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Wieder voll drin im Leben – dank Blutspenden

Ein Beitrag von Stefanie Sklarzik vom 23.10.2017
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Blutspende-Empfängerin Manuela Wittmann ist ihren Lebensrettern dankbar: Dazu gehören Spender, die Vollblut und Thrombozyten gegeben haben. (Bild: BSD/Stefan Heigl)

 

Mit dem Radl um den Chiemsee. Kein Problem für Manuela Wittmann. „Endlich bin ich wieder voll drin im Leben!“ Die 23-jährige Münchnerin fühlt sich „unkaputtbar“ und strotzt vor Energie. Das war nicht immer so. Manuela hatte Lymphdrüsenkrebs und konnte diesen durch Vollblut- und Thrombozytenspenden besiegen: Die junge Frau hat überlebt, weil Spender zuvor ihr Bestes dafür gegeben haben: Blut!

Der Gang auf die Spenderliege ist für viele Patienten überlebensnotwendig

Aktuell bleiben die Spenderliegen vielerorts  leer. Die Herbstgrippe kursiert in Bayern.  Hält diese Phase länger an, kann es brenzlig werden: Wenn überlebensnotwendige Blutkonserven fehlen, kann Patienten in bayerischen Kliniken – wie es Manuela einmal war – unter Umständen nicht geholfen werden.

„Wir haben das ganze Jahr über die verantwortungsvolle Aufgabe, die Kliniken ausreichend mit Blutpräparaten zu versorgen. Jeden Tag brauchen wir dafür etwa 2.000 Blutkonserven, die wir dank vieler treuer Blutspender auf unseren Terminen in ganz Bayern sammeln“, erklärt Georg Götz, der Geschäftsführer des Blutspendedienstes des BRK (BSD). Rund 250.000 aktive Blutspender helfen im Freistaat dabei, diese Versorgung sicherzustellen. Ungefähr zweimal im Jahr suchen diese aktiven Bayern die Spenderliege auf. Natürlich kann nicht jeder zu jeder Zeit spenden, aber wird eine Pause von 56 Tagen zwischen zwei Spenden eingehalten, so dürfen Männer bis zu sechs Mal und Frauen bis zu vier Mal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden.


Ab sofort Personalausweis zur Blutspende immer mitbringen

Die Richtlinien zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten gibt die Bundesärztekammer vor. Einige Richtlinien wurden nun verändert: Neu ist seit kurzem, dass neben dem Blutspendeausweis, sofern man bereits einen besitzt, zusätzlich ein amtlicher Lichtbildausweis wie Personalausweis, Reisepass oder Führerschein im Original vorgelegt werden muss.

Der BSD ist verpflichtet, die Einhaltung der neuen Regelung zu achten. „Bitte haben Sie Verständnis dafür und bringen Sie künftig  immer einen amtlichen Lichtbildausweis mit zur Blutspende, damit sie zugelassen werden können“, appelliert BSD-Geschäftsführer Georg Götz. 

Weitere Infos, auch zur neuen Regelung und alle Blutspendetermine gibt es auf der Website des BSD unter www.blutspendedienst.com oder bei der Servicehotline telefonisch unter 0800 11 949 11 zwischen 7.30 Uhr und 18.00 Uhr (kostenfrei aus dem deutschen Festnetz).

Blutspende-Empfängerin Manuela Wittmann im Interview:

Vielen Patienten hilft die gute Tat der Blutspender, um überhaupt eine Überlebenschance zu haben. Zu ihnen gehört Manuela Wittmann. Die 23-jährige Münchnerin ist jetzt wieder gesund und kann ihrer Arbeit bei der Stadtverwaltung München, wo sie bei der Berufsfeuerwehr eingesetzt ist, nachgehen. Sie erzählt ihre Genesungsgeschichte gerne, um anderen Patienten Mut zu machen, aber auch um sich bei ihren Lebensrettern zu bedanken: Blutspendern.

Frau Wittmann, warum waren Sie überhaupt auf Blutspenden angewiesen?

Im September 2015 wurde bei mir Lymphdrüsenkrebs im vierten Stadium festgestellt.

Was passierte nach der Krebsdiagnose?

Ich lag anfangs drei bis vier  Wochen im Krankenhaus und habe dort die ersten Chemotherapien bekommen. Danach war ich über ein halbes Jahr verteilt immer wieder im Krankenhaus. Und im Dezember 2015 habe ich das erste Mal Blutkonserven bekommen. Zuerst Erythrozytenkonzentrate – das sind die roten Blutkörperchen, die aus einer Vollblutspende gewonnen werden. Danach auch Thrombozyten – die kennt man besser unter dem Namen Blutplättchen. Sie waren notwendig, um die Chemo erhalten zu können.

Wie fühlt sich so eine Transfusion an?

Ich erinnere mich gut, dass ich vor der der Transfusion der Erythrozyten immer müde war und mich kaum wach halten konnte. Danach hingegen habe ich mich fit gefühlt – irgendwie ein Stück gesünder.

Und seit wann sind Sie wieder richtig gesund?

Im März 2016 hatte ich alle Chemos überstanden. Danach ging`s in die Reha an den Chiemsee. Gleich am Anfang hatte ich mir dort ein Zielgesetzt: einmal um den See herumradeln.

Gesagt – getan?

Ja. Ich hatte mir meine Eltern als Unterstützung mitgenommen und es tatsächlich geschafft – und meine Eltern sogar noch auf der Zielgeradenabgehängt! In dem Moment dachte ich: Jetzt bin ich wieder voll drin, voll im Leben und unkaputtbar!

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ANGEBOT FÜR MEDIENVERTRETER: Lernen Sie Blutspende-Empfängerin Manuela Wittmann  persönlich kennen!

Die fröhliche junge Frau steht wieder voll im Leben und spricht jederzeit gern über ihren Sieg gegen die Krankheit. Die Blutspende und die Menschen, die Blutspenden für sie gegeben haben, spielen dabei eine zentrale Rolle. Bei Interesse an einem Gespräch mit der Blutspende-Empfängerin kommen Sie auf uns zu – wir organisieren die Kontaktaufnahme bzw. ein  Interview: Ansprechpartnerin ist Stefanie Sklarzik, s.sklarzik@blutspendedienst.com; Tel.: 089 / 5399 4014. Durch Ihre Berichterstattung unterstützen Sie die Blutspende in Bayern und helfen dabei, dass Patienten wie Manuela überleben können. Herzlichen Dank!

Die Geschichte von Manuela Wittmann gibt es in einem Kurztrailer auf der BSD-Website: HIER

 

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Stefanie Sklarzik

Seit 2015 beim BSD. Liebt Sport, besonders outdoor, am besten jeden Tag, und engagiert sich GEGEN GLEICHGÜLTIGKEIT!

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