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Blut spenden nach einer SARS-CoV-2-Impfung?

Ein Beitrag von Michaela Wittwer vom 20.02.2021
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Nach einer SARS-CoV-2-Impfung wird empfohlen, einen Tag bis zur Blutspende zu warten. Diese Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts gilt für alle derzeit in Deutschland eingesetzten Impfstoffe.

Aktuell erhalten immer mehr Menschen das Angebot, sich gegen SARS-CoV-2 impfen zu lassen. Eine Blutspende ist generell vor und nach dieser Impfung problemlos möglich. Gegen SARS-CoV-2 geimpfte Personen können weiterhin Vollblut, Plasma und Thrombozyten spenden, sofern sie die geltenden Zulassungskriterien erfüllen.

Bei allen derzeit in Deutschland eingesetzten Impfstoffen ist laut Paul-Ehrlich-Institut grundsätzlich keine Rückstellung bis zur nächsten Blutspende erforderlich. Wir empfehlen allerdings rein vorsorglich, einen Tag bis zur Blutspende zu warten, um eventuell auftretende Nebenwirkungen abgrenzen zu können.

Bezüglich einer SARS-CoV-2-Impfung nach der Blutspende gibt es keine Vorschriften oder Empfehlungen hinsichtlich eines einzuhaltenden Mindestabstands. Wer sich nach der Blutspende fit fühlt, könnte im Anschluss einen Impftermin wahrnehmen.

Der Erhalt von Blutpräparaten einer gegen SARS-CoV-2 geimpften Person ist unbedenklich laut Paul-Ehrlich-Institut. Transfusionsassoziierte Infektionen mit SARS-CoV-2 gelten als ausgeschlossen. Im Zusammenhang mit einer Transfusion von Blutkomponenten einer gegen SARS-CoV-2 geimpften Person kommt es nicht zu Wirkungen des Impfstoffes beim Transfusionsempfänger. Verimpfte bzw. in Folge einer SARS-CoV-2-Impfung gebildete Spike-Proteine könnten höchstens kurzfristig, jedoch nur in geringer und für den Organismus eines Transfusionsempfängers nicht wirksamer Menge, vorhanden sein. Die SARS-CoV-2-Impfung sorgt für die Ausbildung spezifischer Antikörper gegen das SARS-CoV-2-Virus. Eine Impfung gegen SARS-CoV-2 zerstört weder das Immunsystem der geimpften Person noch eines möglichen Transfusionsempfängers. 

Der Impfstatus in Bezug auf einzelne Impfungen wird nicht abgefragt, weder in Bezug auf SARS-CoV-2, noch auf andere Impfungen. Für die Zulassung zur Blutspende ist nur relevant, ob der erforderliche Mindestabstand zwischen der letzten Impfung und Blutspendetermin allgemein eingehalten wurde. Blutpräparate werden nicht explizit mit dem Hinweis auf beispielsweise eine erfolgte Impfung an Kliniken weitergegeben.

Aufgabe und Pflicht für uns als Blutspendedienst ist es, sicherzustellen, dass die freigegebenen Blutprodukte kein Risiko für den jeweiligen Empfänger darstellen. An der Präparatesicherheit für Transfusionsempfänger hat sich nichts geändert.


Tagesaktuelle Informationen zur Blutspende in Zeiten des Corona-Virus finden Sie in unserem laufend aktualisierten Corona-Blog.

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Michaela Wittwer

Marketing & Kommunikation

Seit 2020 beim BSD. Genießt und liebt sehr die Wahlheimat und bloggt hier GEGEN GLEICHGÜLTIGKEIT.

Kommentare

Deml Brigitte 16.03.2021, 13:02 Uhr
Ich hatte Covid 19 im Februar. Kann ich eine Blutspende trotzdem machen? GRUSS Brigitte Deml

Michaela Wittwer 17.03.2021, 09:42 Uhr
Hallo Brigitte,

danke für Ihre Nachricht und Ihre Bereitschaft, Blut zu spenden.
Spendewillige, die am Coronavirus (SARS-CoV-2) erkrankt sind, müssen für 4 Wochen nach Ausheilung von der Blutspende zurückgestellt werden.

Das heißt, Sie können ab April, sofern es Ihnen wieder richtig gut geht, zur Blutspende kommen.

Viele Grüße
Michaela vom BSD 

Fr. Fischer 29.05.2021, 21:43 Uhr
Ich darf mich gegenwärtig aus gesundheitlichen Gründen NICHT impfen lassen. Jetzt kam mir folgende Fragen zum Thema Blutspende : Inwieweit befinden sich Spike Proteine in den Blutspenden? Und inwieweit wird der Status "geimpft /ungeimpft" beim Spenden /bei den Blutkonserven erfasst? Würde mich, sollte es nötig werden und ich müsste zB durch einen Unfall eine Blutkonserve erhalten, die Blutkonserve eines Geimpften irgendwie gefährden? Ich bin d durch ein Gespräch mit jemandem drauf gekommen und jetzt total verunsichert. Danke schon mal für die Antwort.

Verena Hundemer 01.06.2021, 15:07 Uhr
Guten Tag Fr. Fischer,
vielen Dank für Ihren Kommentar und Ihr Interesse!
Der Erhalt von Blutpräparaten einer gegen SARS-CoV-2 geimpften Person ist unbedenklich. Transfusionsassoziierte Infektionen mit SARS-CoV-2 gelten als ausgeschlossen, es kommt nicht zu Wirkungen des Impfstoffes beim Transfusionsempfänger. Geimpfte bzw. in Folge einer SARS-CoV-2-Impfung gebildete Spike-Proteine könnten höchstens kurzfristig, jedoch nur in geringer und für den Organismus eines Transfusionsempfängers nicht wirksamer Menge vorhanden sein. Die SARS-CoV-2-Impfung sorgt für die Ausbildung spezifischer Antikörper gegen das SARS-CoV-2-Virus. Eine Impfung gegen SARS-CoV-2 zerstört weder das Immunsystem der geimpften Person noch eines möglichen Transfusionsempfängers.
Gegen SARS-CoV-2 geimpfte Personen können also weiterhin bedenkenlos Vollblut, Plasma und Thrombozyten spenden, sofern sie die geltenden Zulassungskriterien erfüllen.
Der Impfstatus in Bezug auf einzelne Impfungen wird nicht abgefragt, weder in Bezug auf SARS-CoV-2, noch auf andere Impfungen. Für die Zulassung zur Blutspende ist nur relevant, ob der erforderliche Mindestabstand zwischen der letzten Impfung und Blutspendetermin allgemein eingehalten wurde. Blutpräparate werden nicht explizit mit dem Hinweis auf beispielsweise eine erfolgte Impfung an Kliniken weitergegeben.
Aufgabe und Pflicht für uns als Blutspendedienst ist es, sicherzustellen, dass die freigegebenen Blutprodukte kein Risiko für den jeweiligen Empfänger darstellen. An der Präparatesicherheit für Transfusionsempfänger hat sich nichts geändert.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

Sven 17.03.2021, 12:03 Uhr
Hallo wie verhält sich das mit dem Impfstoff von Astraceneca?

Lisa Rudolph 07.04.2021, 15:38 Uhr
Hallo Sven,
danke für Ihren Kommentar und Ihre Bereitschaft, Blut zu spenden!
Auch für den Impfstoff von AstraZeneca wird empfohlen, einen Tag bis zur Blutspende zu warten. Wie bei anderen Impfungen auch sind jedoch lokale und systemische Nebenwirkungen möglich, deshalb ist ein eintägiger Abstand bis zur Blutspende sinnvoll, aber nicht vorgeschrieben.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

Naddl 24.03.2021, 13:23 Uhr
Hallo Habe auch die Frage ob ich, wenn ich mit Astra zeneca geimpft bin Blut spenden darf? Danke

Lisa Rudolph 07.04.2021, 15:38 Uhr
Hallo Naddl,
danke für Ihren Kommentar und Ihre Bereitschaft, Blut zu spenden!
Auch für den Impfstoff von AstraZeneca wird empfohlen, einen Tag bis zur Blutspende zu warten. Wie bei anderen Impfungen auch sind jedoch lokale und systemische Nebenwirkungen möglich, deshalb ist ein eintägiger Abstand bis zur Blutspende sinnvoll, aber nicht vorgeschrieben.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

Andreas 07.04.2021, 12:32 Uhr
Meine Frage ist genau umgekehrt: Gestern (6. April 2021) habe ich Blut gespendet. Wann darf ich gegen Cornona geimpft werden? Gibt es da auch eine Karenzzeit? Danke! Gruß, Andreas

Lisa Rudolph 07.04.2021, 16:05 Uhr
Hallo Andreas,
danke für Ihren Kommentar und Ihre Bereitschaft, Blut zu spenden!
In Bezug auf eine Corona-Impfung nach einer Blutspende gibt es keine Vorschriften bezüglich eines einzuhaltenden Mindestabstands. Wenn man sich nach der Blutspende fit fühlt, kann man sich anschließend impfen lassen.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

Christina stutterheim 07.04.2021, 23:46 Uhr
Hallo! Darf ich Blutspenden, wenn ich zwei Tage später mit Biontech geimpft werde? Liebe Grüße Christina

Lisa Rudolph 09.04.2021, 07:02 Uhr
Hallo Christina,
danke für Ihren Kommentar und Ihre Bereitschaft, Blut zu spenden!
In Bezug auf eine Corona-Impfung nach einer Blutspende gibt es keine Vorschriften bezüglich eines einzuhaltenden Mindestabstands. Wenn man sich nach der Blutspende fit fühlt, kann man sich anschließend impfen lassen.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Ihre Antwort

S. 15.05.2021, 02:05 Uhr
Aktuell für mich eine hypothetische Frage, auf die ich aber nirgends eine Antwort finde. Hat eine Blutspende für die spendende Person eine mögliche Auswirkung, wenn diese gegen Covid 19 geimpft wurde, anschl. Blut gespendet hat und sich dann mit Covid 19 infizieren sollte? Kurz gefragt: Vermindert eine Blutspende den Wirkungsgrad der Impfungen?

Verena Hundemer 17.05.2021, 09:25 Uhr
Hallo,
vielen Dank für Ihren Kommentar und Ihr Interesse am Thema Blutspende!
Der Blutverlust durch Blutspenden führt nicht zu einer schlechteren Wirkung der SARS-COV-2-Impfung. Der Antikörperverlust ist minimal, die Langzeitimmunität über die Gedächtniszellen wird dadurch nicht beeinflusst.
Einen guten Start in die Woche, Verena vom BSD

Ihre Antwort

L. 24.05.2021, 10:06 Uhr
https://m.youtube.com/watch?v=_NYk7UsWT0w Frisch aus Amerika, wurde durch eine Studie bestätigt, das geimpfte nicht mehr Spenden können da sie keine Antikörper mehr im Blut haben.... Was stimmt den nun?

Lisa Rudolph 25.05.2021, 11:53 Uhr

Hallo L.,
danke für Ihren Kommentar und Ihr Engagement für die Blutspende!

Aktuell erhalten immer mehr Menschen das Angebot, sich gegen SARS-CoV-2 impfen zu lassen. Eine Blutspende ist generell vor und nach dieser Impfung problemlos möglich.
Gegen SARS-CoV-2 geimpfte Personen können weiterhin Vollblut, Plasma und Thrombozyten spenden, sofern sie die geltenden Zulassungskriterien erfüllen.

Transfusionsassoziierte Infektionen mit SARS-CoV-2 gelten als ausgeschlossen. Auch bei anderen Erregern respiratorischer Infektionen, insbesondere Influenza, gibt es keine Hinweise auf transfusionsassoziierte Infektionen. Im Zusammenhang mit einer Transfusion von Blutkomponenten einer gegen SARS-CoV-2 geimpften Person kommt es nicht zu Wirkungen von geimpfter mRNA beim Transfusionsempfänger.

