Wissenswertes: Auf welche Krankheiten wird das Blut nach der Spende untersucht? (Teil 2)

Ein Beitrag von Fabienne Dechert vom 25.04.2014
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Nach Abschluss des Blutspendetermins gehen die Spenden in unser Produktions- und Logistikzentrum nach Wiesentheid. Dort werden die Spenden nicht “nur“ in ihre einzelnen Blutbestandteile aufgeteilt, sondern natürlich auch auf unterschiedliche Krankheiten hin getestet.

 


Dazu wird von jedem Spender am Termin eine geringe Menge Blut in Teströhrchen abgenommen. Dieses Blut wird für die Laboruntersuchungen zum einen nach Wiesentheid und zum anderen in das Labor nach München gebracht.

Vorbereitungsarbeiten für die eigentlichen Untersuchungen

Im ersten Schritt erfolgen die Vorbereitungsarbeiten für die eigentlichen Untersuchungen:

  • die Blutgruppenbestimmung nach dem AB0-System
  • die Bestimmung des Rhesus-Faktors
  • eine Untersuchung nach irregulären Blutgruppen-Antikörpern
  • die Untersuchung auf Antikörper bzw. Antigene gegen Hepatitis-B und Hepatitis-C, HIV sowie Syphilis

Du fragst Dich warum Deine Blutgruppe und der Rhesusfaktor noch einmal im Labor bestimmt werden, obwohl Du vielleicht schon mehrmals Blut gespendet hast? Die regelmäßige Untersuchung auch bei Dauerspendern und der Vergleich dieser Ergebnisse mit den Ergebnissen aus vorangegangenen Spenden dienen der Verhinderung von Verwechslungen.

Virusdirektnachweis mittels der PCR-Testung

Im nächsten Schritt wird ein Virusdirektnachweis mittels der PCR-Testung für folgende Virusarten durchgeführt:

Wichtig zu wissen! Die Viren bzw. virusspezifische Antikörper sind im Blut zwar nachweisbar, allerdings erst mehrere Wochen nach einer Infektion. D.h. es gibt eine sogenannte Fensterphase, in der wir den Virus trotz der Tests nicht nachweisen können.

Durch den PCR-Test können wir dieses Fenster z.B. bei dem HI-Virus von etwa sechs Wochen auf etwa zwei Wochen verkürzen. Zu 100 Prozent ausschließen können wir eine Infektion dadurch leider nicht. Daher ist es wichtig, dass der medizinische Fragebogen vor der Blutspende wahrheitsgemäß ausgefüllt wird.

Falls bei einer der aufgeführten Untersuchungen ein Befund von der Norm abweichen sollte, würden wir Dich schriftlich über das Ergebnis informieren.

Hinter jeder Blutspende steckt eine ganze Menge an Arbeit

Ich weiß, dass waren ganz schön viele Informationen. Der Beitrag soll verdeutlichen, dass hinter jeder Blutspende noch eine ganze Menge an Arbeit folgt. Durch die ganze Reihe an Tests stellen wir sicher, dass Blutspendeempfänger Blutprodukte erhalten, die einem höchstmöglichen Sicherheitsstandard entsprechen.

Welche Untersuchungen bereits während des Blutspendetermins durchgeführt werden, kannst Du hier nachlesen.

Wir würden uns freuen, Dich bei einem unserer nächsten Blutspendetermine begrüßen zu dürfen. Alle Termine der nächsten sechs Wochen findest Du auf unserer Website unter www.blutspendedienst.com/termine

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Fabienne Dechert

Seit 2013 beim BSD. Radelt gerne durch München, geht gerne auf Reisen und bloggt hier GEGEN GLEICHGÜLTIGKEIT.

Kommentare

Tim Trump 15.09.2017, 11:00 Uhr
Hallo.. haben eine frag und zwar ich war blutspenden wenn bei meinet spende iwas auffällig gewesen wäre sei es hiv Syphilis usw hätte ich dann von euch bescheid bekommen bzw keinen spenderausweis erhalten.? Mit freundlichen Grüßen

Lisa Rudolph 15.09.2017, 12:05 Uhr

Hallo Tim,
danke für Ihren Beitrag und Ihr Engament für die Blutspende!

Wenn Auffälligkeiten im Rahmen der Blutuntersuchung festgestellt werden, informieren wir die Spender umgehend per Post und versenden keinen Blutspendeausweis. Da Du Deinen Blutspendeausweis erhalten hast, kannst Du davon ausgehen, dass alles in Ordnung ist.

Viele Grüße, Lisa vom BSD


Ihre Antwort

Tim Trump 15.09.2017, 11:02 Uhr
Hallo ich habe eine frage und zwar war ich blutspenden wenn bei meiner spende hiv Syphilis usw gemerkt wurde hätte ich von euch bescheid bekommen bzw keinen ausweis erhalten.? Mit freundlichen Grüßen

Lisa Rudolph 15.09.2017, 12:05 Uhr
Hallo Tim,
danke für Ihren Beitrag und Ihr Engament für die Blutspende!

Wenn Auffälligkeiten im Rahmen der Blutuntersuchung festgestellt werden, informieren wir die Spender umgehend per Post und versenden keinen Blutspendeausweis. Da Du Deinen Blutspendeausweis erhalten hast, kannst Du davon ausgehen, dass alles in Ordnung ist.

Viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

Lara 27.09.2017, 21:50 Uhr
Hallo Blutsprende-Team, für den Fall, dass Auffälligkeiten vorhanden sind: Wie lange dauert es ungefähr, bis man per Post informiert wird? Danke und viele Grüße, Lara

Lisa Rudolph 29.09.2017, 10:53 Uhr
Hallo Lara,
danke für Deinen Beitrag und Deine Bereitschaft, Blut zu spenden!
Bei auffälligem Befund informieren wir innerhalb von vier Wochen, andernfalls senden wir den Blutspendeausweis direkt zu.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

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Maxim 03.10.2017, 13:54 Uhr
Hallo liebes Blutspende-Team, erste Frage: dass der Blutspendeausweis nach der Erstspende bei auffälligem Befund gar nicht geschickt wird, gilt nur für BRK bzw. Bayern oder ist es genau so bei DRK bzw. deutschlandweit ? Zweite Frage: Wenn man den Hausarzt bei der Spende angegeben hat, bei einer Auffälligkeit bekommt er die Mitteilung oder der Spender oder beide ? Ist die Vorgehensweise auch hier deutschlandweit gleich bei BRK und DRK ? Dritte Frage: als Mann darf man ja alle zwei Monate spenden, aber wenn man seltener spendet, welche Abstände sind sinnvoll ? Ich habe gelesen, dass ein der mehreren Blutprodukte eingefroren wird und erst dann verwendet, wenn der Spender wieder kommt. Ansonsten wird das Produkt vernichtet. Wann sollte man nach einer Spende das nächste Mal wieder kommen, damit das Produkt nicht vernichtet wird ? Danke

Fabienne Dechert - BSD 10.10.2017, 10:29 Uhr
Hallo Maxim, entschuldige bitte die späte Antwort! Auch Erstspender, die nicht Blut spenden dürfen, weil die Infektionsserologie auffällig war, erhalten einen Blutspendepass mit sogenanntem Sperrvermerk. Dies müsste nach meinem Kenntnisstand für alle DRK-Blutspendedienste gelten. Wie das andere Blutspendedienste handhaben, müsstest Du dort erfragen-

Bei Auffälligkeiten bei der Blutuntersuchung erhalten sowohl der Hausarzt als auch der Spender einen Brief.

Das Plasma wird gefroren, 4 Monate gar nicht weitergegeben und erst freigegeben, wenn eine nachfolgende Plasmaspende wieder negativ auf Infektionen getestet wurde. Es ist also immer so, dass, wenn der Spender innerhalb von 12 Monaten wieder spendet und die Blutuntersuchung unauffällig war, das Plasma der letzten Spende verwendet wird. 4 Monate wird das Plasma mindestens gelagert und wenn Du in der Zwischenzeit wieder spendest, wird das Plasma der Spende davor frei. Falls Du weitere Fragen hast, kannst Du Dich gerne melden. Viele Grüße, Fabienne vom BSD

Maxim 10.10.2017, 16:34 Uhr
Hallo Frau Dechert, dann ist es ein Widerspruch zu dem, was Lisa Rudolph gepostet hat :) "Lisa Rudolph 15.09.2017, 12:05 Uhr .....Wenn Auffälligkeiten im Rahmen der Blutuntersuchung festgestellt werden, informieren wir die Spender umgehend per Post und versenden keinen Blutspendeausweis..." Ist aber nicht so wichtig :)

Fabienne Dechert - BSD 11.10.2017, 08:46 Uhr
Hallo Maxim, vielen Dank für Deine Rückmeldung! Ja, das stimmt, da hatte Lisa leider zunächst eine nicht korrekte Info erhalten - sorry dafür! Viele Grüße, Fabienne vom BSD

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Brigitte 04.10.2017, 12:10 Uhr
Hallo, ich möchte Blutplasma spenden und habe dazu eine wichtige Frage. Was GENAU wird im Blut getestet? Und was im URIN? Ich wüßte gerne lediglich die Abkürzungen für die Werte, die getestet werden. Ich hoffe auf baldige Antwort, denn bereits morgen ist der Termin der ersten Untersuchung in einem Plasma-Zentrum. Vielen lieben Dank vorab.

Fabienne Dechert - BSD 10.10.2017, 10:09 Uhr
Hallo Brigitte, entschuldige die späte Antwort! Ich hoffe, die Kollegen im Plasmazentrum konnten Dir Deine Fragen vor Ort beantworten. Die Untersuchungen bei der Plasmaspende sind die gleichen wie bei der oben beschriebenen Vollblutspende. Das heißt, Hepatitis-serologie, HIV-Test, Geschlechtskrankheiten, Antikörper-screening, direkter Virennachweis, Parvovirus B19, Cytomegalievirus. Ein Urintest wird nicht durchgeführt. Viele Grüße, Fabienne vom BSD

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Erba 10.10.2017, 13:01 Uhr
Hallo zusammen, ich habe vor zwei Wochen das erste mal Blut gespendet und eine Woche später ein Dankesbrief (BRK) erhalten. Kann man davon ausgehen das, das Blut in Ordnung ist und weitergegeben werden kann. Ganz herzlichen Dank für eine Rückmeldung und Grüße

Fabienne Dechert - BSD 10.10.2017, 13:11 Uhr
Hallo Erba, vielen Dank für Deinen Einsatz als Blutspender! Falls bei einer der aufgeführten Untersuchungen ein Befund von der Norm abweichen sollte, hätten wir Dich schriftlich über das Ergebnis informieren. Viele Grüße & bis hoffentlich bald auf einem unserer Blutspendetermine, Fabienne vom BSD

Ihre Antwort

Roland 26.10.2017, 13:16 Uhr
Ihr schreibt: Wichtig zu wissen! Die Viren bzw. virusspezifische Antikörper sind im Blut zwar nachweisbar, allerdings erst mehrere Wochen nach einer Infektion. D.h. es gibt eine sogenannte Fensterphase, in der wir den Virus trotz der Tests nicht nachweisen können. Durch den PCR-Test können wir dieses Fenster z.B. bei dem HI-Virus von etwa sechs Wochen auf etwa zwei Wochen verkürzen. Zu 100 Prozent ausschließen können wir eine Infektion dadurch leider nicht. Daher ist es wichtig, dass der medizinische Fragebogen vor der Blutspende wahrheitsgemäß ausgefüllt wird. Falls bei einer der aufgeführten Untersuchungen ein Befund von der Norm abweichen sollte, würden wir Dich schriftlich über das Ergebnis informieren. Frage: Wie ist cie Lage nach dem Verstreichen des diagnostischen Fensters? Sind Infektionen dann immer nachweisbar? Können bis zur Nachweisbarkeit auch längere Zeiträume vergehen, z.B. 2-3 Jahre?

Christian Kohl - Blutspendedienst des BRK 30.10.2017, 08:36 Uhr
Hallo Robert, laut Informationen des Robert-Koch-Instituts kann eine Infektion mit HIV sicher nach 12 Wochen festgestellt werden, selbst wenn die Antikörperbildung bei einem Menschen durch Behandlungen oder Erkrankungen schwer gestört ist. Der durchgeführte Test ist ein Antikörper-Antigen-Test (Westernblot ) und kann in diesem Fall ein Nachweis über die Antigenkomponente liefern. Viele Grüße, Christian vom BSD

Roland 01.12.2017, 11:27 Uhr
Wie siehts mit den anderen Infektionen aus? Hepatitis, Lues, Parvovirus etc.? Wäre es theoretisch möglich dass diese über 2-3 Jahre unentdeckt bleiben?

Fabienne Dechert - BSD 04.12.2017, 13:55 Uhr
Hallo Roland, nach Rücksprache mit unserer Ärztin wird mit unseren Tests eine Infektion sicher erkannt. Auch auf die Krankheiten Lues, Parvovirus und Syphilis wird mit einem direkten Virusnachweis untersucht. Ein Fall bei dem eine Infektion mehrere Jahre unentdeckt bleibt,  ist uns nicht bekannt. Viele Grüße, Fabienne vom BSD

Roland 06.12.2017, 07:25 Uhr
Ich bin ein bisschen verwundert.... Lues und Syphilis ist das gleiche. Das sind aber keine Viren..., sondern Bakterien, die eigentlich über TPHA-Test nachgewiesen werden (AK-Test). Irgendwie stimmt da was nicht. Verwechsle ich da was? Bitte um Klärung. Vielen Dank.

Fabienne Dechert - BSD 07.12.2017, 08:13 Uhr
Guten Morgen Roland, entschuldige, da scheint es tatsächlich ein Missverständnis gegeben zu haben – das sollte natürlich nicht vorkommen! Syphilis und Lues sind natürlich Bezeichnungen für die gleiche Krankheit. Der Erreger Treponema pallidum ist ein Bakterium. Der Test, der durchgeführt wird, ist der Treponema-pallidum- Hämagglutinationstest, der 2-3 Wochen nach Infektion reaktiv wird. D. h. es gibt eine sogenannte Fensterphase von 2-3 Wochen, in der das Bakterium nicht nachweisbar ist. Bei Rückfragen kannst Du auch sehr gerne über die 0800 11 949 11 (kostenfrei aus dem dt. Festnetz) direkt Kontakt mit dem Ärzte-Team aufnehmen. Viele Grüße, Fabienne vom BSD

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Kathrina 14.11.2017, 11:09 Uhr
Verstehe ich das richtig, dass es also möglich ist sich über eine Blutspende zB mit HIV anzustecken, wenn der Spender also im sozusagen falschen Fenster gespendet hat? Also er ist infiziert, aber noch so frisch, dass der Test versagt. Die Spende geht dann so durch? Das wäre ja schlimm

Lisa Rudolph 14.11.2017, 13:04 Uhr
Hallo Kathrina,

grundsätzlich verstehst du das richtig. Das maximale Risiko, dass es zu einer Übertragung des HI-Virus durch Blutpräparate kommt, beträgt allerdings 1 : 4,3 Millionen, so ein Fall ist zudem seit den 1980er Jahren nicht mehr eingetreten.

Trotz der Tatsache, dass die Testmethoden höchsten wissenschaftlichen und technischen Standards entsprechen, bleibt ein Restrisiko erhalten – das sogenannte diagnostische Fenster. Diagnostisches Fenster bedeutet, dass in den ersten Tagen nach einer Neuinfektion das HI-Virus im Blut nicht nachweisbar ist. Dieses Restrisiko kann mit keinem zur Verfügung stehenden Test ausgeschlossen werden. Aufgrund der geringen Haltbarkeit von Blutkonserven (42 Tage) kann eine Testung nicht erst nach Überbrückung des diagnostischen Fensters durchgeführt werden. Um Infektionsrisiken auszuschließen gibt es aber nicht nur die Testmethoden, sondern sowohl den generellen Ausschluss von Personen mit Risikoverhalten von der Blutspende als auch den freiwilligen Selbstauschluss am Ende des Spendevorgangs, bei dem Spender uns diskret über ein bestehendes Infektionsrisiko informieren können.

Da die Sicherheit der Blutprodukte und der Schutz eines meist schwerkranken Blutempfängers bei uns die höchste Priorität haben, setzen wir also einerseits das moderne, hoch sensitive PCR-Verfahren zur Testung der Blutspenden ein und sind andererseits auf eine vertrauensvolle Beziehung zum Blutspender und auf dessen ehrliche Beantwortung der Gesundheitsfragen angewiesen.

Viele Grüße, Lisa vom BSD

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Carolin 16.11.2017, 18:28 Uhr
Hallo, was passiert mit den Blutspenden, bei denen der Spender einen Selbstausschluss einträgt? Wird das Blut trotzdem untersucht und er wird benachrichtigt? Was passiert mit dem Blut? Frage mal aus Interesse...

Lisa Rudolph 17.11.2017, 08:49 Uhr
Hallo Carolin,
in diesem Fall wird die Konserve nicht weitergegeben, sondern vernichtet. Das Blut des Spenders wird aber untersucht und bei Auffälligkeiten wird der Spender schriftlich informiert.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

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Martin 29.11.2017, 01:09 Uhr
Hallo, wird bei einer Blutspende auch festgestellt, ob der Spender Diabetes hat? lg

Fabienne Dechert - BSD 30.11.2017, 13:06 Uhr
Hallo Martin, vielen Dank für Deine Frage! Der Blutzucker-Wert wird nicht im Rahmen der Blutuntersuchung bei der Spende bestimmt.
Der normale Blutzuckerwert sollte auch nüchtern gemessen werden, das ist beim Blutspenden nicht möglich. Viele Grüße, Fabienne vom BSD

Ihre Antwort

Hannah Bechert 03.12.2017, 23:25 Uhr
Hallo liebes Blutsprende-Team, ich war letztens bei der Blutspende. Leider kam nicht genug Blut, so dass bei 300 ml abgebrochen werden musste. Ich vermute, dass es der Fall ist - aber ich frage zur Sicherheit: Wird das Blut auch untersucht und geht in die Spende? Danke und viele Grüße, Hannah

Fabienne Dechert - BSD 04.12.2017, 12:45 Uhr
Hallo Hannah, vielen Dank für Deine Frage und Deinen Einsatz als Blutspenderin! Das Blut wird in jedem Fall untersucht und die geleistete Blutspende wird Dir auch angerechnet. Die Blutspende kann nur leider nicht verwendet werden. Das liegt daran, dass das gerinnungshemmende Medikament, das bereits im Entnahmebeutel enthalten ist, bei einer Unterfüllung mit Blut zu hoch dosiert ist. Da aus dem Vollblut ein sogenanntes zugelassenes Fertigarzneimittel hergestellt wird, müssen diese Grenzen eingehalten werden. Daher darf eine solche Blutkonserve nicht zur Transfusion freigegeben werden. Wir freuen uns, wenn Du bei einem der nächsten Blutspendetermine wieder dabei bist! Viele Grüße, Fabienne vom BSD

Ihre Antwort

Imane 05.12.2017, 10:54 Uhr
Hallo liebes Blutspendeteam, man hatte vor vielen Jahren Syphilis bei mir festgestellt. Es wurde daraufhin mit Penicillin behandelt. Vor 2 Jahren wollte ich gerne Blut spenden. Aber ich darf nicht. Es heißt man Blut wäre verpestet. Kann ich nun niemals mehr mein Blut spenden?

Fabienne Dechert - BSD 05.12.2017, 11:27 Uhr
Hallo Imane, vielen Dank für Deine Frage und Deine Bereitschaft, Blut zu spenden! Nach Rücksprache mit unserem Ärzte-Team muss ich Dir mitteilen: Das Transfusionsgesetz schreibt tatsächlich einen Dauerausschluss nach einer abgelaufenen Syphiliserkrankung vor. Daher darfst Du leider lebenslang nicht mehr zur Blutspende zugelassen werden. Diese Regelung dient der maximalen Sicherheit der Blutprodukte für die Blutspendeempfänger. Wenn Du noch Rückfragen dazu hast, kannst Du das auch gerne nochmal im persönlichen Gespräch mit der Ärztin besprechen. Du erreichst diese unter der 0800 11 949 11 (kostenfrei aus dem dt. Festnetz) Tut mir leid, dass ich keine besseren Nachrichten für Dich habe! Viele Grüße, Fabienne vom BSD

Ihre Antwort

Gerhard - Victor 10.12.2017, 12:43 Uhr
Hallo, bekomme ich auf Anfrage die Blutwerte die nach der Blutspende gemacht werden auch zugeschickt ? Danke

Fabienne Dechert - BSD 12.12.2017, 11:01 Uhr
Hallo Gerhard-Victor, vielen Dank für Deine Frage und Deinen Einsatz als Blutspender! Die Werte können an Deinen Hausarzt geschickt werden. Dazu benötigen wir Deinen vollständigen Namen, Adresse und Geburtsdatum für die Zuordnung und die vollständige Adresse des Arztes. Bitte schicke uns diese Daten per Direktnachricht an socialmedia@blutspendedienst.com. Vielen Dank & Grüße, Fabienne vom BSD

Ihre Antwort

Laura 11.12.2017, 20:31 Uhr
Hallo eine Frage wenn beim Blutspenden danach beim Untersuchen vom Blut etwad auffällt schickt ihr es per Post oder durch persönliches Einschreiben?

Fabienne Dechert - BSD 12.12.2017, 10:40 Uhr
Hallo Laura, wenn es Abweichungen der Laborwerte gibt, bekommt der Blutspender innerhalb von 2-3 Wochen per Einschreiben von uns Bescheid. Viele Grüße, Fabienne vom BSD

Ihre Antwort

Giulia Giovannini 12.12.2017, 07:43 Uhr
Hallo, ich habe gestern Blut gespendet aber vergessen anzugeben das ich einen Tag vorher eine Tablette Ibubeta 400 genommen habe da ich eigentlich nie solche Tabletten nehme. Jetzt wollte ich fragen ob es da irgendwelche Auswirkungen gibt und ob ich dies irgendwo melden muss?

Fabienne Dechert - BSD 12.12.2017, 10:50 Uhr
Hallo Giulia, vielen Dank, dass Du Dich meldest! Wenn mehr als 20 Stunden zwischen der Einnahme der Tablette und der Spende liegen, ist es unproblematisch. Bei einem kürzeren Zeitabstand melde Dich bitte über unsere Hotline 0800 11 949 11 (kostenfrei aus dem dt. Festnetz) oder über die 09383 2011222 (aus dem Mobilfunknetz). Vielen Dank für Deine Mithilfe & viele Grüße, Fabienne vom BSD

Ihre Antwort

Ulf Matthias 02.01.2018, 17:09 Uhr
Hallo BSD, ich wollte mal fragen ob auch der PSA Test an dem Spenderblut durchgeführt wird so mit 50 Jahren ist dieses schon interessant .

Lisa Rudolph 03.01.2018, 08:31 Uhr
Hallo Ulf,
vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihr Engagement für die Blutspende!

Weil wir wissen, dass dem Großteil unserer Spender die eigene und die Gesundheit anderer sehr am Herzen liegt, sind solche zusätzlichen Tests auch bei uns ein beliebtes Dankeschön an unsere Spender.
Das Screening zur Feststellung von Prostata-Karzinomen und Verlaufsparameter nach Diagnose und Behandlung von Prostata-Karzinomen wäre allerdings nur für die Hälfte unserer Spender sinnvoll und im Grunde genommen auch erst ab einem Alter von 45 Jahren. Um ein Screening in unseren Regelablauf zu integrieren, sollte dieses für möglichst viele Spender relevant sein.

Auf dieser Basis haben wir die Test ausgewählt, die im Rahmen des Gesundheitschecks angeboten werden.
Anspruch auf den Gesundheitscheck haben Frauen, die drei Mal und Männer, die vier Mal innerhalb von 12 Monaten Blut gespendet haben und Blutspender, die einen Erstspender mitbringen. Der Gesundheitscheck umfasst folgende Untersuchungen:

  • Die Leberwerte Glutamat-Pyruvat-Transaminase (GPT), Glutamat-Oxalat-Transaminase (GOT), Gamma-Glutamyl-Transferase (GammaGT) und Bilirubin (TBI).
  • Die Blutfettwerte Gesamtcholesterin (CHOL), High-Density-Lipoprotein (HDL)-Cholesterin (das sogenannte „gute Cholesterin“), Low-Densitiy-Lipoprotein (LDL)-Cholesterin (das sogenannte „schlechte Cholesterin“) und Triglyceride (TGL).
  • Der Nierenwert Kreatinin (CREA) und die Harnsäure (HS).
Weitere Infos: www.blutspendedienst.com/gesundheitscheck

Wir freuen uns, Sie beim nächstmöglichen Spendetermin wieder begrüßen zu dürfen!

Ihre Antwort

Nena 05.01.2018, 16:01 Uhr
Hallo! Habe ich das richtig verstanden, dass bereits am Tag der Blutspende ein Schnelltest auf HIV-Viren gemacht wird? Wenn ja, hätte man bereits zu diesem Zeitpunkt Bescheid bekommen? Dankeschön im Vorraus!

Lisa Rudolph 08.01.2018, 08:58 Uhr

Hallo Nena,
danke für Deinen Kommentar und Dein Engagement für die Blutspende!
Sämtliche Laboruntersuchungen werden nach der Spende in unserem Produktions- und Logistikzentrum in Wiesentheid durchgeführt, ein Schnelltest auf HI-Viren erfolgt nicht. Sollten wir im Rahmen der Laboruntersuchungen Auffälligkeiten feststellen, informieren wir per Einschreiben.
Bitte keinesfalls mit einem möglichen Infektionsrisiko zur Blutspende kommen. Eine ganz frische Infektion kann auch mit hochsensitiven und modernen Testmethoden nicht festgestellt werden. Kostenfreie HIV-Tests können bei lokalen Gesundheitsämtern durchgeführt werden.
Viele Grüße, Lisa vom BSD


Ihre Antwort

Anastasia 12.01.2018, 14:19 Uhr
Kann man mit einem DRK Ausweis beim BSD Blutspenden

Lisa Rudolph 12.01.2018, 14:22 Uhr
Hallo Anastasia,
ja, kannst Du! Trotz des bundeseinheitlichen Blutspendeausweises haben die verschiedenen DRK-Blutspendedienste jeweils eigene Spenderdatenbanken. Aus datenschutzrechtlichen Gründen dürfen diese Daten nicht in einer gemeinsamen Datenbank gespeichert werden. Wenn Du also zum ersten Mal bei einem anderen DRK-Blutspendedienst zur Spende gehst, müssen Deine Daten bzw. muss Deine Kartennummer in der Datenbank hinterlegt werden. Bei der nächsten Blutspende kann Dein Ausweis dann ausgelesen werden.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

Sarah Schöne 12.01.2018, 22:44 Uhr
Hallo liebes Blutspendeteam, ist es möglich über die Blutspende bzw. über Entzündungswerte herauszukriegen, ob man Krebs hat bzw. gibt es dafür Anzeichen dafür im Blut, die durch Ihre Laboruntersuchung erkannt werden? Liebe Grüße

Lisa Rudolph 15.01.2018, 18:40 Uhr
Hallo Sarah,
danke für Deinen Kommentar und Dein Engagement für die Blutspende!
Spezielle Entzündungsmarker oder Tumormarker werden bei den Blutuntersuchungen nicht getestet. Diese wären ohnehin recht unspezifisch. Spezielle Fragestellungen bzgl. Krebserkrankungen und dazu entsprechende Untersuchungsmöglichkeiten sollten immer mit dem Hausarzt besprochen werden.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

Michelle Suren 13.01.2018, 14:30 Uhr
Hallo liebes Team, wird auch der CRP Wert ermittelt? und wenn ja wenn dort leichte Abweichungen wären würde ich dies erfahren ? Danke im Vorraus.

Lisa Rudolph 15.01.2018, 18:41 Uhr
Hallo Michelle,
danke für Deinen Kommentar und Dein Engagement für die Blutspende!
Spezielle Entzündungsmarker werden bei den Blutuntersuchungen nicht getestet. Diese wären ohnehin recht unspezifisch. Spezielle Fragestellungen bzgl. Krebserkrankungen und dazu entsprechende Untersuchungsmöglichkeiten sollten immer mit dem Hausarzt besprochen werden.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

charlotte albrecht 16.01.2018, 09:16 Uhr
Ich war letzten Montag zum ersten Mal Blutspenden und würde gern auch Plasma spenden. Mir wurde gesagt, dass dies auf Grund meiner Penicillin Allergie eventuell gefährlich werden könnte. Könnt ihr mir sagen warum bzw welches Risiko besteht

Lisa Rudolph 16.01.2018, 16:06 Uhr
Hallo Charlotte,
danke für Deine Nachricht und schön, dass wir Dich im Kreis unserer Lebensretter begrüßen dürfen.
Bzgl. der Plasmaspende frage ich bei meinen Kollegen aus dem Ärzte-Team nach und melde mich, sobald ich Feedback habe.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Lisa Rudolph 17.01.2018, 12:44 Uhr
Hallo Charlotte,
nach Rücksprache mit den Kollegen aus dem Plasmazentrum kann ich Dir mitteilen, dass eine Allergie gegen Penicillin kein Ausschlussgrund von der Plasmaspende ist. Du kannst Dich gerne an meine Kollegen vom Plasmazentrum Würzburg wenden.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

Mathias 16.01.2018, 15:52 Uhr
Liebe BRK-Team, wie lange benötigt euer Labor für die Untersuchung der Blutproben. In welchem Zeitraum wird man benachrichtigt, sollte mit der Blutprobe etwas nicht stimmen (bspw. Infektion)? Vielen lieben Dank!

Lisa Rudolph 16.01.2018, 16:08 Uhr
Hallo Mathias,
danke für Deinen Kommentar und Dein Engagement für die Blutspende.
Sollten Auffälligkeiten im Rahmen der Laboruntersuchung auftreten, informieren wir innerhalb der auf die Spende folgenden vier Wochen, in der Regel sehr viel schneller, per Einschreiben.
Bitte keinesfalls mit einem bekannten Infektionsrisiko zur Blutspende kommen - wie oben beschrieben, gibt es sogenannte Fensterphasen, in denen ganz frische Infektionen auch mit hochsensitiven Testmethoden noch nicht festgestellt werden können.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

Aleksandra 18.01.2018, 16:26 Uhr
Lieber brk-team, wird Deutschland weit jede Spende auf cmv überprüft? Vielen Dank für die Antwort

Lisa Rudolph 19.01.2018, 10:42 Uhr
Hallo Alexsandra,
ja, jede Spende wird mit der PCR-Testung auf CMV untersucht, bei positivem Testergebnis wird der Spender informiert.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

Peter 25.01.2018, 12:00 Uhr
Hallo, Werden die genannten Tests parallel oder sequenziell ausgeführt? Sprich bekommt man beispielsweise auf jeden Fall bei einer HIV Infektion Bescheid, wenn vorher z.B. Syphilis festgestellt wurde? Danke!

Lisa Rudolph 29.01.2018, 15:15 Uhr

Hallo Peter,
es werden jeweils alle Tests durchgeführt. Wenn also ein Testergebnis positiv ausfällt, werden die weiteren Tests dennoch durchgeführt. Der Spender wird informiert, wenn auffällige Ergebnisse festgestellt wurden und an den Hausarzt verwiesen, der die Laborbefunde erhält, wenn der Spender ihn angegeben hat. Mit diesem kann er die Ergebnisse dann besprechen.
Viele Grüße, Lisa vom BSD


Ihre Antwort

Lars 27.01.2018, 12:27 Uhr
Hallo Habe mehrfach gelesen, dass Befunde an den Hausarzt und nicht an den Spender geschickt werden. Wie ist es mit der ärztlichen Schweigepflicht und den Patientenrechten gemeint? 1. Eine Weitergabe von Daten an Dritte ist nur nach ausdrücklicher Einwiligung gestattet. 2. Die Daten gehören doch dem Spender/Patient. Warum werden Ihr/Ihm diese Ergebnisse/Befunde nicht ausgehändigt? Bitte freundlichst um Stellunganhme. MfG Lars

Lars 27.01.2018, 12:44 Uhr
Gerhard - Victor 10.12.2017, 12:43 Uhr Hallo, bekomme ich auf Anfrage die Blutwerte die nach der Blutspende gemacht werden auch zugeschickt ? Danke Fabienne Dechert - BSD 12.12.2017, 11:01 Uhr Hallo Gerhard-Victor, vielen Dank für Deine Frage und Deinen Einsatz als Blutspender! Die Werte können an Deinen Hausarzt geschickt werden. Dazu benötigen wir Deinen vollständigen Namen, Adresse und Geburtsdatum für die Zuordnung und die vollständige Adresse des Arztes. Bitte schicke uns diese Daten per Direktnachricht an socialmedia@blutspendedienst.com. Vielen Dank & Grüße, Fabienne vom BSD

Lisa Rudolph 29.01.2018, 15:47 Uhr

Hallo Lars,
sollte ein Infektionstest positiv sein, wird immer der Spender per Brief informiert. Meist wird auch der Hausarzt mit angeschrieben, wenn der Spender ihn angegeben hat, denn  bei manchen Erkrankungen  muss zur Kontrolle des Befundes noch einmal Blut abgenommen werden. In manchen Fällen verlangt das Infektionsschutzgesetz die Meldung des Spenders an das Gesundheitsamt, beispielsweise bei Hepatitis. Über dieses Vorgehen wird der Spender schriftlich aufgeklärt und unterschreibt vor der Spende eine Einwilligung dazu.
Wenn in Deinem Fall nur Dein Hausarzt informiert wurde, Du aber keine Information erhalten hast, müssten wir der Sache dringend nachgehen. Bitte lass uns in diesem Fall Deinen Namen, Deine Anschrift und Dein Geburtsdatum an socialmedia@blutspendedienst.com zukommen.
Viele Grüße, Lisa vom BSD


Ihre Antwort

Braun Thomas 29.01.2018, 02:48 Uhr
Hallo , wenn man einmal an Syphilis oder Tripper erkrankt war und Behandelt wurde. Sind dann bei einer Blutspende noch immer Antikörper nachweisbar ? Was passiert dann weiter , A mit der Spende und B mit dem Spender . Gruß

Lisa Rudolph 29.01.2018, 15:48 Uhr
Hallo Thomas,
im Fall einer nachgewiesenen Syphilis wird die Blutspende vernichtet und der Spender informiert, dass er sich in ärztliche Behandlung begeben muss und dauerhaft kein Blut mehr spenden darf. Der Antikörpertest auf Syphilis bleibt lebenslang positiv.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Braun Thomas 29.01.2018, 16:14 Uhr
Danke für die Information , . . . . . und wie ist das bei Tripper mit den Antikörpern , nach einer behandelten Infektion ?

Lisa Rudolph 29.01.2018, 17:03 Uhr
Hallo Thomas,
das gespendete Blut wird nicht auf Gonorrhoe untersucht, bei Verdacht auf Gonorrhoe wird eher ein Abstrich aus den Körperflüssigkeiten gemacht zur Diagnostik, weniger ein Bluttest. Betroffene werden antibiotisch behandelt und dürfen ein Jahr nach nachgewiesener Ausheilung wieder Blut spenden, wenn eine Ansteckung sicher ausgeschlossen werden kann.
Bei bestehendem risikobehaftetem Sexualverhalten ist ganz eindeutig aber vom Blutspenden abzuraten. Falls Du von einer der genannten Erkrankungen betroffen bist, kannst Du Dich gerne vertraulich telefonisch von uns beraten lassen.
Viele Grüße, Lisa vom BSD


Ihre Antwort

Ben 31.01.2018, 17:12 Uhr
Also angenommen ich hatte ein Risikokontakt vor 75 Tagen darf ich dann spenden,eigentlich doch schon weil die Tests sind ja nach 6 Wochen sicher oder ?

Fabienne Dechert - BSD 01.02.2018, 11:00 Uhr
Hallo Ben, vielen Dank für Deine Frage! Nach einem Risikokontakt musst Du mindestens 4 Monate bis zu Deiner nächsten Blutspende warten – in seltenen Fällen kann es zu einer verzögerten Antikörperbildung kommen und zum Schutz der Blutspendeempfänger soll hier das Risiko so weit, wie nur möglich, minimiert werden. Die Blutspendeempfänger sind meistens schon durch Krankheit oder eine Verletzung geschwächt, daher hat der Schutz dieser Patienten höchste Priorität. Zur genauen Bestimmung der Wartezeit für die Blutspende nach einem Risikoverhalten wird dieses im Fragebogen beim Blutspendetermin vor Ort abgefragt. Viele Grüße, Fabienne vom BSD

Ben 01.02.2018, 12:33 Uhr
Ja aber ihr macht doch auch PCR Test wenn die Antikörper Bildung länger bräuchte dann würde doch zumindest der pcr Alarm schlagen oder das p24 Anrigen. Ich frage mich nur warum 4 Monate warten wenn man vom Gesundheitsamt nach 6 Wochen die Bestätigung bekommt denn seit 2015 heißt es nur noch 6 Wochen warten und nicht mehr 12 Wochen wenn der Test der 4. Generation gemacht worden ist warum sagt man hier nicht auch ne 4 Monate warten es kann sein das die Antikörper verzögert kommen, diese Menschen lässt man ja dann in den Glauben hiv negativ zu sein und diese Menschen können andere anstecken

Fabienne Dechert - BSD 01.02.2018, 13:59 Uhr
Hallo Ben, ich habe mich soeben nochmal bei unserem Ärzte-Team erkundigt und folgende Rückmeldung erhalten: bei einer HIV-Infektion können spezifische Antikörper im Durchschnitt nach 22 Tagen festgestellt werden und Virusantigen im Durchschnitt nach 16 bis 18 Tagen. Moderne Tests, wie sie auch wir verwenden, testen sowohl auf Antikörper als auch auf Virusantigen und wenn das Ergebnis auch 6 Wochen nach dem Risikokontakt negativ ist, dann kann mit (so die Formulierung des Robert-Koch-Instituts) großer Sicherheit eine Infektion ausgeschlossen werden.

Da aber aus dem Blut ein Medikament hergestellt wird, wird von der Bundesärztekammer und dem Paul-Ehrlich-Institut, die die Richtlinien zur Gewinnung von Blut- und Blutbestandteilen erstellen, höchstvorsorglich ein 4-monatiger Abstand vorgeschrieben. Viele Grüße, Fabienne vom BSD

Roland 14.03.2018, 13:27 Uhr
Kann nach den 4 Monaten dann auch noch eine Infektion "durchrutschen" oder ist man da 100%ig sicher?

Fabienne Dechert - BSD 21.03.2018, 12:33 Uhr
Hallo Roland, vielen Dank für Ihren Kommentar! Bitte entschuldigen Sie, dass Sie krankheitsbedingt erst heute Rückmeldung erhalten.

Die Bildung von Antikörpern nach Infektionen dauert in der Tat Monate (z. B. Hep. C). Da das Blut auf die DNA der verschiedenen Infektionen getestet wird, ist eine Diagnose nach einem Risikokontakt nach 4 Monaten sicher.

Bei einer HIV-Infektion können spezifische Antikörper und Virusantigene festgestellt werden. Wenn das Ergebnis auch 6 Wochen nach dem Risikokontakt negativ ist, dann kann mit (so die Formulierung des Robert-Koch-Instituts) großer Sicherheit eine Infektion ausgeschlossen werden.

Da jedoch nicht auszuschließen ist, dass im Laufe der Zeit ein neuer unbekannter Erreger auftreten könnte und um hier die größtmögliche Sicherheit bieten zu können, hat sich der Richtliniengeber mit Blick auf die Patientensicherheit dazu entschieden, in einigen Fällen eines Risikokontaktes die Wartezeit für die Blutspende auf 12 Monate festzulegen. Zur genauen Abklärung muss daher vor jeder Blutspende ein Fragebogen ausgefüllt werden.

Bei den 12 Monaten hat man sich an den Erfahrungen aus Australien, Kanada und Großbritannien orientiert, die diese Regelung bereits vor einiger Zeit umgesetzt und kein erhöhtes Infektionsrisiko bei Transfusionsempfängern festgestellt haben.

Ich hoffe, wir konnten Ihnen damit nützliche Hintergrundinformationen geben. Viele Grüße, Fabienne vom BSD

Roland 23.03.2018, 07:50 Uhr
Verwenden Sie für die Infektionsserologie die selben Tests wie in den üblichen Labors verwendet werden? Warum liegen PCR-Ergebnisse bei Ihnen i.d.R. am nächsten Tag vor, wenn die üblichen Labors dafür fast eine Woche benötigen?

Fabienne Dechert - BSD 28.03.2018, 13:46 Uhr
Hallo Roland, durch sehr gute Organisation und Prozessoptimierung kann bei uns vom Blutspendedienst eine sehr schnelle Untersuchung gewährleistet werden. Da bei uns sehr viele Blutproben für die PCR anfallen, beginnen die PCR-Untersuchungen bereits am späten Abend nach der Blutspende. So liegen oft schon am nächsten Tag die Ergebnisse vor. Eine schnelle Testung ist wichtig, damit die Konserven aufgrund der begrenzten Haltbarkeit zeitnah zur Verfügung gestellt werden können.

In anderen Laboren müssen eventuell Proben über mehrere Tage gesammelt werde, damit eine PCR-Testung wirtschaftlich durchgeführt werden kann. Dadurch liegt dann deren Ergebnis möglicherweise erst nach einigen Tagen vor. Das ist aber eine reine Vermutung. Viele Grüße, Fabienne vom BSD

Ihre Antwort

Manuel Kunkel 01.02.2018, 10:25 Uhr
Kann man wenn man substituiert wird spenden, werde mit substitolsupstionirt

Fabienne Dechert - BSD 01.02.2018, 11:09 Uhr
Hallo Manuel, vielen Dank für Deine Frage! In diesem Fall würde ich Dich bitten per Direknachricht Kontakt mit uns aufzunehmen oder Dich über die 0800 11 949 11 (kostenfrei aus dem dt. Festnetz) mit unserem Ärzte-Team in Verbindung zu setzen. Vielen Dank für Deine Mithilfe & viele Grüße, Fabienne vom BSD

Ihre Antwort

Anna 17.02.2018, 14:24 Uhr
Wird auch eine Testung auf HSV1 und HSV2 durchgeführt? Darf man nach einer Infektion weiterhin Blut und Plasma spenden oder wird man von der Spende dauerhaft ausgeschlossen? Vielen Dank!

Fabienne Dechert - BSD 20.02.2018, 13:22 Uhr
Hallo Anna, vielen Dank für Ihre Frage! Nach Rücksprache mit unserem Ärzte-Team habe ich die Info erhalten, dass das Blut nicht auf Herpesviren getestet wird. Nach eine Infektion mit Herpesviren wird man nicht dauerhaft von der Spende ausgeschlossen. Nach Herpes an Lippe oder Nase beträgt die Sperrfrist etwa 1-2 Wochen, der Herpes sollte abgeheilt sein. Nach Genitalherpes besteht eine 12-monatige Sperrfrist. Wenn Sie weitere Fragen haben, melden Sie sich gerne bei uns. Viele Grüße, Fabienne vom BSD

Ihre Antwort

Julia Schmidt 12.03.2018, 12:30 Uhr
Liebes Team, werden auch Drogentests gemacht bei der Kontrolle meiner Spende?

Fabienne Dechert - BSD 12.03.2018, 13:47 Uhr
Hallo Frau Schmidt, vielen Dank für Ihre Frage! Ein Drogenscreening wird im Rahmen der Blutspende nicht durchgeführt, aber im Fragebogen vor der Blutspende wird dieser Bereich abgefragt. Falls Sie weitere Fragen haben, lassen Sie es uns wissen. Viele Grüße, Fabienne vom BSD

Ihre Antwort

Viktoria Kaminski 21.03.2018, 01:15 Uhr
Hallo liebes Blutspende-Team! Ich wollte fragen, ob man bei der Blutspende auch darauf getestet wird ob man Diabetiker ist? Und wie sieht es bei Diabetikern mit Typ 2 eigentlich aus, darf man da spenden oder nicht? Viele liebe Grüße!

Lisa Rudolph 22.03.2018, 11:39 Uhr
Hallo Viktoria,
ein Blutzuckertest ist bei der Untersuchung im Rahmen der Blutspende nicht dabei.

Es wird aber auf dem Fragebogen nach dieser Erkrankung gefragt.

Bei Diabetes Typ II darf man Blut spenden, wenn man ein gängiges Antidiabetikum wie z. B. Metformin einnimmt, kein Medikament injizieren muss, wie z. B. Insulin oder Exenatide ( Byetta ), der Blutzucker gut eingestellt ist, HbA1c so bis 6,5 % und keine Organschäden durch die Erkrankung vorliegen, z. B. an Niere, Herz, Augen, Nervensystem. Das Medikament muss dann auch auf dem Spenderbogen angegeben werden.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

Jonas 27.03.2018, 16:29 Uhr
Hallo, ich habe vor circa einem Dreiviertel Jahr das erste mal Blut gespendet. Anschließend habe ich jedoch keinen Brief erhalten. Weder einen Brief mit Blutspendeausweis noch einen Brief in dem mir gesagt wurde, dass ein unnormaler Befund vorliegt. Ich bin mir aber nicht 100% sicher, ob ich ausversehen angegeben habe, dass dieProbe vernichtet werden soll. Aber selbst dann wäre sie doch auf Befunde geprüft und ich ggf informiert worden, oder ?

Fabienne Dechert - BSD 28.03.2018, 09:29 Uhr
Guten Morgen Jonas, vielen Dank für Ihren Kommentar und Ihre Bereitschaft, Blut zu spenden! Um prüfen zu können, was da genau los ist, benötigen wir Ihre genauen Daten (vollständiger Name, Geburtsdatum und Adresse). Könnten Sie uns diese Infos bitte an socialmedia@blutspendedienst.com schicken. Vielen Dank für Ihre Mithilfe & viele Grüße, Fabienne vom BSD

Ihre Antwort

Roland 28.03.2018, 11:37 Uhr
Roland 23.03.2018, 07:50 Uhr Verwenden Sie für die Infektionsserologie die selben Tests wie in den üblichen Labors verwendet werden? Warum liegen PCR-Ergebnisse bei Ihnen i.d.R. am nächsten Tag vor, wenn die üblichen Labors dafür fast eine Woche benötigen? Haben Sie meine Antwort vergessen?

Fabienne Dechert - BSD 28.03.2018, 13:45 Uhr
Hallo Roland, entschuldigen Sie bitte, Ihr Kommentar ist tatsächlich untergegangen.

Durch sehr gute Organisation und Prozessoptimierung kann bei uns vom Blutspendedienst eine sehr schnelle Untersuchung gewährleistet werden. Da bei uns sehr viele Blutproben für die PCR anfallen, beginnen die PCR-Untersuchungen bereits am späten Abend nach der Blutspende. So liegen oft schon am nächsten Tag die Ergebnisse vor. Eine schnelle Testung ist wichtig, damit die Konserven aufgrund der begrenzten Haltbarkeit zeitnah zur Verfügung gestellt werden können.

In anderen Laboren müssen eventuell Proben über mehrere Tage gesammelt werde, damit eine PCR-Testung wirtschaftlich durchgeführt werden kann. Dadurch liegt dann deren Ergebnis möglicherweise erst nach einigen Tagen vor. Das ist aber eine reine Vermutung. Viele Grüße, Fabienne vom BSD

Ihre Antwort

Nina 01.04.2018, 20:19 Uhr
Hallo und Gruß Als Erstspendererin habe ich noch eine Frage!Wenn die Blutspende erfolgt ist und das Blut auf alle Sexual übertragbaren Krankheiten mit dem Ergebnis "negativ" getestet wurde kann es auch sein, das man trotzdem einen Brief per Einschreiben bekommt falls das Blut zb Eisenmangel oder andere fehlende Nährstoffe aufweist? Und wird das Blut dann trotzdem verwendet?

