Tag der gesunden Ernährung: Warum die richtigen Lebensmittel wichtig für Blutspender sind!

Ein Beitrag von Lisa Rudolph vom 06.03.2017
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 Erythrozyten, Hämoglobinwert und Eisen sind Begriffe, die für die meisten Menschen zunächst einmal keine große Bedeutung haben. Doch gerade Blutspender sind auf einen ausreichenden hohen Hämoglobinwert angewiesen! Wir verraten Euch warum und zeigen, wie die perfekte Blutspender-Mahlzeit aussieht.

Abhängig von Alter, Geschlecht und Gewicht hat ein Mensch 5-6 Liter Blut in seinem Körper. Davon werden 1,2 Liter jeden Monat neu gebildet, da die roten Blutkörperchen, die Erythrozyten, nur eine begrenzte Lebensdauer haben. Das im roten Blutfarbstoff Hämoglobin enthaltene Eisen wird dabei fast vollständig zur Neubildung der Erythrozyten verwendet. Diese haben die Aufgabe, alle Körperzellen mit lebenswichtigem Sauerstoff zu versorgen und auf dem Rückweg zur Lunge Kohlendioxid als Stoffwechselendprodukt zu entfernen.

Hat ein Mensch zu wenig Eisen ist der Hämoglobinwert (Hb-Wert) zu niedrig und der Transport von Sauerstoff, wie auch die Neubildung von Erythrozyten somit gefährdet. Eine Blutspende ist nicht möglich, da das gespendete Blut nicht nachgebildet werden kann. Aufgebrauchte Eisenreserven stellen für den Körper eine große Gefahr dar. Anzeichen für einen Eisenmangel können Müdigkeit, Vergesslichkeit und Konzentrationsstörungen sein. (Alle Anzeichen findest Du hier: www.blutspendedienst.com/blutspende/tipps-vor-der-blutspende/haemoglobin-eisenmangel

Da unser Körper Eisen nur über die Nahrung aufnehmen kann, ist eine ausgewogene Ernährung sehr wichtig. Dabei ist nicht nur der Eisengehalt in Lebensmitteln für eine optimale Versorgung des Körpers ausschlaggebend, sondern auch die Zusammensetzung der Nahrung!

In dieser Tabelle finden Sie Nahrungsmittel mit einem überdurchschnittlich hohen Eisengehalt: www.blutspendedients.com/blutspende/tipps-vor-der-blutspende/ernaehrungstipps-fuer-blutspender

Dabei kann das Eisen aus tierischen Nahrungsmitteln (Leberwurst, Schweineleber, Rindfleisch, etc.) in Verbindung mit dem Verzehr von pflanzlichen Eisen (Hirse, Pfifferlinge, Bohnen, etc.) am besten vom menschlichen Körper verwertet werden. Milch und Milchprodukte sind Sattmacher und enthalten nur wenig Eisen. Auch Fertiggerichte, Cola, Wein, Tee, Kaffee und Kakao hemmen die Eisenaufnahme. Vitamin C hingegen steigert die Eisenaufnahme aus der Nahrung.

Also steht einem guten Steak mit leckeren gekochten Gemüse und einer Saftschorle nichts mehr im Wege…

In diesem Sinne: Mahlzeit!

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Lisa Rudolph

Marketing & Kommunikation

Seit 2015 beim BSD. Macht am liebsten Marketing für eine richtig gute Sache und bloggt hier GEGEN GLEICHGÜLTIGKEIT!

Kommentare

Andrea Horst 31.10.2021, 09:10 Uhr
Bei den Ernährungsempfehlungen wird viel zu viel Gewicht auf Fleisch (z.B. Steak) gelegt. Aus vielen Gründen (Umweltschutz, Tierwohl, CO2-Ausstoß, Ausbeutung der 3. Welt durch Futtermittelanbau, Antibiotikabelastung des Fleischs, Massentierhaltung usw.) sollte auch das DRK differenziertere Empfehlungen aussprechen. Besonders Menge und Qualität des Fleisches spielen eine Rolle. Ich selbst (Ü60/weiblich/Dipl. Biologin) ernähre mich seit fast 10 Jahren vegetarisch. Meine Eisenwerte sind seither deutlich besser als in den Jahren mit Fleischkonsum (allgemein gesünder fühle ich mich auch) .... irgendwie scheint die Mär vom notwendigen Fleischkosum für die Eisenversorgung nicht ganz zu stimmen. Meine Vorschläge: Tipps zur guten, abwechslungsreichen vegetarischen Ernährung (oder zur Ernährung mit sehr reduziertem Fleischkonsum) und zu statistischen/wissenschaftlichen Zwecken sollte das DRK auf dem langen Spendefragebogen auch mal nach der Ernährungsform fragen. .... Grüße

Lisa Rudolph 02.11.2021, 13:40 Uhr
Hallo Andrea,
vielen Dank für Ihren Beitrag und Ihr Engagement für die Blutspende!
Danke auch für Ihr differenziertes Feedback zum Thema eisenreiche Ernährung. Wir geben das gerne an die zuständige Stelle weiter und werden unserer Ernährungstipps zeitnah um fleischlose bzw. pflanzliche Alternativen erweitern.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

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