PHARMAZEUTISCHE HERSTELLUNG

Pharmazeutische Herstellung

Aus einer Blutspende entstehen verschiedene Blutpräparate, die für die speziellen Anforderungen in der Transfusionsmedizin hergestellt werden.

Die verschiedenen Schritte der Verarbeitung von gespendetem Blut:

  • Filtration: Entfernung der weißen Blutkörperchen aus dem Vollblut, um die Reinheit der Blutprodukte zu erhöhen.
    Filtration:
    Entfernung der weißen Blutkörperchen aus dem Vollblut, um die Reinheit der Blutprodukte zu erhöhen.
  • Zentrifugation: Dabei werden die schweren roten Blutkörperchen vom Blutplasma getrennt.
    Zentrifugation:
    Dabei werden die schweren roten Blutkörperchen vom Blutplasma getrennt.
  • Auftrennung: Hier erfolgt die Auftrennung des Vollblutes in Blutplasma (gelb) und rote Blutkörperchen.
    Auftrennung:
    Hier erfolgt die Auftrennung des Vollblutes in Blutplasma (gelb) und rote Blutkörperchen.
  • Untersuchung: Die Blutspenden werden mittels PCR auf Krankheitserreger wie HIV, Hepatitis B/C und Weiteres untersucht.
    Untersuchung:
    Die Blutspenden werden mittels PCR auf Krankheitserreger wie HIV, Hepatitis B/C und Weiteres untersucht.

 

Das gespendete Blut wird innerhalb von 24 Stunden in unserem Produktionszentrum in Wiesentheid in die verschiedenen Komponenten aufgetrennt, verarbeitet und im PCR-Labor getestet.

Jede Blutspende wird mit einer hochsensitiven Methode, der Polymerase chain reaction (PCR), auf die Erreger HIV 1, HBV, HCV, HAV und Parvovirus B19 getestet. Die Herstellung von pharmazeutischen Blutpräparaten erfolgt streng nach den Richtlinien der Hämotherapie, die in Deutschland von der deutschen Bundesärztekammer im Einvernehmen mit dem Paul-Ehrlich-Institut herausgegeben werden.

Jährlich werden in Bayern über eine halbe Million Erythrozytenkonzentrate hergestellt, hinzu kommen weitere Blutprodukte wie Thrombozytenkonzentrate und Blutplasma. Zur Behandlung von Patientinnen und Patienten mit hämatologischen Erkrankungen (z. B. Blutkrebs) werden zudem autologe Stammzellen verarbeitet.

Stammzellpräparate

Für die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit bösartigen Erkrankungen des Blutes besteht in manchen Fällen die Möglichkeit der Stammzelltherapie. Der Blutspendedienst des BRK ist auf diesem Gebiet seit 10 Jahren Partner für verschiedene Einrichtungen in ganz Bayern. Viele autologe (d. h. vom Patienten stammende) und auch allogene (d. h. vom Fremdspender stammende) Stammzellpräparate wurden inzwischen beim Blutspendedienst des BRK hergestellt, um damit die Versorgung der hämato-/onkologischen Patientinnen und Patienten im Bereich der Stammzelltransplantation zu unterstützen.

Logo: Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes