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NEU: Hb-Wert-Messung vor Arztgespräch

Ein Beitrag von Lisa Rudolph vom 03.04.2018
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Im April wird auf allen Spendeterminen eine Änderung im Blutspendeablauf umgesetzt: Künftig heißt es „Hb-Wert-Messung vor vertraulichem Arztgespräch“.

Das bedeutet, die Messung des Hämoglobinwerts (Hb) wird dem Arztgespräch vorgelagert und erfolgt direkt nach der Registrierung und dem Ausfüllen des Fragebogens.

Nach wie vor ist es so, dass leider nicht gespendet werden kann, wenn Ihr Hb-Wert die für eine Blutspende erforderliche Mindestgrenze von 13,5 g/dl bei Männern und 12,5 g/dl bei Frauen unterschreitet. Dies teilt der Labor-Mitarbeiter Ihnen mit und empfiehlt gleichzeitig, den Befund noch einmal mit dem Teamarzt zu besprechen.

Vorteile des neuen Ablaufs:

  • Ihre Spendefähigkeit wird früher als bisher ermittelt und Sie wissen früher Bescheid, ob Sie Blut spenden dürfen oder leider nicht.
  • Der Arzt ist über den Hb-Wert informiert und kann – sofern Sie möchten – den Befund mit Ihnen besprechen und weitere medizinische Empfehlungen geben.
  • So entsteht insgesamt ein verbesserter Service für Sie als Spender, das mobile Entnahme-Team und diensthabenden Ärzte sowie unsere ehrenamtlichen Unterstützer.

Sowohl für Sie, als auch für uns ist es keinesfalls schön, einen freiwilligen Blutspender aufgrund eines zu niedrigen Hb-Wertes nicht zur Spende zuzulassen. Es ist wichtig zu wissen, dass auch dieses Zulassungskriterium zu Ihrem eigenen Schutz dient.

Sollten Sie den erforderlichen Hämoglobin-Grenzwert für eine Blutspende nicht erreichen, helfen Ihnen womöglich unsere Ernährungstipps für Blutspender weiter und selbstverständlich können Sie – nach Rücksprache mit dem Arzt – bei nächster Gelegenheit wieder zur Blutspende kommen, wir freuen uns auf Sie!

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Lisa Rudolph

Marketing & Kommunikation

Seit 2015 beim BSD. Macht am liebsten Marketing für eine richtig gute Sache und bloggt hier GEGEN GLEICHGÜLTIGKEIT!

Kommentare

Sepp 06.04.2018, 01:03 Uhr
Eine sinnvolle Neuregelung! Noch besser wär's natürlich, wenn der Hb-Wert gleich direkt nach der Registrierung, also noch vor Ausfüllen des Fragebogens, bestimmt werden würde. In den letzten Jahren hat sich die Hb-Messung ja einige Male geändert: Zunächst Blut vom Ohrläppchen, dann unblutige elektronische Messung am Finger, dann wieder Blut vom Ohrläppchen, vor zwei Monaten nun Blut von der Fingerkuppe (aua!). Ich nehme an, dass das Kapillarblut von der Fingerkuppe die genauesten Werte liefert - mich würde nun interessieren, ob die beiden anderen Verfahren jeweils eher zu hohe oder zu niedrige Werte ergeben haben. Und, ob der Hb-Wert dann auch aus dem venösen Blut der Spende nachgeprüft wird und wenn ja, inwieweit diese Werte dann vom Kapillarblut abweichen. Und noch eine letzte Frage: Wie hoch ist der Prozentsatz an Spendern, die wegen eines zu niedrigen Hb-Wertes nicht zugelassen werden? Schöne Grüße vom (heute neugierigen) Sepp ;-)

Fabienne Dechert - BSD 12.04.2018, 12:15 Uhr
Hallo Sepp, vielen Dank für Ihr Feedback und Ihre damit verbundenen Fragen! Als treuer Blutspender haben Sie festgestellt, dass die Messung des Hämoglobin-Wertes sowohl am Ohrläppchen, als auch am Finger und sowohl invasiv als auch nicht-invasiv durchgeführt wurde. Dass die Messmethoden sich unterscheiden ist mit der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Testgeräte und –verfahren begründet. Im Sinne der Spendersicherheit sind wir hier bestrebt, stets eine zuverlässige und unkomplizierte Methode anzubieten. Nach sorgfältiger Prüfung wurde nun die invasive Messung am Finger eingeführt, da diese Methode die zuverlässigste aller Messungen erlaubt.

Es ist nachgewiesen, dass die Messung mit Blut aus der Fingerkuppe genauer ist, als die mit Blut aus dem Ohrläppchen. Es ergibt sich eine geringere Abweichung von dem aus venösem Blut gemessenen Wert als bei der Messung am Ohrläppchen. Die anderen Verfahren liefern eher leicht höhere Werte, so dass mit der jetztigen Messmethode ein noch besserer Schutz für die Spender besteht.

Da also die invasive Messung am Finger genauere Werte ergibt als die am Ohrläppchen, wird diese Messung bevorzugt angewandt. Kleinere Abweichungen von der Messung im Labor aus venösem Blut sind natürlich nicht ausgeschlossen, für Blutspendetermine ist die Durchführung der Messung mit einem Schnelltest schlichtweg an geeignetsten. Die Hb-Werte werden nicht aus den Blutproben nachuntersucht, da es ja darum geht vor der Spende schnell, unkompliziert und möglichst genau entscheiden zu können, ob der Spender zugelassen werden kann.

Die roten Blutkörperchen – Erythrozyten genannt – haben die Aufgabe, alle Körperzellen mit lebenswichtigem Sauerstoff zu versorgen. Der in den Erythrozyten enthaltene rote Blutfarbstoff – das Hämoglobin – enthält Eisen, das den Sauerstoff bindet und so transportiert. Mit einer Blutspende gebt Ihr also wichtiges Eisen für den Neuaufbau von Hämoglobin ab. Um sicherzustellen, dass in Eurem Blut ausreichend Eisen vorhanden ist, um Eure Körperzellen mit Sauerstoff zu versorgen, ist ein Mindest-Hb-Wert von 13,5 g/dl (bei Männern) bzw. 12,5 g/dl (bei Frauen) vorgeschrieben für die Blutspende vorgeschrieben. Während der 56 Tage Mindestabstand zwischen zwei Spenden bildet Euer Körper die roten Blutkörperchen nach, das darin enthaltene Eisen könnt Ihr durch eine eisenreiche Ernährung ergänzen.

Frauen haben in der Regel einen niedrigeren Hb-Wert von 12,5 bis 16 g/dl und Männer haben einen höheren Wert von 13,5 bis 17 g/dl; darüber hinaus haben Frauen auch ein geringeres Blutvolumen von 5 bis 6 Litern, Männer dagegen haben 6 bis 7 Liter.

Männer können daher eine häufigere Blutabnahme besser verkraften und das Blut schneller und leichter wieder aufbauen als Frauen das könnten, so dass man Frauen, um keine Eisenmangelanämie zu provozieren, seltener zur Spende zulassen kann, also maximal 4 x pro 12 Monate, auch wenn kein zusätzlicher Blutverlust da ist. Wir freuen uns, wenn Sie uns auch weiterhin als Spender treu bleiben & wünschen Ihren noch eine schöne Restwoche! Viele Grüße, Fabienne vom BSD

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Sebastian 29.06.2018, 03:37 Uhr
Eine kurze Nachfrage: Wenn Männer Blut schneller wieder aufbauen können - für mich impliziert das dann auch, dass der Hb-Wert 'besser' ausgeglichen werden kann - warum ist dann der Mindest-Hb-Wert für Männer höher? Müssten nicht logischerweise Frauen einen höheren Mindestwert aufweisen, um sie zu schützen, zumal sie auch über die Regelblutung noch etwas Blut verlieren?

Lisa Rudolph 02.08.2018, 10:43 Uhr

Hallo Sebastian,
danke für Deinen Kommentar und Dein Engagement für die Blutspende!
Bitte entschuldige, dass wir Dir erst heute antworten - krankheits- und urlaubsbedingt hat die Abstimmung hierzu etwas länger gedauert.

Männer haben generell eine höhere Blutmenge und daher auch einen höheren Hb-Wert als Frauen. Wenn wir von allen Frauen auch einen Wert von 13,5 mg/dl wie bei Männern verlangen würden, müssten sehr viele Frauen abgewiesen werden, da die wenigsten diesen Wert erreichen.
Zum Schutz vor Eisenmangel dürfen Frauen daher nur 4 mal in 12 Monaten spenden, Männer aber 6 mal. Bei normaler Ernährung sollte dann bei beiden Geschlechtern kein Eisenmangel auftreten.

Viele Grüße, Lisa vom BSD


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Elmar 13.08.2018, 19:02 Uhr
Wie sicher sind die Hämoglobinwert-Messgeräte? Im Juni wurde ich am Freitag bei der Hämoglobinwertmessung mit den Messwerten 13,4-13,4-13,4 bei der Blutspende abgelehnt. Am darauffolgendem Montag ging ich zum Termin in eine andere Stadt Ergebnis 15,1 Ich durfte spenden Heute ging ich zur Spende =>1. Wert 13,4- 2. Wert 13,3; 3. Wert mit Parallel-Messgerät 14,8 => ich durfte spenden. Bei diesen Messergerbnissen zweifle ich die Messgenauigkeit dieser Messgeräte an. Wie werden diese Messgeräte kalibriert und geprüft.

Lisa Rudolph 14.08.2018, 12:22 Uhr

Hallo Elmar,
zur Hb-Wert-Bestimmung im Allgemeinen kann ich sagen, dass die Hb-Messung aus Kapillarblut gegenüber der Messung aus venösem Blut eine Unsicherheit vor allem durch die Probengewinnung hat, dass die Messung aus Kapillarblut dennoch sehr gut mit dem Standard der venösen Blutentnahme korreliert.
Wir können uns gerne Deine individuellen Werte nochmal ansehen und den Kollegen aus dem Ärzte-Team mit der Bitte um Einschätzung und Empfehlung vorlegen. Schicke hierzu bitte eine E-Mail an socialmedia@blutspendedienst.com mit Deinem Vor- und Nachnamen, Deiner Anschrift und Deinem Geburtsdatum für den Datenabgleich.
Viele Grüße, Lisa vom BSD


Alfons 06.01.2019, 19:31 Uhr
Sepp 06.04.2018, 01:03 Uhr ... "In den letzten Jahren hat sich die Hb-Messung ja einige Male geändert: Zunächst Blut vom Ohrläppchen, dann unblutige elektronische Messung am Finger, dann wieder Blut vom Ohrläppchen, vor zwei Monaten nun Blut von der Fingerkuppe (aua!)" ... Bei meiner Blutspende am 21.11.2017 hatte ich das Selbe festgestellt und per E-Mail an den Blutspendedienst geschrieben: „Zur Bestimmung des Hämoglobinwertes wurde nicht wie bisher ins Ohrläppchen gestochen, sondern in die Fingerkuppe des rechten Mittelfingers. Nicht nur, dass dies sehr viel unangenehmer ist, so ist dies auch ein größeres hygienisches Risiko. Mit der verletzten Fingerkuppe muss ich ja sofort weiter meinen Alltag bewältigen. Ich laufe Gefahr an kontaminierte Gegenstände zu fassen, muss mit der Hand abspühlen usw. Das Alles mache ich mit dem Ohrläppchen nicht. Dies ist also aus hygienischer Sicht der bessere Körperteil für die Entnahme dieser Blutprobe. Zum Zwecke der Schmerzvermeidung und der Sicherheit der Blutspender vor Infektionen, ist die bisherige Methode das Blut aus dem Ohrläppchen zu gewinnen wohl die angenehmere und sicherere.“ Damals habe ich folgende Antwort bekommen: „Wir hoffen, dass Sie also auch wieder zu uns kommen und den mit der invasiven Messung verbundenen Piekser weiterhin in Kauf nehmen. Sofern Sie am Tag der Spende ein Pflaster bzw. Handschuhe für diverse Tätigkeiten benötigen – tragen Sie es mit Stolz, Sie haben mit Ihrer Blutspende schließlich Leben gerettet!“ Natürlich bin ich seitdem weiter zur Blutspende gegangen, dabei geht es aber nicht um Stolz, sondern ich möchte eine Vermeidung von unnötigem Schmerz und Infektionsrisiko. Ferner muss man sich überlegen, dass für jede neue Messmethode sicher nicht gerade billige neue Testgeräte beschafft werden mussten. Ein Schelm wer Böses dabei denkt – aber hat da vielleicht der Hersteller dieser Geräte gute Lobbyarbeit geleistet? Mit freundlichen Grüßen Alfons

Fabienne Dechert - BSD 14.01.2019, 14:53 Uhr
Hallo Alfons, vielen Dank für Ihren Kommentar! Das können wir natürlich gut verstehen, dass Sie den Stich am Finger als unangenehmer empfinden. Wir können Ihnen versichern, dass es uns ganz einfach um den Schutz unserer Blutspender geht. Unsere Messergebnisse und -methoden überprüfen wir kontnuierlich und passen Sie somit auch bei Notwendigkeit an - wie eben auch in diesem Fall.

Es ist nachgewiesen, dass die Messung mit Blut aus der Fingerkuppe genauer ist, als die mit Blut aus dem Ohrläppchen. Es ergibt sich eine geringere Abweichung von dem aus venösem Blut gemessenen Wert als bei der Messung am Ohrläppchen. Die anderen Verfahren liefern eher leicht höhere Werte, so dass mit der jetztigen Messmethode ein noch besserer Schutz für die Spender besteht. Wir möchten Sie als Spender noch lange behalten und sind daher auch daran interessiert Ihre Gesundheit zu schützen! Beste Grüße, Fabienne vom BSD

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Mary 13.02.2019, 12:05 Uhr
Hallo ich wollte gestern Blutspenden gehen (zum 2.Mal) aber leider durfte ich nicht da mein Eisengehalt zu niedrig war. Welche Tipps gibt es dass ich meinen Eisengehalt anhebe und vor allem wie lange dauert es? Ich würde ungern zum nächstmöglichen Blutspendetermin im Nachbarort gehen und dann wieder davongewiesen werden.

Quirin Kreitmaier 13.02.2019, 12:47 Uhr
Hallo Mary,
für Tipps zur Anhebung des Eisengehalts kann ich Ihnen diese Ernährungstipps bestens empfehlen: Ernährungstipps für Blutspender.
Wir freuen uns auf Ihre nächste Spende.
Viele Grüße, Quirin vom BSD

Ihre Antwort

Ma 12.03.2019, 13:35 Uhr
Hallo wenn mein HB-Wert beim letzten Blutspendetermin nicht gepasst hat und ich heimgeschickt wurde muss ich dann auch eine gewisse Zeitspanne warten bis ich spenden darf?

Quirin Kreitmaier 12.03.2019, 14:01 Uhr
Hallo Ma,
nein Sie müssen keine bestimmte Zeitspanne abwarten, bevor Sie wieder zur Spende erscheinen dürfen, jedoch raten wir Ihnen mindestens 2-3 Tage Abstand vor dem nächsten Besuch einzuhalten, um eine erneute Ablehnung zu umgehen.
Für eine optimale Vorbereitung vor der nächsten Spende empfehle ich Ihnen den Beitrag über Ernährungstipps für Blutspender: https://www.blutspendedienst.com/blutspende/tipps-vor-der-blutspende/ernaehrungstipps-fuer-blutspender
Viele Grüße, Quirin vom BSD

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klaus hense 14.03.2019, 16:25 Uhr
hallo,gehe seit 54 jahren blut spenden,mein hb wert war immer 15,4-15,2 habe 174 spenden .bei meiner 175 spende-versuch,hatte ich nur 13,3 hb wert ,und durfte nicht spenden.nehme zur zeit eisenpräparat , vom arzt verschrieben.wann kannich die 175.und letzte spenden?????

Quirin Kreitmaier 14.03.2019, 16:42 Uhr
Hallo Klaus,
vielen Dank für Dein langjähriges Engagement für die Blutspende und unfassbare 174 Spenden! Sie dürfen jeden nächsten Spendetermin in Ihrer Gegend wahrnehmen. Wir drücken Ihnen die Daumen, dass Sie zu Ihrer letzten 175. Spende erfolgreich zugelassen werden.
Viele Grüße, Quirin vom BSD

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Michelle 14.05.2019, 15:34 Uhr
Ich hoffe diese Methode wird irgendwann wieder umgestellt :( das Stechen in die Fingerkuppe ist schmerzhafter als Blutspende an sich...meine ganze Fingerkuppe ist komplett blau und lila angelaufen seit der Spende gestern. Wenn ich erst in den Finger gestochen werde und dann heißt es vielleicht beim Arzt, das ich evtl doch nicht Spenden darf, wär das extrem ärgerlich!

Quirin Kreitmaier 15.05.2019, 09:58 Uhr
Hallo Michelle,
Das können wir natürlich gut verstehen, dass Sie den Stich am Finger als unangenehm empfinden. Wir können Ihnen versichern, dass es uns ganz einfach um den Schutz unserer Blutspender geht. Unsere Messergebnisse und -methoden überprüfen wir kontnuierlich und passen Sie somit auch bei Notwendigkeit an - wie eben auch in diesem Fall.

