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Frage des Monats: Spendeabstand und -häufigkeit – was gilt es zu beachten?

22.11.2016  von: Lisa Rudolph

Zwischen zwei Blutspenden muss ein Mindestabstand von 56 Tagen liegen. Innerhalb von 12 Monaten dürfen Frauen viermal, Männer sechsmal Blut spenden. Die 12 Monate beziehen sich dabei nicht auf das Kalenderjahr, sondern auf einen 12-monatigen Zeitraum ab der ersten von vier bzw. sechs Spenden. Der gemäß Richtlinie aus dem Transfusionsgesetz vorgeschriebene Mindestabstand von 56 Tagen zwischen zwei Blutspenden sowie die maximale Anzahl von vier (bzw. sechs) Spenden innerhalb von 12 Monaten ist wichtig, damit der Körper die gespendeten Blutzellen nachbilden kann.

Der gemäß Richtlinie aus dem Transfusionsgesetz vorgeschriebene Mindestabstand von 56 Tagen zwischen zwei Blutspenden sowie die maximale Anzahl von vier (bzw. sechs) Spenden innerhalb von 12 Monaten dienen dabei dem Schutz des Spenders vor Eisenmangel.
Selbst, wenn nur einer oder wenige Tage zum vorgeschriebenen Mindestabstand fehlen, darf man nicht zur Blutspende zugelassen werden. Wer bereits den bundesweiten Spendeausweis im Scheckkartenformat hat, kann die geleisteten Spenden als Gedächtnisstütze in unser Stempelheft eintragen. Das Stempelheft gibt’s bei mobilen Spendeterminen.

Frauen haben in der Regel eine geringere Blutmenge als Männer, auch immer niedrigere Eisenwerte. Dies ist genetisch bedingt und gilt auch für Frauen nach der Menopause.

Die Neubilldung von roten Blutkörperchen  wird durch einen in der Niere gebildeten Wachstumfaktor namens Erythropoetin  angeregt, der bei Sauerstoffmangel gebildet wird. Deshalb trainieren Sportler oft in großen Höhen, da durch die sauerstoffärmere Luft mehr Erythrozyten gebildet werden und eine höhere Sauerstoffaufnahme dadurch möglich ist und eine bessere Leistung. Beim Blutspender wird nach dem Blutverlust von 500 ml ebenfalls Erythropetin ausgeschüttet und die Blutbildung angeregt. Bis alle Blutzellen nachgebildet sind, vergehen aber mehrere Wochen.

Generell lässt sich die Blutbildung durch eine gute und eisenreiche Ernährung optimieren, man sollte allgemein vitaminreich essen, Kaffee, schwarzen Tee und Milch nicht unmittelbar nach einer Fleischmahlzeit trinken, denn dann wird das Eisen schlechter vom Körper aufgenommen. Vitamin C hilft bei der Eisenaufnahme, also gerne einen Orangensaft zum Steak trinken. Rotes Fleisch und Leber enthalten viel Eisen. Bei vegetarischer oder veganer Ernährung sollte man seine Hb- und Ferritinwerte regelmäßig kontrollieren lassen, um einen Eisenmangel rechtzeitig zu bemerken. Auf unserer Website haben wir Ernähurngstipps für Blutspender zusammengestellt.

Alle Spendetermine der kommenden Wochen gibt's wie gewohnt auf www.blutspendedienst.com/termine!

BILDER ZUM BEITRAG

KOMMENTARE ZUM BEITRAG

Lisa Rudolph - Blutspendedienst des BRK 02.01.2017, 14:16 Uhr

Hallo Hannah,
danke für Deinen Kommentar und Dein Engagement für die Blutspende!
Um Blut spenden zu können, musst Du mindestens 50 kg wiegen und einen stabilen Kreislauf haben. Ein niedriger Blutdruck ist kein Ausschlusskriterium, er sollte aber schon bei ca. 110/70 liegen. Wenn das der Fall ist und Du es gerne mal mit der Blutspende probieren möchtest, achte bitte darauf, dass du am Tag vor und am Tag der Blutspende ausreichend trinkst und gib gerne den Kollegen vor Ort Bescheid, dass es Deine erste Blutspende ist.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Hannah Berendt 26.12.2016, 19:15 Uhr

Hallo,
interessante Seite. Ich würde gerne Blutspenden, aber ich habe einen sehr niedrigen Blutdruck, ist das ein Problem? Ansonsten bin ich gesund.
Viele Grüße

Lisa Rudolph - Blutspendedienst des BRK 07.12.2016, 16:50 Uhr

Hallo Anna-Lena,
danke für Deinen Kommentar und Dein Engagement für die Blutspende!
Das Gewicht alleine ist noch nicht so entscheidend, sondern auch das Verhältnis zur Körpergröße. Ein junger Mann beispielsweise mit einem Gewicht von ca. 70 Kg bei einer Körpergröße von 193 cm könnte beim Blutspenden auch Probleme bekommen. Entscheidend ist auch die Kreislaufstabilität im Alltag. Zudem ist das Blutvolumen abhängig von Größe und Körpergewicht und man hier konstatieren muss , dass ein 80-90 Kg-Mann eben auch ein höheres Blutvolumen hat und somit der Verlust von 0,5 Liter Blut besser vertragen wird.
Auch die Frage nach sportlicher Betätigung kann ein Hinweis auf ein gute Spendeverträglichkeit sein. Jemandem der ohnehin einen sehr niedrigen Blutdruck oder grenzwertig hohen Blutdruck hat ist auch abzuwägen ob eine Spendetauglichkeit gegeben ist. Eine ausreichende Trinkmenge (ca. 1,5 -2 Liter am Spendetag ist ohnehin jedem Spender zu empfehlen.
Meine Kollegin von der Ärzte-Hotline würde am liebsten ein individuelles Gespräch mit Dir führen, um einige Details abzuklären und Dir eine verbindliche Auskunft geben zu können. Bitte melde Dich doch unter 0800 11 949 11 (kostenfrei, nur aus dem dt. Festnetz) oder info@blutspendedienst.com.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Anna-Lena Hansen 05.12.2016, 20:50 Uhr

Hallo :)
Ich möchte gerne am donnerstag das erste mal Blut spenden. Bisher hatte ich immer das Problem dass ich leichter als 50 kg war, aber momentan hält sich mein Gewicht zwischen 50 und 51 kg. Trotzdem hab ich etwas bedenken, ob ich die Blutspende gut vertragen werde. Kann ich außer viel trinken noch was tun vorher?
Liebe Grüße,
Anna-Lena

Lisa Rudolph - Blutspendedienst des BRK 28.11.2016, 13:53 Uhr

Hallo Sarah,
danke für Deinen Kommentar und Dein Engagement für die Blutspende!
Nach oben gibt es keine Grenze für das Körpergewicht; nur das Mindestgewicht beträgt 50 kg. Es gibt auf jedem Spendetermin immer mindestens eine Spenderliege, die bis zu einem Gewicht von 200 kg zugelassen ist. Wenn Du gesund bist und Deine Venen punktierbar sind, ist auch mit einem höheren Körpergewicht eine Blutspende möglich.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

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