Bei allen derzeit in Deutschland eingesetzten Impfstoffen ist laut Paul-Ehrlich-Institut (https://www.pei.de/DE/arzneimittelsicherheit/haemovigilanz/guidelines-empfehlungen/guidelines-empfehlungen-node.html) grundsätzlich keine Rückstellung bis zur nächsten Blutspende erforderlich. Wir empfehlen allerdings rein vorsorglich, einen Tag bis zur Blutspende zu warten, um eventuell auftretende Nebenwirkungen abgrenzen zu können.

Bezüglich einer SARS-CoV-2-Impfung nach der Blutspende gibt es keine Vorschriften oder Empfehlungen hinsichtlich eines einzuhaltenden Mindestabstands. Wer sich nach der Blutspende fit fühlt, kann im Anschluss einen Impftermin wahrnehmen.

Der Blutverlust durch Blutspenden führt nicht zu einer schlechteren Wirkung der SARS-COV-2-Impfung. Der Antikörperverlust ist minimal, die Langzeitimmunität über die Gedächtniszellen wird dadurch nicht beeinflusst.

Ein Therapieansatz für schwer an SARS-CoV-2 erkrankte Personen ist die Gabe von Plasma von genesenen Spendern, eine sogenannte Rekonvaleszentenplasmaspende. Wer an SARS-CoV-2 erkrankt war und wieder geheilt ist, trägt Antikörper gegen das Virus in sich. Die Antikörper genesener Personen können mittels einer Blutplasmaspende entnommen und für die Therapie an SARS-CoV-2 erkrankter Personen eingesetzt werden.

Viele Grüße, Lisa vom BSD 


Ihre Antwort

Sichler Anita 25.05.2021, 10:19 Uhr
Hallo, ich hätte eine Frage: diese kleine Blutprobe vorm Blutspenden, auf was wird das untersucht? Liebe Grüße von Anita.

Lisa Rudolph 25.05.2021, 11:55 Uhr

Hallo Anita,
danke für Ihren Kommentar und Ihr Engagement für die Blutspende!
Wir haben alle Informationen zu den Test, die nach der Blutspende durchgeführt werden, hier aufgeführt: https://www.blutspendedienst.com/blog/wissenswertes-auf-welche-krankheiten-wird-das-blut-nach-der-spende-untersucht-teil-2--2.
Viele Grüße, Lisa vom BSD 


Ihre Antwort

Petra 29.05.2021, 01:58 Uhr
Kann ich als Ungeimpfte eine Bluttransfussion eines Blutes von einem gegen Covid19 / sars u.a. im Notfall verweigern ? Kann ich darauf bestehen eine Bluttransfussion NUR von einem Nicht geimpften zu bekommen ?

Verena Hundemer 31.05.2021, 12:59 Uhr
Guten Tag Petra,
vielen Dank für Ihren Kommentar und Ihr Interesse!
Der Erhalt von Blutpräparaten einer gegen SARS-CoV-2 geimpften Person ist unbedenklich. Transfusionsassoziierte Infektionen mit SARS-CoV-2 gelten als ausgeschlossen, es kommt nicht zu Wirkungen des Impfstoffes beim Transfusionsempfänger. Die SARS-CoV-2-Impfung sorgt für die Ausbildung spezifischer Antikörper gegen das SARS-CoV-2-Virus. Eine Impfung gegen SARS-CoV-2 zerstört weder das Immunsystem der geimpften Person noch eines möglichen Transfusionsempfängers.
Es ist nicht möglich, beim Erhalt von lebensrettenden Blutpräparaten das Blut bestimmter Spenderinnen und Spender auszuschließen. Zudem wird der Impfstatus nicht abgefragt, weder in Bezug auf SARS-CoV-2, noch auf andere Impfungen.
Aufgabe und Pflicht für uns als Blutspendedienst ist es, sicherzustellen, dass die freigegebenen Blutprodukte kein Risiko für den jeweiligen Empfänger darstellen. An der Präparatesicherheit für Transfusionsempfänger hat sich nichts geändert.
Viele Grüße, Lisa vom BSD

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