Lisa Rudolph 03.04.2018, 13:29 Uhr

Hallo Nina,
das Blut wird auf HIV, Hepatitis und andere sexuell und über Blut übertragbare Krankheiten getestet. Bei allen zweifelhaften oder positiven Testergebnissen wird der Spender informiert, meist muss man dann beim Hausarzt eine Blutprobe zur Kontrolle abnehmen lassen.
Bei einem Eisenmangel, der sich oft schon bei der Hämoglobin-Messung vor der Blutspende herausstellt, wird man gar nicht zur Spende zugelassen, darüber wird man gleich vor Ort informiert und bei sehr niedrigen Werten an den Hausarzt verwiesen.
Das gespendete Blut wird nicht auf seinen Gehalt an Nährstoffen untersucht. Dies sind teure und aufwendige Untersuchungen, die nur bei einem begründeten Verdacht und je nach auftretenden Symptomen gemacht werden, vom Hausarzt oder Internisten.
Wenn die von uns durchgeführten Infektionstestungen negativ waren, wird das gespendete Blut verwendet.
Viele Grüße, Lisa vom BSD


Ihre Antwort

Peter Pütz 12.04.2018, 18:56 Uhr
Hallo liebes Blutspendedienst-Team, mich würde folgendes interessieren: ist es möglich, dass es bei gewissen Infektionen und deren Tests (z.B. für HIV) eine zweite diagnostische Lücke geben kann? Die erste tritt ja in den ersten Tagen bis 2 Wochen auf, wenn noch nicht genügen Virus vorhanden ist, um es nachzuweisen. Stimmt es, dass es später, also so nach 3-4 Wochen eine zweite Lücke gibt, in der es nochmal nicht möglich ist Infektionen nachzuweisen, da die Viruslast (wieder) zu tief ist für den PCR Test und noch keine Antikörper gebildet wurden? Und wenn ja, wie spielt das beim Blutspenden eine Rolle? Also nochmal zusammengefasst: wie gut/sicher funktionieren die Tests *nach* der (ersten) diagnostischen Lücke, also im Zeitraum von 2 Wochen - ca. 8 Wochen nach einer möglichen Infektion? Vielen Dank für die Info, Viele Grüße Peter

Lisa Rudolph 08.05.2018, 09:08 Uhr
Hallo Peter,
vielen Dank für Deinen Kommentar und Dein Engagement für die Blutspende!
Die von Dir zitierte „zweite diagnostische Lücke“ bezieht sich auf den HIV-1 Combo-Test, d. h. den Nachweis von HIV-1-p24-Antigen und HIV-1-spezifischer Antikörper. Unter „diagnostischer Lücke“ versteht man in der immunhämatologischen Testung den Zeitraum von Viruskontakt bis zur Nachweisbarkeit von virusspezifischen Antikörpern. Um diesen Zeitraum zu verkürzen, nutzt die 4. Testgeneration den Nachweis von p24 Antigen, das eben schon früher als die Antikörper nachgewiesen werden kann. Dieses p24 Antigen könnte aber kurz vor Ausbildung der Antikörper wieder unter die Nachweisbarkeitsgrenze abfallen. Somit ist die nachgefragte „zweite diagnostische Lücke“ kein wirklich „zweiter“ Zeitraum, sondern ein Zeitabschnitt innerhalb der eigentlichen „diagnostischen Lücke“.
Wir führen ergänzend zum Immunoassy den direkten Virusnachweis auf die Genomsquenzen (virale Genomsequenzen) mittels RT-PCR durch, so dass wir in der frühen Phase der Infektion virämische Spenden identifizieren können. Der normale Infektionsverlauf ist, dass mit Bildung von spezifischen Antikörpern sich die Viruslast im Blut reduziert. Wesentlich ist, dass wir durch den direkten Nachweis von Virusgenom in der NAT diese diagnostische Lücke entscheidend verkürzen, weil dieser direkte Virusnachweis bereits vor der Nachweisbarkeit von p24 Antigen möglich sein müsste.
Gerne möchte ich noch ergänzen, dass die Absicherung gegen die Weitergabe eventueller Virusinfektion sowohl durch die oben beschriebene Testung unsererseits als auch durch die aufrichtige und verantwortungsvolle Beantwortung der Fragen zu Infektionsrisiken auf dem Spenderfragebogen durch unsere Blutspender erfolgt.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

Friedrich 19.04.2018, 21:36 Uhr
Wie lange nach einer Blutspende dauert die Labordiaknostik (auch PCR Tests auf diverse Krankheiten)? bzw. wie schnell bekommt man einen Brief per Post - sollte etwas auffällig sein. Normalerweise stehen die Ergebnisse doch innerhalb 24 Std. doch fest, oder?

Fabienne Dechert - BSD 23.04.2018, 12:08 Uhr
Hallo Friedrich, vielen Dank für Ihre Frage! Wenn es Abweichungen der Laborwerte gibt, bekommt der Blutspender innerhalb von 2-3 Wochen von uns Bescheid. Viele Grüße, Fabienne vom BSD

Ihre Antwort

Michael 29.04.2018, 11:44 Uhr
Wird jede Blutspende getestet oder wird beim selbstausschluss alles sofort vernichtet?

Lisa Rudolph 07.05.2018, 10:30 Uhr
Hallo Michael,
wenn ein Spender die Vernichtung seiner Konserve auf dem SA-Bogen ankreuzt, wird das Blut untersucht und der Spender bei Auffälligkeiten informiert.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

Alexander 04.05.2018, 14:40 Uhr
Bekommt man bei der 3. Blutspende (letzte lag etwa 9 Jahre zurück) auch einen Ausweis zugeschickt falls natürlich alles ok ist oder bekommt man den nur beim ersten Mal als Service damit man seine Daten hat?

Lisa Rudolph 07.05.2018, 10:30 Uhr

Hallo Alexander,
wenn Du kürzlich nach 9 Jahren Pause wieder Blut gespendet hast und den Antrag für den neuen Blutspendepass ausgefüllt hast, erhältst Du innerhalb von ca. vier Wochen den Blutspendeausweis zugeschickt, wenn die Blutuntersuchung unauffällig war. Ansonsten erhälst Du keinen Ausweis. Wenn die Infektionsserologie einen auffälligen Befund ergibt, wirst Du per Einschreiben innerhalb von vier Wochen nach der Blutspende informiert.
Du kannst mir gerne Deinen Vor- und Nachnamen, Deine Anschrift und Dein Geburtsdatum an socialmedia@blutspendedienst.com schicken, dann schaue ich für Dich nach.
Viele Grüße, Lisa vom BSD


Alexander 14.05.2018, 14:13 Uhr
Danke für die Antwort. Ich habe einen Dankesbrief erhalten, wo auch die Möglichkeit zur Online/Mailinformation bzw. Registrierung enthalten ist. Zudem war da auch schon eine neue Spendennummer (Umstellung alter Ausweis) enthalten. Ich darf ja davon ausgehen, dass bei unregelmäßigen Ergebnissen das Einschreiben gekommen wäre und nicht ein Schreiben, dass man sich „freut mich bald wieder begrüßen zu dürfen“? Einen guten Wochenstart! Alex

Lisa Rudolph 15.05.2018, 17:44 Uhr
Hallo Alexander,
völlig richtig - wenn Du den Dankesbrief erhalten hast, gab es keinen auffälligen Befund. Sollte ein Testergebnis auffällig sein, informieren wir per Einschreiben.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

Wolfgang 14.05.2018, 12:16 Uhr
Der ELISA-Test kann ja unter seltenen Umständen ein "Falsch-positives" Ergebnis für die HIV-Untersuchung liefern. Wird so ein Ergebnis de Spender auch mitgeteilt oder nochmals überprüft?

Lisa Rudolph 15.05.2018, 17:45 Uhr
Hallo Wolfgang,
bei auffälligen Testergebnissen wird der Spender informiert und meistens um eine erneute Blutprobe zur Überprüfung gebeten.
Wenn alle Tests in Ordnung waren, wird Erstspendern der Spendeausweis zugeschickt.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

Andrea 18.05.2018, 14:39 Uhr
Hallo liebes Blutspende Team, bei mir wurde vor ca. 20 Jahren eine Penicilin Allergie diagnostiziert, daraufhin durfte ich kein Blut mehr Spenden. Ich habe dies auch schriftlich erhalten. Hat sich dies nun geändert oder darf ich Lebenslang kein Blutspender mehr sein? Vielen Dank schon mal im voraus für ihre Antwort.

Simon Feiler - BSD 18.05.2018, 15:58 Uhr
Hallo Andrea, nach Rücksprache mit unserem Ärzteteam habe ich erfahren, dass es, ohne die genaueren Hintergründe zu kennen, schwierig ist eine pauschale Antwort auf Deine Frage zu geben. Ich würde Dich daher bitten unser Ärzteteam direkt über unsere Spender-Hotline (0800 11 949 11) zu kontaktieren. Ich drück Dir die Daumen und hoffe dass es klappt. Viele Grüße, Simon vom BSD

Ihre Antwort

Domini 29.05.2018, 11:44 Uhr
Hallo, rein aus Interesse - gab es auch Fälle von Übertragungen einer Tropenkrankheit im Rahmen einer Blutspende? Rein theoretisch kann ein Patient mit asymptomatischem Verlauf und bspw. niedriger Virämie den entsprechenden Virus "spenden" oder sehe ich das falsch? Vielen Dank im Voraus und beste Grüße!

Lisa Rudolph 30.05.2018, 19:51 Uhr
Hallo Domini,
danke für Deinen Kommentar und Dein Engagement für die Blutspende!
Die Übertragungen verschiedener Tropenerkrankungen sind in der internationalen Literatur beschrieben. Eine Übertragung, gerade von Viren, ist bei asymptomatischer Virämie tatsächlich möglich. Wir begegnen diesem Risiko durch Spenderrückstellung nach Aufenthalt in Destinationen, die als Risikogebiete ausgewiesen sind.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

Carsten Schäfer 29.05.2018, 20:04 Uhr
Hallo, Wikipedia sagt: "Da gerade in der Anfangsphase einer HIV-Infektion aufgrund der noch fehlenden körpereigenen Antikörper eine außerordentlich hohe Viruslast vorliegt, ist ein negativ verlaufender PCR-Test, der mindestens 15 Tage nach dem Risikokontakt durchgeführt wurde, in der Regel als eindeutiges Zeichen für das Nichtvorhandensein einer HIV-Infektion zu werten. " Ist diese Aussage falsch? Sie schreiben ja: "Durch den PCR-Test können wir dieses Fenster z.B. bei dem HI-Virus von etwa sechs Wochen auf etwa zwei Wochen verkürzen. Zu 100 Prozent ausschließen können wir eine Infektion dadurch leider nicht." Gruß Carsten Schäfer

Lisa Rudolph 30.05.2018, 19:54 Uhr
Hallo Carsten,
danke für Deinen Kommentar und Dein Engagement für die Blutspende!
Beide Quellen - Wikipedia und dieser Blog-Beitrag - treffen die gleiche Aussage. Umformuliert heisst es, dass unmittelbar nach dem Ereignis (Risikokonakt) eine Übertragung von Viren nicht nachgewiesen werden kann. Mit dem zeitlichen Abstand von 15 Tagen bzw. 2 Wochen zum Risikokontakt und einer möglichen Infektion, ist  der Nachweis von HI-Viren im Blut mittels direktem Virusnachweis (PCR) mit hoher Sicherheit möglich. Innerhalb der ersten 14 Tage nach dem Risikokontakt ist daher eine Aussage über eine Infektion mit HI-Viren nicht mit 100%iger Sicherheit möglich. 
Aus diesem Grund ist eine ehrliche Beantwortung der Fragen auf dem medizinischen Fragebogen, den jeder Spender vor einer Blutspende ausfüllt so essentiell. Wer einen Risikokontakt hatte und diesen nicht angeben möchte, muss uns durch den vertraulichen Selbstausschluss nach der Blutspende den Hinweis geben, dass die Konserve nicht verwendet werden darf.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Carsten 06.06.2018, 22:49 Uhr
Hallo Lisa, das heißt, wenn man nach 17 Tagen nach dem Ereignis (Risikokontakt) das Blut untersucht und nichts nachgewiesen wird, kann man davon ausgehen, dass man keinerlei HIV-Infektion hat, richtig? Viele Grüße, Carsten Schäfer

Fabienne Dechert - BSD 16.07.2018, 09:27 Uhr
Hallo Herr Schäfer, entschuldigen Sie bitte die späte Antwort! Ihre Frage ist nicht einfach zu beantworten. Eines möchte ich an dieser Stelle daher herausstellen: unsere hochsensitiven Testmethoden dienen zur Herstellung von Arzneimitteln. Bitte keinesfalls mit einem möglichen Infektionsrisiko zur Blutspende kommen. Die Blutspende ist nicht zu einer Überprüfung einer möglichen Infektion gedacht. Wenn man ganz sicher gehen will, müssen 2 Untersuchungen in einem zeitlichen Abstand durchgeführt werden – dazu wendet man sich am besten an den Hausarzt. Viele Grüße, Fabienne vom BSD

Ihre Antwort

Lisa 02.06.2018, 17:57 Uhr
Hallo! Ist es richtig, dass durch eine „erfolgreiche“ Blutspende, ALLE Geschlechtskrankheiten ausgeschlossen werden können? Ein Freund versicherte mir, dass er durch das regelmäßige Blutspenden definitiv frei von Geschlechtskrankheiten ist. Es gibt doch aber auch Krankheiten, die nicht übers Blut festgestellt werden können bzw. bei euch nicht getestet werden oder?! LG

Lisa Rudolph 04.06.2018, 14:58 Uhr
Hallo Lisa,
es gibt leider auch Geschlechtskrankheiten, die wir durch unsere Tests nicht erkennen können. Das wären z.B. Genitalherpes, der durch Herpesviren ausgelöst wird, weiterhin Gonorrhoe (Tripper), die durch Bakterien verursacht wird. Auch eine Infektion mit Chlamydien können wir nicht feststellen. Zur Feststellung von diesen Infektionen ist ein Bluttest nicht geeignet, hier müsste man Sekret aus den Geschlechtsteilen untersuchen.
Man kann sich also beim Sex mit einem Blutspender nicht darauf verlassen, dass man sich keine Krankheit einfangen kann. Das hängt davon ab, wie "safe" der Sex praktiziert wird.
Wenn Du Dich gerne mit einer Kollegin aus unserem Ärzte-Team dazu besprechen möchtest, kannst Du gerne Deine Telefonnummer an socialmedia@blutspendedienst.com schicken, dann rufen wir Dich gerne an.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

Michael 21.06.2018, 16:01 Uhr
Hallo, wollte fragen, wenn der Hiv Test dann positiv wäre, würde das Blutspendedienst am nächsten Tag informieren oder erstmal kommt Nachricht per Post. Normalerweise kann die Person in der Zeit (wenn sie das nicht weisst, dass sie hiv positiv ist) jemanden anstecken. Lg

Simon Feiler 03.07.2018, 14:08 Uhr
Hallo Michael, danke für Deinen Beitrag und Dein Engagement für die Blutspende!
Bitte entschuldige, dass ich erst heute dazu komme, Dir zu antworten – aufgrund von Krankheit war unsere Abteilung in den vergangenen Tagen leider unterbesetzt. Ich habe Deine Anfrage an unsere Hotline-Ärzte weitergeleitet und werde Dir, sobald ich Rückmeldung habe, Bescheid geben. Viele Grüße, Simon vom BSD

Fabienne Dechert - BSD 11.07.2018, 13:36 Uhr
Hallo Michael, bitte entschuldigen Sie die späte Rückmeldung! Es ist richtig, dass wenn der HIV-Test auch 6 Wochen nach einem Risikokontakt negativ ist, mit großer Sicherheit eine Infektion auszuschließen ist. Das gilt auch für den beim Blutspendedienst verwendeten Test.

Die Information, falls der Test auffällig sein sollte, wird per Einschreiben an den Spender geschickt. Telefonische Auskünfte werden nicht gegeben, da man ja die Identität des Gegenüber nicht prüfen kann. Die Information darf nur der Betroffene erhalten.

Die Briefe werden aber natürlich schnellstmöglich verschickt. Wir möchten an dieser Stelle darauf hinweisen, dass die Blutspende nicht dazu gedacht ist, eine HIV-Infektion auszuschließen. Wenn man das möchte, müsste man sich bitte an das Gesundheitsamt oder den Hausarzt wenden. Viele Grüße, Fabienne vom BSD

Ihre Antwort

Sybille 27.06.2018, 13:25 Uhr
Wenn ich also richtig gelesen habe auf der Homepage entsprechen die Durchgeführten Labortests der aktuellen Norm und können beispielsweise eine HIV Infektion innerhalb eines 6 Wochen Zeitfensters sicher ausschließen ?

Simon Feiler - BSD 03.07.2018, 14:09 Uhr
Hallo Sybille, danke für Deinen Beitrag und Dein Engagement für die Blutspende!
Bitte entschuldige, dass ich erst heute dazu komme, Dir zu antworten – aufgrund von Krankheit war unsere Abteilung in den vergangenen Tagen leider unterbesetzt. Ich habe Deine Anfrage an unsere Hotline-Ärzte weitergeleitet und werde Dir, sobald ich Rückmeldung habe, Bescheid geben. Viele Grüße, Simon vom BSD

Fabienne Dechert - BSD 11.07.2018, 13:52 Uhr
Hallo Sybille, entschuldige bitte nochmals, dass es mit der Antwort nun so lange gedauert hat! Bei einer HIV-Infektion können spezifische Antikörper und Virusantigene festgestellt werden. Wenn das Ergebnis auch 6 Wochen nach dem Risikokontakt negativ ist, dann kann mit (so die Formulierung des Robert-Koch-Instituts) großer Sicherheit eine Infektion ausgeschlossen werden. Wenn Du weitere Fragen dazu hast, kannst Du Dich gerne mit unserem Ärzte-Team über die 0800 11 949 11 (kostenfrei) in Verbindung setzen. Viele Grüße, Fabienne vom BSD

Roland 12.07.2018, 10:22 Uhr
Hallo Fabienne, was heißt "großer Sicherheit"? Irgendwie erkenne ich da nach 6 Wochen noch eine Unsicherheit. Bis wann kann ich mit absoluter Sicherheit rechnen? Gibt es die nie? Es kann doch nicht sein, dass man nach einer Tätowierung, Endoskopie, Nadelstichverletzung oder was es sonst noch gibt keine 100%ige Entwarnung mehr bekommt - oder wie sehen Sie das?

Fabienne Dechert - BSD 12.07.2018, 10:55 Uhr
Hallo Roland, es ist tatsächlich so, dass es nie eine 100 % Sicherheit gibt. Um aber möglichst sicher zu gehen, gibt es, die von Dir teilweise aufgeführten Wartezeiten (nach Tätowierung, Endoskopie oder aber z.B. auch Auslandsaufenthalten). Darüber hinaus werden in dem Fragebogen, den man vor jeder Spende ausfüllen muss, weitere Risikofaktoren abgeklärt. Viele Grüße, Fabienne vom BSD

Roland 16.07.2018, 12:02 Uhr
Ja super, dann sollte man aber vor einer Endoskopie auf die Möglichkeit einer Infektion mit HIV, HBV und was es sonst noch alles gibt hingewiesen werden. Und das man sich solche Infektionen auch am Strand, wenn man in eine Nadel tritt, holen kann wird wohl auch den wenigsten bewusst sein... Ich finde es im 21. Jahrhundert schon ein bisschen ein medizinisches Armutszeugnis wenn man Infektionen nicht zu 100 % ausschliessen kann...:-(

Fabienne Dechert - BSD 16.07.2018, 13:40 Uhr
Hallo Roland, ich stimme Ihnen zu, es wäre natürlich wünschenswert, wenn alles ausgeschlossen werden könnte! Aber das ist nun mal der Stand der Wissenschaft. Viele Grüße, Fabienne vom BSD

Roland 17.07.2018, 13:14 Uhr
Dann sollte man aber nicht damit werben, dass die Blutspenden "sicher" sind. Wenn ich mir überlege, dass ich nach jeder Endoskopie, Zahnarztbesuch, Nadelstichverletzung etc. eine Infektionsserologie machen muss und ich dem Ergebnis nicht mal 100%ig vertrauen kann (das ist ja der totale Hammer!!) dann stimmt wohl am ganzen System was nicht... Bei mündlichen Auskünften bei den Spendeärzten ist alles gut und sicher, wenns schriftlich wird, sind auf einmal "Zweifel" da...

Lisa Rudolph 02.08.2018, 12:00 Uhr
Hallo Roland,

schön, dass Du Dich so intensiv mit diesem sehr wichtigen Thema auseinandersetzt!

Wie Du völlig richtig schreibst, gibt es leider zahlreiche Infektionsrisiken. Glücklicherweise können diese Risiken gleichzeitig aber auch durch ein entsprechendes Verhalten und gesunden Menschenverstand minimiert werden. Die Kriterien für die Spenderzulassung gelten jeweils zum Schutz von Empfängern und Spendern.

Selbstverständlich ist es möglich, eine Infektion mit fast 100%iger Sicherheit festzustellen, allerdings ist dies oftmals nur nach einem – abhängig vom Virus – bestimmten Zeitraum möglich. Da Blutpräparate nur sehr begrenzte Haltbarkeiten haben, ist es nicht möglich, das gespendete Blut so lange aufzubewahren, bis der  Zeitraum eines kürzlich erfolgten Viruskontakts bis zur Nachweisbarkeit von virusspezifischen Antikörpern verstrichen ist. Aus diesem Grund gelten die von meinen Kollegen erwähnten Wartezeiten nach beispielweise Auslandsreisen, medizinischen Eingriffen oder sexuellem Risikoverhalten. Wir kennen in den letzten 10 Jahren keinen Fall, in dem nachweislich eine HIV, HBV oder HCV-Infektion durch unsere Blutpräparate übertragen wurde. 

Gerne möchte ich noch ergänzen, dass die Absicherung gegen die Weitergabe eventueller Virusinfektion sowohl durch die oben beschriebene Testung unsererseits als auch durch die aufrichtige und verantwortungsvolle Beantwortung der Fragen zu Infektionsrisiken auf dem Spenderfragebogen durch unsere Blutspender erfolgt.

Viele Grüße, Lisa vom BSD


Ihre Antwort

Roland 02.07.2018, 14:14 Uhr
Gibt es diesen Service eigentlich nicht mehr? Seit 04.06.2018 wurde keine Frage mehr beantwortet....:-(

Simon Feiler - BSD 03.07.2018, 14:11 Uhr
Hallo Roland, danke für Deinen Beitrag und Dein Engagement für die Blutspende!
Doch, diesen Service bieten wir natürlich weiterhin an. Leider blieben aufgrund von Krankheit ein paar Kommentar unbeantwortet. Wir sind gerade dabei, das verpasste nun zu beantworten Viele Grüße, Simon vom BSD

Ihre Antwort

Ilona Ernstberger 05.07.2018, 12:55 Uhr
Mein Mann hatte 2011 eine Krebs Erkrankung er bekam Chemotherapie laut Onkologe ist alles in Ordnung .Meine Frage darf er wieder Blut Spenden oder besser nicht

Fabienne Dechert - BSD 06.07.2018, 16:20 Uhr
Hallo liebe Frau Ernstberger, vielen Dank für Ihre Frage! Leider darf Ihr Mann nach der Krebserkrankung nicht mehr Blut spenden. Viele Grüße & alles Gute, Fabienne vom BSD

Ihre Antwort

Spender 07.07.2018, 21:09 Uhr
Hallo ich habe zwei mal Blut gespendet. Kann ich davon ausgehen, dass alles in Ordnung war? Wurde mich jemand bei der zweiten Blutspende informieren oder wäre ich gesperrt im System als Spender falls es Auffälligkeiten gäbe? Ich bekam auch immer eine Einladung für die Spendentermine.

Fabienne Dechert - BSD 11.07.2018, 13:59 Uhr
Hallo Spender, entschuldigen Sie bitte die späte Antwort! Wenn die Infektionsserologie einen auffälligen Befund ergibt, werden Sie per Einschreiben innerhalb von vier Wochen (in der Regel schneller) nach der Blutspende informiert. Sie würden in so einem Fall bei uns im System gesperrt werden.

Bitte keinesfalls mit einem bekannten Infektionsrisiko zur Blutspende kommen - wie oben beschrieben, gibt es sogenannte Fensterphasen, in denen ganz frische Infektionen auch mit hochsensitiven Testmethoden noch nicht festgestellt werden können.