Es ist nachgewiesen, dass die Messung mit Blut aus der Fingerkuppe genauer ist, als die mit Blut aus dem Ohrläppchen. Es ergibt sich eine geringere Abweichung von dem aus venösem Blut gemessenen Wert als bei der Messung am Ohrläppchen. Die anderen Verfahren liefern eher leicht höhere Werte, so dass mit der jetztigen Messmethode ein noch besserer Schutz für die Spender besteht. Wir möchten Sie als Spender noch lange behalten und sind daher auch daran interessiert Ihre Gesundheit zu schützen!
Viele Grüße, Quirin vom BSD

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Lena Becker 30.05.2019, 23:25 Uhr
Hallo, Ich wurde letzten Monat aufgrund eines zu hohen Hämoglobinwerts abgelehnt. Was kann ich denn tun um diesen zu regulieren? Mir war es schon etwas unangenehm so kurz vorher abgelehnt zu werden, obwohl der anwesende Arzt meinte, dass das kein gravierendes Problem sei, jedoch hatte ich beim Messen schon den "Heute nicht" Stempel erhalten. Ich würde es demnächst gerne wieder versuchen. Viele Grüße

Quirin Kreitmaier 31.05.2019, 09:48 Uhr
Hallo Lena,
Ursache für einen zu hohen Hb-Wert ist häufig eine "Dehydration", also "Austrocknen" in Folge von großer körperlicher Anstrengung (starkes Schwitzen) bzw. zu geringer Wasseraufnahme oder es liegt eine sog. "Polyglobulie" vor, d.h. man hat vereinfacht gesagt zu viele rote Blutkörperchen. Die Ursache dafür könnten z. B. längerer Aufenthalt in großer Höhe (intensives Bergsteigen) oder Leistungssport sein. Wenn also "viel Trinken" nicht hilft, solltest Du beim Hausarzt mal ein Blutbild machen lassen um zu sehen, ob Deine Erythrozytenzahl im Normbereich ist. Dir braucht es auf keinen Fall unangenehm sein und wir würden uns freuen, wenn Du es erneut versuchst.
Viele Grüße, Quirin vom BSD

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Andreas 09.07.2019, 18:50 Uhr
Ich wurde heute erneut vom Spenden (48. Spende!) zurückgestellt, weil mein Hb-Wert zu hoch war. Vor einigen Jahren wurde ich von einem Spezialisten aus alle möglichen Ursachen (u.a. Gen-Defekt etc. etc. etc.) getestet und als absolut gesund, eben mit einem chronisch immer etwas erhöhten Hb-Wert ) wieder in die freie Wildbahn entlassen. Welche gesundheitlichen Risiken sprechen da gegen eine Blutspende? Die einzige Therapie gegen Polyglobulie ist der klassische Aderlass, bei dem 250 ml Blut „abgelassen“ wird! Da wäre doch eine Spende von 500 ml Vollblut und „vielem gesunden Hb“ doch sogar förderlich!!!! Ich verstehe es wirklich nicht! Danke

Lisa Rudolph 10.07.2019, 09:34 Uhr

Hallo Andreas,
Polyglobulie ist leider ein Ausschlussgrund für die Blutspende, da durch die erhöhte Zellzahl ein Risiko für thromboembolische Ereignisse, auch im Rahmen der Blutspende, besteht. Deshalb wird man nicht zugelassen. Wenn der Hausarzt Aderlässe macht, kann er auch geringere Mengen abnehmen und gleichzeitig Infusionen geben. 
Du kannst Dich gerne telefonisch mit unserem Ärzte-Team in Verbindung setzen, falls Du eingehender darüber sprechen möchtest: 0800 11 949 11, Mo-Fr, 8.00-17.00 Uhr, kostenfrei aus Mobil- und Festnetz.
Viele Grüße, Lisa vom BSD


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Benji 20.08.2019, 12:43 Uhr
Ich wurde heute leider abgewiesen, weil mein Hb-Wert bei 3 Messungen zu niedrige war 12,8 - 13,4 - 13,0. Jede Messung wurde am selben Gerät mit Blut vom selben Finger gemessen, was mich etwas an der Genauigkeit dieses Tests zweifeln lässt. Weiters würde mich interessieren warum die Grenzwerte geschlechtsabhängig sind? Ich habe generell Thalassämie, was bei bisherigen Spenden jedoch nie ein Problem dargestellt hat. Weil der Wert bei 13,6 lag. Stellt es wirklich ein derart verheerendes Problem dar, wenn dieser Wert auf 13,4 sinkt und man deshalb auf Blut verzichtet? Nebenbei habe ich auch noch eine relativ seltene Blutgruppe mit B negativ. Liebe Grüße

Simon Feiler - BSD 20.08.2019, 13:35 Uhr
Hallo Benji, vielen Dank für Ihren Kommentar. Ich würde Sie bitten, sich mit Ihren Fragen direkt an unsere Ärzteteam zu wenden: 0800 11 949 11, Mo-Fr, 8.00-17.00 Uhr, kostenfrei aus Mobil- und Festnetz. Im speziellen muss abgeklärt werden, ob eine Blutspende bei einer Thalassämie grundsätzlich erlaubt ist. Viele Grüße, Simon vom BSD

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