitstag

Ein Beitrag von Fabienne Dechert vom 07.04.2014
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7. April 2014: Der Weltgesundheitstag

Dieses Jahr hat sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein auf den ersten Blick recht kompliziertes Thema anlässlich des Weltgesundheitstages ausgesucht: Die vektorübertragenen Erkrankungen.

Ich habe bei dem Titel erst einmal gar nichts verstanden. Doch auch bei uns Blutspendediensten rücken diese Krankheiten immer stärker in den Fokus. Denn Vektoren sind lebende Organismen wie Mücken, Fliegen oder Zecken, die Krankheitserreger von einer Person auf eine andere übertragen können.

Bisher wurden Malaria, West-Nil-Virus und Chikungunya-Fieber als Erkrankungen in fernen Ländern angesehen. Nun sind die ersten Erkrankungen dieser Form aber auch in Europa angekommen. Laut der WHO erkranken in Europäischen Regionen jedes Jahr rund 77.000 Menschen an vektorübertragenen Krankheiten. Viele von ihnen bringen diese Erreger „quasi als Reiseandenken" von einer Urlaubs- oder Geschäftsreise mit.

Bei den Fragebogen am Blutspendetermin sind nun nicht mehr nur Reisen ins außereuropäische Ausland von Bedeutung. In immer mehr Regionen entlang des Mittelmeeres wurden verschiedene Stechmücken entdeckt, die als Hauptüberträger des West-Nil-Virus gelten.

Ebenfalls durch Stechmücken übertragen wird das Chikungunya-Fieber. Zu den Reisezielen deutscher Touristen, in denen die hierfür verantwortlichen Vektoren aktuell neu aufgetreten sind, zählen:

  • Karibik
  • Mittelamerikanördliches Südamerika (Von einer weiteren Ausbreitung in Südamerika wird ausgegangen.)
  • die Inseln vor der Küste Ostafrikas (Komoren, La Réunion, Mauritius, die Seychellen sowie Madagaskar)
  • Indien
  • Pakistan

Das Denguevirus wird vorwiegend von tagaktiven Stechmücken in über 100 Ländern der Tropen und Subtropen übertragen. Im Jahr 2012 wurden in Deutschland 615 bestätigte Fälle von Denguefieber erfasst. Zu den Ländern mit der höchsten Infektionsrate gemeldeter Denguefieber Erkrankungen gehören:

  • Thailand
  • Indien
  • Indonesien
  • Philippinen
  • Brasilien
  • Portugal
  • Kambodscha
  • Kuba
  • Malediven

Bitte hab Verständnis dafür, dass Du durch die Vorsichtsmaßnahmen eventuell nach Deiner Rückkehr aus dem Urlaub aus Sicherheitsgründen für eine bestimmte Zeit nicht spenden darfst. Dies geschieht zum Schutz der Blutspendeempfänger. Jeder Spender kann mit seiner ehrlichen Beantwortung des Fragebogens aktiv dazu beitragen, die Empfänger der Blutspende bestmöglich vor Infektionen zu schützen. Die Patienten sind bereits oftmals immungeschwächt und sollen so keinem zusätzlichen Risiko ausgesetzt werden – auch wenn es eventuell noch so klein sein mag.

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Fabienne Dechert

Seit 2013 beim BSD. Radelt gerne durch München, geht gerne auf Reisen und bloggt hier GEGEN GLEICHGÜLTIGKEIT.

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