Spendearten

Vollblutspende / Erythrozyten

Vollblutspende / Erythrozyten

Rote Blutkörperchen (Erythrozyten) transportieren den Sauerstoff von der Lunge zu den Körperzellen und Kohlendioxid zurück zur Lunge. Sie enthalten den roten Blutfarbstoff Hämoglobin, ein Protein, das den Sauerstoff in der Lunge bindet und in alle Teile des Körpers transportiert, beispielsweise zu den Muskeln und inneren Organen.

Erythrozytenkonzentrate werden z. B. bei plötzlichem Blutverlust nach einem Unfall, im Rahmen von Operationen oder bei Blutarmut (Anämie) eingesetzt.

Die Blutentnahme dauert ca. zehn Minuten, der gesamte Zeitaufwand beträgt ca. 45–60 Minuten. Dabei werden ca. 500 ml Blut abgenommen.

Der Abstand zwischen zwei Spenden muss mindestens 56 Tage betragen, innerhalb von zwölf Monaten dürfen Frauen viermal, Männer sechsmal Blut spenden.

Aktuelle Blutspendetermine in Bayern finden Sie hier »


Thrombozytenspende

Thrombozytenspende

Blutplättchen (Thrombozyten) sind lebenswichtig für die Blutgerinnung und bilden die Grundlage für die Wundheilung. Über eine Billion kleinster Blutzellen zirkulieren im Blutkreislauf. Sie werden nach sieben bis zwölf Tagen durch körpereigene neue Blutzellen ersetzt.

Thrombozytenpräparate werden häufig während einer Chemotherapie bei Krebs­erkrankungen eingesetzt.

Thrombozytenkonzentrate werden durch ein spezielles Verfahren mit Zellseparatoren gewonnen. Den Thrombozytenspendern wird Blut entnommen, aus dem ein Teil der Blutplättchen separiert wird. Alle anderen Blutbestandteile werden in den Blutkreislauf des Spenders zurückgeführt. Die Thrombozytenspende dauert ca. 60 Minuten.

Zwischen zwei Thrombozytenspenden müssen 14 spendefreie Tage liegen, innerhalb von 12 Monaten sind bis zu 26 Thrombozytenspenden möglich.

Die Anforderungen an die medizinische Spendetauglichkeit sind umfangreicher als bei der Vollblutspende. Alle Informationen sowie die Möglichkeit der Terminvereinbarung finden Sie hier »


Plasmaspende

Plasmaspende

Blutplasma ist die Blutflüssigkeit. Das Blutplasma macht etwa 55 Prozent des Blutes aus. Es besteht zu etwa 90 Prozent aus Wasser, die restlichen zehn Prozent enthalten Nährstoffe sowie Faktoren für die Blutgerinnung und die Infektionsabwehr. Die Nährstoffbausteine (Traubenzucker und Aminosäuren) werden mit dem Blutplasma zu allen Körperzellen transportiert, denen sie als Energielieferant und Aufbaustoff dienen. Auch Mineralstoffe, Vitamine und Hormone werden mittels des Plasmas im Körper verteilt. Im Blutplasma wird auch ein großer Teil der im Körper entstehenden Stoffwechselendprodukte, wie z. B. Kohlenstoffdioxid, zu den Ausscheidungsorganen, wie der Lunge, gebracht und ausgeschieden. Darüber hinaus ist das Blutplasma für den Wärmetransport innerhalb des Körpers zuständig.

Blutplasma wird eingesetzt, wenn jemand plötzlich viel Blut verloren hat, an starken Verbrennungen oder einer Vergiftung leidet. Ein weiteres Einsatzgebiet liegt bei Patienten mit geschwächter Immunabwehr. Mit Hilfe des Plasmas kann der Körper Infektionen abwehren. Aber auch bei Menschen mit Blutgerinnungsstörungen, der sogenannten Bluterkrankheit, werden Präparate auf Basis von Blutplasma benötigt.

Bei der Plasmaspende, auch Plasmapherese genannt, wird dem Spender nur Blutplasma entnommen. Aus dem über ein Plasmapheresegerät entnommenen Blut wird das Plasma abgetrennt, alle anderen Blutbestandteile werden in den Blutkreislauf des Spenders zurückgeführt. Bei der Plasmaspende werden 600 bis 750 ml Plasma entnommen. Der Abstand zwischen zwei Plasmaspenden muss 14 Tage betragen, innerhalb von 12 Monaten dürfen maximal 25 Liter Plasma gespendet werden.

Die Anforderungen an die medizinische Spendetauglichkeit sind umfangreicher als bei der Vollblutspende. Alle Informationen sowie die Möglichkeit der Terminvereinbarung finden Sie hier »



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