Falls Sie noch Fragen dazu haben, können Sie sich gerne unter der 0800 11 949 11 (kostenfrei) an unsere Kollegen aus dem Ärzte-Team wenden. Viele Grüße, Fabienne vom BSD

Spender 12.07.2018, 14:07 Uhr
Vielen Dank für die Info. Nein es gab kein Infektionsrisiko!!! Es war nur eine Frage aus reiner Interesse. Vielen lieben Dank

Ihre Antwort

Carsten Schäfer 08.07.2018, 16:06 Uhr
Carsten Schäfer 29.05.2018, 20:04 Uhr Hallo, Wikipedia sagt: "Da gerade in der Anfangsphase einer HIV-Infektion aufgrund der noch fehlenden körpereigenen Antikörper eine außerordentlich hohe Viruslast vorliegt, ist ein negativ verlaufender PCR-Test, der mindestens 15 Tage nach dem Risikokontakt durchgeführt wurde, in der Regel als eindeutiges Zeichen für das Nichtvorhandensein einer HIV-Infektion zu werten. " Ist diese Aussage falsch? Sie schreiben ja: "Durch den PCR-Test können wir dieses Fenster z.B. bei dem HI-Virus von etwa sechs Wochen auf etwa zwei Wochen verkürzen. Zu 100 Prozent ausschließen können wir eine Infektion dadurch leider nicht." Gruß Carsten Schäfer Hallo Lisa, ich hatte neulich mal wegen des PCR-Tests nachgefragt. Wenn man nach 17 Tagen nach dem Ereignis (Risikokontakt) das Blut untersucht und nichts nachgewiesen wird, kann man davon ausgehen, dass man keinerlei HIV-Infektion hat, richtig? Viele Grüße, Carsten Schäfer

Fabienne Dechert - Blutspendedienst des BRK 13.07.2018, 08:19 Uhr
Hallo Herr Schäfer, entschuldigen Sie bitte die späte Antwort! Ihre Frage ist nicht einfach zu beantworten. Eines möchte ich an dieser Stelle daher herausstellen: unsere hochsensitiven Testmethoden dienen zur Herstellung von Arzneimitteln. Bitte keinesfalls mit einem möglichen Infektionsrisiko zur Blutspende kommen. Die Blutspende ist nicht zu einer Überprüfung einer möglichen Infektion gedacht. Wenn man ganz sicher gehen will, müssen 2 Untersuchungen in einem zeitlichen Abstand durchgeführt werden – dazu wendet man sich am besten an den Hausarzt. Viele Grüße, Fabienne vom BSD

Roland 20.07.2018, 10:23 Uhr
Nach welcher Zeit kann man dann ganz sicher sein, keine Infektion zu haben? Wenn die Blutspenden in Deutschland so sicher sein sollen, dass es in den letzten vergangenen 20 Jahren nur 4 Übertragungen gab, können Sie mir doch sicherlich eine Zeitspanne nennen...

Fabienne Dechert - BSD 01.08.2018, 13:30 Uhr
Hallo Roland, wir haben ja bereits an anderer Stelle weiter oben geschrieben.

Es ist tatsächlich so, dass es nie eine 100 % Sicherheit gibt. Um aber möglichst sicher zu gehen, gibt es, bestimmte Wartezeiten (z. B. nach Tätowierung, Endoskopie oder aber auch Auslandsaufenthalten). Da jedoch nicht auszuschließen ist, dass im Laufe der Zeit ein neuer unbekannter Erreger auftreten könnte und um hier die größtmögliche Sicherheit bieten zu können, hat sich der Richtliniengeber mit Blick auf die Patientensicherheit dazu entschieden, in einigen Fällen eines Risikokontaktes die Wartezeit für die Blutspende auf 12 Monate festzulegen. Zur genauen Abklärung muss daher vor jeder Blutspende ein Fragebogen ausgefüllt werden.

Natürlich wäre es wünschenswert, wenn alles ausgeschlossen werden könnte! Aber das ist nun mal der Stand der Wissenschaft. Viele Grüße, Fabienne vom BSD

Roland 01.08.2018, 14:42 Uhr
Es geht nicht um "neue" Erreger, auch nicht um die 12monatige Wartezeit. Selbst eine 3-jährige Wartezeit wäre noch in Ordnung! Es geht darum, dass Tests als "sicher" verkauft werden und die Sicherheit nicht gewährleistet ist. Es geht darum, dass sich jemand der sich beispielsweise einer Darmspiegelung unterzieht für die restliche Zeit seines Lebens nicht mehr sicher sein kann, dass eine Infektion in ihm schlummert, die er womöglich sogar noch an andere weitergibt. Wie schreibt Ihr Kollege Christian Kohl am 30.10.17 um 8.36 Uhr: Hallo Robert, laut Informationen des Robert-Koch-Instituts kann eine Infektion mit HIV sicher nach 12 Wochen festgestellt werden, selbst wenn die Antikörperbildung bei einem Menschen durch Behandlungen oder Erkrankungen schwer gestört ist. Der durchgeführte Test ist ein Antikörper-Antigen-Test (Westernblot ) und kann in diesem Fall ein Nachweis über die Antigenkomponente liefern. Viele Grüße, Christian vom BSD Was stimmt nun? Das hört sich doch nicht nach Zweifel an!

Lisa Rudolph 02.08.2018, 12:01 Uhr
Hallo Roland,

schön, dass Du Dich so intensiv mit diesem sehr wichtigen Thema auseinandersetzt!

Wie Du völlig richtig schreibst, gibt es leider zahlreiche Infektionsrisiken. Glücklicherweise können diese Risiken gleichzeitig aber auch durch ein entsprechendes Verhalten und gesunden Menschenverstand minimiert werden. Die Kriterien für die Spenderzulassung gelten jeweils zum Schutz von Empfängern und Spendern.

Selbstverständlich ist es möglich, eine Infektion mit fast 100%iger Sicherheit festzustellen, allerdings ist dies oftmals nur nach einem – abhängig vom Virus – bestimmten Zeitraum möglich. Da Blutpräparate nur sehr begrenzte Haltbarkeiten haben, ist es nicht möglich, das gespendete Blut so lange aufzubewahren, bis der  Zeitraum eines kürzlich erfolgten Viruskontakts bis zur Nachweisbarkeit von virusspezifischen Antikörpern verstrichen ist. Aus diesem Grund gelten die von meinen Kollegen erwähnten Wartezeiten nach beispielweise Auslandsreisen, medizinischen Eingriffen oder sexuellem Risikoverhalten. Wir kennen in den letzten 10 Jahren keinen Fall, in dem nachweislich eine HIV, HBV oder HCV-Infektion durch unsere Blutpräparate übertragen wurde. 

Gerne möchte ich noch ergänzen, dass die Absicherung gegen die Weitergabe eventueller Virusinfektion sowohl durch die oben beschriebene Testung unsererseits als auch durch die aufrichtige und verantwortungsvolle Beantwortung der Fragen zu Infektionsrisiken auf dem Spenderfragebogen durch unsere Blutspender erfolgt.

Viele Grüße, Lisa vom BSD

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Andfoe 08.07.2018, 22:48 Uhr
Hallo, wenn ich 1 Woche nach der Blutspende den Dankesbrief erhalten hab mit dem Hinweis, dass der Spendeausweis separat zugeschickt wird, kann ich davon ausgehen, dass mit meinem Blut alles in Ordnung ist und als Spende verwendet werden kann? Sind dann auch alle Untersuchungen schon durchgeführt worden? Vielen Dank.

Fabienne Dechert - BSD 09.07.2018, 12:51 Uhr
Hallo Andfoe, vielen Dank für Ihre Frage! Sobald Sie den Blutspendeausweis erhalten haben, können Sie davon ausgehen, dass die Blutwerte die wir untersucht haben in Ordnung sind. Bitte beachten Sie, dass eine Blutuntersuchung beim Blutspenden nicht die individuelle Vorsorge beim Hausarzt ersetzt. Wenn Sie noch Fragen dazu haben, können Sie sich gerne telefonisch über die 0800 11 949 11 (kostenfrei) nochmal bei uns melden. Viele Grüße, Fabienne vom BSD

Andfoe 09.07.2018, 13:03 Uhr
Hallo Fabienne, vielen Dank für die Antwort. Aber man kann schon davon ausgehen, dass nicht erst ein Dankesbrief mit „man freut sich auf meine nächste Blutspende“ und dann ein Brief per Einschreiben kommt, das etwas auffällig wäre oder? Also wenn ich den Dankesbrief bekommen habe, ist auch alles ok und die Spende kann verwendet werden!?

Fabienne Dechert - BSD 09.07.2018, 13:29 Uhr
Hallo Andfoe, der Dankesbrief wird automatisch nach der ersten Blutspende verschickt, d. h. Sie können nicht automatisch davon ausgehen, dass alles ok ist. Wenn Sie uns eine Nachricht mit Ihrem vollständigen Namen und Ihrem Geburtsdatum an socialmedia@blutspendedienst.com schicken, können wir im System nachschauen, ob bei Ihnen alles passt. Viele Grüße, Fabienne vom BSD

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Roland 01.08.2018, 10:35 Uhr
Gibts diesen Service nicht mehr? Seit 09.07.18 kein Beitrag Ihrerseits :-C

Fabienne Dechert - BSD 01.08.2018, 13:32 Uhr
Hallo Roland, wir haben ja bereits an mehreren Stellen hier auf der Seite mit Dir geschrieben. Zusammgefasst habe ich Dir nun nochmals weiter oben geantwortet. Viele Grüße, Fabienne vom BSD

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Tom Sauer 07.08.2018, 14:31 Uhr
Hallo liebes BSD Team, kann man die Ergebnisse seiner Blutspende erfragen bzw. per Post erhalten und wenn ja, wann lägen die Ergebnisse nach einer Spende ca. vor? Nach den vorigen Fragen dürfte das ja innerhalb 2-3 Tagen der Fall sein, richtig? Viele Grüße Tom

Lisa Rudolph 07.08.2018, 16:13 Uhr
Hallo Tom,
folgende Untersuchungen werden standardmäßig vor bzw. nach jeder Blutspende durchgeführt:

  • Vor der Blutspende: Blutdruck, Puls, Körpertemperatur, Hb-Wert
  • Nach der Blutspende: Blutgruppenbestimmung nach dem AB0-System, Bestimmung des Rhesus-Faktors, Untersuchung nach irregulären Blutgruppen-Antikörpern, Untersuchung auf Antikörper bzw. Antigene gegen Hepatitis-B und Hepatitis-C, HIV sowie Syphilis, sowie Virusdirektnachweis mittels der PCR-Testung auf Hepatitis-A, Hepatitis-B, Hepatitis-C-Viren, HI-Virus, Parvovirus B19 (= Erreger der Ringelröteln), Cytomegalievirus (CM-Virus).
Die Laborbefunde der Blutuntersuchung, die wir nach jeder Blutspende durchführen, kannst Du ab der dritten Blutspende über Deinen Hausarzt erhalten. Hierzu kannst Du Dich telefonisch unter 0800 11 949 11 bei uns melden oder uns eine E-Mail an info@blutspendedienst.com schreiben. Ein Laborbrief mit dem Befund der Blutuntersuchung geht dann per Post an Deinen Hausarzt.

Als Dankeschön für das Engagement seiner Blutspender bietet der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes kostenfrei zusätzliche Blutuntersuchungen an. Diese zusätzlichen Untersuchungen erhalten:
Frauen, die drei Mal, und Männer, die vier Mal innerhalb von 12 Monaten Blut gespendet haben bzw. Blutspender, die einen Erstspender mitbringen.
Im Rahmen des Gesundheitschecks werden folgende Untersuchungen durchgeführt: Die Leberwerte Glutamat-Pyruvat-Transaminase (GPT), Glutamat-Oxalat-Transaminase (GOT), Gamma-Glutamyl-Transferase (GammaGT) und Bilirubin (TBI).Die Blutfettwerte Gesamtcholesterin (CHOL), High-Density-Lipoprotein (HDL)-Cholesterin (das sogenannte „gute Cholesterin“), Low-Densitiy-Lipoprotein (LDL)-Cholesterin (das sogenannte „schlechte Cholesterin“) und Triglyceride (TGL). Der Nierenwert Kreatinin (CREA) und die Harnsäure (HS).

Viele Grüße, Lisa vom BSD

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Tessa 07.08.2018, 15:40 Uhr
Hallo, ich würde gerne Blutspenden. Bei mir wurde allerdings vor 3 Jahren Borreliose festgestellt, kann ich trotzdem spenden? Oder werde ich gesperrt? LG

Lisa Rudolph 07.08.2018, 16:49 Uhr

Hallo Tessa,
wenn die Borreliose im Frühstadium der Wanderröte entdeckt und antibiotisch behandelt wurde, ist eine Zulassung zur Spende möglich.
Bei späteren Stadien mit Gelenk-, Nerven- oder Herzbeteiligung ist keine Zulassung möglich.
Viele Grüße, Lisa vom BSD


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Juri 05.09.2018, 23:13 Uhr
Hallo, Ich habe 4 Tage bevor ich Blut gespendet habe Gras geraucht und wollte fragen ob mein Blut jetzt vernichtet oder weiter gegeben wird.

