Blutspende bei Magenverstimmung oder Durchfall

Ein Beitrag von Luisa Gärtner vom 11.08.2020
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Da die Symptome bei verschiedenen Erkrankungen des Magen-Darm-Bereichs sehr ähnlich sein können, ist es sinnvoll, vor der Blutspende unsere Hotline-Ärztinnen 0800 11 949 11 (kostenfrei aus Mobilfunk- und Festnetz) oder info@blutspendedienst.com, erreichbar jeweils Mo-Fr, 8.00-17.00 Uhr) zu kontaktieren, um die individuelle Spendefähigkeit zu überprüfen.

Anhaltspunkte zur Spendefähigkeit bei Magenverstimmung oder Durchfall:

Magen-Darm-Infekt

Ein Magen-Darm-Infekt führt zu einer 4-wöchigen Pause von der Blutspende. Ein Magen-Darm-Infekt, eine sogenannte Gastroenteritis liegt vor, wenn man plötzlich Fieber, starkes Erbrechen, Bauchschmerzen und dünne bis wässrige Durchfälle entwickelt. Hier liegt entweder ein bakterieller oder ein viraler Infekt vor – für beide besteht eben diese Wartezeit von 4 Wochen ab Ausheilung.

 

Durchfall

Bei einer akuten Durchfallerkrankung wird man für 4 Wochen von der Spende zurückgestellt. Auch bei Durchfall unklarer Genese besteht eine 4-wöchige Wartezeit.

Ein einmalig weicherer Stuhl nach Aufnahme bestimmter Nahrungsmittel, auf die man allergisch reagiert oder für die ein Verdauungsenzymmangel besteht, z.B. Nahrungsmittelunverträglichkeit, Zöliakie (Erkrankung des Magen-Darm-Trakts verursacht von einer Glutenunverträglichkeit) oder Kuhmilchallergie würde man nicht als Durchfall kategorisieren und eine Blutspende wäre möglich, immer vorausgesetzt es bestehen keine akuten Beschwerden mehr.

 

Weitere Informationen zu Erkrankungen des Magen-Darm-Bereichs

Wer Salmonellen ausscheidet, darf erst wieder mit einem Abstand von 2 Jahren zur mit Befund gesicherten Ausheilung wieder Blut spenden.

Bei chronischen Darmerkrankungen, die mit Diarrhoe einhergehen, z.B. Colitis ulcerosa und Morbus Crohn ist eine Blutspende ganz ausgeschlossen - das dient dem Wohl des Spenders. Die Genesung der Erkrankung ist unklar und daher ist ebenfalls unklar, ob sich die Blutspende für den Spender eventuell negativ auswirken könnte. Der Blutverlust bei der Spende, der für gesunde Menschen kein Problem darstellt, könnte eine zusätzliche Schwächung des chronisch kranken Körpers nach sich ziehen, v.a. wenn sich vielleicht relativ knapp nach der Spende ein Schub entwickelt.

Ein Reizmagen mit Völlegefühl, Blähungen, Druckschmerzen oder Übelkeit oder ein Reizdarm mit Blähungen, Abdominalschmerzen unterschiedlicher Stärke und Lokalisation und wechselnd Obstipation (umgangssprachlich: Verstopfung) und Diarrhoe wäre nicht grundsätzlich ein Ausschlussgrund, man sollte jedoch nicht in einer akuten Phase Blut spenden.

 

Welche Medikamente sind erlaubt?

Pflanzliche Medikamente wie z.B. Iberogast sind an sich kein Hinderungsgrund für das Blutspenden, es muss jedoch Beschwerdefreiheit bestehen.

Bei Entzündungen mit Brennen in der Speiseröhre durch Reflux sollte auch abgewartet werden, bis die Beschwerden abgeklungen sind, dann darf man, auch bei Einnahme von Protonenpumpenhemmern wie z. B. Pantoprazol oder Omeprazol, Blut spenden, wenn die letzte Magenspiegelung 4 Monate zurückliegt und keinen malignen Befund ergeben hat.

 

Abschließend lässt sich nur nochmal die wichtigste Blutspenderegel nennen - nur wer sich fit genug fühlt, kann Blut spenden! Wir freuen uns auf Sie www.blutspendedienst.com/termine!

 

Luisa Gärtner

Managerin Social Media

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