SPENDERINFORMATION

Spendearten

Vollblutspende

Vollblutspende Aus jeder „Vollblutspende“ können bis zu drei verschiedene Präparate aus roten Blutkörperchen (Erythrozyten), Blutplättchen (Thrombozyten) oder Plasma hergestellt werden. Erythrozytenkonzentrate werden beispielsweise bei einem plötzlichen Blutverlust nach einem Unfall oder bei einer Operation bei Blutarmut (Anämie) eingesetzt.

Die Blutentnahme dauert ca. zehn Minuten, der gesamte Zeitaufwand beträgt ca. 45 – 60 Minuten. Das entnommene Blut wird in seine verschiedenen Komponenten aufgetrennt. Dadurch können diese Präparate für mehrere Patienten und dem Bedarf entsprechend sehr zielgerichtet eingesetzt werden.

Der Mindestabstand zwischen zwei Spenden muss mindestens acht Wochen betragen. Die Spende wird nur dann zugelassen, wenn sie sowohl im Hinblick auf die Gesundheit des Spenders, als auch für die Herstellung von Transfusionsblut medizinisch völlig unbedenklich ist.


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Plasmaspende

Plasmaspende Bei der Plasmaspende, auch Plasmapherese genannt, wird dem Spender nur Blutplasma entnommen. Aus dem über ein Plasmapheresegerät entnommenen Blut wird sofort das Plasma abgetrennt. Alle anderen Blutbestandteile werden an den Spender zurückgeführt. Das Blutplasma wird entweder zur Herstellung von Plasmapräparaten oder zum unmittelbaren therapeutischen Einsatz benötigt.

Einem Plasmaspender oder einer Plasmaspenderin werden 600 bis 750 ml Plasma entnommen. Da die Belastung des Organismus gering ist, kann der Mindestabstand zwischen zwei Spenden eine Woche betragen. Im Jahr dürfen maximal 25 Liter Plasma gespendet werden. Die Anforderungen an die medizinische Spendetauglichkeit sind umfangreicher als bei der Vollblutspende. Daher können leider nicht alle Spendewilligen ihr Plasma spenden.

Frischplasma und andere Plasmapräparate werden für Patienten mit großflächigen Verbrennungen bei bestimmten Gerinnungsstörungen bei großem Blutverlust als Ausgangsstoff für lebensrettende Arzneimittel, z. B. bei schweren Infektionserkrankungen eingesetzt.


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Thrombozytenspende

Thrombozytenspende Patienten mit bestimmten Störungen bei der Blutgerinnung benötigen Thrombozyten (Blutplättchen). Diese Präparate werden durch ein spezielles Verfahren mit Zellseparatoren gewonnen. Den Thrombozytenspendern wird Blut entnommen, aus dem ein Teil der Blutplättchen separiert wird. Alle anderen Blutbestandteile werden sofort in den Blutkreislauf zurückgeführt.

Um festzustellen, ob ein Spendewilliger tatsächlich zur Zellapherese geeignet ist, sind aufwändige Untersuchungen notwendig. Die Thrombozytenkonzentrate können nur kurze Zeit gelagert werden.

Thrombozytenkonzentrate werden für Patientinnen und Patienten, deren Plättchenbildung gestört ist, z. B. bei Leukämiekranken während einer Chemotherapie, benötigt.


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Logo: Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes