Die »BIOBANK der Blutspender«

Eine einzigartige Ressource für innovative Forschungsansätze

Seit 2006 leistet die BIOBANK der Blutspender einen einzigartigen Beitrag zur biomedizinischen Forschung. Mit dem Zugang zu seiner großen Sammlung von biologischen Proben eröffnet der Blutspendedienst wissenschaftlichen Institutionen neue Möglichkeiten, um die Prävention, Diagnostik und Therapie von schweren Erkrankungen zu verbessern.

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Mit derzeit über vier Millionen Plasmaproben verfügt der Blutspendedienst über eine der größten Probensammlungen weltweit – täglich kommen weitere hinzu. Mit dem Einverständnis der teilnehmenden Blutspender stellt der Blutspendedienst einen Teil dieser Plasmaproben über die BIOBANK für Forschungs-und Entwicklungsprojekte zur Verfügung.


Bild: PlasmaRef Panel. © BIOBANK der Blutspender

Bisher unterstützen etwa 71.000 Spender diesen innovativen Ansatz, sind entsprechend registriert und stellen ihre Plasmaproben und dazugehörigen demografischen wie auch medizinischen Daten in anonymisierter Form für die Forschung zur Verfügung.

Mit Hilfe des Proben- und Datenarchivs können Forscher Erkenntnisse über die Entstehung von Krankheiten gewinnen. Die Plasmaproben regelmäßiger Blutspender, die aufgrund einer Erkrankung kein Blut mehr spenden dürfen, ermöglichen Rückschlüsse auf beispielsweise Diabetes, Krebs, Herz-Kreislauf-Schwäche oder Schilddrüsenfehlfunktionen. Dank der zur Verfügung gestellten Proben können Veränderungen im Blut betrachtet werden, die bereits in einem sehr frühen Stadium einer Krankheit festzustellen sind. Die Identifizierung dieser Merkmale, sogenannter „Biomarker“, ist ein wertvolles Hilfsmittel für eine frühzeitige Diagnostik und eine zielgerichtete Therapie.

Gesunde Spender wiederum sind als Vergleichs- oder Kontrollgruppe gefragt. Mit den Plasmareferenzpanels bietet die BIOBANK ein Produkt an, das es Forschern erlaubt, ihre anhand von Patientenproben erforschten Ergebnisse mit der gesunden Allgemeinbevölkerung zu vergleichen.

Für den Spender ist der Aufwand gering: Bei der Blutspende werden ohnehin Daten erhoben, zudem wird aufgrund gesetzlicher Vorschriften eine kleine Menge an Blut für eventuelle Nachuntersuchungen für mehrere Jahre eingefroren. Registriert sich ein Blutspender für die BIOBANK, werden diese Blutproben nach der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist nicht vernichtet, sondern für Forschungsprojekte genutzt.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.biobank.de.