Fabienne Dechert - BSD 06.09.2018, 11:01 Uhr
Hallo Juri, in diesem Fall darf das Blut nicht weitergegeben werden, da die Abbauprodukte des Cannabis bis zu 4 Wochen im Blut sind und dem Empfänger des Blutproduktes schaden könnten. Wenn Sie dieses Risiko nicht angegeben haben, melden Sie sich bitte umgehend telefonisch unter der 0800 11 949 11 (kostenfrei)! Vielen Dank! Viele Grüße, Fabienne vom BSD

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Robert 11.09.2018, 14:03 Uhr
Hallo, Wie funktioniert eigentlich ein PCR Test mit Blut, da Erythrozyten doch eigentlich keinen Zellkern enthalten, oder?

Fabienne Dechert - BSD 12.09.2018, 11:26 Uhr
Hallo Robert, vielen Dank für Ihre Frage! Die PCR-Testung zum Screening der Blutspenden hat zum Ziel infektiöse Krankheitserreger, wie Viren im Blut, nachzuweisen. Dazu wird das Erbmaterial der im Blut enthaltenen Viren und nicht das Erbmaterial von zellulären Blutbestandteilen nachgewiesen. Beste Grüße, Fabienne vom BSD

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Ben 12.09.2018, 19:48 Uhr
Hallo Habe eine Frage wenn man vor ca 5 Monaten ungeschützten Geschlechtsverkehr hatte und anschließend nicht mehr würde man HIV Syphilis Hepatitis In dem Zeitraum erkennen im Blut bez wenn man jetzt Blutspenden würde und man wer positiv wann würde man eine Benachrichtigung bekommen . Unmittelbar oder ein Zeitraum von 4 Wochen Lg danke schon mal im Voraus .

Lisa Rudolph 14.09.2018, 05:33 Uhr
Hallo Ben,
derzeit darf man kein Blut spenden, wenn man intimen Kontakt zu einer Person oder zum Sexualpartner einer Person hatte, die zu einer Risikogruppe (= Infektionsrisiko im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung signifikant höher) zählt wie Einwanderer aus Ländern mit einer hohen infektionsrate für Infektionen wie Aids oder Hepatitis, homo- oder bisexuelle Männer, männliche oder weibliche Prostituierte oder wenn man selbst zu einer Risikogruppe zählt wie z. B. homo- oder bisexuelle Männer, Drogenabhängige, Prostituierte oder man häufig wechselnde Sexualpartner hat.
Wenn dies alles nicht zutrifft, dann darf man frühestens 4 Monate später Blut spenden und nach diesem Abstand würde eine Infektion festgestellt. Wenn man aber annehmen muss, dass man sich infiziert hat, also es ein Risikokontakt war, darf man gar nicht Blut spenden. Dann sollte man eine Untersuchung über den Hausarzt oder das Gesundheitsamt durchführen lassen. Bitte keinesfalls mit einem bekannten Infektionsrisiko zur Blutspende kommen - wie oben beschrieben, gibt es sogenannte Fensterphasen, in denen ganz frische Infektionen auch mit hochsensitiven Testmethoden noch nicht festgestellt werden können.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

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Dirk 17.09.2018, 12:01 Uhr
Hi habe am 28.8.2018 das erste mal blut gespendet .Muss auch sagen das die Mitarbeiter sehr freundlich waren der Ablauf war super und das danach auch .:) Zu meiner Frage es ist jetzt ja 21 Tage her wenn ich eine Blutkrankheit hätte wie hiv oder irgendwelche Auffälligkeiten ...usw hättet ihr doch bestimmt in den Zeitraum Bescheid geben oder (muss mir keine Gedanken machen das bis ich mein Blutspendeazsweis habe ). Mfg Dirk

Lisa Rudolph 18.09.2018, 14:31 Uhr
Hallo Dirk,
wenn wir im Rahmen der Untersuchungen auf Infektionskrankheiten, die nach jeder Blutspende durchgeführt werden, Auffälligkeiten in Form eines wertigen pathologischen Befundes feststellen, werden umgehend die drei folgenden Maßnahmen umgesetzt:
1. Meldepflicht an das Gesundheitsamt bzw. das Robert-Koch-Institut
2. Nachweis gegenüber der zuständigen Behörde über die Vernichtung der betroffenen Blutkonserve und Sperrvermerk in der Spenderdatenbank
3. Benachrichtigung des Spenders und des vom Spender genannten Hausarztes, jeweils per Einschreiben. Die Mitteilung an den Hausarzt erfolgt, um dem Betroffenen die Aufklärung in einem vertraulichen Gespräch zu ermöglichen. Die Benachrichtigung hätte in Deinem Fall bereits erfolgen müssen.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Dirk 18.09.2018, 14:57 Uhr
Danke für die Auskunft und wenn ich das richtig verstanden habe muss ich mir keine Gedanken mehr machen :)

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Anne 25.09.2018, 19:55 Uhr
Hallöchen ihr Lieben, ich geh schon länger regelmäßig Blut und Plasma spenden. Aufgrund eines Hautausschlags bin ich in ärztlicher Behandlung und dort wurde festgestellt, dass meine Entzündungswerte erhöht sind. Darf ich trotz erhöhter Entzündungswerte Plasma spenden gehen? Der Hautausschlag ist laut Haus- und Hautarzt nicht ansteckend.

Tobias Weinbuch 26.09.2018, 14:10 Uhr
Hallo Anne,
wir freuen uns über deinen Einsatz und Engagement!Leider habe ich diesbezüglich keine guten Nachrichten. Wenn eine Entzündung abläuft, darf man nicht spenden. Erst wenn die Entzündung abgeklungen ist und die Blutwerte normalisiert sind, ist eine Spende möglich.
Viele Grüße und eine gute Besserung, Tobi vom BSD

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Robert 30.10.2018, 09:06 Uhr
Ich habe eine grundsätzliche Frage. Ich habe HCV Antikörper, Viren sind nicht nachweisbar ( Infektion war 1983). Ist eine Blutspende grundsätzlich möglich, bzw. überhaupt wünschenswert.

Lisa Rudolph 30.10.2018, 11:40 Uhr
Hallo Robert,
danke für Deine Bereitschaft, Blut zu spenden!
Nach einer abgelaufenen Hepatitis-C Infektion kannst Du leider kein Blut mehr spenden.
Wenn der Test jemals positiv war, schreibt der Gesetzgeber den Dauerausschluss vor, da der Empfängerschutz höchste Priorität hat. Eine Zulassung zur Spende ist nur nach Hepatitis A und E möglich, hier gibt es nur Zeitsperren, aber nach Hep.B,C und D darf keine Zulassung mehr erfolgen, auch nicht nach der Ausheilung.
Tut mir leid, dass ich keine besseren Neuigkeiten für Dich habe. Alle Gute für Dich!
Viele Grüße, Lisa vom BSD

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Imke 31.10.2018, 09:26 Uhr
Hallo, Beim Blutspenden wird gefragt, ob das Blut verwendet werden darf. Wofür ist diese Abfrage? Was passiert mit meinem Blut, falls ich hier "nein" angebe. MfG

Fabienne Dechert - BSD 31.10.2018, 11:20 Uhr
Hallo Imke, vielen Dank für Ihre Frage! Manche Spender wollen bestimmte Risiken im Arztgespräch nicht angeben oder es fällt ihnen erst bei der Spende ein, dass ein Ansteckungsrisiko bestehen könnte. Daher schreibt der Gesetzgeber vor, dass auch nach der Spende noch ein Ausschluss von der Verwendbarkeit des Blutes möglich sein muss.

Wenn der Spender angibt, sein Blut soll nicht verwendet werden, dann wird es auch nicht weitergegeben sondern vernichtet. Es erfolgen aber trotzdem die Laboruntersuchungen und der Spender bekommt einen Spendeausweis, wenn alle Tests in Ordnung waren.

Viele Grüße, Fabienne vom BSD


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Youness 02.11.2018, 16:35 Uhr
Hallo ich heisse youness und zwar ich spende immer regelmassig meinen blut die frage ist wenn man nach 37 tage nach einem risiko von hiv kann das pcr 100 pro cent das ergbniss richtig zeigen?

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Youness 02.11.2018, 23:54 Uhr
Hallo will sie nur fragen ob sie pcr nur fur hiv1 machen oder auch fur hiv2

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Younesd 03.11.2018, 22:39 Uhr
Wird bei der Blutspende in deutschland (Bayern) ein PCR Test nur bei HIV1 gemacht oder ebenfalls auch ein PCR Test auf HIV2 ? Ein PCR Test bei HIV 1 schlägt ja 14 Tage nach dem Risikokontakt an,wieviel Tage nach einem Riskokontakt schlägt der PCR Test bei HIV 2 an? Ich gehe davon aus dass beim Blutspenden HIV 2 nicht nur durch einen Antikörpertest getestet wird deren Zeitfenster zur Feststellung länger ist,sondern dass bei der Blutspende wie bei HIV 1 ebenso bei HIV 2 nebendem Antikörpertest genauso ein PCR Test auf HIV 2 durchgeführt wird.Es kann ja jeden einmal Treffen dass man durch einen Unfall oder ähnlichem eine Bluttransfusion benötigt und deswegen gehe ich davon aus dass alle Mittel ausgeschöpft werden und beim Blutspendedienst HIV 2 neben dem Antikörpertest auch auf PCR getestet wird. Ich bin mir aber nicht sicher ob beim Blutspendedienst in Deutschland (Bayern) HIV 2 neben dem Antikörpertest auch HIV 2 auf PCR getestet wird,ich nehme es zwar an auch weil die Dauer bis zur Feststellung einer Möglichen Infektion mit einem HIV 2 PCR Test viel kürzer wäre wie bei einem Antikörpertest und ich davon ausgehe dass der Blutspendedienst jedes kleinste Risiko absichert dass der mögliche Empfänger der Blutkonserve keinen Schaden zieht,bin mir aber nicht sicher ob beim Blutspenden in Deutschland (Deutsches Rotes Kreuz,Bayrisches Rotes Kreuz) eine PCR auf HIV 2 gemacht wird,deswegen wäre ich ihnen sehr Dankbar für Antwort

Simon Feiler - BSD 06.11.2018, 13:38 Uhr
Hallo Youness, vielen Dank für Ihre Frage.

Wir haben Ihre Frage bereits weiter geleitet und melden uns bei Ihnen sobald uns eine Antwort vorliegt.

Viele Grüße, Simon vom BSD

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Sepp 04.11.2018, 19:24 Uhr
Hallo Lisa, in Deiner Antwort vom 30.10.2018, 11:40 Uhr steht: "[...] aber nach Hep.B,C und D darf keine Zulassung mehr erfolgen [...]". Bedeutet dies, dass man auch nach einer Impfung gegen Hep.B (und künftig wenn möglich auch gegen Hep.C) nie wieder Blut spenden darf, weil durch die Impfung die gleichen Antikörper gebildet werden (und nachgewiesen werden können) wie nach einer Infektion?

Simon Feiler - BSD 06.11.2018, 13:36 Uhr
Hallo Sepp, vielen Dank für Ihre Frage!
Nach einer Hepatitis B-Impfung darf nach einer 4-wöchigen Wartezeit wieder Blut gespendet werden.
Viele Grüße, Simon vom BSD

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Lisa 14.11.2018, 17:27 Uhr
Hallo, eine Frage, wird das Blut, nach einer Blutspende, auf Malaria getestet, wenn man im Fragebogen angegeben hat, in den letzten 6 Monaten in einem der betroffenen Länder gewesen zu sein (z.B. Thailand)? Oder wird auf Malaria generell nie getestet? Schon mal vielen Dank für eure Antwort! Liebe Grüße, Lisa

Tobias Weinbuch 19.11.2018, 14:52 Uhr
Hallo Lisa, das Blut wird bei uns nicht auf Malaria getestet. Wenn man sich in Malariaregionen aufgehalten hat, wird man leider auf jeden Fall 6 Monate zurückgestellt. Wenn man dort geboren oder aufgewachsen ist oder sich länger als 6 Monate im Malariagebiet befunden hat, wird man zunächst dauerhaft gesperrt und könnte 4 Jahre später auf eigene Kosten einen bestimmten Malariatest durchführen lassen, uns das Ergebnis zukommen lassen und kann wieder zugelassen werden, wenn der Test negativ ist. Viele Grüße, Tobi vom BSD

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